"umgekehrte" Legeweise - ggf. Deutungsvorschläge von euch?

#1 von inis , 21.01.2009 19:48

Guten Abend ihr Lieben,


mit Tarot arbeite ich schon seit langem und das eigentlich auch am regelmäßigsten von allen spirituellen Praktiken, habe aber bisher nur mit der "normalen" Bedeutung gearbeitet.
Zum Jahreswechsel habe ich dann mal das Druidcraft-Pflanzenorakel beschnuppert und mich dabei brav an die Anleitung gehalten - dort wird ja unbedingt auch die Verwendung mit umgekehrten Karten und leicht veränderten Bedeutungen empfohlen.

Prompt habe ich als Karte für das kommende Jahr die Alraune gezogen, aber umgekehrt - die Karte ist eh schon kein geringes Kaliber, aber dann diese andere Konnotation "Ausweitung - Besessenheit - Verrücktheit", also, ich weiß ja nicht...

Könnt ihr mir also beschreiben, wie der Aspekt einer Karte allgmein abgewandelt wird, wenn man mit umgekehrter Legeweise arbeitet?
Oder habt ihr sogar Deutungsvorschläge für mein Silvester-Orakel?

Danke schon mal im Voraus - bin sehr auf eure Meinungen gespannt!

 
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RE: "umgekehrte" Legeweise - ggf. Deutungsvorschläge von euch?

#2 von Inge , 21.01.2009 20:51

Hey Inis,

mir ist nicht so ganz klar, was du unter "umgekehrte Legeweise" verstehst ?

Ich kenne es nur, daß Karten auch mal auf dem Kopf stehend umgedreht werden. In dem Fall ist auch die Bedeutung der Karte umzudrehen, d.h. die Bedeutung kehrt sich um....

LG Inge

 
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RE: "umgekehrte" Legeweise - ggf. Deutungsvorschläge von euch?

#3 von Alfhir , 21.01.2009 23:19

....hi...inis..... ,

kommt jetzt schon darauf an........... . Hast du die beschreibung...gelesen bevor du die karte gezogen hast ..... oder....., danach...... .

...bei ersteren.... kannst du die aufrechte form hervorheben...... . solltest du jedoch die 2te ...variante gewählt haben...(mit beiden deutungsvarianten....)...gilt eigendlich diese...... .

.....traust du deiner intuition in diesem fall nicht so richtig...... .

vg.....alfhir.....

 
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RE: "umgekehrte" Legeweise - ggf. Deutungsvorschläge von euch?

#4 von Brianna , 22.01.2009 08:08

Hallo Inis,

ich persönlich lass die umgedrehte Bedeutung ganz weg und leg sie einfach richtig hin. Die Tarot-Legerinen von denen ich gelernt habe haben das auch so gemacht.

Eine hat gemeint du kannst es immernoch umdrehen wenn dir die Bedeutungen aller Karten im Tarot nicht reichen und wenn du jede Karte bis in ihre Tiefen kennst. Das kann ich heut noch nicht von mir behaupten

 
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#5 von Chiroptera , 22.01.2009 15:50

Hallo Inis,

grundsätzlich kann ich Brianna und ihren Lehrerinnen zustimmen.

Für mich persönlich gilt jedoch: die Tiefen der Karten erschließen sich mir erst dann so richtig, wenn ich auch die "andere Seite" (und ich meine hier nicht die Rückseite ) betrachte.

Um das für sich selbst herauszufinden, muß man wohl probieren und abwarten, was die Intuition so zu bieten hat.

Mir fällt dazu ein:
Besessenheit muß ja nicht heißen, daß Du anfängst, Dich wie eine Irre aufzuführen. Man kann ja auch von Ideen, Wünschen, Handlungsweisen "besessen" sein. Im Sinne von: sich total auf etwas zu versteifen, vielleicht "vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen". Sollte diese die einzige Karte Deines Sylvester-Orakels gewesen sein, wäre meine Deutung:
Paß' in diesem Jahr darauf auf, daß Du Dich nicht zu sehr auf bestimmte Ideen oder Projekte versteifst und darüber hinaus andere, ebenfalls wichtige Dinge aus den Augen verlierst.
Die Dosis macht es aus. Manche Dinge sind in hoher Dosierung eben giftig, während sie mit dem richtigen Maß behandelt sehr heilsame und gute Kräfte entfalten.

