nachdenKEN

#1 von piwo , 16.02.2014 10:34

Bitte nehmt euch die 20 min Zeit und schaut es an:

https://www.youtube.com/watch?v=jRmPcjQmu2k#t=1226


In Demut an das SEIN
und in lieber Umarmung

PIWO

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RE: nachdenKEN

#2 von wanderbenny , 17.02.2014 13:11

Ach ja, das leidige Thema "Demokratie". Wir hatten ja früher schon mal einen Thread dazu (Was ist Demokratie?)

Solange es den Meisten noch einigermaßen gut geht, werden sie den Teufel tun und sich auflehnen. Das würde ja Revolution oder Bürgerkrieg oder gar Weltkrieg bedeuten! Hilfeee!!!!
Solche unsicheren Zeiten, in denen wir unser "schönes Leben" vielleicht aufgeben müßten - bloß nicht!

Aber da auch die Wirtschaftsbosse ihre Macht nicht freiwillig abgeben werden, denke ich, dass es ohne einen Aufstand der Bevölkerung nicht möglich ist, an diesem System etwas grundlegend zu ändern.

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RE: nachdenKEN

#3 von greenman , 18.02.2014 21:30

Interessant!
Ich bin mir ncht so sicher, ob es hier um die Demokratie als solche geht. Denn die Aufgabe einer jeden Regierungsform ist es, Schaden von dem Volk abzuwenden. Ein Despot kann das - rein theoretisch - auch.
Die real-existierende Demokratien europäischer und nordamerikanischer Prägung erscheinen uns deshalb besser, weil wir durch einen Urnengang einen "schlechten" Herrscher durch einen vermeintlichen "besseren" ersetzen können. Um einen Despoten auszutauschen bedarf es eines Bürgerkrieges.
Der Unterschied zwischen der real-existierenden Demokratie und dem Despotismus ist also lediglich die Menge Blut (meist Blut des Volkes), die beim Regierungswechsel vergossen wird.

Letztendlich kann eine Regierung - ob Despot, Partei oder Präsident/Kabinett - nur dann den Willen des Volkes erfüllen, wenn dieser Wille klar geäußert wird. Ich glaube, darum geht es in dem von Piwo gelinkten Beitrag.

Deutschland gehört wie die meisten europäischen Staaten zu den "parlamentarischen Demokratien." Bei dieser Staatsform beruft sich die jeweilige Regierung darauf, dass das Volk bei der letzten Wahl dessen Wille kundgetan hat. Das heißt, alles, was die Regierung macht, geschehe im Sinne des Volkes. Der Schwachpunkt dieses Systems wird offenbar, wenn eine Situation entsteht, die nicht im Wahlprogramm der Parteien berücksichtigt wurde - z.B. eine EU-Abstimmung über Genmais.
Andere parlamentarische Demokratien wie z.B. die Schweiz und Irland sehen für solche Fälle einen Volksentscheid vor. Dieser Mechanismus schließt eine Lücke im rein parlamentarischen System.

Vom Wortsinn her heißt "Demokratie" eigentlich "Regierung durch das Volk". Solche Demokratien gab es früher in Nordeuropa. Im alten Island z.B. traf sich das ganze Volk einmal im Jahr, um Gesetze zu verabschieden und um Verbrecher zu verurteilen. Keiner entschied im Namen des Volkes - das Volk entschied!
Nun hat das heutige Island gerade die Bevölkerungszahl einer mittleren deutschen Stadt, und in der Wikingerzeit werden es noch weniger Bürger gewesen sein. In den heutigen europäischen Ländern wäre eine solche "direkte Demokratie" schier nicht möglich. (Obwohl ... mit den modernen Medien könnte man tatsächlich jeden Bürger schon direkt beteiligen: die Parlamentsdebatte als live-stream senden, und die Abstimmung ähnlich wie beim Eurovision Song Contest durchführen!)

Stuttgart 21 wurde im Video kurz erwähnt - und zwar als Beispiel dafür, dass Großbauprojekte nicht nur in Russland schief gehen können. Aber die Proteste um den neuen Bahnhof waren offensichtlich den gewählten, "legitimierten" Entscheidungsträgern ein Schuss vor den Bug. Auf einmal musste die schlampige Vorarbeit nachgebessert werden - weil "das Volk" es so wollte!
Stuttgart 21- Befürworter weisen allerdings darauf hin, dass die meisten Dauerdemonstranten Rentner oder Arbeitslose seien. Das mag sein - aber wer seinen Beitrag in Produktion und Dienstleistung noch zu leisten und Kinder zu erziehen hat, hat nicht genug Zeit, um ständig vor Ort präsent zu sein.

Die Gretchenfrage, die sich mir stellt ist: Was ist effektiver: Langzeit-Großdemos bei jeder Übertretung derer Legitimation durch die staatlichen Organe, oder der verfassugsmäßige Volksentscheid? (Volksentscheid vs. Volksbegehren, wohlgemerkt!)

Stuttgart 21 gibt KEN Recht - Wenn sich viele erheben, können sie Regierungsentscheidungen in ihrem Sinne beeinflussen!

Blessings,
Greenman

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RE: nachdenKEN

#4 von Dolben , 19.02.2014 00:29


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