Epilepsie bei meiner Hündin

#1 von najo , 14.03.2013 20:49

Meine Hündin Luna ist 3 1/2 Jahre alt und leidet seit einem Jahr an Epilepsie. Die Anfälle waren von Anfang an ziemlich stark, der Tierarzt hat uns dann die Tablette Gardenal 100 gr verschrieben, von denen wir ihr auch jeden Abend eine geben, hat auch alles gut funktioniert bis ich vor einem Monat nachts wach wurde weil sie ganz laut jaulte, es hörte sich so an als würde jemand sie schlagen. Als ich dann ins Wohnzimmer kam hatte sie einen so starken Anfall wie noch nie, als sie dann wieder zu sich kam habe ich ihr dann noch eine Tablette gegeben, dann folgte der 2te Anfall, bis ich dann mitten in der Nacht endlich einen Tierarzt am Telefon hatte, waren schon 4 Anfälle in einer Stunde da, ich dachte sie würde sterben, es war schrecklich, sie war so weggetretten dass sie gegen die Wände lief... Der Tierarzt konnte mir nicht helfen da ich ihr in der Stunde 200 gr der Tablette gegeben hatte.
Es ging ihr dann auch den Umständen entsprechend, sie hatte keine Anfälle mehr. Mir wurde dann angeraten die Dosis auf 2 1/2 Tabetten pro Tag zu lassen und dann langsam auf 1 1/2 runter zu gehen.
Jetzt bin ich auf 1 1/2 Tabletten, da bekommt sie gestern wieder eine Attake.
Meine Frage ist nun, gibt es nichts Natürliches was da weiterhelfen kann?
Hat jemand von euch Erfahrung mit Epilipsie?

Vielen Dank für die Hilfe, sie ist wirklich ein super Hund, meine beste Freundin und sie tut mir echt leid, ist nicht schön Luna so fertig zu sehen.

Eure Nathalie

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RE: Epilepsie bei meiner Hündin

#2 von Dolben , 15.03.2013 00:29

einmal das Körbchen woanders hinstellen, dass der Hund dann dort auch immer schläft. Vielleicht ist der Schlafplatz unvorteilhaft und verursacht diese Anomalie der Gesundheit des Hundes.

Grüße Dolben

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RE: Epilepsie bei meiner Hündin

#3 von Titania , 15.03.2013 08:31

Das ist eine gute Idee. Ansonsten würden mir auch nur beruhigende Kräuter einfallen, aber da weiß ich nicht in welchem Maße Hunde sowas essen dürfen.

 
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RE: Epilepsie bei meiner Hündin

#4 von Moondog , 15.03.2013 15:02

Hi liebe Najo...

mein Pogo hatte auch Epilepsie in Folge einer Borreliose und ich fühle mit Dir...

Er war auch ca. 3einhalb als er die ersten Anfälle hatte, gestorben ist er mit elf an Krebs. Ich habe ihm nie Tabletten gegen die Epilepsie gegeben weil zumindest die damaligen Präparate ihn so gedämpft haben das er nur noch regelrecht depressiv in der Ecke lag. Allerdings hatte er auch nie 4 Anfälle hintereinander...

Womit fütterst Du den Hund? Falls Du es nicht schon tust denk dringend über BARF nach! Nein, ich bin keiner von diesen "Fanatikern" nur unsere Tiere werden immer kränker seit es Shappi und Whiskas gibt... Hunde würden niemals gekochtes "Zeug" in freier Wildbahn als Haupnahrungsmittel finden, das ist aber genau das womit wir sie füttern und wofür weder ihr Verdauungstrakt noch ihr Stoffwechsel geeignet ist. Hier die beste Website die ich zum Thema gefunden habe:
http://www.barfers.de/index.html
Bei der Frau kannst Dir vielleicht auch noch Tipps für Kräuter etc. holen...
Das mit dem Schlafplatz ist eine Idee... falls der Hund sich den Platz nicht eh selber ausgesucht hat
Ansonsten: für einen möglichst stressfreien geregelten Tagesablauf sorgen... Stress und Ernährung sind die Hauptfaktoren an denen wir Menschen etwas ändern können. Ich geh mal davon aus, das längst abgeklärt ist ob es eine primäre (Ursache nicht feststellbar) oder sekundäre Epilepsie handelt (Tumor, Infektion, Stoffwechselerkrankung...) !?

Falls Du noch Fragen hast oder Dich einfach austauschen möchtest... nur zu

Liebe Grüsse von Dagmar

 
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RE: Epilepsie bei meiner Hündin

#5 von najo , 15.03.2013 17:13

Erstmals vielen Dank für die Hilfe.

