Gedanken zu Reiki

#1 von jedami , 22.09.2013 19:29

Kürzlich habe ich den Barden-Kurs des BDO (British Druid Order) und mittlerweile parallel den des OBOD begonnen und sehe den heutigen Herbstanfang (Mabon, Alban Elued) als den eigentlichen Beginn meines Barden-Jahres. Der Gedanke gefällt mir besonders, da Herbst und Winter meine Lieblingsjahreszeiten sind und sie auch zu meiner Vorliebe für den Mond passen, denn sie sind dunkel, geheimnisvoll, sanft und geben mir immer wieder die Möglichkeit mehr in die Tiefe, auch meine eigene, zu gehen.

Zudem stehe ich kurz vor meinem 49. Geburtstag und werde dann den Zyklus der 7x7 Jahre durchlaufen haben. Für mich fühlt sich das an, als würde ich in eine neue Lebensphase treten, in der ich alle alten Dinge, die sich als nicht so hilfreich und wirksam erwiesen haben, fallen lasse und mit wenig Gepäck in eine neue Lebensrunde gehe. Von all den Dingen, dich ich über die Jahrzehnte gemacht habe, werde ich nur wenig in diese neue Phase mitnehmen. Eines davon ist Reiki. Vor Jahren war ich in einigen Internetgruppen sehr aktiv, in denen Reiki-Systeme geschaffen wurden (wie Kundalini Reiki usw.) und mit neuen Ansätzen experimentiert wurde. In diesen Jahren habe ich sehr viel gelernt, allerdings hat sich meine Sicht auf Reiki auch sehr verändert, weshalb ich eine Zeitlang Reiki-Pause gemacht habe. Während ich früher Reiki, wie die meisten, als Heilmethode gesehen habe, ist das jetzt nicht mehr der Fall. In all den Jahren habe ich eigentlich niemanden kennengelernt, der echte Heilerfahrungen mit Reiki gemacht hat. Trotzdem habe ich Reiki immer als sehr angenehm und hilfreich empfunden, es aber zunehmend eher als Mittel zur Meditation betrachtet. Länger schon hatte ich den Gedanken, ein Reiki-System zu gestalten, dass sich vorwiegend mit den "Kräften" des Mondes beschäftigt. Es gibt zwar einige Mond-Reiki-Systeme, eines auch von mir, aber über die Jahre haben mich diese immer weniger angesprochen, teils weil manche davon sehr symbollastig sind und ich immer Systeme ohne Symbole bevorzugt habe. Deshalb haben mich auch häufig eher Systeme von Ole Gabrielsen angesprochen. Zum letzten Vollmond habe ich dann endlich das System in Angriff genommen und Level 1 zum heutigen Tag, der Herbst-Tag-und-Nachtgleiche fertiggestellt. Ich war schon immer eher jemand, der gerne experimentiert und sich wenig an dogmatischen Herangehensweisen festhält. Falls es hier im Forum nach andere gibt, die sich über die Jahre mit "Energiesystemen" beschäftigt haben, fände ich einen Austausch darüber sehr inspirierend. Im deutschsprachigen Raum habe ich leider immer sehr wenige gefunden, mir schien diese spielerische Herangehensweise eher im angloamerikanischen Raum verbreitet zu sein.

Alles in allem, finde ich es schön, dass das für mich nun alles zu einem unserer Festtage für mich zusammenkommt, und es fühlt sich wie ein frischer Neubeginn an.

Fröhliche Alban Elued!

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RE: Gedanken zu Reiki

#2 von Gwion , 22.09.2013 21:14

Zitat von jedami
... kurz vor meinem 49. Geburtstag und werde dann den Zyklus der 7x7 Jahre durchlaufen haben. Für mich fühlt sich das an, als würde ich in eine neue Lebensphase treten, in der ich alle alten Dinge, die sich als nicht so hilfreich und wirksam erwiesen haben, fallen lasse und mit wenig Gepäck in eine neue Lebensrunde gehe. Von all den Dingen, dich ich über die Jahrzehnte gemacht habe, werde ich nur wenig in diese neue Phase mitnehmen...


Interessant: Die gleiche Erfahrung habe ich auch gemacht.
Zu Reiki kann ich aber nichts sagen, kenne ich nur als Thema für Meditationsmusik.

