Welche Richtung??

#1 von Knegel , 07.01.2013 17:51

Hallo,

bisher habe ich mir eigentlich noch nie Gedanken darüber gemacht welcher Richtung meine persöhnliche Philosophy am ehesten entspricht, kenne mich also mit den Verschiedenen Richtungen der Naturreligionen nicht aus. Vielleicht kann mir da jemand helfen.

Ich bin(momentan) eigentlich nur von der Erde als höheres Wesen überzeugt. Ich sehe die Erde wie einen großen Organismus von dem wir ein Teil sind. Wobei ich uns nicht unbedingt für Krebs in diesem Organismus halte, sondern eher als mögliche Sporen. Wir haben theoretisch in absehbarer Zeit die Möglichkeit die Erde zu verlassen, was einer Fortpflanzung gleich käme.
Ich halte es für möglich, daß die Geschichte von der Erschaffung der Menschheit zu diesem Fortpflanzungsprozess gehört. Somit wären wir gerade in der Pubertät oder lernen wir lernen erst zu gehen, was auf jeden fall ne Menge Konflikte mit sich bringt und die Beanspruchung der "Eltern" ist auch recht hoch.
Ich hoffe das wir (als Menschheit) langsam erwachsen werden und aufhören Mutter Erde so zu drangsalieren. Da ich die Erde als komplettes Wesen sehe glaube ich, daß die anderen Lebewesen unsere halb Brüder und Schwestern sind. Sie sind zwar nicht für die Fortpflanzung(selbständig weg von Mutter) vorgesehen, aber sie ermöglichen erst unser Leben und deshalb alleine sollte man dankbar sein. Mit unserem heranwachsen haben wir uns schon so weit von Mutter gelöst, bis wir sie nicht mehr verstanden haben. Was durchaus erwünscht sein kann, um selbständig zu werden.
Ich glaube, daß uns Bäume und gewisse Orte Kraft geben können und an Energiefelder , wobei ich nur Erfahrung mit Bäumen habe, wobei ich natürlich "nur" aus dem Gefühl heraus berichten kann, beweisen geht nicht.
An weitere höhere Wesen über der Erde glaube ich nicht. Die Götter der meisten Kulturen sehe ich als Beschreibung der Kräfte der Natur, also von Mutter Erde und dem Universum(besonders Sonne und Mond). Wenn ich die Erde als Wesen sehe und die Sonne etc als nicht lebendiges Objekt außerhalb, dann unterliegt auch Mutter Erde äußeren Einflüssen, welche Sie nicht beeinflussen kann. Was ungewollt zum Aussterben von z.B. der Dinos führte, welche vielleicht ein erster Versuch waren. Vielleicht ist Mutter Erde ja noch jung und hatte noch keine Kinder, weshalb Sie auch rumexperimentiert, Fehler macht und auch behebt, was wir dann als Evolution erkannt haben.
Dementsprechend glaube ich, daß es Sinn macht mit den "Göttern" und besonders mit Mutter selbst und unseren Geschwistern zu reden(denken, fühlen etc) und vor Allem ergibt sich daraus ein Respekt gegenüber Allem was "Nicht-Menschlich" ist. Wobei ich gegenüver vielen Menschen momentan keinen Grund sehe Respekt zu haben, eher Mitleid und Wut.
Die Lebensweise der Indianer, Germanen etc halte ich zwar in Bezug auf Ihr Verhalten zu Mutter Erde für gut, jedoch teilweise als Reaktionär und bei der Fortpflanzung hinderlich. Die Naturgesetze halte ich für logisch und richtig und durchaus noch nicht voll ergründet. Das Wissen über die Naturgewalten ermöglicht uns erst das Erwachsenwerden, besonders was das Weggehen von den Eltern angeht.

Ok, in groben Zügen wars das, da ich weiß wie wenig ich insgesamt weiß steht davon nichts in Stein gemeißelt.

Gibt es dafür ne Richtung, nen Namen außer Naturreligion??

Danke im Voraus!

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#2 von Jonathan , 07.01.2013 20:38

Knegel schreibt:

welcher Richtung?

Die Grundfrage der Philosopie ist das Verhältnis vom Denken zum Sein. Danach kommt die Frage: Was war zuerst da, Materie oder Geist?

