Club der Philosophen

RE: das besondere wahrnehmen

 von Sinaris , 09.02.2010 18:25

Viele von uns leben rastlos in viel rastloseren Zeiten und ich behaupte es gelingt nur wenigen sich mal einwenig Zeit für das jetzt zu nehmen. Noch weniger Zeit bleibt da für das hier. Aber wenn ich Dich richtig verstanden habe Anna, geht es dir weniger um den Moment des betrachtens als darum zu erkennen welcher Schatz einen umgibt?

Ich denke das kann man zum einen, sehr unromantisch auf die Funktionen unseres Gehirns reduzieren oder damit in Verbindung bringen, das wir von so vielen Wundern umgeben sind das man hier warscheinlich schnell den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Vielleicht liegt es auch daran das viele Menschen garnicht mehr soviel sehen wollen. Ich kenne einige Menschen die schnell bei einem inspirierenden Anblick auf völlig abwegige Gedanken kommen. Manche hängen aber auch wie bereits erwähnt im Alltagsstress.

Ich für meinen Teil hab früher im Bereich der Tierkunde immer die Menschen in fernen Ländern beneidet. Besonders die grossen Raubkatzen hatten es mir sehr angetan. Dabei hätte ich nur neben mich zu dem lauten Schnurren auf meinem Schreibtisch greifen müssen. Mein kleiner Ganove ist vielleicht nicht so imposant aber ein ebenso grosses Wunder und dafür bei weitem nicht so gefährlich beim wilden rumtoben. Einige würden jetzt vom Spatz in der Hand sprechen aber das halte ich für genau die falsche Betrachtungsweise. Was den Mensch mit den 100 km/h angeht habe ich mich gefragt... vielleicht hat der gute gerade ein schönes Lied im Radio und die dazu rasch vorbeiziehende Landschaft genossen.

Das besondere jedezeit zu sehen? Was macht es dann zu etwas besonderen? Ist es nicht auch irgendwie schön diese Momente in denen wir in der Lage sind inne zu halten etwas schönes? Ich beneide Menschen die dazu in der Lage sind, jederzeit in allem seine volle Pracht zu erkennen, nur denke ich, das es dann sehr schwer wäre alles entsprechend zu würdigen.

Das Maß der Dinge. Eigendlich sollten wir das wohl immer selbst festlegen aber vielen von uns wird das von der Umwelt diktiert. Ist es nicht auch eine der "Auf"-Gaben eines Barden, die Menschen wieder für eine gewisse Zeit aus Ihrem Trott zu befreien?

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