 
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RE: Gedanken zu Reiki

#3 von Alwin , 22.09.2013 21:35

Hallo Jedami,

spannend, dass es unterschiedliche Reiki-Systeme gibt, habe ich gar nicht gewusst.
Gibt es irgendwo eine Übersicht? Und durch was unterscheiden sich die einzelnen Systeme?

Ich habe vor sechs Jahren mal eine klassische Reiki Einweihung bekommen und in der ersten Zeit fleissig angewendet, aber echte Heilerfolge haben sich auch bei mir damit nicht eingestellt.

Interessanterweise scheint es aber bei Pflanzen zu wirken! Damit habe ich schon mehrfach Orchideen bei Freunden wieder zum Blühen gebracht, die über Jahre nur noch Blätter produziert haben! Und sag jetzt nicht, ich hätte einen grünen Daumen!

Gruss
Alwin

 
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RE: Gedanken zu Reiki

#4 von jedami , 22.09.2013 21:43

Zitat von Alwin
spannend, dass es unterschiedliche Reiki-Systeme gibt, habe ich gar nicht gewusst.
Gibt es irgendwo eine Übersicht? Und durch was unterscheiden sich die einzelnen Systeme?

Interessanterweise scheint es aber bei Pflanzen zu wirken! Damit habe ich schon mehrfach Orchideen bei Freunden wieder zum Blühen gebracht, die über Jahre nur noch Blätter produziert haben! Und sag jetzt nicht, ich hätte einen grünen Daumen!



Eine systematische Übersicht gibt es nicht, dazu ist das Thema viel zu unübersichtlich. Am bekanntesten dürften Kundalini Reiki und Karuna Reiki sein, aber es gibt unzählige andere. Teilweise ist da auch viel Dubioses dabei, aber auch viele hilfreiche Sachen. Hängt natürlich auch ganz von der eigenen Individualität ab, was man als hilfreich empfindet und was nicht. Als unkommerzielle deutsche Seite, um einen ganz kleinen Überblick zu bekommen, eignet sich http://www.zen-reiki.de, dort dann der Bereich "Reiki-Systeme". Allerdings finde ich die Gruppe ein wenig dogmatisch, aber das liegt eher an mir.

Was den grünen Daumen betrifft - vielleicht hast du ja beides, pflanzenwirksames Reiki UND einen grünen Daumen, muss sich ja nicht gegenseitig ausschließen

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RE: Gedanken zu Reiki

#5 von Titania , 22.09.2013 23:20

Hallo Jedami,

Ich hab mit Reiki meine "offizielle" Energiearbeit angefangen. Hab mich bis zum Meister einweihen lassen und weihe auch andere ein, wenn sie möchten. Unentgeltlich.
Ich hab danach andere Energeiearbeiten kennengelernt, wofür es eigentlich keinen offiziellen Namen gibt. Zumindest ist er mir nicht bekannt.
Aber ich habe Reiki auch nie als nur Heilmethode angesehen. Nach einem ziemlich einschneidenden Erlebnis für mich hat sich mein Bild dazu sehr geändert.
Für mich ist es ein Einstieg in Energiearbeit, um es mal irgendwie kennenzulernen, aber es birgt viel mehr Möglichkeiten als einem bei den Einweihungen aufgezeigt werden (können).
Ich arbeite mittlerweile ohne Symbole und ohne "Hilfsmittel" und für mich ist das der richtige Weg. Solange ich die Energien spüren kann, die fließen bzw. das welche fliessen, weiß ich, dass ich richtig liege.
Wir können gern uns austauschen,... ich halte mich in dem Thema für flexibel und auch neuem aufgeschlossen,... und neues ausprobieren würde ich allemal...

 
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RE: Gedanken zu Reiki

#6 von jedami , 22.09.2013 23:27

Zitat von Titania

Aber ich habe Reiki auch nie als nur Heilmethode angesehen. Nach einem ziemlich einschneidenden Erlebnis für mich hat sich mein Bild dazu sehr geändert.
Für mich ist es ein Einstieg in Energiearbeit, um es mal irgendwie kennenzulernen, aber es birgt viel mehr Möglichkeiten als einem bei den Einweihungen aufgezeigt werden (können).
Ich arbeite mittlerweile ohne Symbole und ohne "Hilfsmittel" und für mich ist das der richtige Weg. Solange ich die Energien spüren kann, die fließen bzw. das welche fliessen, weiß ich, dass ich richtig liege.



Hi,

das mit dem Einstieg sehe ich ähnlich. Mich hat auch immer der stark kommerzielle Aspekt gestört.

