Philosophieren mit Toleranz

#1 von Brianna , 03.11.2008 11:59

Wieso willst du ihn definieren? Ach so ja. Das ist ja der Club der Philosophen!

Ich denke: Toleranz ist etwas zu tolerieren ohne das es unbedingt die eigene Einstellung sein muß, Akzeptanz ist ein bisschen mehr, wenn man die Meinung des anderen auch für sich selber akzeptiert.

Akzeptanz hat noch eine andere Bedeutung, aber in der stimmt sie denke ich mit Toleranz überein.

 
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RE: Philosophieren mit Toleranz

#2 von Zardoz , 03.11.2008 12:18

Möchte dem oben gesagten noch hinzufügen, dass man auch lernen muss mit dem elektronisch übermittelten Wort (alo Forum,Email, etc) zurecht zu kommen. Gerade weil man den anderen nicht sehen kann oder u.U. nicht einmal persönlich kennt, kann man manches leicht falsch verstehen.

Deshalb ist es - gerade beim Philosophieren - immer hilfreich, sachlich zu bleiben und Aussagen nie persönlich zu nehmen. Als Moderator versuchen wir natürlich auch, bestimmte Aussagen abzumildern oder zu erläutern bzw. Blickwinkel zu erweitern. dennoch gibt es für jeden empfindliche Stellen, an denen er stark reagiert, ohne dass es für einen anderen zu einer solchen reaktion kommt.

Ich denke im Forum muss man einfach noch vorsichtiger in seiner Kommunikation sein, als wenn man jemandem gegenüber steht. Toleranz ist zwar gut bzw. Notwendig, aber meistens regt einen ja gar nicht die Ansicht als solche auf, sondern die Art oder die Wortwahl, wie es geschieht. Dabei schreiben manche einen beitrag aber auch in Eile, z.B. in der Arbeit - also sollte man nicht alles auf die Goldwaage legen und von der konkreten Formulierung trennen, was die eigentliche Aussage ist! dann, denke ich, kommt man zu einer fairen und inhaltsreichen Diskussion.

 
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RE: Philosophieren mit Toleranz

#3 von Brianna , 03.11.2008 12:21

Sehr gut ausgedrückt Zardoz. Danke. In dem Zusammenhang - auch wenn es manche albern finden - haben smilies durchaus ihre Berechtigung. Wenn man etwas sarkastisches oder schwarz-humoriges sagt und danach ein macht, rückt das alles in Relation.

 
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RE: Philosophieren mit Toleranz

#4 von Serpentia , 03.11.2008 12:44

Zitat
Toleranz heißt für mich auch etwas einfach mal stehen zu lassen.



Viele Jahre in diversen Hunde-Foren haben mich (die sich sonst gerne einmischt *zugeb*) davon überzeugt, dass es manchmal besser ist, einen "verfehlten" Beitrag zu ignorieren, statt ihn durch eine Reaktion "hoch zu pushen" und damit mehr Aufmerksamkeit auf ihn zu lenken.

Wobei das auch auf die Politik des jeweiligen Forums ankommt. Brianna's "No Dogma" finde ich richtig und wichtig hier für uns, denn wir wollen eine Plattform für viele sein.

Tolerante Grüße,

Petra

 
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RE: Philosophieren mit Toleranz

#5 von Scathan , 03.11.2008 12:52

Unterscheidung zwischen Toleranz und Akzeptanz

Der Unterschied erklärt sich in den Wörtern an sich *setzt sich die Schlaubi-Schlumpf Brille auf* :

Toleranz (von lat. tolerare: „ertragen“, „durchstehen“, „aushalten“ oder „erdulden“, aber auch „zulassen“) wird unter anderem im sozialen, kulturellen sowie religiösen Kontext gebraucht. So kann mit Toleranz etwa eine Meinung gemeint sein, mit der eine Person bzw. Personengruppe nicht übereinstimmt, diese aber dennoch duldet, also toleriert.

Akzeptanz (von lat. „accipere“ für annehmen, billigen, gutheißen) ist eine Substantivierung des Verbes akzeptieren, welches verstanden wird als annehmen, anerkennen, einwilligen, hinnehmen, billigen, mit jemandem oder etwas einverstanden sein.

Es wird deutlich, dass Akzeptanz auf Freiwilligkeit beruht. Darüber hinaus besteht eine aktive Komponente, im Gegensatz zur passiven, durch das Wort Toleranz beschriebener Duldung. Akzeptanz drückt ein zustimmendes Werturteil aus und bildet demnach einen Gegensatz zur Ablehnung.


