RE: Sekundärwissen und Bildungskapitalismus.

#31 von Jonathan , 27.03.2013 21:38

Betrifft: Sekundärwissen über Geldinstitute

Habe eine Frage: "Kennt sich jemand mit Geldaufbewahrungsinstituten aus?"
Wenn jemand in Zypern Geld auf die Bank bringt und kommt ein paar Tage später, dann kanns fort sein. Die Mitarbeiter der Bank können doch nicht so viel Geld verbrauchen. Oder holen das die Urlauber und nehmen's mit nach Hause? Normalerweise bringen die es doch und lassen es dort. Wenn russische Millionäre es dort hinbringen, müsste es doch auch dort sein. Gibt es jemanden der einigermaßen Bescheid weiß? Letzten Endes ist das auch eine Art Philosophie auch wenn das letzte Hemd keine Taschen hat.

Gruß Jonathan

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RE: Sekundärwissen und Bildungskapitalismus.

#32 von elHakim , 13.04.2013 22:47

Das Problem liegt wohl darin, dass gar nichts Materielles mehr fließt. Es wird praktisch nur eine Excel-Tabelle hin- und hergeschoben. Sobald du dein Geld einzahlst, wird es in eine virtuelle Währung im PC umgerechnet, hat mir ein Bekannter dieser Tage erklärt. Der physische Geldschein wandert irgendwann zur Bundesbank und wird dort, je nach Alter, geschreddert oder wieder ausgegeben. Deine PC-Cents kannst du natürlich überall verwenden. Sie können aber auch staatlicherseits gekappt werden - wusch -weg. Ein Fünfzig-Euroschein ist im Prinzip wie im Mittelalter nichts als ein Zahlungsversprechen, dass nämlich der Empfänger dieser Note bereit ist, dir daraufhin einen entsprechenden Warenwert aus seinem Besitz auszuhändigen.

Also am besten Dinge wie Grund und Boden oder Edelmetalle kaufen, die können nicht so schnell verschwinden, bringen aber eben keine Dividende.

 
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RE: Sekundärwissen und Bildungskapitalismus.

#33 von Jonathan , 16.04.2013 11:34

Hallo elHakim,
wenn Urlauber ihr Geld auf der Insel lassen, dann ist es erst einmal dort. Nehmen wir mal an, der Urlaubsvermieter bringt einen Teil auf die dortige Bank z.B. 100 Euro. Die Bankchef freut sich. Er legt es an für einen Investmenfond. Wenn der die Mücke macht, dann sind die 100 Euro fort. Es kam ein Auto und hat es geholt. Hätte der Bankchef das Geld in einen Tresor gelegt, dann hätte es sich zwar nicht vermehrt, aber es wäre noch da.

Gruß Jonathan

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RE: Sekundärwissen und Bildungskapitalismus.

#34 von elHakim , 16.04.2013 17:55

Hallo Jonathan,

die Theorie des Geldes ist sicher noch viel komplexer. Den 100-Euro-Schein kann ich physisch woanders hin bringen und dort ist er dann. Nur ist der Schein selbst nichts wert, Materialwert ein paar Pfennige (oder Cents). Das Ärgerliche ist nur, dass er einen bestimmten Wert verkörpert, den ich selber eingebracht habe. Denn wenn ich einen Tag lang arbeite und dafür soundso viel Euro bekomme, weiß ich, dass 100-Euro eben eine bestimmte Zahl von Arbeitsstunden oder Tagen bedeutet. Normalerweise könnte ich mir für dieses Arbeitentgelt irgendetwas Schönes oder Notwendiges kaufen. Wenn ich also weiß, dass das, was mir gekürzt oder gestohlen wurde, 200 Tage körperliche Arbeit bedeutet, dann ist der Verlust im wahrsten Sinne des Wortes schmerzhaft, selbst wenn de facto nur ein Papierschnipsel mit 50-Cent-Materialwert abhanden gekommen ist.

 
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RE: Sekundärwissen und Bildungskapitalismus.