 
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RE: "umgekehrte" Legeweise - ggf. Deutungsvorschläge von euch?

#6 von Inge , 22.01.2009 16:51

Hey Inis,

wenn du wegen der Silvesterkarte unsicher bist, was sie dir sagen will, kannst du immer noch zur Klärung dieser Frage eine neue Karte ziehen. Das hilft meist. Entweder ergänzt solch eine Karte die vorherige oder stößt uns mit der Nase direkt darauf.

LG Inge


P:S: das Problem mit der umgekehrten Karte stellt sich mir nicht, da mein komplettes Kartendeck immer "ordentlich" in eine Richtung zeigt

 
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RE: "umgekehrte" Legeweise - ggf. Deutungsvorschläge von euch?

#7 von Luvon , 02.01.2010 10:33

Hallöle,

habe auch an Sylvester eine Karte gezogen, "Neun der Scheiben" aus dem DruidCraft-Tarot.
Nachdem ich letztes Jahr aus dem Crowley eine relativ "vernichtende" Karte zog, was meine Erkrankung wohl u.a. betraf, war dies mal was positives.
Es stellte sich nun die Frage nach normal oder, wie gozogen, umgedrehter Deutung.
Als Tarot-Laie mal wieder nix blick...
In diesem Falle meinte meine Holde, das eine kann man als Ist-Stand, das Andere als Soll-Stand sehen.

Wird wahrscheinlich nicht bei jeder Karte funktionieren aber das weis ich noch nicht, habe derzeit noch zu wenig Erfahrung damit.
Wird die Zukunft zeigen.

Wollte dies nur mal weitergeben.
Aber..., fallls jemand was dazu einfällt bin ich für Gedanken und Anregungen dankbar.

Liebe Grüße
Luvon

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RE: "umgekehrte" Legeweise - ggf. Deutungsvorschläge von euch?

#8 von inis , 02.01.2010 14:59

Hallo Luvon,

ja, die Neun der Scheiben ist ja wirklich eine angenehme Karte...

...und es fällt wirklich schwer, dazu eine "umgedrehte" oder "übertriebene" Deutung zu konstruieren... Also, wenn die Neun eigentlich den glücklichen Zufall, die gute Ernte meint, Zuwachs im weitesten Sinne - hm, kann das natürlich heißen, daß eben kein Zuwachs stattfindet? Oder halt eben - eine Erd-Karte - nur in winzigkleinen Schritten, und diese umgedrehte Karte warnt dich vielleicht vor Ungeduld.

 
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RE: "umgekehrte" Legeweise - ggf. Deutungsvorschläge von euch?

#9 von Luvon , 02.01.2010 15:05

Hallo inis,

danke erstmal.

Mir geht es aber u.a. generell darum ob mensch überhaupt mit der umgekehrten Deutung arbeitet.
Weil wenn ich die Karten auspacke, lege und dann eine ziehe dann sind entweder alle oben oder alle umgekehrt.
Solange ich die Karten nicht vor mir kreuz und quer durcheinander mische.
Oder soll ich die umgekehrte Deutung immer mit lesen zu Komplementierung der Aussage?!?

Liebe Grüße
Luvon

Luvon  
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RE: "umgekehrte" Legeweise - ggf. Deutungsvorschläge von euch?

#10 von inis , 02.01.2010 15:12

Zitat von Luvon

Mir geht es aber u.a. generell darum ob mensch überhaupt mit der umgekehrten Deutung arbeitet.
Weil wenn ich die Karten auspacke, lege und dann eine ziehe dann sind entweder alle oben oder alle umgekehrt.
Solange ich die Karten nicht vor mir kreuz und quer durcheinander mische.
Oder soll ich die umgekehrte Deutung immer mit lesen zu Komplementierung der Aussage?!?