Luna ist so ein Hund der sich seinen Schlafplatz selbst aussucht, sie wandert immer hin und her. Am liebsten liegt sie vor dem Kamin, habe mir auch schon gedacht dass es dort zu warm für sie ist?!? aber sie lässt sich nicht davon abhalten.

Hab noch nicht über eine Essensumstellung nachgedacht, gebe den Hunden meist Trockenfutter, meine Freundin füttert aber mit frischem Fleisch und Gemüse, werde mich bei ihr informieren.

Ehrlichgesagt hat mir unsere Tierarztin damals nur die Tabletten gegeben und meinte dass diese helfen würden, sie "hat damit gute Erfahrungen gemacht".
Wie Luna dann nicht mehr aus den Anfällen raus kam habe ich sie auch gefragt ob es nicht etwas im Kopf sein könnte, da meinte sie nur, dass kein Tierarzt einen Hund am Kopf operieren würde und es würde ja funktionieren mit den Tabletten.
Dazu möchte ich sagen, dass diese Luna nicht ruhiger machen, sie schrenken sie nicht im Hundesein ein, an den Nebenwirkungen möchte ich garnicht denken...

An Dagmar:
Wie lässt sich den feststellen ob es sich um eine primäre oder sekundäre Epilepsie handelt?
Höre davon zum ersten Mal, fühle mich jetzt ein wenig abgefertigt von meiner Tierärztin...

Liebe Grüße
Nathalie

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RE: Epilepsie bei meiner Hündin

#6 von Moondog , 15.03.2013 18:35

Hi Nathalie...

mach Deiner Tierärztin keine Vorwürfe... hättest Du Luna in eine Tierklinik gebracht wärest Du jetzt wahrscheinlich schon an die 1000 Euronen los... für Bluttest, Kernspin und was weis ich noch... und ob das dann geholfen hätte steht noch auf einem anderen Blatt Papier.

Aalso: primäre Epilepsie ist meistens ererbt... kommt bei einigen hochgezüchteten Hunderassen inzwischen gehäuft vor: Schäferhunde, Doggen und noch so einige. Sie hat einen Gendefekt als Ursache und wird im "Ausschlußverfahren" diagnostiziert, das heisst der Hund wird auf alle Möglichen Ursachen hin untersucht und wenn dabei nichts rauskommt... ist es halt der besagte Gendefekt.
Sekundäre Epilepsie kann durch eine andere "Hauptkrankheit" verursacht werden... eben: eventuell ein Tumor, aber auch Niereninsuffizienz, Diabetes oder eine alte Infektion zum Beispiel mit Borrelien, selten massiver Wurmbefall (wenn sich die Würmer in bestimmten Organen festgesetzt haben) und eventuell kann auch ein Impfschaden dahinter stecken...
Wenn die Hauptkrankheit erkannt und in den Griff bekommen wird bessern sich in der Regel auch die Epilepsieanfälle.

Sollte es der Stoffwechsel (...Diabestes, Nieren) sein kann BARF die Lösung sein... der Hund wird vielleicht nicht geheilt aber es sollte ihm sehr viel besser gehen! Ist es das nicht, kriegt Luna immerhin artgerechtes Futter, das dann ihre Grundkonstitution verbessert

Was für eine "Rasse" ist denn Deine Luna... und ist sie vom Typ her eher ruhig oder eher lebhaft?

Liebe Grüsse von Dagmar

 
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RE: Epilepsie bei meiner Hündin

#7 von Moondog , 15.03.2013 18:40

... und hier ist noch ein Link:

http://www.tiermedizinportal.de/tierkran...eim-hund/254025

die erklären das noch besser

 
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RE: Epilepsie bei meiner Hündin

#8 von najo , 16.03.2013 20:36

Hallo Dagmar,

Luna ist eine Boxermischlingshündin, wie ich gerade gelesen habe eine Rasse bei der eine primäre Epilepsie vorkommt. Die andere Rasse wissen wir nicht, da sie mit 4 Monaten abgegeben wurde und wir sie dann erst zu uns genommen haben.
Sie ist ein sehr aktiver Hund, geht am liebsten schwimmen und bellt sich selbst im Wasser an, ist dann immer super lustig.

Werde aufjedenfall, wie in dem Artikel angeraten, einen Krampfkalender anlegen und mit meiner Tierärztin sprechen wegen einer Blutuntersuchung, um die Werte des Medikaments zu prüfen.

