Transition Town Movement/ Stadt im Wandel

#1 von munchkin , 26.05.2013 11:50

Hallo,

also ich weiß nicht, was los ist diese Woche. Vollmond?
Hab gerade schon was von den Treedomes von Johannes Matthiessen gepostet...

Bin dieser Tage auch auf diese Webseite gestossen:

Ist auf Deutschhttp://www.arte.tv/guide/de/0465...n-town-movement
Arte: "Ausgehend von der Beobachtung, dass die Politik nicht entsprechend auf die Herausforderungen des Klimawandels und des bevorstehenden globalen Ölfördermaximums (Peak Oil) reagiert, initiieren Transition Towns Gemeinschaftsprojekte. Hierzu gehören u.a. Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion von fossilen Energieträgern."

Ich bin total begeistert

Und möchte hier bei uns in der Garage den 2 stündigen Film mit Bekannten und Freunden aus der näheren Umgebung ansehen.
Das beinhaltet alle Aspekte: eigene Talente mit einbringen, Nachhaltigkeit, Nächstenliebe, liebevoller Umgang mit der Natur, Teilen von Ressourcen,und und und, neue Schulen, Öko, grüne Energie (aber wahre grüne Energie, nicht die, die nur da ist um Fördermittel einzukassieren und dann woanders unnütz in die Natur eingreift) - laut einem Bund Mitarbeiter ist die Energiewende von unten durchaus möglich. Er war entrüstet darüber, wie viele alte Bäume abgeholzt werden für Windräder. Kann man die nicht in der Nähe von Autobahnen aufstellen?
Hier die Bund Infos:
http://www.bund.net/themen_und_p...ende_von_unten/

In unserem Dörfchen sterben die kleinen Geschäfte aus. In Bad Münstereifel soll ein großer kommerzieller Outlet die ganze romantische Altstadt übernehmen. Was ist mit den kleinen, individuellen Lädchen die da waren?
Ich hoffe das sowas bei uns nicht gemacht wird. Dann doch lieber die Wende von ganz unten, von uns aus.
Eingebunden in das Projekt Stadt im Wandel (weiß nicht, ob das in Deutschland der richtige Begriff ist)/ Transition Town Movement
Im Chiemgau wurde eine eigene Währung eingeführt. Fand ich damals belanglos. Aber das war, weil ich ein "Problem" mit Geld hatte.
Aber das ist nicht mehr so und das ist ein anderes Thema... Auf alle Fälle bleibt eine eigene Ortswährung im Ort. Das vermeidet Wucher und unnötige Zinsen und fördert die ortsansässigen Geschäfte. Mehr hier:
http://www.youtube.com/watch?v=mC4XbyEY7nE

So ich muss Kaffee machen für meinen Darling. Bis später <3
Hach, ist zwar schlechtes Wetter, aber es muss Frühling sein. Von daher das
Könnte die ganze Welt umarmen
Herzliche Grüße

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RE: Transition Town Movement/ Stadt im Wandel

#2 von munchkin , 26.05.2013 11:54

Also ich weiß nicht, ob Chiemgau in das Transition Town Movement eingebunden ist.
Aber so in etwa stelle ich mir das vor. Erst klein Anfangen, z.B. mit Apfelbäumen pflanzen, und die Jugend einbinden: Ernte und Apfelsaftpressen etc etc. Gemüse anbauen, mit Senioren teilen, die Land zur Verfügung stellen...

Irgendwann mal dann vielleicht eine eigene Währung...

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RE: Transition Town Movement/ Stadt im Wandel

#3 von Alwin , 26.05.2013 20:46

Zitat von munchkin

Ist auf Deutschhttp://www.arte.tv/guide/de/0465...n-town-movement
Arte: "Ausgehend von der Beobachtung, dass die Politik nicht entsprechend auf die Herausforderungen des Klimawandels und des bevorstehenden globalen Ölfördermaximums (Peak Oil) reagiert, initiieren Transition Towns Gemeinschaftsprojekte.


Hallo munchkin,
das finde ich eine total spannende Initiative! Es gibt ja mittlerweile einige solche Bewegungen weltweit, die sich für verschiedene Postwachstums-Gesellschaftsmodelle stark machen.
Z.B. die Gemeinwohl-Ökonomie aus Österreich bei der die Unternehmen den Fokus neu auch auf ihre Gemeinwohl-Bilanz richten und nicht nur auf die Gewinnmaximierung.
oder Plan B.

Daneben gibt es noch viele mehr! Kennt jemand eine Übersicht?

Ich hoffe einfach, dass sich ein gutes Alternativmodell möglichst schnell etabliert, bevor der Neoliberalismus gewaltsam zum Ende kommt!