Für Dich gibt es die Mutter "Erde" als Höheres Lebewesen und ihre Kinder. Du stammst auch von ihr ab. Also vermute ich, dass in Deinem Denken die Erde auch eine Art Geist hat. Daraus folgt, dass Du zum gegenwärtigen Stand eine Naturreligion hast.
Es gibt sehr viele Menschen in Deutschland, die ähnlich denken. Es ist eine neue religiöse Richtung. Sie hat aber keinen Namen. Sie hat aber eine Verwandtschaft. Im Alten Testament steht im 1. Buch Mose, Kapitel 2, Vers 15: "....setzte ihn in den Garten EDEN, dass er ihn baute und bewahrte." Durch die industrielle Revolution und industrielle Landwirtschaft, bei denen Verletzungsgefahr der Erde entsteht, hat sich eine Gegenoffensive in Gedanken, Worten und Werken gebildet. Der Rückbau der Atomindustrie ist ein Beispiel.
Durch dieses neue gesellschaftliche Sein entsteht ein neues Bewußtsein. Im Kapitel 4, Vers 2 steht: "Und Abel war ein Schäfer; Kain aber ward ein Ackersmann." Die Verletzung des Bodens hat dem großen Chef von Kain nicht gefallen. Die Sünde ruht vor der Tür (Vers 7).

Gruß Jonathan

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#3 von Gelöschtes Mitglied , 08.01.2013 07:24


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#4 von Fingayin , 08.01.2013 07:59

Zitat von Jonathan
Es ist eine neue religiöse Richtung. Gruß Jonathan



Es ist kein neues Denken.
Diesen "Geist" gibt es seit tausenden von Jahren und wird nur wieder wach oder neu entdeckt.
Und das ist gut so.
Warum hast Du in Deinem Posting selbst geschrieben,Knegel.

 
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#5 von Knegel , 08.01.2013 09:00

Die Gaja-Hypothese war mir also solches noch nicht bekannt, wobei mir klar ist daß der Grundgedanke nicht neu ist, ich wuste nur keinen namen dafür.

Zitat von Fingayin

Zitat von Jonathan

Warum hast Du in Deinem Posting selbst geschrieben,Knegel.




Ist das eine Frage an mich?

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#6 von Fingayin , 08.01.2013 15:36

Jupp.

 
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#7 von Knegel , 08.01.2013 15:46

Gut, leider verstehe ich die Frage glaube ich nicht.

Oder doch?? Ich hatte gerade niemanden hier, dem ich das Ganze hätte diktieren können, woher weist Du eigentlich, daß ich selber geschrieben habe, überwachst Du mich?

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RE: Welche Richtung??

#8 von Jonathan , 08.01.2013 21:24

Knegel schreibt:

Zitat
An weitere höhere Wesen über der Erde glaube ich nicht.


Zitat
...... unterliegt auch Mutter Erde äußeren Einflüssen



Wenn die Mutter Erde ein höheres Wesen ist, müßte man auch Vernunft oder Verstand bei ihr nachweisen können. Leidet die Erde Schmerzen, kann sie unterscheiden zwischen Gut und Böse? Oder macht sie die Flut um die Sünden der Menschen zu bestrafen? Ist es nicht so, dass wir Menschen uns selbst verletzen, wenn wir die Erde verletzen. Der menschliche Körper bzw. der tierische Körper wird doch wieder zu Erde. Er ist doch aus ihr gemacht. Die Erde war früher da als der Mensch. Sie war objektive Realität.

Gruß Jonathan

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RE: Welche Richtung??

#9 von Knegel , 08.01.2013 22:48

Ein Mensch ist für dessen Zellen und Symbionten auch ein höheres Wesen, dennoch hat der Mensch selten direkten Einfluß auf jedes einzelne Mitglied des Sytems. Obgleich die Tendenz besteht das der Mensch alle seine Einzelteile liebt, kennt er nicht mal alle und da sind ja auch immer wieder Bestandteile die vom Immunsytem auch unberechtigt bekämpft werden.
Wieso sollte es bei der Erde anders sein?
Wenn eine menschliche Mutter ein Baby bekommt, dann bekommt sie doch auch nicht jede Zellveränderung am Baby mit, auch wird das Baby oftmals gestoßen und gedrückt, trotzde kann man wohl sagen, daß die meisten Mütter ihr Baby lieben. Warum sollte es bei Mutter Erde anders sein?
Ich halte Mutter Erde nicht für allwissend oder allmächtig, aber ich glaube an ihre Zuneigung.
Vieleicht ist es deshalb sinnvoller mit Bäumen und Tieren zu reden, wenn man Hilfe braucht, weil diese einem näher stehen und besser hören.