Dass du auch eine eher "breite" Sichtweise hast, die über die Einstufung als Heilmethode hinausgeht, finde ich interessant. Und den Weg weg von Symbolen scheinen auch viele andere gemacht zu haben. Wahrscheinlich ist das auch sehr davon abhängig wie man "gestrickt" ist. Symbole sind sehr gut, wenn man einen "Aufhänger" für den Fokus braucht; wenn man die "Energien" intensiv spüren kann, scheinen sie mir eher hinderlich zu sein.

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RE: Gedanken zu Reiki

#7 von Dolben , 23.09.2013 12:38

ich hörte bei Reiki werden u.a. Energien missbraucht.
Da wundert mich es nicht, dass der ein oder andere Mensch keine eigenen Heilerfolge erziehlen konnte!
Die Energie-Methoden wo „Meister” vorkommen sind meistens fragwürdig.

Vielleicht mal Grigori Grabovoi oder Arcady Petrov ausprobieren.

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RE: Gedanken zu Reiki

#8 von Titania , 23.09.2013 13:40

Zitat von Dolben
ich hörte bei Reiki werden u.a. Energien missbraucht.
Da wundert mich es nicht, dass der ein oder andere Mensch keine eigenen Heilerfolge erziehlen konnte!
Die Energie-Methoden wo „Meister” vorkommen sind meistens fragwürdig.

Vielleicht mal Grigori Grabovoi oder Arcady Petrov ausprobieren.




Der Tenor meiner Lehrerin damals war, mit Reiki bringst Du frische Energie in einen Körper und der leitet die dann selbst dahin weiter, wo sie gebraucht wird. Wie soll ich da die Energie mißbrauchen ?
Aber da der Körper selbst entscheidet, wo diese Energie am meisten gebraucht wird, kann es auch sein, dass etwas ganz anderes angegangen wird, als das was der "Kranke" gern hätte.
Natürlich legt man die Hände dorthin wo der Kranke meint die Energie zu brauchen, und ein wenig bleibt bestimmt auch da haften, aber wenn der Körper meint, woanders ist es sinnvoller, kannst Du dich auf den Kopf stellen,...
Das soweit zu Reiki... und so wie es mir damals beigebracht wurde nach Usui...

 
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RE: Gedanken zu Reiki

#9 von Titania , 23.09.2013 13:48

Zitat von jedami


Hi,

das mit dem Einstieg sehe ich ähnlich. Mich hat auch immer der stark kommerzielle Aspekt gestört.

Dass du auch eine eher "breite" Sichtweise hast, die über die Einstufung als Heilmethode hinausgeht, finde ich interessant. Und den Weg weg von Symbolen scheinen auch viele andere gemacht zu haben. Wahrscheinlich ist das auch sehr davon abhängig wie man "gestrickt" ist. Symbole sind sehr gut, wenn man einen "Aufhänger" für den Fokus braucht; wenn man die "Energien" intensiv spüren kann, scheinen sie mir eher hinderlich zu sein.




Am Anfang waren die Symbole schon brauchbar zum fokussieren, da geb ich Dir recht. Manchmal benutz ich die alten Symbole noch, aber sehr selten. Ich habe auch keinen Unterschied festgestellt in der Intensität der Energie, ob ich nun mit oder ohne Symbolen etwas schicke. Von daher ist es für mich mittlerweile egal.
Energie , ob man es nun Reiki nennt oder anders, läßt sich formen und auch anders verwenden als nur zur Heilung. Dabei halte ich diese gerichtete Energie vorallem für eine Unterstützung eines schon bestehenden Wunsches/Ausrichtung. Wie siehst Du das ?

 
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RE: Gedanken zu Reiki

#10 von jedami , 23.09.2013 14:19

Zitat von Titania

Zitat von jedami

Energie , ob man es nun Reiki nennt oder anders, läßt sich formen und auch anders verwenden als nur zur Heilung. Dabei halte ich diese gerichtete Energie vorallem für eine Unterstützung eines schon bestehenden Wunsches/Ausrichtung. Wie siehst Du das ?




Ich selbst habe kaum Erfahrung mit Energien zur Wunscherfüllung. Dieser Bereich hat mich nie so angesprochen, möglicherweise weil ich nicht sehr viele unerfüllte Wünsche habe. Ich habe eigentlich sehr früh angefangen, auf die mit Reiki und anderen Systemen verbundenen Empfindungen ("Energien") zu meditieren; irgendwann hat das bei mir alle formalen Meditationstechniken fast völlig abgelöst.

Ich habe dann die Erfahrung gemacht, dass ich die Einweihungen (mir gefällt das englische Wort Attunements besser, weil es nicht so heilig klingt) lieber mochte bzw. stärker empfunden habe als die eigentliche Arbeit mit den Energien. Das hat dann erst mal dazu geführt, dass ich mich in ganz viele Systeme über die Jahre habe einführen lassen, eigentlich eher, weil ich die Einstimmungen so angenehm fand. Irgendwann war mir das aber zuviel der unterschiedlichen Inhalte, es war eher ein kurioses Kunterbunt verschiedener Systeme. So kam ich dann allmählich dazu, Reiki und ähnliche Energiesysteme nicht mehr als Heilmethoden, sondern als Initiationsweg zu sehen. Dazu passte, dass ich irgendwann erfuhr, dass im ursprünglichen japanischen Reiki Wert auf regelmäßige Einstimmungen gelegt wurde. Diesen Aspekt habe ich dann bei meinen eigenen Systemen zunehmend verfolgt und für mich persönlich fühlt es sich jetzt auch stimmig an.

Ich könnte mir vorstellen, obwohl das natürlich meine ganz individuelle Sichtweise ist, dass sowohl die Funktionsweise als auch die Art der Anwendung von Reiki eher auf Missverständnissen beruht, dass diese Systeme eigentlich etwas ganz anderes sind und ihr eigentlicher Nutzen weit abseits dessen liegt, was man bisher damit gemacht hat. Ich glaube sowieso, dass die Wirklichkeit ganz anders ist als wir allgemein denken und glauben und dass wir noch weit von einem echten Verständnis entfernt sind. Möglicherweise auch, weil unsere Gehirne noch gar nicht den Entwicklungsgrad erreicht haben, um ein so abstraktes Verständnis zu ermöglichen. Zumindest sehe ich in allem noch unheimlich viel "Luft nach oben"; ich bin mir sicher, dass unser Verständnis der Wirklichkeit noch himmelweit von der Realität entfernt ist. Auf jeden Fall kann es noch sehr spannend werden, wenn auch das meiste davon in Zeiten geschehen wird, die ich nicht mehr erlebe.

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RE: Gedanken zu Reiki

#11 von Dolben , 23.09.2013 14:36

nicht der Reiki-Anwender missbraucht Energien, sondern es gehen irgendwie Energien teils abhanden oder sie werden verfälscht/verdreht (von unsichtbaren Wesenheiten, dubiosen Symbolen, von was auch immer). Niemand merkt das (ein Raucher merkt auch nicht die Schädlichkeit seines Tabakkonsumes), aber so kann eben nur vermindert Heilung geschehen oder garkeine.

Bei brisanten Themen fängt das Forum gar an zu kochen,
dabei schlief es noch vor einigen Wochen.

Grüße Dolben
.........

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RE: Gedanken zu Reiki

#12 von Titania , 23.09.2013 23:28

Zitat von jedami


Ich könnte mir vorstellen, obwohl das natürlich meine ganz individuelle Sichtweise ist, dass sowohl die Funktionsweise als auch die Art der Anwendung von Reiki eher auf Missverständnissen beruht, dass diese Systeme eigentlich etwas ganz anderes sind und ihr eigentlicher Nutzen weit abseits dessen liegt, was man bisher damit gemacht hat. Ich glaube sowieso, dass die Wirklichkeit ganz anders ist als wir allgemein denken und glauben und dass wir noch weit von einem echten Verständnis entfernt sind. Möglicherweise auch, weil unsere Gehirne noch gar nicht den Entwicklungsgrad erreicht haben, um ein so abstraktes Verständnis zu ermöglichen. Zumindest sehe ich in allem noch unheimlich viel "Luft nach oben"; ich bin mir sicher, dass unser Verständnis der Wirklichkeit noch himmelweit von der Realität entfernt ist. Auf jeden Fall kann es noch sehr spannend werden, wenn auch das meiste davon in Zeiten geschehen wird, die ich nicht mehr erlebe.



