RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#91 von Jonathan , 08.02.2013 21:33

Pali schreibt am 07.02.2013:

Zitat
Wenn jemand beispielsweise an eine göttliche Kraft ausserhalb von sich glaubt, die auf ihn einwirkt/straft/belohnt, ......


Das letzte liest sich so wie die Erziehung mit Zuckerbrot und Peitsche. Dabei nimmt sich der Mensch einfach die Freiheit ein höheres Wesen zu vermuten, weil er Erfahrungen gemacht hat. Wem natürlich nichts als Gast auf der Erde auffällt, dem fällt auch kein höheres Wesen ein. Der bleibt auf seinem Erfahrungsniveau oder was er von anderen kopiert hat, sitzen. Aber er sollte sich zumindestens bemühen, oder die Notwendigkeit einsehen, wissenschaftlich an eine Erlebnisverarbeitung zu gehen. Eine göttliche Kraft kann (logischerweise) auch nur denjenigen strafen oder belohnen, der die göttliche Kraft bzw. ihre Existenz selber ahnt (bei anderen ist es umsonst).
Aber wir können die göttliche Kraft nicht begreifen und erkennen. Wir ahnen nur, dass sie da ist. Also können wir auch nur ahnen, dass sie uns straft oder belohnt. Wenn sie uns straft, läßt sie uns z.B. im Lotto gewinnen. Belohnung ist Freude an kleinen Dingen. "Eine göttliche Kraft ausserhalb?" Göttliche Kräfte sind meiner Meinung "Innen und Außen". Wir können sie benutzen wenn wir an sie glauben. Denn wir haben ja alle einen unsterblichen Teil vom göttlichen Wesen (aus meiner Sicht). Nur sollten wir sparsam mit ihr und zu bewahrenden Zwecken umgehen. Probiert es einfach aus. Bei positiver Erfahrung bitte keine Details weitergeben, sonst kann das nur ein einmaliges Geschenk sein.

Gruß Jonathan

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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#92 von freyja , 08.02.2013 22:04

Zitat von Jonathan
Denn wir haben ja alle einen unsterblichen Teil vom göttlichen Wesen (aus meiner Sicht). Nur sollten wir sparsam mit ihr und zu bewahrenden Zwecken umgehen. Probiert es einfach aus. Bei positiver Erfahrung bitte keine Details weitergeben, sonst kann das nur ein einmaliges Geschenk sein.


wie bitte ? - eines der wichtigsten Erfahrungen für mich, ist es, dass die göttliche Kraft umso stärker fliesst, je mehr ich sie gebrauche ( natürlich nicht, um mir ein Erleuchtungslächeln auf ein Steinherz zu malen, oder vielleicht doch...aber wer bin ich denn, so was ein teilen zu wollen!?)
Gott oder ein göttliches Wesen oder unser göttliches Selbst kennt keine Notwendigkeit, da es keinen Mangel hat.
Dass wir Bedürfnisse haben, nach Gemeinschaft, Freiheit, geistige Nahrung oder Anerkennung ist eine notwendige Grundkenntnis, eine Innensicht, die mit Selbstliebe einhergeht, damit sie wirklich zur Wende wird. Ich versuche sowenig als möglich zu polarisieren, auch wenn es paradox ist, denn wir leben in einer solchen WElt. Aber warum sollte ich das noch weiter ausführen, damit verhafte ich nur weiter in derselben.
Der Sünde-und Strafebegriff dienst mMn dazu, Menschen genau dort zu halten, klein, sich selbst schuldig zu fühlen oder sich mit anderen ständig nur zu konkurrieren, abwertend zu verhalten, zu beschimpfen, Scham zu empfinden, wenn es wieder allzu menschlich zu geht etc. Dies zu reflektieren, zu erkennen, ist eine echte NotWendigkeit für mich.

 
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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#93 von Pali , 08.02.2013 22:37

@ Jonathan: Es wäre super, wenn du den Satz komplett zitierst. Ich verstehe deinen Kommentar mit Zuckerbrot und Peitsche nicht.
Im Kontext zu dem von dir zitierten Satz ging es darum, dass die Sichtweise des/der einzelnen sehr unterschiedlich sein kann und damit auch die Sicht auf "Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit".

Jonathan, in welchem Zusammenhang siehst du deinen Kommentar vom Fr 8. Feb 2013, 21:33 zum Thread-Thema?

 
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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#94 von Jonathan , 10.02.2013 19:18

freyja schrieb am Fr 8. Feb 2013:

Zitat
...., darum erkläre mir erstmal bitte deinen reichlich benutzten begriff: "Sünde"....


Den Begriff "Sünde" benutze ich oft. Am besten ist aus meiner Sicht, dass man sich eine Eselsbrücke baut. Ich denke an den Begriff "Ge-sund". