RE: Ist der Atheismus eine Religion?

#16 von Jonathan , 15.06.2013 06:04

Caitlin schreibt

Zitat
Dass Atheisten ja in genauso einem Kästchen sitzen wie andere in ihrer Religion.


Die Kästchen müssen aber offen sein. Wenn sie zu sind, können sie keine neue Erfahrungen machen. Auch religiöse Gemeinschaften haben das Kästchen. Manche schotten es ab, braten in ihrem eigenen Fett. Auch die Kirchen haben Probleme den Kasten weit offen zu halten.
Das Kästchen enthält auch Wertevorstellungen, Zielorientierungen oder Rituale. Das sind alles Dinge, welche man im Wildwasser des Lebens brauch im Boot der Hoffnung. Natürlich kann man von Brücken beobachten, wie der Fluß z.B. nach Westen fließt und die Abendsonne in den Wellen glitzert, weil die Brücke Wirbel erzeugt. Steht man aber morgends auf der Brücke geht die Sonne auf und spiegelt ihr Licht in dem ruhigeren Wasser vor der Brücke.

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RE: Ist der Atheismus eine Religion?

#17 von Caitlin , 16.06.2013 15:51

@Jonathan: Ja, sollten sie. Das find ich auch : ).
Sind sie aber leider viel zu oft nicht ...

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RE: Ist der Atheismus eine Religion?

#18 von greenman , 17.06.2013 10:14

Zitat von Jonathan
Kann es möglich sein, dass Lebewesen einen inneren Rythmus haben, der Erfahrung von Haus aus mitbringt um mit dieser z.B. Liebesgefühle, heilige Gefühle oder traurige Gefühle unterscheiden zu können? Muß da immer die Sprache beteiligt sein?



Merry Meet, Jonathan!

Meine Bemerkung über eine spirituell Komponente, die über die Worte in die Musik eingeht, bezog sich auf Bach, dessen Werk zum großen Teil aus Christlicher Vokalmusik besteht. Aber auch seine weltlichen Instrumentalwerke (z.B. die Brandenburgischen Konzerte) knüpfen m.E. an den inneren Rhythmus der Menschen, an die Musik der Sphären an, und gehen direkt zur Seele. Auch ohne ausdrücklich religiösen Bezug.

Maler können das auch. Eine Landschaft bei Morgendämmerung, Abenddämmerung, Mittgssonne oder Gewitterstimmung kann einen als Betrachter unmittelbar, d.h. ohne Worte oder intellektuelle Gedankengänge erreichen, berühren. Auf die klassische Lehrerfrage: "Was will uns der Künstler damit sagen?" gibt es mindestens zwei Antworte. Entweder: "Dass das materielle Universum so in sich stimmig ist, dass nicht nur Nützliches sondern auch Schönes entstehen kann" oder: "Dass uns der Schöpfer nicht nur mit Sonne und Regen, Tag und Nacht ernährt, sondern auch unsere Sinne und Gefühle erfreut." Erst wenn wir die religiöse (bzw. atheistische) Einstellung des Malers kennen, können wir die eine oder andere Antwort als wahrscheinlicher einstufen. Ohne die Lehrerfrage allerdings, betrachtet der religiöse Mensch das Bild als Verherrlichung von Gottes Werk, der Atheist als Huldigung der Schönheit der materiellen Welt.

Oder die Bildhauer. Michaelangelos berühmte Skulptur "Pietà" zeigt Maria mit ihrem vom Kreuz abgenommen Sohn Jesus im arm. Der Anlass zu dieser Skulptur ist eindeutig Christlich - aber die Emotionen, die davon ausgehen, sind die einer Mutter, deren Sohn unschuldig umgebracht wurde. Eine Situation, die heute noch tausendfach zu beklagen ist, auch in Kulturen, wo das Jesus/Maria-Verhältnis unbekannt ist.

