Das "Unkraut" ehren

#1 von lirote , 20.05.2013 16:50

Hallo alle zusammen,

ich wollte mich mal erkundigen, wie Ihr es so mit dem geliebten Unkraut handhabt. Ich als stolze Balkonbesitzerin, möchte es ja nicht überall drin haben. Auf der anderen Seite ehre ich das Unkraut und die fantastische Funktion, die es in unserer Umwelt einnimmt. Ich habe deshalb einen Balkonkasten eingerichtet, in dem von jedem Unkraut zumindest eine Pflanze reinkommt, wenn ich sie und ihre Artgenossen schon aus den anderen Kästen vertreiben muss. Langsam wird es in diesem Kasten jedoch schon reichlich voll....

Wie haltet Ihr das? Einfach raus und gut isses? Oder habt ihr auch irgendeinen Weg gefunden, mit diesem Gegensatz umzugehen? Und wenn ja, wie?

LG
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RE: Das "Unkraut" ehren

#2 von Jonathan , 29.05.2013 21:18

Hallo lirote,

schreib Dir noch mal auf der Unkrautebene. Ich habe einen Garten. Der muß warten. Unkraut wächst überall und abends singt die Nachtigall. Ohne Quatsch, das Unkraut hat seinen Sinn. Manchmal muss ich Heilpflanzen sammeln. Die Seltenen stehen dort, wo das sogenannte Unkraut ähnlich aussieht. Wenn das Unkraut nicht da wäre, wie z.B. Hahnenfuß wäre es abgefressen worden. Im Garten muss er allerdings raus. Es gibt auch bei mir im Garten Unkraut, das eigentlich keins ist - Gundermann. Es kann in begrenzten Dosen gegen Blutkrebs eingesetzt werden. Für Tiere ist es giftig.
In der Welt gibt es ein Links und Rechts, ein Plus und Minus.
Und wie sagt "Angela": "Für Nichts gut - für Etwas gut." Also ist alles im Grünen Bereich.

Gruß Jonathan

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RE: Das "Unkraut" ehren

#3 von Moondog , 29.05.2013 23:13

Hi Ihr Lieben

Ich war in Versuchung zu schreiben das es eigentlich gar kein Unkraut gibt... aber dann hab ich doch bei Wikipedia nachgeguckt.
Das da schreibt Tante Wiki:

Zitat
Die Auslegung des Begriffs Unkraut hängt stark vom subjektiven menschlichen Empfinden ab. So werden manche Pflanzenarten pauschal als Unkraut bezeichnet. Dies ist dem Grundprinzip nach falsch, da dieselbe Art als Unkraut, Nutzpflanze, Heilkraut, Zeigerpflanze oder in anderer Form auftreten kann. Zum Unkraut wird sie erst dadurch, dass sie als „störend“ empfunden wird. Unterschiedliche Auffassungen hierüber führen häufig zu Nachbarschaftsstreitigkeiten, manchmal sogar zu politischen Debatten. Es spielt keine Rolle, ob es sich bei einem „Unkraut“ um eine krautige oder verholzende Pflanzenart handelt, im zweiten Fall könnte man auch den Begriff „Unholz“ verwenden.



und die Erklärung ist schlüssig.

Ich habe einen großen Keramikteller auf dem ein Gipsschädel liegt... und der ist ausdrücklich für die anfliegenden oder sonstwie ihren Weg dorthin findenden Pflanzen gedacht. Ich finde es superspannend was da so wächst... und es ist jedes Jahr etwas Neues dabei. Akelei, Schöllkraut... letztes Jahr hatte ich sogar eine kleine Sonnenblume und die Pflanzen die dort landen, wachsen alle im Miniatur-Format weil einfach nicht genug Erde auf den Teller passt und so hab ich langsam aber sicher eine Bonsai-Landschaft die den alten Totenkopf überwuchert ...Moos und Steinkraut sind auch schon da

Ich würde übrigens wenn es geht zumindest eine Pflanze von jeder Art die ungewollt in meinem Garten landet stehen lassen...