 
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RE: Transition Town Movement/ Stadt im Wandel

#4 von munchkin , 27.05.2013 08:39

Hallo Alwin,

danke für die links, werde ich mir später dann angucken.
Ich habe früher schon gedacht, ich wollte solche Initiativen sammeln und veröffentlichen, aber dann wurde ich schwanger und das Leben nahm einen anderen Lauf
Wir haben hier eine super Bürgerinitiative, die den See vor einem Pumpspeicherkraftwerk retten will.
Das soll angeblich grün sein, das Pumpspeicherkraftwerk, bei genauerer Betrachtung ist es das aber leider nicht.
Und dafür soll ein Naturschutzgebiet kaputt gemacht werden.
Vielleicht sind diese Naturliebhaber ja für solche Projekte offen und es kommt noch etwas Gutes aus alle dem...
Und wenn nicht ist auch gut. Dann habe ich es wenigstens versucht.
Ich tue meins und den Rest können die Naturgeister mit unterstützen.
LG

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RE: Transition Town Movement/ Stadt im Wandel

#5 von Alwin , 27.05.2013 10:49

Zitat von munchkin

Wir haben hier eine super Bürgerinitiative, die den See vor einem Pumpspeicherkraftwerk retten will.
Das soll angeblich grün sein, das Pumpspeicherkraftwerk, bei genauerer Betrachtung ist es das aber leider nicht.
Und dafür soll ein Naturschutzgebiet kaputt gemacht werden.


Pumpspeicherkraftwerke werden auch in der Schweiz kontrovers diskutiert. Wir haben ja schon einige in den Bergen. Bis jetzt wurden die dazu verwendet, um mit billigem Nachtstrom Wasser in die Höhe zu pumpen, welches dann zu den Spitzenzeiten wieder turbiniert wurde, um den Strom zu einem höheren Preis zu verkaufen. Ein lukratives Geschäft!
Mit dem Aufkommen erneuerbarer Energiequellen sind diese fixen Tag-Nacht-Rhythmen aber nicht mehr garantiert. Wenn die Sonne scheint, gibt's viel Solarstrom, ebenso bei Wind.

Pumpspeicherkraftwerke sind eine Möglichkeit, diese Stromüberschüsse in grossen Mengen zwischenzuspeichern. Ob aber neue solche Grossprojekte sinnvoll sind, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber äusserst schwierig zu sagen. Denn es braucht ja auch Ausbauten bei den ganzen Zuleitungen, was oft vergessen wird!

Ich plädiere eigentlich eher für dezentrale Lösungen, bei denen z.B. der überschüssige Strom direkt lokal beim Erzeuger gespeichert wird, z.B. in Form eines Druckluftspeichers oder bei kleineren Mengen in Batterien oder zukünftig als Wasserstoff. Nur liegt das Strommonopol dann halt nicht mehr bei den grossen Produzenten, weshalb diese weiterhin ein Interesse an solchen Grossprojekten haben.

Ich bin sicher, dass bei den Speichermöglichkeiten in nächster Zeit einiges geht. Und mit einem Smart-Grid können Verbraucher genau dann angeschaltet werden, wenn tatsächlich ein Stromüberfluss besteht, z.B. für Elektroboiler, Akkuladegeräte, Waschmaschinen, usw.
Mit etwas Glück braucht es so vieleicht in ein paar Jahren gar keine neuen Pumpspeicherkraftwerke mehr.

 
Alwin
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RE: Transition Town Movement/ Stadt im Wandel

#6 von munchkin , 27.05.2013 14:45

Hi,

Danke für Deine Info.
Ich kann Dir zustimmen Alwin, ich plädiere auch für dezentrale Lösungen.
Großproduzenten, Großprojekte, großes Geld.... kennen wir ja...

Diskussionen über PSW können laaangwierig sein. Vielleicht interessiert jemanden diesen Link:
http://www.rettetdenrursee.de
Hier wird auch viel und offen diskutiert.

Hier noch etwas, in der Zeitschrift EVE gefunden: "Klimasünden- Etikettenschwindel. Was im Namen des Klimaschutzes geschieht, ist leider nicht immer gut: Wasserkraftwerke, Biodiesel-und Biogasproduktion drohen die letzten Juwele des Planeten zu vernichten. Der Filmemacher Ulrich Eichelmann begab sich über zwei Jahre auf die Spuren von Klimaschutzprojekten und "grünen Energien" - viel Stoff für eine spannende Dokumentation."
http://riverwatch.eu/

Ich guck mir da lieber mal an, was der Bund dazu zu sagen hat. Die sind fest davon überzeugt, das die Energiewende von unten hier und jetzt möglich ist. (link siehe weiter oben)


Herzliche Grüße

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