Was ich damit sagen will: Die "wortlosen" Künste (Instrumentalmusik, Malerei und Bildhauerei, aber auch die Fotografie) beschäftigen sich mit beobachtbare Phänomene und menschlichen Gefühle, und versuchen diese in Deckung zu bringen. Oft steht hinter einem Werk ein religiöser oder ideologischer Anlass, aber beim großen Künstler gitl die Aussage auch ohne diesen Anlass. Bach und Michaelangelo sind für mich solche Künstler, die den Anlass weit hinter sich lassen - daher ihre interkulturelle Akzeptanz.

Blessings,
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RE: Ist der Atheismus eine Religion?

#19 von richie oak tree , 18.06.2013 04:05

ich dachte das ich muss mich zu diesen thema melden.

Ich bin paliative pflege und in den letzten wochen beschäftigen sich allle mit den thema deren eigentlichen glaube, um den kraft für den letzten weg zu sammeln.

Es muss jetzt Ca ein Jahr sein das ich einen Atheisten auf sein weg begleiten, und naturlich war ich selber neugerig über das was er sich vorstellte. er sagte für ihm ist es einfach , nach den Tod kommt nichts, unsere körper vergeht und das ist alles .

Ich hab dann gefragt ob er sich mit den buhdismus und deren vorstellung von leben und Tod parallelen ziehen konnte, hier zu meinte er eigentlich nicht , den das würde heissen das sein seele weiter lebet, und genau das ist denn punkt, für ihm gab es keine seele. Er exestierte nur auf biologischen ebene.

Bis zum schluss glaubte er daran , es war seine Glaube sein Religion.

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RE: Ist der Atheismus eine Religion?

#20 von Jonathan , 21.06.2013 15:35

Der Atheist von richie oag tree sagt:

Zitat
"......., unsere körper vergeht und das ist alles ."


Das halte ich für eine fast wahre Aussage, was den Körper betrifft. Es könnte also der Wirklichkeit nahe kommen. Nur der Staub aus dem er sich empor entwickelte, ist doch schon nicht mehr der Selbe?
Der Geist ignoriert die Existenz einer Seele. Fragt man den Geist aber, ober er das am höchsten entwickelte Wesen auf der Erde sei, dann antwortet er mit "Ja". Die Entwicklung geht vom Niederen zum Höheren. Aber der Tod ist doch kein Rückschritt! Im Sinne des Materialisten, der den Atheisten meistens enthält, wird auch alles sich vorwärts entwickeln. Wer A sagt muß auch B sagen. Und der Atheist, der glaubt erst Recht nicht, dass es nach seinen Tod wieder von vorne losgeht. Das wäre für ihn vollkommen unlogisch.
In welcher höheren Welt er nach seinem Tod landet, das weiß auch der Atheist nicht.

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RE: Ist der Atheismus eine Religion?

#21 von greenman , 22.08.2013 19:10

Zitat von Jonathan
Der Atheist von richie oag tree sagt:

Zitat
"......., unsere körper vergeht und das ist alles ."


Das halte ich für eine fast wahre Aussage, was den Körper betrifft.




Jonathan,
Letztes jahr verbrachte ich ein paar schöne Tage in der schottischen Hauptstadt Edinburgh. Unter anderem besichtigte ich St. Giles Cathedral - quasi die "Pfarrkirche Schottlands" - welche wie alle solche Kirchen zahlreiche Prominentengrabmale enthält. Eine Grabinschrift gefiel mir besonders; leider habe ich sie nicht aufgeschrieben (auch nicht den Namen des Verstorbenen), aber es handelte sich um einen Adeligen aus dem 18. jahrhundert und lautete sinngemäß:
"Und wenn mein Körper hier zu Staub zerfällt, so weiß ich doch, dass der Herr am Jüngsten Tag in der Lage sein wird, meine Atome wieder zusammenzufügen." (Ja, er schrieb schon damals "atoms" = Atome!)