Liebe Grüsse von Dagmar

 
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RE: Das "Unkraut" ehren

#4 von Dolben , 30.05.2013 01:56

ein Freund von mir ist einsamer Kräuter-Spezialist und er sagt es gibt eigentlich nichts 'giftiges' krautförmiges für den Menschen. Er bekommt höchstens Schwindelzustände oder muß sich übergeben.
Wir aßen zur Demonstration dieses Umstandes zusammen Eiben-Früchte, die als giftig gelten. Es war nicht anders als Beeren essen, bloß haben die Eiben einen Kern in der Mitte,
Michel vom Berch weiß das sicher auch.

Grüße an das Leben voller Süße die gegeben,
doch oft auch diffamiert durch wikipedia-obama-sama ein Plattform förmlich schon'christianisiert' ist
Dolben

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RE: Das "Unkraut" ehren

#5 von Dolben , 30.05.2013 02:19

hier ist das Video eines Christen der Undercover wkipedia zensiert.

Dieser fragwürdige Verein wurde hier im Forum schon x-mal aufgeführt und einige von denen möglicher Weise als Forenmitglieder eingeschleust sind, die wiederholt diesen zensierenden Kokulorus posten.

Dolben



PS: Wunschbuch Uni Kassel Bibliothek:
Geomant Stefan Brönnle : die Kraft des Ortes. Auf dem Cover ist dick eine Kirche abgebildet die energetisch in diesem Buch untersucht wird.
ERGEBNIS: die Bib lehnt DIESES Buch ab d.h. Kirchenmitglieder arbeiten dort, bzw. die Kirche hat Einfluss bis dort hin!!
DASS die Kirche u.a. mit Caeser das Druidentun verfolgt und verboten hat mit der Chrisitanisierung - ähnlich der HexenVerfolgung, das sollte jeder Wissen der sich in einem Druiden-Forum registriert hat und sich einiges angelesen hat.

Grüße Dolben

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RE: Das "Unkraut" ehren

#6 von Gelöschtes Mitglied , 30.05.2013 06:36

Zitat von dolben
ein Freund von mir ist einsamer Kräuter-Spezialist und er sagt es gibt eigentlich nichts 'giftiges' krautförmiges für den Menschen. Er bekommt höchstens Schwindelzustände oder muß sich übergeben.
Wir aßen zur Demonstration dieses Umstandes zusammen Eiben-Früchte, die als giftig gelten. Es war nicht anders als Beeren essen, bloß haben die Eiben einen Kern in der Mitte,



Mit solchen allgemeinen Aussagen sollte man mMn sehr vorsichtig sein!
Auf die Häufigkeit, Dosierung und die mechanische Verarbeitung kommt es auch an.
Bei solchen risikobehafteten Selbstversuchen wäre ein hohes fundiertes Fachwissen sehr vorteilhaft.

Tödliche Verwechslung beim Bärlauchsammeln:
http://www.welt.de/gesundheit/ar...ammeln.html


RE: Das "Unkraut" ehren

#7 von Alwin , 30.05.2013 10:02

Zitat von lirote

Wie haltet Ihr das? Einfach raus und gut isses? Oder habt ihr auch irgendeinen Weg gefunden, mit diesem Gegensatz umzugehen? Und wenn ja, wie?


Hallo Lirote,
ich würde mal schauen, welche Pflanzen genau in den Töpfen wachsen. Sind es solche, die auch in der Umgebung schon reichlich vorkommen, kannst Du sie meiner Ansicht nach bedenkenlos entfernen. Anders verhält es sich natürlich mit selteneren Arten, die vielleicht genau in der Balkonkiste ihr ideales Habitat gefunden haben.
Einen Topf extra für Unkräuter bereitzustellen, ist natürlich edel!