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RE: Welche Richtung??

#10 von Jonathan , 09.01.2013 20:57

Knegel hat geschrieben:

Zitat
Vielleicht ist es deshalb sinnvoller mit Bäumen und Tieren zu reden



Da ist auch was wahres dran, aber der Grund ist aus meiner Sicht ein anderer. Bäume und Tiere waren schon vor dem Menschen da. Sie können den Gott bzw. die Gottheit erkennen. Der Mensch kann das nicht, er kann nur ahnen. Der Mensch soll sich nicht einbilden, dass er das höheren Wesen früher ahnt als ein Tier. Tiere haben einen heißen Draht zu dem bzw. den höheren Wesen. Man kann auch seinen Kummer in den Wald tragen. Von dort kommt Heilung. Einsamkeit bringt auch manchmal Heilung.

Gruß Jonathan

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RE: Welche Richtung??

#11 von WaldSeele , 12.01.2013 03:57

Zitat von Jonathan
Bäume und Tiere waren schon vor dem Menschen da. Sie können den Gott bzw. die Gottheit erkennen. Der Mensch kann das nicht, er kann nur ahnen. Der Mensch soll sich nicht einbilden, dass er das höheren Wesen früher ahnt als ein Tier. Tiere haben einen heißen Draht zu dem bzw. den höheren Wesen.


meiner Auffassung nach ist in jedem von uns, sowie in allen Bäumen, Mutter Erde, Tieren, Pflanzen, ALLEN Wesenheiten ein "Fünkchen" von dem enthalten, was gemeinhin als "Gott" bezeichnet wird.. ich verstehe uns alle, alle Menschen, alle Wesenheiten dieser Erde, ALLES hier auf Erden, als beseelt mit diesem so genannten Spirit, mir gefällt dafür der Ausdruck "allumfassendes Ganzes", man könnte es aber auch "Gott" nennen.. alle Götter aller Kulturen sind für mich zusammen genommen das von mir so bezeichnete "Allumfassende Ganze", das "göttliche Bewusstsein".. für mich ist das "Allumfassende Ganze" DAS, woraus wir hervor gehen & in das unsere Seele mit der Transformation durchs Sterben wieder eingeht.. dort verweilt und wiedergeboren wird.. dieses "Fünkchen" verstehe ich als unsere jeweilige Seele.. wir SIND also dieses "Allumfassende Ganze", meines Empfindens nach.. unabhängig davon, ob wir uns dessen bewusst werden und daran arbeiten, die 'ihm' eigenen Aspekte in uns und unserem Alltag & unserer Spiritualität zu leben.. jedoch sind wir zugleich auch Individuen in unseren jeweiligen Leben & mit unseren ur~eigenen Erfahrungen & Problemen darinnen mit einem sterblichen physischen Körper und einem ätherischen Leib sowie unserer unsterblichen Seele..

zur Eingangsfrage:

Zitat von Knegel

Ich bin(momentan) eigentlich nur von der Erde als höheres Wesen überzeugt. Ich sehe die Erde wie einen großen Organismus von dem wir ein Teil sind. [...]
Ich hoffe das wir (als Menschheit) langsam erwachsen werden und aufhören Mutter Erde so zu drangsalieren. Da ich die Erde als komplettes Wesen sehe glaube ich, daß die anderen Lebewesen unsere halb Brüder und Schwestern sind.


das hast Du schön beschrieben.. so in der Art fühle ich es! .. die Erde ist meine Mutter, ganz klar!.. mit ihr bin ich verbunden, im wahrsten Sinne, genauso wie mit Vater Kosmos.. Großvater Sonne, Großmutter Mond.. Brüder und Schwestern sind ALLE Wesenheiten, Menschen, Pflanzen, Tiere, Steine, Bäume, alle Elemente, die auf diesem lebenden Organismus Erde mit uns leben.. so fühl ich es!