#35 von Gwion , 20.04.2013 10:36

Zitat von Jonathan
... "Kennt sich jemand mit Geldaufbewahrungsinstituten aus?"
...Die Mitarbeiter der Bank können doch nicht so viel Geld verbrauchen. ...



Richtig auskennen, das kann ich nicht von mir behaupten. Es ist aber so dass Du für die reine Aufbewahrung etwas zahlen müsstest, schon allein wegen der Fixkosten, die diese Unternehmen haben. Deshalb "arbeiten" sie ja auch mit dem Geld ihrer Kundschaft. In allen verarbeitenden Betrieben findet eine sichtbare Wertschöpfung an Ausgangsmaterialien statt, z.B. macht der Töpfer aus Ton, Wasser, seiner Fertigkeit und der Hitze des Ofens Becher. Dafür bekommt er Geld, das (hoffentlich) seinem Aufwand entspricht.

Wie kann man mit Geld arbeiten, wenn es inzwischen etwas Immaterielles darstellt und wie elHakim schon schreibt, nur noch in den Rechnern der Großbanken existiert? Wir bewegen uns im Bereich der Spekulationsgeschäfte (man durchleuchte dieses Wort einmal mit dem Verstand) und des Fiktiven, weil nur noch Zahlen verschoben werden. Es macht doch schon ein Unterschied ob jemand ein neues Möbelstück in bar bezahlt oder eine Flasche Wasser mit einer Plastikkarte. Im ersten Fall sieht man wie viele Arbeitsstunden man gerade auf den Kassiertisch legt. Ich mag darüber nicht nachdenken und höre bei der Arbeit immer weg wenn Kollegen sich über ihre Aktien unterhalten denn diese Denkweise passt nicht zu uns.

Zurück zum Thema: Großbanken machen derartige Geschäfte, um mit dem Gewinn ihre Kosten decken zu können und den Kunden Zinsen zu zahlen. In der heutigen Zeit regiert leider allzu oft der Geist der unersättlichen Gier nach materiellem Reichtum, was zu perfiden Praktiken führt. Wird es übertrieben, dann platzen diese Seifenblasen, denn nicht Vorhandenes kann eben nicht beliebig vermehrt werden.

 
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RE: Sekundärwissen und Bildungskapitalismus.

#36 von Knegel , 17.10.2013 19:05

Zitat von greenman
Bei Sekundärwissen und praktischer Übung möchte ich nicht von gut und schlecht reden. Jedes hat seinen Platz.

Ein Stück Sekundärwissen, das ich auf keinen Fall empirisch verifizieren möchte, ist das Wissen, dass der Genuss des grünen Knollenblätterpilzes tödlich ist.

Blessings,
Greenman



Was nutzt Dir dieses Wissen, wenn Du diesen Pilz nicht erkennen gelernt hast?
Genau so gut hättest Du lernen können, das einige Pilze giftig sind.

Und das ist für fast alle Erwachsenen kein Sekundärwissen, die wichtige Punkte sind ja Vergiftung und tödlich. Mit Beidem haben die meisten Erwachsenen genügend Erfahrung gesammelt, um es richtig einzuordnen.

Das Wissen welches Gift tödlich ist könnte ich nicht benutzen, wenn ich nicht wüßte was Vergiftung oder tödlich ist.

Das ist was ich meine, es werden zu oft unmengen an Daten gelehrt, ohne den Bezug zur Realität herzustellen bzw ohne "Erfahrung" zu vermitteln. Zudem wird der Wiederholung/Vertiefung keine/wenig Zeit eingeräumt, so daß viele Daten nicht den Weg ins Langzeitgedächnis schaffen, was dann die aufgebrachte Zeit fürs Lernen und Lehren unsinnig macht.

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RE: Sekundärwissen und Bildungskapitalismus.

#37 von Sinaris , 18.10.2013 07:36

Leute... echt... ist hier überhaupt noch ein Thema?

NACHTRAG: Mein eigener Post geht viel zu global... also Lesen auf eigene Premisse.