Inwiefern Mißverständnisse ?
Wie glaubst Du wurde Reiki ursprünglich genutzt ? War es nur eine Meditationshilfe ? Eine Verbindung mit anderen ? Energie in einem Band ? Energie nach oben ? Hilfe zum Aura sehen ? Oder Oder Oder ?
Die Möglichkeiten sind vielfältigt, wenn man sich nicht auf den begrenzten Rahmen beschränkt, die einem heute bei einer Reikieinweihung im Denken auferlegt werden.
Wenn ich es nur als Energie sehe und die Reikilehren völlig außen vor lasse, sind die Möglichkeiten vielfältig bis unendlich und wer weiß, ob Du nicht schon einen Schlüssel in Dir trägst , die Luft nach "oben" zu verkleinern

 
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RE: Gedanken zu Reiki

#13 von Titania , 23.09.2013 23:39

Zitat von Dolben
nicht der Reiki-Anwender missbraucht Energien, sondern es gehen irgendwie Energien teils abhanden oder sie werden verfälscht/verdreht (von unsichtbaren Wesenheiten, dubiosen Symbolen, von was auch immer). Niemand merkt das (ein Raucher merkt auch nicht die Schädlichkeit seines Tabakkonsumes), aber so kann eben nur vermindert Heilung geschehen oder garkeine.

Bei brisanten Themen fängt das Forum gar an zu kochen,
dabei schlief es noch vor einigen Wochen.

Grüße Dolben
.........



Coole Ideen. Da greifst Du aber (nach Meinung, was ich so von Reiki kenne), in eine andere Kiste. Da steht nicht mehr Reiki drauf. Ich habe, auch schon von Meistern gehört, die bei der Einweihung angeblich "irgendwas eingebaut haben, damit der Initiand irgendwas bestimmtes tut" (Finde ich auch nicht gut)
Aber von Dingen, die von außerhalb während einer Reikisitzung zum puren Energie geben, verdreht/verfälscht werden,... sowas kenn ich nur aus einer anderen Quelle.
Wenn ich meine damalige Lehrerin/Meisterin fragen würde, die würde das vehement abstreiten und auch nicht glauben, denk ich.
Was ich selbst aber erlebt habe, ist , dass sich manche Menschen von vornherein sperren. Es gibt welche, da fließt die Energie fluffig und alles ist shiny und hell und fröhlich und sie fahren im Geiste Karussell. Bei anderen siehst du im Geiste eine schwarze Wand vor Dir und derjenige merkt nichts.
Das letztere hat aber meiner Meinung nach nichts mir ominösen Wesenheiten zu tun, sondern eher mit nicht-glauben-wollen oder einfach keinen Zugang zu sowas zu haben. Allerdings sind da meine "Forschungen" noch nicht abgeschlossen.

 
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RE: Gedanken zu Reiki

#14 von jedami , 24.09.2013 09:14

Zitat von Titania
Wie glaubst Du wurde Reiki ursprünglich genutzt ? War es nur eine Meditationshilfe ?



Im ursprünglichen Jikiden Reiki zu Usuis Zeiten war es wohl hauptsächlich eine meditativer Weg, weshalb damals auch großer Wert auf regelmäßige Einweihungen gelegt wurde. Aber es war wohl stark eingebettet in die damals übliche Shinto-Praxis. Man erklärt sich die Welt, in der man lebt, ja immer aus dem Umfeld heraus, in dem man lebt. Im Mittelalter erklärte man sich die Welt durch kosmische Sphären, die um die Erde herum existieren. Als die Wissenschaft weiter war, erklärte man sie sich aus dem Atommodell heraus usw. Wenn wir von Reiki sprechen, sprechen wir meist von "Energien". Aber es handelt sich sicher nicht um Energien, denn Energie ist ein Begriff aus der Physik und Reiki trifft auf keine der Energiedefinitionen zu. Leider haben unsere modernen Sprachen ja keine Begriffe mehr, die subjektive Wirklichkeiten benennen. Im Altgriechischen gab es "pneuma", im Sanskrit "prana". Wir sind sehr begriffsarm, weshalb wir Begriffe aus Bereichen entlehnen müssen, die die Sache nicht treffen.

Zitat von Titania
Eine Verbindung mit anderen ? Energie in einem Band ? Energie nach oben ? Hilfe zum Aura sehen ? Oder Oder Oder ?



