Club der Philosophen

RE: Krieger !?

 von npaul , 15.08.2010 12:34

Zum Einen:
Ein Krieger ist doch jemand, der bereit und in der Lage ist, sein Können und sein Leben in einem Kampf um eine Sache die es ihm wert ist in die Waagschale zu legen und das Leben des Anderen, soweit es nicht vermeidbar ist zu nehmen, oder?
Um dies möglichst gut tun zu können, sollte er gut trainiert und in den Fragen die sich um Leben, Tod und das was danach kommt, bewusst und klar sein, oder?

Zum Anderen:
Es gibt doch einmal den Menschen, der sich mit allen Konsequenzen für ein Leben als Krieger entschieden hat, und einmal den Archetyp des Kriegers, der in jedem von uns vorhanden, jedoch mehr oder weniger bewusst und mehr oder weniger integriert ist. Je nach dem wie gut er bewusst und integriert ist, können wir diesen Anteil im Alltagsleben für uns nutzen. Damit dies geschehen kann, muß er in dieser physischen Welt und in unserem physischen Leben erlebt werden um bewusst zu werden und integriert werden zu können. Und er muß trainiert werden und die Fertigkeiten erwerben, auch wirklich für sich einstehen zu können. Dies hat immer auch mit kontrollierter Aggression und Gewalt zu tun, das muß gelernt werden sonst wird etwas integriert was es nicht ist. Weiterhin ist im Falle der Archtyps, dieser ja immer in Harmonie mit den anderen integrierten Archetypen und somit in Balance, was seinen Part angeht. Die hier alle aufgeführten Eigenschaften, treffen auf mehrere Archetypen zu, nicht nur auf den Krieger.

Will jemand sich ernsthaft etwas bewusst machen, muß er es erleben, gemäß dem Leitspruch "Einsicht durch Erkenntnis" nach dem nicht nur die Samurais gelebt und trainiert haben, als Soldaten Kaste, und dort auch nur wenige Krieger waren. Noch ein Beispiel, möchte sich jemand gegen Messerangriffe verteidigen können, muß er erst einmal den Umgang mit dem Messer beherrschen lernen, erst dann kennt er das Messer und sein Wesen und nur dann kann er sich auch wirklich dagegen verteidigen.
Also auch die Integration und das Bewusstmachen von Archetypen ist im richtigen Kontext zu sehen und mit echtem TUN verbunden. Sonst ist es aus meiner Sicht nur herumesoteriken nach dem Motto: ach heute beschäftige ich mich mal mit dem Krieger und morgen mal mit dem inneren Kind und übermorgen hör ich die Englein singen.

Das sind alles Anregungen um darüber mal nach zu denken.
Meine persönliche Meinung ist die: man ist dann ein Krieger, wenn man keine Waffen mehr braucht und dadurch in einer Klarheit auftritt, die jegliche Form einer Gewalttätigkeit sich erst gar nicht entwickeln lässt.

Herzliche Grüße, Norbert

npaul
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