RE: Ahnen

#16 von Rhiannon13 , 05.10.2010 23:00

Jetzt habe ich grade diesen alten Thread entdeckt. Der passt ganz gut zu dem den ich eben geöffnet habe.

Ahnenforschung ist wirklich etwas spannendes, vor allem wenn man so Dinge, wie gleiche Berufe, Wohnorte usw. findet. Ich habe vor einigen Jahren meinen Opa um einen Stammbaum gebeten und er hat mir auch einen geschrieben und geschickt. Ich werde mich gleich mal aufmachen und den wieder rauskramen, habe keine Ahnung mehr was da stand.

Von meiner Mutter-Seite weiss ich auf jeden Fall mehr, als von der Vater-Seite, dass ist aber auch wieder ein Grund, meinem Papa einen langen Brief zu schreiben

Interessant finde ich, dass oft dieses "gleiche Verhalten" angesprochen wird. Dies führt nämlich wieder zu meiner Frage, die ich im anderen Thread gestellt habe, ob man "Bürden" unbewusst an die nächste Generation weitergeben kann. D.h. ob Kinder dann später mit Gefühlen/Problemen zu kämpfen haben, die eigentlich gar nicht ihre sind..

Ich werde forschen!

Rhiannon

 
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RE: Ahnen

#17 von Rainer , 06.10.2010 02:35

Zitat
Interessant finde ich, dass oft dieses "gleiche Verhalten" angesprochen wird. Dies führt nämlich wieder zu meiner Frage, die ich im anderen Thread gestellt habe, ob man "Bürden" unbewusst an die nächste Generation weitergeben kann. D.h. ob Kinder dann später mit Gefühlen/Problemen zu kämpfen haben, die eigentlich gar nicht ihre sind..



da bin ich überzeugt davon, frag mal Leute die sich mit Familienaufstellungen und ähnlichem beschäftigen. Das Aufdecken von solchen Verhaltensmustern kann zu deren Auflösung führen... ist ein spannendes Thema.

LG


)O(

 
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RE: Ahnen

#18 von Saikka , 06.10.2010 10:10

Durch die neuen Beiträge hab ich diesen Link auch 'wieder'entdeckt. AhnInnen liebe ich sehr. Ich habe aber bemerkt, dass es nicht nur, die leiblichen AhnInnen sein müssen, die einer etwas bedeuten können - wenngleich die leibliche Familie immer präsent ist, im Guten wie im Schlechten.
Ich habe aber auch viele geistige AhnInnen entdeckt, die mir weiterhelfen und mir auch bestimmte Dinge einfach schlüssig erklären können.
Und nach meiner persönlichen Erfahrung muss es nicht immer eine 'Bürde' sein oder negative Erlebnisse, die (geistige oder reale) AhnInnen auf unseren Schultern 'abladen'. Oft helfen sie unvermutet, wenns mal steckenbleibt, die realen AhnInnen, die verstorbenen oder die geistige Ahnnnen, die aus der Anderswelt. Manche AhnInnen zeigen z.B. nach ihrem Tod ganz andere Seiten.

Bestimmte Verhaltensstrukturen (auch Ängste, aber sicher auch viele Stärken) bekommt irgendwie jede/r von seiner echten Familie mit. Manchmal kann ich sie gut integrieren, manchmal hilft mir einfach das Wissen um sie, wenn ich nicht weiterkomme oder auch einfach nur reproduziere.
Bei anderen nahen Familienmitgliedern sehe ich, dass eigentlich schon das Wissen darum, dass wir reproduzieren reicht, um den eigenen Weg zu gehen. Ich erinnere mich auch, es war bei mir mal eine bewusste Entscheidung, nicht der väterlich vorgegbenen Linie zu folgen (Medizin), sondern der großmütterlichen (Literatur). Und bei dieser Entscheidung bin ich 'einfach' meinem Gefühl gefolgt. Will man Kinder nicht nur reproduzieren lassen, dann sollte man sie als Eltern in ihren eigenen Entscheidungen stärken, wenn man sie auf ihrem eigenen Weg sehen will.
Auch wenn es immer wieder das trial-and-error-Prinzip auf einem solchen Weg ist, wenn man sich auf seine Gefühle verlässt, versammeln sich häufig die hilfreichen AhnInnen (die echten, wie die aus der Anderswelt) die jede/r hat, davon bin ich zutiefst überzeugt - und helfen usn auf unserem Weg. Und wenn wir ihn 'nur' sicherer gehen.

Vie Glück bei einer der spannendsten Suchen des Lebens

LG
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RE: Ahnen

#19 von Sinaris , 06.10.2010 10:40

Ahnen?