Zitat
Ich glaube, daß uns Bäume und gewisse Orte Kraft geben können und an Energiefelder , wobei ich nur Erfahrung mit Bäumen habe, wobei ich natürlich "nur" aus dem Gefühl heraus berichten kann, beweisen geht nicht.


brauchst Du auch nicht!.. hier versteht Dich - glaub ich - jeder .. wir alle haben solche Erfahrungen gemacht und wir alle können sie nicht beweisen und brauchen es auch nicht.. es reicht, wenn dies für Dich - so wie für mich - STIMMIG ist.. man muss nicht alles mit Quellen und wissenschaftlichen Belegen nachweisen können! dies ist ja grade beim naturspirituellen "Glauben" - ich nenn es lieber "WISSEN", denn es IST "altes Wissen" - die Essenz, dass es sich entfernt von dem mit Gerätschaften messbaren, sich entfernt vom mechanistischen Weltbild sowie dem Materialismus! .. Und ich weiß, dass es in meinem Leben anwesend IST. Dafür brauch ich keine Beweise! .. mir reicht, dass ich WEIß, dass es für mich so IST.

Im Übrigen hab ich für meine Erkenntnisse, wie & was die Welt ist, was Seele und was "das Göttliche" ist sowie im Allgemeinen für meine ur~eigene Weise die Welt WAHR zu nehmen und zu verstehen, bis heute keinen eindeutig stimmigen Namen gefunden, ich brauch dafür keine "Schublade", brauche mittlerweile nicht mal mehr Andere, die es genauso empfinden wie ich. Für mich isses, wie's IST.. das reicht mir

lieber Gruß

 
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RE: Welche Richtung??

#12 von Jonathan , 12.01.2013 21:08

WaldSeele schreibt:

Zitat
ich verstehe uns alle


Du hast schön geschrieben und es ist auch viel Wahrheit darin erhalten. Aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass Du dem Bösen zu wenig Beachtung schenkst. Ich hab schon paar Mal geschrieben, dass der menschliche Geist mit Macht- und Besitzstreben versucht wird. Das Böse steckt in uns, bzw. die Sünde wird vererbt. Wir geben sie weiter ohne das wir es manchmal bemerken. Wir sind eindimensional, aber die Sünde ist zweidemensional. Wir müssen anhalten und warten bis der Schwerlasttransport vorüber ist. Manchmal wissen wir auch den Weg nicht und müssen auf jemanden warten der uns den Weg zeigt. Die Entwicklung ist keine Rennbahn, die wieder dort anfängt wo sie aufhört. Alles wird neu, aber anders wie wir denken. Harte Brocken müssen wir kauen.

Gruß Jonathan

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RE: Welche Richtung??

#13 von Knegel , 16.01.2013 20:44

Hi Waldseele,

schön zu wissen, daß Du es ähnlich siehst wie ich. Mich interessiert der Name der Richtung eigentlich nur, weil ich dachte Gleichgesinnte finden zu können. Es gibt ja auch verschiedene Druidenrichtungen, Glaube an verschiedene Götter etc., ansonsten ist mir ein Name nicht wichtig, Naturreligion reicht mir vollkommen.