Habe jetzt auch die Adresse einer Frau die einen in die BARF Methode einführt, kenne sie soger ein wenig...
Ist ja auch wirklich besser, man braucht nur auf den Etiketten vom Futter zu schauen wieviel % "Fleisch" drin ist, dann weiss man schon genug.

Nochmals vielen Dank für die Informationen hast mir echt weitergeholfen.

Liebe Grüße
Nathalie

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RE: Epilepsie bei meiner Hündin

#9 von Moondog , 17.03.2013 13:00

...verschiedene Blickwinkel helfen...

Ich drück Euch die Daumen... gib Luna nen Schmuser von mir

Meld Dich einfach wenn es "doof" wird... oder auch wenn es sich bessert *lach*... würde vielleicht auch noch andere Leute interessieren.

Liebe Grüsse
von Dagmar

 
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RE: Epilepsie bei meiner Hündin

#10 von Gänseblümchen , 07.06.2013 08:49

Der Thread liegt zwar schon ein ein bischen zurück, aber :

Google doch mal die Stichworte Uniklinik Freiburg, Hund, Epilepsie , Canabis .

Mitfühlende Grüsse aus den Niederlanden und das ihr bald
den "richtigen " Behandlungsweg findet LGr monika

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RE: Epilepsie bei meiner Hündin

#11 von najo , 10.06.2013 11:27

Hallo Monika

Erstmals Danke für deinen Rat!

Werde den Artikel mitnehmen zu meiner Tierärztin, vielleicht kann sie mir mehr erklären, auch wegen der Legalität... Habe nächste Woche einen Termin zur Blutuntersuchung da Luna trotz Nahrungsumstellung und Medikamente Anfälle hat. Sie meinte auch dass ein neues Medikament auf dem Markt ist, extra für Tiere.

Liebe Grüße Nathalie

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RE: Epilepsie bei meiner Hündin

#12 von Gänseblümchen , 13.06.2013 08:55

Hallo Natalie ,
TÄ verdienen gern Geld mit ihren chemischen Mittelchen und stehen "Alternativen" gern ablehnend gegenüber .

Würde mich eher vertrauensvoll an einen Tierheilpraktiker wenden.
Oder an jemand im Freundeskreis der sich auskennt .

Zudem sind "zugelassene " canabispräparate" ( für den Menschen )
unbezahlbar
Mit langen mühsamen Genehmigungsverfahren gepflastert
erreichen in ihrer Wirksamkeit nicht das level der "ganzen Pflanze "

Ich bin seit 25 Jahren chronischer Schmerzpatient und benutze inzwischen ausschließlich canabis. Damit erreiche ist den bestmöglichen Zustand mit den geringsten Nebenwirkungen und Schäden (Leber, Niere )
THC, also der Wirkstoff, ist fett-und alkohollöslich . Man kann also zB eine Butter zubereiten .

Es gibt KEINE LETHALE (tödliche ) DOSIS BEIM THC !!!!!

Habe einmal einen Hund erlebt , der in einem unbeobachteten Moment eine gute Menge Wiet gefressen hat...er schlief einige stunden sehr tief und fest und dann war alles wieder vorbei.
Also du bräuchtest keine Angst zu haben.
Zudem müsstet du eine wohl sehr geringe Dosis geben. Aber wie gesagt, ich würde mich damit an eine THP wenden.
Alles gute euch !


Nachtrag: ich sehe grad, du wohnst in Ostbelgien.... da sollte das doch gar kein Problem sein mit dem canabis ....
Ich wohn in der Provinz Drenthe , Nordostholland

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RE: Epilepsie bei meiner Hündin

#13 von Moondog , 13.06.2013 09:16

Moin... Ihr Lieben

bei aller LIebe und allem Verständnis... leider fällt zumindest hier in Deutschland Cannabis unter das Betäubungsmittelgesetz... ich hab gerade keine Ahnung wie das in Belgien ist... wo Hund und Frauchen nach meiner Info wohnen... Ich schlage in dem Fall also vor, Hundeferien in Holland oder der Schweiz zu erwägen...

...und solche "Tipps" besser per E-Mail auszutauschen!!!

Vielen Dank

und liebe Grüße
von Dagmar

 
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RE: Epilepsie bei meiner Hündin

#14 von najo , 14.06.2013 14:05

Cannabis ist auch in Belgien illegal!

An einen Tierheilpraktiker habe ich noch nicht gedacht, werde mich mal umhören wo ich den nächstgelegenen finde und ihn um Rat fragen, das ist aufjedenfall eine gute Idee.

Danke & bis bald!

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