Nein. Ich gehöre zu den typischen entwurzelten. Ich kenne nicht mal meine Grosseltern persönlich. Wir haben in der Familie einen bösen Riss, der alle Bestrebungen in diese Richtung, schon im Keim erstickt. Manchmal wüsste ich schon gerne welche Hintergründe unsere Familie so hat aber damit würde ich nur alte Wunden aufreissen.

Also wenn ich meinen Ahnen nicht irgendwann mal begegne werde ich sicher nichts erfahren. Wer weis wofür es gut ist.

Ehre und Stärke
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RE: Ahnen

#20 von Anna , 06.10.2010 13:09

Den Entwurf finde ich auch ganz spannend.

Also die Ahnen nicht zu kennen...nichts zu wissen, über die Generationen vor einem.

Wieviele Möglichkeiten man da hat...Dinge die ich gnaz klar auf die AHnen schieben kann, geht ja nicht, weil man es ja nicht sicher sagen kann...oder man macht es trotzdem einfach...und erfindet sich Ahnen... ....oder fängt ganz von vorne an. Auch spannend für eine Familie, wenn ein Zweig abbricht, sich woanders neu verwurzelt und ein eigener Baum wird...

Spannend

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RE: Ahnen

#21 von Siebenstern , 06.10.2010 13:43

Ich würde mir gerne Ahnen erfinden oder zu den Ahnen geführt werden, die mich unterstützen, d.h. vielleicht sind sie ja schon da, nur ich weiß nichts davon , denn bin ja immerhin bis hierher gekommen, hatte sicher auch Unterstützung....

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RE: Ahnen

#22 von Azenor , 06.10.2010 14:47

Ein sehr gefühlvolles Thema.

Ich hatte als alleinige Tochter von 5 Kindern ein sehr inniges und tolles Verhältnis zu meinem Vater, dieser ist nach schwerer Krankheit am 31.10.2005 gestorben, als ich 100derte von km von ihm entfernt im Harz Samhain feiern wollte. Das Ritual fand nicht statt.

Ich habe ca 1 Jahr sehr unter dem Verlust gelitten und Antworten auf all meine Frage des Warum, meine Wut und Unverständnis gesucht, die Krönung war eine shamanische Reise in die Unterwelt zur Göttin Ereshkigal. Danach habe ich am 31.10.2006 ein Ahnenessen gemacht (und seitdem jedes Jahr) und Lebende und Tote eingeladen.
Es war toll!!!! Ich fühlte die beschwingten, (ja beschwingt) Stimmungen im Raum, wir saßen am Tisch, eine Freundin deren Mutter schon 8 Jahre tot war, war ganz stark zu spüren, meine Freundin fand den Abend toll und scheint nicht mehr mit dem Tot ihrer Mutter zu hadern, ich allerdings seitdem auch nicht mehr.
Es hat mir gezeigt, daß die Toten eben nicht „tot“ sind.
Eine wirkliche Ahnenforschung habe ich noch nicht betrieben, obwohl ich viel von meinen Großeltern (Omas Apothekerin und Köchin, Opas Boxer und Mienenarbeiter) und Urgroßeltern (Hausfrauen, 1 Schmied und 1 Soldat) weiß, da aufgeschrieben, das Gleiche macht nun meine Mutter, sie schreibt Geschichten aus Ihrem Leben auf.

Bald ist wieder Samhain..
Euere Azénor

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RE: Ahnen

#23 von WaldSeele , 07.10.2010 22:05

Das Thema "Ahnen" find ich auch total spannend. Vor einigen Jahren hab ich einen Stammbaum erstellt, d.h. ich hab die Namen aufgeschrieben mit Geburtsdaten, teilweise auch Orten, an denen die Personen gelebt haben und Photographien und mit Informationen, die mir meine Mutter (Jhg. 1921) zu den einzelnen Personen gegeben hat. Das war sehr spannend. Mein Bruder, der ja nun leider schon fast sieben Monate nicht mehr lebt, hat sehr viel Informationen über unseren Großvater gesammelt. Leider haben wir uns nie darüber ausgetauscht und jetzt ist das ja nicht mehr möglich, ich hab von eben diesem Großvater nur wenige Informationen. Mein Vater ist mit seinem Jahrgang 1908 ja fast zugehörig zur Generation der Großeltern, nur dass meine Großeltern Jhg. 1879 etwa waren. Bei uns zieht sich das alles total weit auseinander. Übers Internet hab ich auch mal gesucht nach Verwandten in Sachsen, hab sogar den passenden Namen in dem passenden Ort gefunden, aber auf meine eMail leider keine Antwort erhalten. Wär doch spannend, noch Nachfahren meiner Vorfahren zu finden, die wir wahrscheinlich gar nicht kennen. Meine Mutter konnte das damals auch noch so spannend erzählen, ich wollte ja schon länger mal auf Band aufzeichnen, was sie noch davon zu erzählen wusste, hab ich dann aber gar nicht mehr dran gedacht. Nun, nach dem Schlaganfall, den sie vor gut drei Wochen erlitten hat, macht sie zwar einen erstaunlich guten Eindruck, kann wieder gut denken und sprechen, aber schon damals war ihr das Erzählen über die Ahnen sehr anstrengend und ich will sie auch nicht mit solcherart Dingen beschweren. Sie ist aber die Einzige, die noch lebt und die ich noch dazu befragen könnte.

