Kräuterecke

Nepeta cataria

 von Esme , 26.01.2009 17:44

"Husten, Schnupfen, Heiserkeit,
für einen Tee ist es nun Zeit."

Mit Absicht habe ich mal den botanischen Namen verwendet, denn für viele ist Katzenminze einfach zu gewöhnlich, viele Gärtner oder Möchtegern-Gärtner kennen sie nicht oder wollen sie nicht. Dabei gehört auch sie zu den alten Heilpflanzen und kann Anwendungen auf verschiedenen Gebieten finden, innerlich und äußerlich. Gerade jetzt zu dieser Jahreszeit, wo viele unter Erkältung leiden, lindern ein paar Tassen Tee die Beschwerden schnell. Sie wirkt beruhigend auf den Magen, bei Nervosität und fördert den Schlaf und die Verdauung. Einige frische Blätter zerkaut dienen als erste Hilfe bei Zahnschmerzen, äußerlich bei kleinen Wunden oder Insektenstichen sind die frischen Blätter ein wohlriechendes Pflaster aus Mutter Natur.
Die Katzenminze kam ursprünglich wild nur in Südeuropa und Vorderasien vor, mittlerweile hat sie sich in unseren Breitengraden auch auf Schutt, an Ufern, auf Bahnhöfen und Friedhöfen angesiedelt, das zeigt schon wie anspruchslos sie eigentlich ist.
Für viele ist der Geruch unangenehm, es gibt aber auch Arten die stärker nach Pfefferminz duften, dennoch bevorzuge ich die echte. Medizin muß ja auch nicht schmecken sondern soll helfen.
Der Pflanze wird nachgesagt, sie habe ähnliche Wirkung auf Katzen wie Baldrian, das sind Erfahrungswerte die ich nicht weitergeben kann. Unsere Katzen ignorieren Baldrian und an der Katzenminze wird hin und wieder ein bißchen geknabbert, aber keine von unseren wird euphorisch dabei.
Bald kommt der Frühling und unser Hof wird wieder herrlich duften und ein zartrosa bis lila Bild vermitteln in dem es nur so summt und brummt, in allen Ritzen die nur ein Stückchen Erde verheißen, kann man sie wachsen sehen. Als wir vor 9 Jahren hierher zogen, brachte ich eine Pflanze vom Balkon mit tja, und das sind alles ihre Kinder. Mehrmals im Jahr nach der Blüte zurückgeschnitten erfreut sie mich bis in den Spätherbst und manchmal sogar noch länger, noch nicht mal den Raenmäher nimmt sie übel.
Wer also für Balkonien oder Garten plant kann vielleicht Nepetamit einbeziehen, es müssen nicht immer Exoten sein die Körper und Geist erfreuen.

Esme
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