RE: Rechte von Menschen - Tieren - Pflanzen

#16 von Salix , 30.12.2008 15:30

"Letztes Jahr tobte die Schlacht um die Pachtwiese, bei der unter anderem eine Brombeerhecke und zwei Holunder auf der Verliererseite standen (unsere gutnachbarschaftliche Beziehung eingeschlossen)."

Nagut, ich kann es ja einsehen wenn die Gewächse zu gross werden und dann in den Nachbargarten rüberwachsen. Ich sehe das zwar nicht so eng, unsere Nachbarn von rechts haben auch ziemlich an der Grenze gepflanzt und vieles wächst ein bisschen in unseren Garten rein, mich störts nicht so lange es kein Übermass annimmt. Im eigenen Garten will man ja eigene Gewächse haben und nicht die vom Nachbarn *ggg*
WAS mich allerdings gestört hat war dass die ihren Thujabaum so hoch wachsen liessen, der stand auch an den Gartengrenzen und ich habe immer gesagt irgendwann kommt was und dann fällt der um. Tja und dann kam Sturm Kyrill. Ich habe ganz schön gebibbert und gebetet er möge bloss nicht in unsere Richtung umkippen. Hat er auch nicht getan - er fiel auf das Grundstück gegenüber und riss den ganzen Jagerzaun um, machte auch den Spielplatz der Kinder platt.
Wie schon gesagt, manches ist nicht weiter schlimm und kann toleriert werden, anderes wo eine Gefährdung besteht sollte rechtzeitig weggemacht werden.

LG
*Salix*

 
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RE: Rechte von Menschen - Tieren - Pflanzen

#17 von Serpentia , 30.12.2008 15:40

Salix, das ist kein Garten - das ist eine gemeinschaftlich gepachtete Wiese vor unseren Häusern, auf der eigentlich unsere Kinder spielen sollten.... Auf der Wiese stehen eine Hütte, mehrere Nadel- und Apfelbäume und ein kleiner, seit -zich Jahren verwildeter Ziergarten. Die Pflanzen standen da jahrelang in aller Ruhe, aber kaum "gehörte" uns die Wiese, mussten die Ärmel hochgekrempelt und "aufgeräumt" werden. Die Brombeerhecke z.B. war am Rand der Wiese, am Übergang zum Nachbargrundstück.

Ja, ich bin Mitpächter. Aber es war demokratisch - 3 gegen 1.

 
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RE: Rechte von Menschen - Tieren - Pflanzen

#18 von Salix , 01.01.2009 13:00

Naja Moondancer, das ist zwar ärgerlich aber wenn man überstimmt wird kann man nicht viel machen
Im Grunde genommen hätte es ja nicht weiter gestört hätte man die vorhandene Botanik stehen gelassen wenn das Grundstück als ein Kinderspielplatz genutzt wird.

LG
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RE: Rechte von Menschen - Tieren - Pflanzen

#19 von Inge , 10.01.2009 14:26

ich schließe mich EICHE und den anderen vorrigen an. Es ist meiner Meinung nach wichtig das rechte Maß einzuhalten und zu schauen, woher das Essen (Fleisch, Gemüse...) kommt. Wir haben seit einigen Jahren unseren Fleischkonsum erheblich eingeschränkt, so können wir auch ruhig mal ein paar Euro mehr für Fleisch ausgeben. Eier und Kartoffeln kommen vom "Bauern unseres Vertrauens", Gemüse und andere Nettigkeiten vom TeGut, aber aufgrund mangelden Geldes kommt auch einiges von den Brüdern Aldi und vom Lidl in unseren Kühlschrank.

Es ist wichtig die Tiere und Pflanzen mit Respekt zu behandeln. Es ist eine riesen Anmaßung, wie gleichgültig und lieblos mit ihnen umgegangen wird. Zum einen verdiehnt dies jedes Lebewesen, auch die "Kinder" respekt und Achtung und zum anderen sind wir von ihnen abhängig, sind sie also lebensnotwendig.

Die Menschen gehen leider mit allem so leichtfärtig um. Nach dem biblischen Motto "machet euch die Erde untertan" ungeachtet der Tatsache, daß wir von unserer großen Mutter abhängig sind. Es wird Raubbau betrieben, riesige Löcher und Gräben werden in sie geschlagen, das lebenswichtige Wasser wird vergiftet, auch unsere Luft zu Atmen...
Bäume werden abgeholzt für Rinderweiden und Soja; Getreide, das andere Menschen zum Überleben brauchen, wird in Autotanks geschmissen; Bäume werden abgholzt für Klopapier und die Bildzeitung .... Da gibt es noch weitere tausend Beispiele für die Dummheit und Arroganz der Menschen.

Ich glaube, ich habe mich jetzt total verzettelt, aber bei dem Thema seh ich immer rot !!!!!!!