Zitat von Moondog
letztes Jahr hatte ich sogar eine kleine Sonnenblume


Wow, so schön! Hast Du Nachbarn über Dir, die gerne Vögel füttern?
Sonnenblumen haben es in freier Wildbahn wirklich nicht einfach! Es gab hier im Dorf mal eine Sonnenblumen-Pflanzaktion. Von all den Kernen, die ich wild gesetzt habe, ist nicht eine einzige gekommen! Im Jahr darauf habe ich zuerst kleine Setzlinge gezogen und diese dann ausgewildert. Die sind zwar zuerst gut gewachsen, aber auch von denen hat keine einzige überlebt! Hier im Schweizer Mittelland wird wirklich jeder Quadratmeter intensiv genutzt! Das ist mir erst dort so richtig bewusst geworden! Ausnahmslos alles wird gemäht, "gepflegt", abgeweidet, ausgelichtet, zurückgestutzt, gerodet - Wilde Natur geht ja gar nicht!
Ja, und die letzten Exemplare, die ich am Waldrand gepflanzt habe, wurden von den Rehen gefressen! Pff...!
Umso schöner, dass es bei Dir eine wilde Sonnenblume geschafft hat!

 
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RE: Das "Unkraut" ehren

#8 von lirote , 30.05.2013 11:41

Ui, ich sehe, da gibt es viele Wege.

@ Moondog
Ui, das klingt ja ganz ähnlich wie bei mir. Sonnenblumen hatte ich letztes Jahr auch. Sie sind wirklich sehr schön.

@ dolben
Der rote Samenmantel soll angeblich auch nicht giftig sein. Nur in die Nadeln oder den Kern sollte man nicht beissen. Ich fühle mich bei der pauschalisierung, dass gewisse Kräuter nicht giftig sind, auch nicht ganz wohl. Der Schierlingsbecher war schließlich auch tödlich.

@ Alwin
Das mit den Sonnenblumen ist ja schade... Naja, ein Versuch war es auf jeden Fall wert. Sonnenblumen brauchen halt auch wirklich viel Licht und da wo die Sonne hinfällt, wird das Land meistens auch irgendwie genutzt.
Hier auf meinem Balkon kenne ich die meisten Pflanzen nicht einmal. Was ich weiß, dass ich zwei Ahornbäume da wahrscheinlich gerade groß ziehe. Und etwas, was so ähnlich, wie eine Birke aussieht. Ein bisschen Löwenzahn (den ich mir ab und an in den Salat mische). Allerdings war ich jetzt auch schon länger nicht mehr am Balkon, aufgrund des saumäßigen Wetters.

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RE: Das "Unkraut" ehren

#9 von Dolben , 31.05.2013 00:05

Hier machte mein Freund Jörn Ehlers eine Kräuterwanderung (ein Artikel aus der Neuen Westfälischen Zeitung):

Da sehen wir wie gefährlich der Löwenzahn ist, der als giftig gehalten wird, er ist nicht giftig.

Zitat
So etwas haben die Mütter früher ihren Kindern erzählt, um zu verhindern, daß sie ihre Kleidung schmutzig machen.



http://dolben.de/bilder/Joern_Ehlers...nderung.jpg


Grüße Dolben

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RE: Das "Unkraut" ehren

#10 von Gelöschtes Mitglied , 31.05.2013 07:05

@Dolben: Warum kommt mir bei Dir sooft der Gedanke "Troll" ?

Zurück zum Thema.
Ich lehne den Begriff "Unkraut" ab - Beikraut ist mMn. zutreffender.

Die Pflanzen in unserem Nutzgarten benötigen einfach unsere Hilfe.
Hier muss das Beikraut weichen.

Im Rest wird naturnah gewirtschaftet. Hier dürfen Beikräuter wie z.B. Brennnesseln blühen und uns mit Samenständen versorgen.


RE: Das "Unkraut" ehren

#11 von lirote , 31.05.2013 11:52

@dolben
Ich kann den Link leider ned öffnen. Stimmt die Adresse?

@Branos
Beikraut. Das gefällt mir.

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