Alban Arthan

#1 von Brianna , 28.12.2008 22:44


Zeitpunkt: 21. Dezember
(Astronomisch: 21. oder 22. Dezember, an dem die längste Nacht ist) - Sonnenzyklus

Andere Namen: Yul / Jul, Längste Nacht, Winterbeginn, Wintersonnenwende, Saturnalien, Finn's Day

Astronomisch: Sonne im Steinbock (kardinale Erde )
Yul kann fest dem Element Erde zugeordnet werden, auch weil es als Winterfest zählt und Winter ja mit dem Element Erde assoziiert wird.

Farben: Rot, Grün, Weiß, Gold
Symbole: Immergrüne Bäume (Kiefer Eibe, Fichte), ein Rad mit 8 Speichen, der Yul-Zweig
Pflanzen/Steine: Immergrüne Pflanzen, Baldrian; Gewürze: Zimt; Öle: Rosmarin, Myrrhe, Safran, Zeder, Ananas, Ingwer; Steine: Blutstein, Rubin, Granit

Ursprung:
Der Name "Alban Arthan" kann poetisch mit "Licht von Arthur" übersetzt werden. Dabei wird Arthur mit dem Sonnengott gleichgesetzt, der gestorben ist und zu Yul wiedergeboren wird als der keltische "Mabon" (Sohn des Lichts).
Dies beschreibt bereits das große Thema zu diesem Fest. Die Wiedergeburt der Sonne zum Ende der längsten Nacht. Da die Sonne ja mit dem Gott im Sonnenzyklus gleichgesetzt wird, wird er geboren als Kind der Göttin, ihr Sohn.

Das kommt dir bekannt vor? Kein Wunder. Doch wenige wissen, dass es genau zu diesem Zeitpunkt Mythen, Geschichten und Sagen über die Geburt eines Sonnenkindes gab lang vor Jesus Christus und in vielen verschiendenen Kulturkreisen. Ein anderes Beispiel ist Osiris aus der ägyptischen Mythologie oder Mithras, griechische Mythologie.

(*Anm. vom Verfasser: Ich habe mal in einer Archäologiezeitschrift gelesen, das der Geburtszeitpunkt der Person Jesus auf März datiert wurde. Fakt: Die Kirche legte erst in 273 CE offiziell das Geburtsdatum von Jesu fest)

Zeit der Konfrontation (innerlich): Nachdem wir jetzt über das vergangene Jahr reflektiert haben ist es an der Zeit dies abzuschließen und ein neues Kapitel in unserem zyklischen Leben anzufangen - zusammen mit dem neuen Kalenderjahr. Während der Zeit des In-sich-Kehrens nach Alban Elfend und der Zeit der Reflektion nach Samhuin sollten wir nun herausgefunden haben, welche Themen/Blokaden/Ängste wir noch angehen müssen um sie aufzulösen. Dieses "Angehen" passiert in der Zeit der Konfrontation - absichtlich zur dunkelsten Zeit im Jahre.
Man muß in das Dunkel hinabsteigen und sich ihm ganz hingeben, um den Funken zu erkennen der zu dem Licht wird das uns aus der Dunkelheit heraus führt. Das passt natürlich wunderbar zum Thema dieses Feiertages.

Bräuche zu Alban Arthan:

Einmal gibt es da den bekannten Yul Log (Holzscheit). Aus dieser vorchristlichen Tradition entstand letztendlich unser Weihnachtsbaum. Man verbrennt den Yul-Zweig und erzählt sich Geschichten.
Traditionelle Gaben sind der besagte 'Yul-Zweig', meistens von einem Eichenbaum und eine Kombination aus Mistelzweig (engl. mistletoe) und Stechpalme (engl. holly; den Mistelzweig haben die Christen später auch übernommen). Der Yul-Zweig wird verbrannt, bis auf einen Trieb, aus dem der Yul-Zweig für das nächste Yul-Fest gezüchtet wird. Als Symbol der Erneuerung und dem Kreislauf des Lebens.

Der Mistelzweig - die Pflanze der Druiden schlechthin - spielt zu diesem Fest ja auch eine große Bedeutung.
Ein schöner Brauch ist es in der längsten Nacht alle Lichter im Haus zu löschen, sich dann um eine unangezündete Kerze herum zu versammeln und miteinander über das letzte Jahr zu reflektieren, gute Vorsätze zu äußern und für das letzte Jahr zu danken. Dann, zusammen mit dem Wunsch für ein neues Jahr, einen neuen Sonnenzyklus und die "Wiedergeburt" der Sonne, wird die Kerze in der Dunkelheit entzündet und mit ihr wird durchs Haus gegangen und andere Kerzen werden entzündet von ihr (e.g. Lichter angemacht, Christbaumkerzen angemacht).

 
Brianna
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