Ein faszinierender Ansatz!
Kurz zuvor hatte ich mich gedanklich damit befasst: ist mein Körper vielleicht nicht eine Ansammlung bestimmter Atome (oder anderer Teilchen) sondern vielmehr eine Anordnung solcher physischen Teilchen? Ich habe irgendwo gelesen, dass unsere Körperzellen dauernd absterben und von neuen Zellen ersetzt werden, sodass nach 7 Jahren sämtliche Zellen erneuert wurden - und doch stimmen wir mit unseren Fotos von vor 10 Jahren noch überein, wir tragen noch die Narben von Verletzungen, die wir vor 10 Jahren erlitten, und vor allem haben wir noch Erinnerungen und Wissen, die wir vor 10 Jahren erwarben. Die Zellen vergehen, aber die Anordnung bleibt über die Jahre (mit leichten Veränderungen, sprich: Alterungserscheinungen) bestehen!

Wenn Gott eine "Backup-Kopie" meiner logischen Anordnung gemacht hat, so müsste er in der Lage sein, mich auf einem neuen physischen "Datenträger" wiederherzustellen, wenn meine alte "Festplatte" zerstört ist.

Blessings,
Greenman

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RE: Ist der Atheismus eine Religion?

#22 von Knegel , 23.08.2013 08:47

Hi,

die neuen Körperzellen lernen von/replizieren sich aus den alten(Eltern, Umfeld), der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, deshalb verändern wir unser Aussehen nur langsam, aber wir verändern uns. Gelerntes geht vergessen.

Das Ganze hat aber wenig mit dem Thema hier zu tun.

Hier nochmal die Definition von Religion laut Wikipedia:
Als Religion (von lateinisch religio ‚gewissenhafte Berücksichtigung‘, ‚Sorgfalt‘, zu lateinisch relegere ‚bedenken‘, ‚achtgeben‘, ursprünglich gemeint ist „die gewissenhafte Sorgfalt in der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften.“)[1] wird eine Vielzahl unterschiedlicher kultureller Phänomene, die menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägen und Wertvorstellungen normativ beeinflussen, bezeichnet. Substantialistische Definitionen versuchen, das Wesen der Religion etwa in ihrem Bezug zum Heiligen, Transzendenten oder Absoluten zu bestimmen.[2] Funktionalistische Religionsbegriffe versuchen Religion anhand ihrer gemeinschaftsstiftenden gesellschaftlichen Rolle zu bestimmen.[3].

Mit meinen Worten und so verstehe ich es auch, ist Religion der in Worte und Regeln gefaßte und danach praktizierte Glaube Einzelner oder Gruppen.

Es gibt ja auch bei Atheisten verschiedene Glaubensrichtungen. Manche glauben nur nicht an ein oder mehrere höhere(s) Wesen, aber trotzdem an eine Art weiterleben in einem kollektiven Ubw z.B., andere glauben das sie wirklich nur ne Maschine sind und nach dem Tod und auch sonst nichts spirituelles ist.

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RE: Ist der Atheismus eine Religion?

#23 von Jonathan , 25.08.2013 20:06

Hallo Greenman,
unser Chef kann alles, wenn er will. Also auch das, was der Adelige aus dem 18. Jahrhundert geschrieben hat. Aber ob er das macht, glaub ich nicht. In der Welt gibt es ein Vorwärts mit neuer Qualität. Wir wissen nicht was kommt. Aber wir wissen, dass es kommt. Es ist ein Werden. Ich weiß auch nicht woher ich komm. Eins habe ich gemerkt: "Je unvoreingenommener ich bin, und das widerspricht auch der Erfahrung, also das, wo ich Wert drauflege, desto näher komme ich an die Wirklichkeit." "Je weniger ich habe, desto weniger Last muß ich tragen."

Gruß Jonathan

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RE: Ist der Atheismus eine Religion?

#24 von Jonathan , 25.08.2013 20:12

Knegel schreibt:

Zitat
Mit meinen Worten und so verstehe ich es auch, ist Religion der in Worte und Regeln gefaßte und danach praktizierte Glaube Einzelner oder Gruppen.