Mhm... ich denke auch, das ist eine grundsätzliche Frage. Wie Brianna oben schon schrieb, eigentlich "reichen" auch erstmal die Grundbedeutungen, besonders, wenn man mit Tarot erst anfängt. Und wie man bei der Neun der Scheiben sehen kann, haben nicht alle Karte eine extra umgedrehte Bedeutung.
Da ich mein Deck schon länger nutze und nicht ordne oder sortiere zwischendurch, sind einige Karten auch mal andersrum als die anderen, der Großteil ist aber "richtigrum".
An deiner Stelle würd ich mich also nicht mit den umgedrehten noch zusätzlich verwirren...

 
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RE: "umgekehrte" Legeweise - ggf. Deutungsvorschläge von euch?

#11 von Brianna , 02.01.2010 16:48

Ausserdem ganz nebenbei gibt es für die 'negativen' Bedeutungen die die umgekehrten Karten haben ja auch karten im aufrechten Zustand. Fast der ganze Schwertersatz sind nicht so rosige Karten.

Also ich finde das langt....

 
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RE: "umgekehrte" Legeweise - ggf. Deutungsvorschläge von euch?

#12 von inis , 02.01.2010 17:22

Zitat von Brianna
Fast der ganze Schwertersatz sind nicht so rosige Karten.


Ui!
Das ist an dieser Stelle zwar ein bißchen , aber...

...nicht so rosig?!? Hihi... vielleicht kann das ein Feuerzeichen nicht verstehen...
Irgendwie geht es natürlich schon um Härte, um das Schneiden und Trennen... aber gleichzeitig geht es auch um intellektuelle Prozesse. Die können schon schmerzhaft sein, aber nicht jeder Schmerz ist etwas Schlimmes - er warnt uns auch oder bringt uns Dinge zu Bewußtsein.
Und das ist eben das Schwert, es stößt (gnadenlos? unerbittlich? nein, nur unaufhaltsam) mitten in das Herz hinein, in das Herz des Problems nämlich.

 
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RE: "umgekehrte" Legeweise - ggf. Deutungsvorschläge von euch?

#13 von Solitaire , 07.01.2010 16:33

Also ich arbeite prinzipiell auch mit den umgekehrten Positionen von Karten, Runen, etc.

Zur Alraune (ohne jetzt mit dem Pflanzenorakel gearbeitet zu haben und ohne ins Buch zu gucken) assoziiere ich jetzt mal frei "verrückt" auch mal im Sinne von "ver-rücken": vielleicht will dir die Alraune sagen, dass du von einer bisherigen Ansicht/Einstellung, etc Abstand nehmen solltest, sie auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten - kurz: das bestehende Weltbild ruhig auch mal auf den Kopf stellen, sich aus einer Sache herausnehmen (ähnlich wie die Alraune sich auch mal unter die Erde zurückzieht), die (bislang) verdrängte Seite auch mal zulassen....

 
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RE: "umgekehrte" Legeweise - ggf. Deutungsvorschläge von euch?

#14 von freyja , 10.01.2010 21:55

liebe inis,
also ich sehe das ganze Thema beim Ein-karte-ziehen für nicht so problematisch-bindend, eher als zusätzlicher Schatten-Aspekt als beriechernd.
allgemeines bei Umgekehrten Karten zu sagen, ist schwierig, entweder ist der Aufrechte-Aspekt noch nicht richtig verstanden oder schon am Abklingen.
Konkret bei der Alraune heißt das, für mich, eine Wurzel, die aus der Erde gezogen ist, aber falsch herum benutzt wird, bzw. eine nicht gezogene Alraune, d.h. wo fällt dir was in den Schoß, dann sei vorsichtig!
am allerwichtigsten ist dein Gefühl, die Affirmationen beim kartenlegen, deine Intuition. Zusammen mit deinem Wissen und der Erfahrung mit den Karten und mit diesem spirit baust du dann dein mentales Feld auf. Was du erleuchten willst durchs Kartenlegen wird sich so am ehesten manifestieren lassen, also auch da sachte...
ich an deiner Stelle, würde solange konkrete Fragen stellen und dafür jeweils eine karte ziehen, also " Was bedeutet die umgedrehte Alraune konkret für mich im Alltag...?"
oder " Wie kann ich die Energie der Alraune unterstützen?......" bis ich durchblicke....viel Spaß freyja

 
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