In meiner Familie bin ich die Einzige, die sich überhaupt mit den Ahnen auseinander setzt, die daran interessiert ist, welche tabuisierten Themen durch die Generationen mitgeschleppt wurden und ich bin auch die Einzige, die zur Kenntnis nimmt, dass diese verschwiegenen Themen ganz sicher Spuren nicht nur bei der heutigen Generation hinterlassen hat, sondern dass die jeweiligen Menschen sicher auch ihre Gründe hatten, so verhärmt und hart zu erscheinen, aufgrund der Traumata, die sie in ihrem Leben erlitten haben und worüber zu diesen Zeiten (ca. Jahrhundertwende bzw. Kriegs-/Nachkriegszeit) niemand jemals gesprochen hat. Wie schwer muss das gewesen sein, über gestorbene Kinder z.B. oder psychiatrisierte Angehörige nie wieder sprechen zu können.

An Samhain - und nicht nur dann - gedenke ich meiner Ahnen und gebe ihnen und ihren jeweiligen Leben und Schicksalen, so weit ich sie von hier aus überblicken kann, Raum und Aufmerksamkeit. Mein Eindruck ist, dass das auch im Nachhinein noch einiges heilen kann!

Schöne Grüße

 
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RE: Ahnen

#24 von Rainer , 08.10.2010 06:52

Was anderes, ist euch aufgefallen das die AhnenThemen bei uns (und nicht nur bei uns ) stark zugenommen haben....

Samhain läßt grüßen Freunde, ist nicht mehr lang und mir geht´s genau so. Meine Schlafenszeit wird inzwischen fast antrengend, soviel Reisen wie ich unternehme...

Irgendwie hab ich das Gefühl dieses Jahr ist anders.....

Die Tore gehen auf....

LG


)O(

 
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RE: Ahnen

#25 von npaul , 08.10.2010 07:56

@ ,

rate mal wie ich zu den Texten der Ahnenlinien gekommen bin

Und JA, dieses Jahr ist ganz anders!!

Herzliche Grüße, Norbert

 
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RE: Ahnen

#26 von Saikka , 12.10.2010 08:43

Zitat von npaul
@ ,
Und JA, dieses Jahr ist ganz anders!!



..das find ich auch, aber wie meint ihr das?
Ich finde, in diesem Jahr sortiert sich sehr viel neu, was eingefahren schien. Auch meine Perspektive ändert sich, allerdings mehr auf bestimmte Dinge, die passiert sind, als auf Personen. Damnit erscheint aber vieles im neuen Licht. Ich hab aber ehrlich noch keine Ahnung, was das bedeutet oder welche Konseqeuenzen es hat, wenn es denn welche hat.

und @Siebenstern, ich glaub bestimmt, deine AhnInnen, die dich begleiten, melden sich auch bei Dir, bei einer Reise, an einem bestimmten Ort: an alten Steinen, unter einem Baum, am Meer oder wo auch immer, wo wir entspannt sind und einfach mal uns selbst überlassen.

Aber ja, samhain ist nahe und dieses Gefühl genieße ich jedes Jahr.

LG
Saikka

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RE: Ahnen

#27 von Rhiannon13 , 12.10.2010 19:37

Zitat von npaul


Und JA, dieses Jahr ist ganz anders!!



obwohl es ein bisschen off topic ist, muss ich dazu sagen: Ich kann das nur unterschreiben.

In diesem Jahr, hat sich in meinem Inneren so viel gewandelt und ist immer noch dabei.
Ich freu mich auch richtig auf Samhain, ansonsten war das nicht unbedingt mein lieblings Fest.
Ich freu mich auch auf die "dunkle" Zeit, die hat mir bis jetzt auch eher unbehagen bereitet, weil ich dann öfters Depri-Phasen hatte und nun bin ich ganz optimistisch und freu mich auf den Winter.

Rhiannon

 
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RE: Ahnen

#28 von Ceridwen , 13.10.2010 09:39

Mein Vater hat Ahnenforschung betrieben und herausgefunden, das wir seit dem 16. Jahrhundert hier im Dorf leben.
Hier kann ich auch gut mit ihnen Kontakt aufnehmen.
Von meinem Opa, er hat mir die Pflanzen nahegebraht und das Rutengehen, weiß ich, das er mich heute begleitet.
Er ist gestorben als ich 12 Jahre alt war.

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