Hi Jonathan,

Macht und Besitzstreben sind völlig normal in der Natur, auch bei Tieren. Ein Hirsch kämpft um die Hirschkühe, viele Tiere haben ein Revier und verteidigen es bis zum Tode.
Macht und Besitzstreben sind logisches Resultat aus den Urmotivationen Überleben bei einer möglichst hohen Lebensqualität.
In der gleichgewichtigen Natur wird dieses Bestreben durch andere Tiere, Pflanzen etc so eingeschränkt, daß alles scheinbar maßvoll ist. Wenn in einem funktionierendem Ökosystem plötzlich ein Kettenglied wegfällt(durch andere Temperaturen, Meteoriteneinschlag, Vulkane, Krankheit bzw Evolution), dann zeigt sich die angeborene Maßlosigkeit, bis hin zur vollen Zerstörung des alten Systems, oder bis ein abgewandeltes System wieder in balance gerät.
Der Mensch ist ein Tier welches einen Evolutionssprung hinter sich hat, welcher das Tier Mensch allen anderen Lebewesen überlegen macht. Die Intelligenz macht uns überlegen, gibt uns aber auch die Möglichkeit zu verstehen, daß wir uns selber schaden, wenn wir nicht maßvoll leben.
Vor erst ca. 5-10000 Jahren hat der Mensch angefangen die Natur nach seinem gutdünken zu gestalten. Andere Tiere taten und tun das auch, nur können sich wenige an so viele Lebensräume anpassen.
Ich denke nicht, daß wir so extrem besonders sind. Besonders ist, daß weil wir keine ebenbürtigen natürlichen Feinde haben und Allesfresser sind, dadurch sind wir in der Lage uns überall stark auszudehnen. Der Urinstinkt(nicht zu verwechseln mit Urin stinkt ) "Überleben" läst uns in der "Not" auch offensichtlich langfristig schlechte Dinge tun(Regenwaldabholzung, Grundwasserabsenkung durch Brunnenbohren etc etc).
Viele Krankheitserreger haben ein ähnliches verhalten. Sie töten den Wirt bis sie selber sterben.
Ein großer Teil der Europäischen Bevölkerung ist z.B. an der Pest gestorben. Die meisten Indianer sind an verschiedenen Krankheiten gestorben. Die Bienen wurden gerade in den letzten Jahren extrem Dezimiert.
Die Menschheit ist ein sehr junges, wenn auch extremes Spiel der Evolution. Wie immer bei Veränderungen in einem System passiert ein Ungleichgewicht, welches sich erst Ausgleichen muß, bis das (nun neue)System wieder stabiel funktioniert. Das auftauchen der Menschheit ist wohl mit dem Kometeneinschlag, welcher wohl die Dinos auslöschte, zu vergleichen. Nur daß wir aus der Erde selbst kommen, also Kinder der Erde sind. Die Erde bzw das Leben wird uns überleben, da bin ich sicher.
Ob das Böse in uns steckt oder vererbt wird weiß ich nicht, was heute als böse gilt kann morgen schon als gut gelten. Früher galt es als gut bzw notwendig Kinder zu züchtigen, heute ist es böse, bzw gilt als nicht notwendig. Vielleicht wird bald erkannt, daß es doch notwendig ist? Wer weiß das schon? Früher (bei manchen alten Völkern/Kelten/Germanen) war es normal, daß sich die Hausherrin des Gastes sexuel angenommen hat(wenn sie wollte), heute zählt sowas als böse.
Homosexualität galt und gilt vielerorts als böse, anderer Orts nicht. Was ist gut und böse??
Ist es böse Nachbarn zu töten die mich bzw meinen Clan einschränken?? Dann sind ja fast alle Tiere und Pflanzen böse.
Für mich gibt es nur ein richtig oder flasch, nicht böse oder gut. Dinge die dem Leben und Überleben von mir, meiner Familie, meiner Gruppe, meiner Gattung meines Planeten entgegengerichtet sind sind falsch, dinge die das Überleben und Leben sichern sind richtig.
Eine Tat die also jemandem oder etwas die Lebensqualität unverhältnismäßig vermindert oder das Leben unverhältnismäßig verkürzt ist falsch, ausgenommen sind Taten die das Überleben sichern.
Unverhältnismäßig ist natürlich relativ. Aber eingrenzen kann man es wohl mit diesem Satz: "Wenn es nicht ums überleben geht, tue keinem was Du selbst nicht willst".

Also muß ich mir nur immer auf das was ich gerade vor habe die Frage stellen: Will ich das jemand oder etwas anderes das Selbe tut??

Das Problem sind wohl stark gestörte bzw traumatisierte und dadurch oft nicht selbstbestimmte unlogische Menschen, von denen es wohl mehr gibt als selbstbestimmte Menschen, die meistens das tun was sie für richtig halten. Hier scheint es wirklich oft so, daß Opfer Täter schaffen und damit das "Böse" "vererbt" bzw weitergegeben wird. Diese Ketten der Traumatas zu identifizieren und die Betroffenen zu therapieren und dadurch die Kette zu beenden würde wohl ne Menge bringen. Ähnliches gilt für Ketten der Unvernunft, also des vererbten/weitergegebenen Fehlverhaltens in Bezug aufs Überleben im oben beschriebenen Sinne(nicht nur bezogen auf persöhnliche Überleben). Hier können allgemeinbildende Schulen viel bringen, wenn der Lehrstoff die globale Genesung im Auge hat. Auch und gerade das Internet sehe ich als unglaubliche Hilfe, bei der Verbreitung von Ideen ohne Verfälschung.