Sekundärwissen? Klar... möchte mal sehen, wieviele Schüler Du in nen Beschleuniger bekommst, um ein Atommodell "praktisch" zu verdeutlichen. Muss nicht erstmal der Bedarf geklärt werden? Handwerker sollten natürlich in erster Linie mal mit ihren Händen arbeiten aber nen Elektriker der keinen Schimmer hat, warum welches Kabel wohin gehört, würd ich auch nicht haben wollen. Da kommen wir schnell bei "das hab ich schon immer so gemacht" an. Menschen sind doch keine Automaten.

Was das tatsächliche Sekundärwissen (also deFakto Wissen aus zweiter Hand) angeht hoffe ich mal, dass ein Lehrer auch soweit Lehrer sein WILL, das er seinen Primärauftrag passend erfüllt. Klar muss ein Dachdecker mehr Anwendung beherrschen als ein thoretische Physiker. Doch sehen wir das mal realistisch... das liegt in SEINEN Händen. Jetzt jeden Lehrbuchweg zu verdammen ist ja nun auch Unsinn. Ich würd schon gern, das ein Herzchirug erstmal die Therie beherrscht, bevor er das Skalpell anlegt. Try and Error geht halt nicht immer. Schlimmer. Es geht immer weniger. Weil die Dinge mit denen wir "operieren" immer kritischer in ihrer Masse werden.

Was soll überhaupt die Diskussion über sekundäres Wissen. Es gibt nur Warheit und den Rest und das in unseren Zeiten sehr viel Unsinn grassiert ist ja nicht nur Zufall, gelle. Zum Thema Bildungssystem... Ehrlich, ich hatte gerade mal 2 Jahre Physik und EIN lächerliches Jahr Chemie.

Zum Thema... Lernen wie man lernt... Die Nummer ist nur im Gymnasium gewollt. Der verdammte Rest soll funtionieren und das bitte auch auf Niedriglohniveau oder glaubt hier ernsthaft noch einer dass "das System" genau diese Entwicklung geplant hat? Gute Bildung war und ist immernoch Luxus... aber man hat es inzwischen verstanden, diesen Umstand zu verschleiern. Der Vergleich mit dem Gefäss ist schon richtig gut... Hauen wir dann noch nen Status wie "Einflüsse von Aussen" hinein, wird das Bild komplett.

Wir haben keinen Mangel an Fachkräften... nur nen Mangel an Idioten oder zu bedürftigen Perdonen die den Job auch für 2,50 € die Stunde machen.

Mann. Da ist man mal n Jahr aus dem Rennen (Ich musste in die Klinik - ne alles wieder OK) und der Ton folgt dem Digma der Selbstzerfleischung. Hey,... [dabei auf die Beine schlägt] Ihr, eure Eltern und Grosseltern wurdet VERARSCHT. Happy crash into reality. Zum Begriff Kapitalismus... Kaptalismus IST aus Scheisse Gold machen und über alle Moral, Gefühl und Bedenken wie ein "Tiger zwei" konsequent hinwegzurollen. Bildungskapitalismus ist ein passender Begriff. Leider definiert er nur die Realsituation. Denken ist unerwünscht und zuviel "gefühlte" Information würde das auslösen. Wir brauchen keine 10.000 Professoren... Aber Mc Donald's hätte da schon ein passendes Geschäftsmodell, um diese Kräfte abzuschöpfen.

Wenn ich hier... in DIESEM Forum was von "Fan des Kapitalismus" (=aus nix von mir = viel von Dir) lese... bekomm ich PICKEL auf der Seele., klar ist nur meine... kann Euch egal sein. Aber unterhaltet Ihr Euch hier EHRLICH so oberflächlich über den Mist der Gerade in unserem Bildungssystem abgeht?

Also zum Thema:
Sekundärwissen ist aus den Händen eines Mentors, Lehrers oder sonst wie gearteten Vermittlers doch immer OK... wenn dessen erster Gedanke DEINE Fortbildung ist. In einem System das mit "möglichst Nix zu viel kommen" lehrt wird die Nummer nur nie, ohne blinde Idealisten, laufen. Sekundär ist halt aus zweiter Hand. Solches Wissen kann perfekt nutzbar sein. Es gibt sogar Menschen die nur Wissen weitergeben können aber zur Anwendung nicht im Stande sind... Lass mich mal nen Nagel einkloppen... Dann weist Du, was ich meine aber theoretisch bin ich Experte. Aber wenn Du ne Tastatur benutzen kannst bin ich der Typ der Dir auch sagen kann (ohne es je gemacht zu haben), wie dein zerklopptes Compi-System wieder läuft.