LG Inge

 
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RE: Rechte von Menschen - Tieren - Pflanzen

#20 von Weisser Schatten , 10.01.2009 14:53

liebe inge,
bei der BILD und anderen dingen stimme ich dir vollkommen und gerne zu,
aber das mit dem klopapier, da möchten alle doch mal kräftig überlegen,

stellt es euch doch einmal vor, wenn ihr, zu unseren uralten zeiten und bei diesem kalten wetter die kleinen und groooßen geschäftchen entweder nur mit der hand, einem kalten, nassen gras-, moos- oder (stoff war zu kostbar!) rupfenbüschel vom körper reinigen wolltet,
hier ist die neuzeit wirklich besser drann und das auch erst seit einigen jahrzehnten - denk auch an die monatsregel-führsorglichkeiten,
nehmt's es mir nicht übel, aber wenn ich darüber rede, dann aus historischer (waldhausleben) erfahrung,


"...Locus – der Ort, später das Örtchen, das Sch...haus, später einmal die Toilette, das OO ect. ect, genannt.
Über diesen Ort und die manchesmal darauf im Schweiße unseres Angesichtes verrichtete Tätigkeit
wird fast nie etwas berichtet oder geschrieben.
Und doch gehört auch das zu unserem Leben wie das Atmen und das Essen.
Unser locus ist eine steinerne Nische in der Außenwand des Klosters,
an der vorbeigehen zu müssen ich nur meinen ärgsten Feinden zumuten könnte.
Wenn auch das Wort des Herrn Jesus ‚Liebe Deine Feinde wie Dich selbst’ lautete,
so hatte ich doch auch davon eine ganze Menge in meinem früheren Wandern auf dieser Welt.
Doch zurück zu diesem locus, welcher auf der Unterseite dem Winde und dem Regen ausgesetzt ist,
so daß die manchmal linden oder auch heftigen Lüfte unser Hinterteil umspülen.
Ja, und je nach dem, wie locker oder wie hart der herausgepreßte Leibesmüll sich darstellt,
je nach dem benutzen wir ein wenig trockenes Moos oder Gras oder einfach NICHTS
für die Reinigung des hinteren Ausganges.
Den Eingang reinigen wir ja mit dem guten Roten oder ein wenig Salz, welches wir auf die Zähne reiben.
Aber von diesen werden es auch von Jahr zu Jahr weniger.
Und wenn wir uns eine Weile mit Nichts auf dem locus begnügt haben,
dann sind wir vom Geruche her wie alle anderen auch.
So ist das halt in unserer Zeit ohne das viel, viel später so vorteilhafte (duftende) Papier.
Ha, unser kostbares Pergament dazu zu verwenden, das risse ja alle Löcher wund...."

(auszug aus meinem buch)

keltische, ganz realistische hinter(n)listige grüße von

ian-jonathan der weiße schatten

 
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RE: Rechte von Menschen - Tieren - Pflanzen

#21 von Inge , 10.01.2009 16:27

Hey Ian,

das mit dem Klopapier war eher ironisch gemeint. Baumblätter wären mir auch etwas zu unhandlich ...
Obwohl ich auch an die Hanf- Alternative gedacht habe. Hanfpflanzen sind zwar auch "Lebewesen", aber sie sind nicht so alt wie die Bäume und Hanf kann auch besser kultiviert werden. Zudem wird die Pflanze auch für viele andere Zwecke gut eingesetzt- Hausdämmung, Kleidung, Medizin...

Viele "Schmetterlings- blaue Grüße

Inge

(das Bild kommt noch.... Meine anderen Fotos scheint ihr - du und Moondance- ja schon von Volkert bekommen zu haben)

 
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RE: Rechte von Menschen - Tieren - Pflanzen

#22 von Weisser Schatten , 10.01.2009 17:25

du bist das also!
schmetterlingsblaue grüße zurück, verbunden mit
keltischen grüßen

ian-jonathan der weiße schatten

 
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RE: Rechte von Menschen - Tieren - Pflanzen

#23 von Eiche , 10.01.2009 21:00

Wo wir schon mal bei dem Thema Toilettenpapier sind. Mann kann ja auch darauf achten was man für Toilettenpapier kauf, es muß ja kein Gebleichtes aus Extra dafür gefällten Bäumen sein. Mann kann ja auch welches aus Reseilkeltem Papier nehmen z.B. Danke.http://www2.danke.de/

Göttersegen Eiche

 
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RE: Rechte von Menschen - Tieren - Pflanzen

#24 von Salix , 14.01.2009 20:17

"Wo wir schon mal bei dem Thema Toilettenpapier sind. Mann kann ja auch darauf achten was man für Toilettenpapier kauf, es muß ja kein Gebleichtes aus Extra dafür gefällten Bäumen sein. Mann kann ja auch welches aus Reseilkeltem Papier nehmen"