Gibts denn in der nähe von Hannover gleichgesinnte??

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RE: Welche Richtung??

#14 von Jonathan , 18.01.2013 19:49

Knegel schreibt:

Zitat
Der Mensch ist ein Tier welches einen Evolutionssprung hinter sich hat,



1.Der Umgang mit dem Feuer unterscheidet den Mensch vom Tier.
2."Der Mensch nennt's Vernunft und gebraucht's allein, tierischer als jedes Tier zu sein" (Goethe).
3.Kain erschlug seinen Bruder, weil ihm die Anerkennung versagt blieb. Ehemalige Schüler töteten Lehrer und Schüler, weil ihr Selbstwertgefühl ganz unten war.
zu Menschwerdung
4.Es entwickelt sich im Universum ein Teil vom Niederen zum Höheren (auf Kosten von Entropie).
Im Alten Testament steht schon, dass die Tiere vor dem Menschen da waren. Danach sprach Gott: "Lasst uns Menschen machen." Mit "uns" kann er doch nur gemeint haben - wer schon vorher da war. Und das waren Er und die Tiere. Also ist der Mensch aus christlicher Sicht nur zu einem Teil aus dem Tier.

Knegel schreibt:

Zitat
Ob das Böse in uns steckt oder vererbt wird weiß ich nicht



5.Das Böse steckt doch nicht von Geburt an in uns. Es wird durch Erziehung von den Eltern oder Gesellschaft in uns hineingetragen (vererbt im übertragenen Sinne) und das meistens, ohne dass wir es merken.

Knegel schreibt:

Zitat
Für mich gibt es nur ein richtig oder falsch, nicht böse oder gut.



6.Richtig und Falsch, das ist Wissenschaft die sich in der Praxis beweisen lässt. Genau wie Null und Eins.
Gut und Böse bestimmen die Menschen bzw. die 10 Gebote. Es sind Erfahrungswerte.

In den letzen 15 Zeilen von Knegel denke ich ähnlich.

Gruß Jonathan

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RE: Welche Richtung??

#15 von Knegel , 18.01.2013 21:06

Hi,

Vielleicht sprach Gott ja mit seinen Söhnen, Jesus und Lucifer, als er "wir" sagte.
Zwischen den verschiedenen Tierarten finden sich wesntlich größere Abstände als zwischen den hochentwickelten Tieren und dem Menschen. Genausogut könnte in der Bibel stehen: Erst schufen wir die Tiere und dann die Pferde und dann die Menschen und dann die Hunde und dann die Killerbiene und dann die Pest etc etc.
Der Mensch von heute ist auch nicht mehr der Selbe wie vor 30.000 Jahren. Wir haben z.B. inzwischen einen weit größeren Kopf.
Die Bibel und viele andere ähnlich alte Schriften wurden zu einer Zeit verfast, als der Mensch sich seiner herrausragenden Fähigkeiten bewust geworden ist, dieses hat die Idee der speziellen Schöpfung nach sich gezogen, aber bei weitem nicht übetal auf der Welt. Oft dachte man, das nur Menschen ein Bewustsein haben, inzwischen ist aber klar, daß, wenn auch wenige, einige Tierarten sich selbst reflektieren können.
Es ist auch bekannt das mindestens drei verschiedne Menschenarten parallel nebeneinander gelebt haben, von der nur wir überlebt haben. Also drei verschiedene Tiere namens Mensch. Und manche Tiere haben sich erst nach dem Menschen zu dem Entwickelt was sie sind.

Auch ist Vernunft nicht dem Menschen vorbehalten. Es gibt z.B. kluge und weniger kluge Hunde. Hiermit meine ich nicht die Gelehrigkeit, sondern den Einfallsreichtum wenn es ums erreichen von Zielen geht.

Richtig und Falsch ergeben sich aus der den Urmotivationen Überleben und Lebensqualität.
Alles was das Überleben mit einer akzeptablen Lebensqualität sichert ist richtig, alles andere ist Falsch. Das hat nichts mit Wissenschaft zu tun, ist aber auf Grund unserer Unwissenheit und Beschränktheit tatsächlich erst aus der Zukunft zu beurteilen.

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