BildungsKapitalismus Ist die quasi faktische, vom sonst auch "ich lustsch mal den Rest für nothing" Begriff des Kapitalismus, Resonanz. Ist hier echt noch einer der glaubt, das Kapital aus anderen zu ziehen was anderes als, "ICH UND NUR ICH", fixiert ist. Kapitalismus ist schlicht mit keinem Begriff, der nicht selbstsüchti orientiert ist, in Verbindung zu bringen. Menschen im Kapitalismus sind entweder Nehmer ODER Geber (oft auch gern als Opfer bezeichnet). Gewinn ist auf ausgelichener Ebene nunmal nicht drinn. Wieder ein Faktum: Wenn ich MEHR will... muss irgend ne andere Nuss, die ich auslutsche, WENIGER aus Selbstlosigkeit akzeptieren oder zu Dumm sein zu raffen, dass er gerade ausgebeutet wird.

Bildung ist ja etwas, was der der Physik theoretisch wiederspricht. Ich kann Plus erzeugen ohne Minus zu machen. Interessant sind dazu die Theorien des Informationerhaltes aus Energie und Materie... aber das würd hier den Rahmen sprengen.

Umsetzung vom erfahrenen ist ja die Frage. Theorie bleibt eben nur im Geist. Aber zu den hier gehaltenen Vergleichen kommen ja noch die ganzen anderen Begriffe des "Lebens" dazu. Fähigkeit, Material, und vieles mehr. Ein Lehrmeister vermittelt, im besten Fall, aus Leidenschaft (UND SICHER NICHT AUS KAPITALISTISCHEN GRÜNDEN) und dann dazu, auch ein Lehrer kann und DARF mal mal schlicht unbegabt sein. Vorwürfe an diese Menschen bitte erst, wenn's gewillt oder auf halber Arschbacke ausgesessen ist oder vom System kommt. HUI... und da sind wir doch bitte auf dem eigendlichen Problem. Mehr als 10% aller Unterichtsstunden fallen aus... Etliche Schulen haben keine oder nur "unterqualifizierte" Lehrer für die Naturwissenschaften.

Ein Lehrer wird hier nichtmal mit dem Arsch angesehen... ist halt der Trottel der die Blagen "ertragen und erziehen" soll. In Schweden z.B. soll das Allgemeinbild über die Berufsklasse ne ganz andere sein.

Als bardischen Ausgleich: Pink Floyd - Brick in the wall (auf YouTube)

Meine Fresse... nu hab ich selbst VIEL zu weit ausgeholt...

Gruss
Sinaris

PS: Jupp... evtl. lest ihr mich nu auch wieder öfter.

PPS: Pali,... schone mich in den ersten Wochen... OK... Tagen .

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RE: Sekundärwissen und Bildungskapitalismus.