So sei es. Ich kaufe nur recycletes Klopapier mit dem blauen (Umwelt)engel drauf.
Was anderes kommt mir nicht unter den Allerwertesten

LG
*Salix*

 
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RE: Rechte von Menschen - Tieren - Pflanzen

#25 von Zardoz , 16.01.2009 21:35

Huh, vielen Dank für eure zahlreichen Beiträge. Ich hatte ja schon fest damit gerechnet, dass ein paar Leute hier was dazu sagen haben

Ich steh dazu so: wenn man über ethische Fragen spricht, kann es einem helfen, an frühere Zeiten zu denken oder an ärmere Gegenden auf der Welt. Letztendlich müssen wir unsere Ideen aber an unserer Lebenswirklichkeit, unserem Alltag ausrichten und dabei sehen, was wir selbst tun können. Hier in Deutschland haben wir nunmal einen sehr hohen Standard an Wohlstand und Ordnung, was auch den "Luxus" gewisser ethischer Standards erlaubt - auch wenn sich noch viel verbessern lässt. Dennoch ist das vorhandene ethische Bewusstsein, auch, wenn es nicht bei jedem einzelnen ankommen mag, wertvoll zu verteidigen. was unsere Großeltern alles gemacht haben, möchte ich lieber nicht als Vergleich für uns heranziehen. Es ist klar, dass es in den letzten Kriegsmonaten ums nackte Überleben ging; davor gab es aber genug, die sich am Leiden anderer bereichert hat oder zumindest mal an sich selbst zuerst gedacht hat. So gesehen hast du ganz recht, Ian-Jonathan, dass wir irgendwann den schritt raus aus dem tierischen-halbmenschlichen Zustand machen müssen... Aber warum sollten wir damit nicht heute anfangen?

Es geht ja auch darum, dass die Ethikm oft bei den reichsten nicht ankommt. es ist schlcihtweg ekelhaft, dass sich einzelne immer noch erlauben können, andere menschen, tiere und pflanzen für ihre persönliche bereicherung auszunutzen. dazu werden menschen für ein paar euro pro stunde beschäftigt - aber auch schweine und hühner in riesige fleischfabriken unter künstliches licht gepfercht.

das muss aufhören: in wahrheit schafft die massentierhaltung ja ein perverses ungleichgewicht. damit bei uns jeder mensch eins chnitzel pro tag essen kann, werden schweine mit sojabohnen aus dem regenwald angefüttert - und die brasilianer haben nichts davon, nur ein beispiel.

es muss sich einfach mehr und mehr das bewusstsein ändern, zuerst bei uns, dass wir eben nicht gezwungen sind, mitzumachen. ich bin fest überzeugt, dass es möglich ist, ausgaben zu sparen, und zugleich durch unsere konsumenscheidungen gutes zu tun.

leider sind die vernünftigen immer noch in der minderheit (siehe mein beispiel von der eigentümerversammlung und der baumfällung oder MoonDancers Geschichte). Deshalb brauchen wir heute noch strenge gesetze zum tier- und naturschutz und auf die arbeit tausender von freiwilliger, die versuchen sich gegen das diktat der wirtschaftlichkeit im bezug auf lebewesen zu stemmen. aber ich glaube fest daran, dass wir, solange wir keine kriege und atomkatastrophen haben, die möglichkeit haben, ein starkes kollektives bewusstsein in dieser richtung auszubilden.

Zitat
Chiroptera: Und die Weisheit der Bäume bringt mich letztlich zu dem Schluß, daß es mit der Achtung unseren Mitgeschöpfen gegenüber ganz genau so ist, wie es mit der Liebe eben ist. Das harmonische Gleichgewicht ist zu finden mit Achtung, Anerkennung, Wertschätzung und Respekt. Ein ausgleichendes Geben und Nehmen ist hier wohl gefragt. Dann kann Liebe leben und es stellt sich wohl nicht mehr die Frage nach einer "ethischen Stufenleiter".


So kann ich das auch unterschreiben. Es geht nicht darum, dass alle Menschen Veganer werden, sondern dass sie ihr Leben nach bestem Wissen und Gewissen ausrichten, weil es eben nicht egal ist: der verbraucher hat so viel Macht, wie jetzt das verschwinden von Käfigeiern aus den Supermärkten zeigt. Und wer bewusst einige Euro mehr für ein Schweinefilet aus artgerechter haltung oder einen fairtrade kaffee oder auch nur einen liter milch ausgibt, der tut etwas, um leiden zu verringern. und, das ist wichtig zu sagen, wer sich das nicht leisten kann, ist kein schlechterer mensch. wer es sich aber leisten kann (oder dafür lieber bei der menge verzichtet, oder eben nur günstig nach saison einkauft), der sollte sein öffnen, weil es in unserer gesellschaft eben so wichtig ist, worin wir geld investieren und was wir links liegen lassen.

Liebe sei das Gesetz...

 
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