Ich sehe es gar nicht als Energie. Ich vermute (bin mir aber bewusst, dass ich wahrscheinlich auch noch weit neben der Wirklichkeit liege), dass es bei Reiki eher darum geht, die eigene innere Bewusstseinsstruktur zu spüren und damit zu "arbeiten". Ich sehe es eher als eine Informationsmatrix und wir machen mit Reiki gerade die allerersten, fast unbewussten Gehversuche in deren Bedienung. Das Informationsmodell im Gegensatz zum Energiemodell passt auch besser zu meiner Erfahrung, dass Ferneinweihungen von vielen stärker empfunden werden als herkömmliche. Auch dass Entfernung und Zeit keinerlei Rolle dabei spielen passt eher zum Informationsmodell, während es im Energiemodell diese Begrenzungen geben müsste. Mein Problem ist, dass ich genauso unentwickelt bin wie alle anderen Menschen. Wer weiß, in Jahrmillionen, falls wir uns bis dahin nicht abgemurkst haben, hat uns die Evolution möglicherweise weitere Großhirnzentren beschert, mit denen wir Konzepte und Phänomene begreifen und erfahren können, die momentan auf Grund unseres unterentwickelten Gehirns noch völlig ausßerhalb unserer Reichweite liegen. Wir tasten uns im Dunkeln herum und reimen uns Märchen zusammen, die wir für die Erklärung der Realität halten. Aus diesem Gefängnis kann ich eben leider auch nicht heraus.

Durch meine Jahre in Gruppen, in denen an sogenannten Energiesystemen gearbeitet wurde, habe ich eher die Sichtweise bekommen, dass der "heilige Nimbus" des Reiki, mit Reiki-Meistern und den kleinen Schülern, den bombastischen Begriffen wie "Einweihung" usw. eher die Sicht auf die Wirklichkeit verstellt, weil er zu viel zu viel Ehrfurcht verführt und die Neigung zum Spielen und Experimentieren blockiert. Für mich sind diese Dinge eher ein großer Spielplatz, auf dem ich versuchen kann, mehr über meine eigene Funktionsweise und die der Wirklichkeit herauszufinden.

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RE: Gedanken zu Reiki

#15 von Maienfalke , 24.09.2013 12:21

Zitat von jedami
Wer weiß, in Jahrmillionen, falls wir uns bis dahin nicht abgemurkst haben, hat uns die Evolution möglicherweise weitere Großhirnzentren beschert, mit denen wir Konzepte und Phänomene begreifen und erfahren können, die momentan auf Grund unseres unterentwickelten Gehirns noch völlig ausßerhalb unserer Reichweite liegen. Wir tasten uns im Dunkeln herum und reimen uns Märchen zusammen, die wir für die Erklärung der Realität halten. Aus diesem Gefängnis kann ich eben leider auch nicht heraus.



Aus diesem "Gefängnis" kommen wir aber auch in Jahrmillionen nicht heraus, denn auch da können wir nur das erfassen und erkennen, was wir mit unserem zwangsweise begrenzten Verstand erkennen und erfassen können.

Was das Reiki angeht, so hab ich noch nicht so ganz begriffen, wie dein Informationsmodell zu verstehen ist... Vor allem, warum es in Sachen Energie die raumzeitliche Begrenzung geben muss. Laut Energieerhaltungssatz verschwindet keine Energie, sondern wird nur gewandelt. Wenn dem so ist, so ist die Energie, die heute um und in uns ist, dieselbe Energie, die vor wievielen Jahren auch immer da war und in genauso vielen Jahren noch da ist. Und nur, weil es mit unseren beschränkten wissenschaftlichen Methoden nicht messbar ist, besteht kein Grund, dass wir, indem wir gezielt Energie weitergeben, nicht auch Energie in anderer Zeit oder Raum erreichen können. Ist ja schließlich dieselbe Energie!

Oh, um nochmal auf den Heilungseffekt zurückzukommen: Ich hab da schon einen bemerkt. Sicherlich gehe ich nicht hin und hoffe, durch Handauflegen einen gebrochenes Bein wieder eins, zwei, fix zusammenschweißen zu können. Aber so hab ich Reiki auch nie verstanden.
Für mich ist eine wundervolle Methode, die körpereigenen Energien auszugleichen und wieder aufzufüllen. Bei Anderen und bei mir selbst. Das reicht meistens schon, um Körper und Geist Anstoß und Kraft zu geben, Heilungsprozesse in Gang zu setzen. Denn ob mit moderner Krankenhaustechnik oder althergebrachter Medizin, welcher Art auch immer: Heilen muss sich jeder selbst. Außenstehende können nur die bestmöglichen Voraussetzungen dafür schaffen.

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