#38 von Jonathan , 18.10.2013 20:20

Hallo Sinaris,

Du hast ja voll Dampf abgelassen. Es war richtig schön. Hätt Dich um ein Haar mit "Völler" verglichen. Eins ist klar: "Der praktische Teil in der Schule kommt zu kurz." Die Allseitigkeit in der Bildung hat letztlich immer Vorrang. Handwerker dürfen musikalisch sein. Spezialistentum kann ermüden. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der Mensch als Teil der Schöpfung. Wenn er keine Freude mehr empfindet, sinkt seine Arbeitskraft und die Reproduktion derselben. Jeder Unternehmer muß seine Belegschaft bei Laune halten. Wenn das nicht mehr klappt, geht es nicht mehr vorwärts. Genauso muß der Lehrer seine Schüler motivieren. Das ist der wichtigste Teil seiner Arbeit. Wenn einer nur noch alles aus Zwang macht, dann geht das nicht gut. Die inneren Erziehungs- und Weltanschauungswerte und auch die religiöse Einstellung sind wichtig. Der Mensch braucht das Gefühl etwas Gutes zu tun. Er darf sich doch später keine Vorwürfe machen (z.B. ich habe gegen die Erhaltung der Schöpfung gearbeitet). Die Wissenschaft ist eine Muse (Urania) und sie wohnt in Abgeschiedenheit im Ruheland und nicht im Lärm der Welt. Das Prinzip der Langsamkeit ist gefragt. Die Raser sind die Verlierer. Die Eltern und die Lehrer brauchen Zeit für die Kinder. Die Wissensvermittlung muß historisch begleitet sein. Sonst hat sie kein Fundament. Es geht uns dann wie dem "Zauberlehrling", der die Geister rief, aber sie nicht beherrschte. Karl Marx benutzte den Begriff "Entfremdung". Sie hat im Schlepptau die Angst.
"Entfremdung" wäre doch mal ein neues Thema?

Jonathan

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RE: Sekundärwissen und Bildungskapitalismus.

#39 von elHakim , 19.10.2013 20:38

Hallo Sinaris,

ich habe zweimal lesen müssen, um deinen Beitrag zu verstehen. Jetzt begreife ich es so: Es gibt kein sekundäres Wissen o.ä. Man weiß oder man weiß nicht. Man darf bei theoretischem Wissen die praktische Anwendbarkeit nicht vergessen. Das sehe ich auch so.

Nicht verstanden habe ich, warum du den Lehrern die Rolle eines A... zuweist. Sie haben sicherlich nicht mehr den Rückhalt bei Eltern und Schülern wie früher, aber dennoch großen Einfluss auf die Laufbahn ihrer Schüler. Da ist es um so wichtiger, dass sie gut motiviert und ausgebildet sind, um jene Weichen richtig zu stellen.

Grüß dich
Al Hakim

 
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RE: Sekundärwissen und Bildungskapitalismus.

#40 von Fingayin , 20.10.2013 02:13

Sorry,Jonathan.
Aber der geht daneben. Bildung hin oder her.
Es gibt hier im Regionalradio,ist jetzt vorbei, eine Aktion.
Wenn man seine Abrechnung einschickt, und gezogen wird, wird diese verdoppelt.
Da war ein Jungspund,Versicherungskaufmann, der mal eben 7.000!!! netto verdient hat.
VERSICHERUNGEN!!!
Ich bin gelernter Zimmerer,knapp an sehr gut beim Abschluss vorbei geschossen.
Als Selbstständiger habe ich 25,00€ brutto die Stunde.
Mit allen Abzügen komme ich gerade mal auf 11,00€ netto!!!
Und ich habe Realschulabschluß.
Es ist nicht mehr interessant einen Handwerksberuf zu erlernen. Das bringt ja kein Geld.
Ne,irgend ein Scheiß der Erfunden wurden ist bringt die Kohle.
Und das bekommen die Kinder in der Schule vermittelt.
Und Leher sind auch,meiner Meinung nach weit unterbezahlt.
Das betrifft jegliches Personal. Die Stundenlöhne sind da echt zum heulen.
Menschen,die junge Menschen prägen und "einnorden" sollen...das die kein Bock haben kann ich voll verstehen.
Deutschland ist das Land,mit den geringsten Löhnen wenn ich recht informiert bin was die EU betrifft.

 
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RE: Sekundärwissen und Bildungskapitalismus.

#41 von Jonathan , 20.10.2013 07:10

Fingayin schreibt:

Zitat
Es ist nicht mehr interessant einen Handwerksberuf zu erlernen.