Quelle: Wikipedia


Liebe Grüße und BB,

Scáthán

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RE: Philosophieren mit Toleranz

#6 von Weisser Schatten , 03.11.2008 20:10

nun, lieben freundinnen und freunde, einige worte von mir, welche die offenheiten in einem i-net-forum betreffen:
es ist nicht nur das öffentlich machen des eigenen gedankengutes ijm forum selbst!
googled einmal oder yahoot oder so, sucht nach euerem namen (realiter) oder auch dem avatar-namen: was glaubt ihr, welche ausschnitte ihr alles von euch und anderen finden könntet,
also ist ein bißchen viel vorsicht geraten - das wird meine ansichten-veröffentlichungen im forum oder anderswo nicht stören - da bin ich mittlerweile schon jenseits von gut und böse und weg von der meinungsbildung der anderen,
aber diese artikel in caches u.a. könnten, wie so vieles auf der heutigen welt, in ungerechte hände geraten,

wollte keine angst verbreiten, sondern nur einmal auf die öffentlichkeit eines netzes aufmerksam machen - ich bremse mich nicht

euer
ian-jonathan der weiße schatten wirft

 
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RE: Philosophieren mit Toleranz

#7 von Algiz , 22.11.2008 00:41

Toleranz und Akzeptanz in allen Ehren.
Habe ich doch noch einen Ansatz, der vielleicht auch nicht uninteressant ist.
Gleich vorweg: Ich heiße öffentlich ausgetragene Streits nicht gut.
Trotzdem bringt ein kritisches Wort auf eine Aussage oder ein "aber ich finde...." oft einen frischen Wind in die Diskussionen. Dann gibt es wieder andere Blickwinkel und neue Ansätze.
Würde nur toleriert werden, wäre eine Diskussion, gerade in der Philosophie, sehr langweilig, finde ich. Man kann ja seinen Standpunkt äußern, auch wenn er nicht mit dem der anderen konform ist.

Und zu der Sache mit den 30% der Kommunikation. Was ich da sehr ausgiebig nutze ist das mit den Sternchen -> *zeig* Das lockert erstens das Schriftbild etwas auf und zweitens kann man so ganz genau beschreiben wie man etwas meint. Ok man sollte vielleicht nicht hinter jeden Satz so etwas mit Sternchen schreiben aber es ist eine gute Alternative zu den Smilies, wenn diese jemand nicht gerne nutzt

Ich hoffe das war nicht zu viel blabla. aber es brannte mir jetzt auf der Seele, weil ich das Problem kenne.

liebe Grße
Algiz

 
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RE: Philosophieren mit Toleranz

#8 von Salix , 25.11.2008 20:39

"Trotzdem bringt ein kritisches Wort auf eine Aussage oder ein "aber ich finde...." oft einen frischen Wind in die Diskussionen. Dann gibt es wieder andere Blickwinkel und neue Ansätze.
Würde nur toleriert werden, wäre eine Diskussion, gerade in der Philosophie, sehr langweilig, finde ich. Man kann ja seinen Standpunkt äußern, auch wenn er nicht mit dem der anderen konform ist."

Absolut richtig. Wenn alle der gleichen Meinung sind, ist eine Diskussion überflüssig und wenn man für sich selbst einen etwas anderen Blickwinkel vertritt, heisst dies nicht automatisch dass man alle Vorsätze grundsätzlich ablehnt und zu keinem Kompromiss bereit ist.

LG
*Salix*

 
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RE: Philosophieren mit Toleranz

#9 von Oak King , 26.11.2008 01:43

Kann mich den letzten beiden Aussagen nur anschliessen. Versteht mich bitte nicht falsch- ich bin der letzte Mensch der auf Kontroverse aus ist aber andererseits nutzt es niemandem etwas wenn man seine eigene Meinung staendig 'verwaessert' oder sogar hinter dem Berge haelt nur um den lieben Frieden zu erhalten. Aus meinem Kontakt mit Quaekern habe ich gelernt dass deren 'Jay' einfach deren Jay ist und deren 'Nay' ist deren Nay. Was ich meine ist das sie sehr 'outspoken' sind und keine Hemmungen haben Dir zu sagen wenn Du Mist gebaut hast, allerdings in der freundlichsten Art und Weise die man sich vorstellen kann. Und dies ist meines Erachtens nach das wichtigste an allen Diskussionen, ob sie nun philosophischer Natur sind oder auch mondaen. Der Ton macht die Musik . Manchmal braucht es schon einen Sturm um den Staub vergangener Zwiespalt wegzublasen und gemeinsam einen neuen Anfang zu machen.
In diesem Sinne, stimmt mal alle schoen Eure Instrumente,
Holger

Oak King  
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