Die Definition von Religion von Wikipedia ist gut, aber es fehlt meines Erachtens der Begriff der Alles umschließt, die "Erfahrung". Etwas ist schön geschrieben,
„die gewissenhafte Sorgfalt in der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften.“
Die Erfahrung ist die Grundlage der Wissenschaft und Religion. Ohne die gäbe es beide nicht. Wenn die Religion allein aus dem Bedürfnis ohne Erfahrung eines höheren Wesens oder Mächte entspringt, dann ist das noch nicht mal eine halbe Sache. Möglicherweise gibt es das gar nicht, denn meiner Meinung haben Lebewesen eine Art Urerfahrung, also ich meine auch Tiere. Deshalb bin ich vorsichtig, wenn mir einer erzählt: "Ich glaube an nichts!" Vielleicht kennt er sich nicht? Wir kennen uns wenig. Schon in der Schwangerschaft machen wir Erfahrung, dann in der ersten Kindheit. Das bleibt in uns verborgen, aber es wirkt. Und ich bleib dabei, es gibt noch mehr Vorhers. Erkennen tut der Geist nur einen kleinen Teil der Oberfläche. Schon wenn wir viel wollen geht die ganze Sache in die Hose.

Gruß Jonathan

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RE: Ist der Atheismus eine Religion?

#25 von elHakim , 25.08.2013 21:15

Zitat von Jonathan
... wenn mir einer erzählt: "Ich glaube an nichts!" Vielleicht kennt er sich nicht? Wir kennen uns wenig.


Hallo Jonathan,

wenn einer an nichts glaubt, glaubt er auch etwas. Nur kann er das Nichts nicht definieren, was es ihm schwer macht, denn das Etwas mit diversen Definitionen ist allgegenwärtig. Auf die Weise wird man schnell zum Pessimisten.

 
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RE: Ist der Atheismus eine Religion?

#26 von Jonathan , 04.09.2013 07:43

Hallo elHakim,

noch mal eine Frage zu dem "Nichts". Kann es auch eine Verschachtelung geben, so eine Art Nichts in "Nichts"?

Jonathan

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RE: Ist der Atheismus eine Religion?

#27 von elHakim , 04.09.2013 17:50

Hallo Jonathan,

das hängt davon ab, was du als Nichts verstehst. Nichts ist das Fehlen bzw. Nichtdasein von etwas. Das können einzelne Eigenschaften, also beliebige Teilmengen von etwas sein.
Ich kann beispielsweise sagen: Ich glaube an nichts, was ich nicht essen kann. Dann kann das Nichts der Glaube an Gottheiten,die Zusammensetzung der Luft oder sonst etwas sein.
Das absolute Nichts ("Überhaupt-Nichts") ist das Fehlen des Seins überhaupt und kann daher nicht verschachtelt sein. Es gilt: Es ist - oder es ist nicht.

Herzliche Grüße

 
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RE: Ist der Atheismus eine Religion?

#28 von Jonathan , 11.09.2013 07:08

Hallo elHakim,
So richtig schmeckt mir diese Aussage nicht. Für den Menschen ist die Welt dual. Es gibt Gut und Böse, Oben und Unten, Links und Rechts, Nord und Süd, Ein und Aus, Glaube und Unglaube, Anfang und Ende, Leben und Tod usw. Alle diese Begriffe symbolisieren, dass das eine nicht ohne das andere kann. Beim genaueren Hinschauen sind sie durch ein Medium verbunden in welchem etwas fließt - im weitesten Sinn. Ich wage mal vorsichtig meine persönliche Aussage, dass es auch ohne den Menschen im Universum ein Vorher und ein Nachher oder ein Links und Rechts gibt. Auch das Nichts und das Sein, so vermute ich, bilden ein duales Verhältnis. Natürlich sind es nur Begriffe durch Menschen geschaffen und daher mit Vorsicht zu genießen. Aber sind sie auch durch ein Medium verbunden, so eine Art Raum und Zeit? Also wenn das Sein fehlen würde, dann kann es das Nichts auch nicht geben. Wenn es das Sein im Sein gibt, dann muß es auch das Nichts im Nichts geben.

Jonathan

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RE: Ist der Atheismus eine Religion?

#29 von greenman , 11.09.2013 15:02

Zitat von Jonathan
Für den Menschen ist die Welt dual. Es gibt Gut und Böse, Oben und Unten, Links und Rechts, Nord und Süd, Ein und Aus, Glaube und Unglaube, Anfang und Ende, Leben und Tod usw.



Jonathan,

Es gibt auch folgende Betrachtungsweise der Dualität:
Was wir gemeinhin als Gegensätze (gut/böse, links/rechts, usw.) sind bloß Punkte auf einem - vielleicht unendlichen - Kontinuum. Auch wir befinden uns irgendwo auf diesem Kontinuum. Die Dualität besteht lediglich darin, dass wir mal in die eine, mal in die andere Richtung entlang des Kontinuums schauen müssen, um zwei Dinge wahrzunehmen. Und nur deshalb nehmen wir sie als Gegensätze wahr.
Die Dualität ist also nur in uns, nicht in der Umgebung vorhanden.

Links/rechts bezieht sich auf ein einfaches, räumliches Kontinuum. Bei einer Menschenkette haben wir einen rechten und einen linken Nachbarn. Wenn wir aber den Plätz mit einem Nachbarn tauschen bekommen "linker Nachbar" und "rechter Nachbar" eine völlig andere Bedeutung. Genauso verhält es sich mit "vor/hinter" in einer Warteschlange.
Ohne den Menschen gäbe es im Universum kein links/rechts, kein oben/unten.

Wie ich es sehe, verhält es sich bei "gut/böse" ähnlich. "Gut" ist besser als meine Moralvorstellung, "bose" ist schlechter als meine Moralvorstellung. Aber "gut", "meine Moralvorstellung" und "böse" liegen alle auf einem Kontinuum. Ändert sich meine Moralvorstellung, liegen zwei Verhaltensweisen, die ich früher als "gut" bzw. "böse" eingestuft hätte, plötzlich beide im "guten" oder beide im "bösen" Bereich.
Gibt es wirklich ein absolutes "gut" oder ein absolutes "böse"?

Und wie ist es mit Nichts/Sein? Sind das auch Punkte auf einem Kontinuum?

M.E. nein, wenn wir mit "Nichts" wirklich "überhaupt gar nichts" meinen. Denn dann gäbe es kein Kontinuum, auf dem das Nichts und das Sein Punkte darstellen könnten.
Für mich ist die Dualität leiglich eine relative, menschenbezogene Sichtweise, die sich auf Aspekte des Seins bezieht. Beim Nichts fehlten sowohl der Mensch als auch das Sein.

Blessings,
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RE: Ist der Atheismus eine Religion?

#30 von Jonathan , 11.09.2013 20:41

Hallo greenman,

Die Frage der Dualität ist für mich einfach. Wenn sich etwas vom Niedrigeren zum Höheren entwickelt, dann hat es eine Richtung. Alles was eine Richtung hat bei seiner Entwicklung, das hat auch Links und Rechts, bzw. vorwärts und rückwärts. Das ist unabhängig vom Menschen. Das Universum ist älter als der Mensch.
Der Sohn ist zur Rechten des Vaters. Auch bei Gut und Böse gibt es klare Fronten. Die Schöpfung zu bewahren ist das Gute. Die Schöpfung zu vernichten ist das Böse.
Auch das Nichts und das Sein sind dual, so wie die 0 und die 1 in der Computerwelt. Wenn wir unterschiedliche Meinungen haben, dann ist das auch ein Widerspruch, und bekanntlich entwickelt sich da was, und das ist was positives.

Gruß Jonathan

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