Auf den Heizungsmonteur hab ich ein viertel Jahr gewartet. Meine Nachbarn haben zwei kaputte Fensterscheiben (nicht von mir). Die zwei unterschiedlichen Handwerker haben sie ausgemessen vor eineinhalb Monaten. Da tut sich nichts. Die haben keine Leute. Es dauert alles. Brauchst Du einen Elektriker, dann kannst Du warten. Sie müssen auch die Windmühlen warten. Glaub nicht, dass ein Heizungsmonteur nur ein Klemptner ist, die müssen viel wissen und können. Hier brennt die Luft, wenn Du einen Handwerker brauchst und 1000 Euro für ein paar Kleinigkeiten sind nichts. Die Handwerkerschwemme ist vorbei. Im Kapitalismus regelt sich alles nach Angebot und Nachfrage. Die schreiben nicht umsonst in die Stellenangebote "24 Euro Stundenlohn für Sanitärinstallateure". Die Zukunft sieht anders aus. Im Handwerk gibts ein Vakuum. Weder vom Ausland noch vom Inland kommen genug Handwerker. Der Vorrat ist aufgebraucht. Das Bildungs- und Vielseitigkeitsvolumen von einigen Handwerksgruppen liegt teilweise im Ingenieurbereich. Die Berufsschulen müssen noch mal neu anfangen und den Berufsschülern Mathe- und Physikgrundkenntnisse vermitteln. Dazu kommen die vielen "linken Hände" der Schüler. Kein Arbeiten zu Hause gelernt. Es ist ein absolutes Chaos.
"Es wird wieder interessant einen Handwerksberuf zu lernen."

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RE: Sekundärwissen und Bildungskapitalismus.

#42 von Fingayin , 21.10.2013 00:47

Das klingt alles logisch was Du schreibst.
Und ich sehe es ja eigentlich ähnlich.
Mit einer "Versicherungspolice" kommt noch kein Wasser aus der Wand, und die Bude wird auch nicht warm.
Keine Frage.
Geschweige von gemauerten Wänden,mit Fenstern und Türen darin und dem Dach oben drauf.
Nur Stand der Dinge ist momentan, das diese Gewerke "Nebensache" sind.
Einschaler kommen aus dem Ostblock.
Kein schöner Job,hab´s auch schon gemacht.
Sicher,es wird die Zeit kommen wo ich wieder viel Geld verlangen könnte,weil es keiner mehr "kann".
Nur bin ich bis dahin zu alt.

 
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RE: Sekundärwissen und Bildungskapitalismus.

#43 von elHakim , 17.12.2013 20:47

Um mal wieder Schwung in die Bude zu bringen: Es gibt eine immer größere Kluft zwischen Leuten, die etwas Geld und solchen, die wenig haben. Wer Geld genug hat, legt Wert auf Qualität und Facharbeiter mit Zeugis.


"„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca (in: Moralische Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), XVII/XVIII, CIV, 26)"
alben elfed 2012

 
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RE: Sekundärwissen und Bildungskapitalismus.

#44 von Knegel , 25.12.2013 08:22

Hi elHakim,

Du schreibst;
'Es gibt kein sekundäres Wissen o.ä. Man weiß oder man weiß nicht. Man darf bei theoretischem Wissen die praktische Anwendbarkeit nicht vergessen.'

Wann ist denn theoretisches Wissen anwendbar? Kannst Du nur weil Du alles über Elektroinstallation gelesen hast ein Haus installieren oder eine Maschine reparieren?
Kannst Du nur weil Du alles über Malerei gelesen hast und sogar 'weist' males wie ein Maler, oder sogar wie ein echter Kunstmaler?
Auch jemand mit einem Batcheler


Möge Mutter Erde euch wohlgesonnen sein,

Knegel

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RE: Sekundärwissen und Bildungskapitalismus.

#45 von Knegel , 25.12.2013 09:16

Was fürn drecksforum is denn das? Erst spinnt das Formular(alles Buttons wuselten durcheinander) und was zum unbemerkten posten des unfertigen Beitrages führte, dann, als der Beitrag fertig war und ich ihn posten wollte, kommt die Meldung, daß Änderungen nur in einem begrenzten Zeitraum vorgenommen werden können und der Beitrag verschwindet im Nirvana. Sowas hab ich im alten Forum nie erlebt.

Nu hab ich keine lust mehr alles nochmal zu schreiben.
Trotzdem frohes Fest.


Möge Mutter Erde euch wohlgesonnen sein,

Knegel

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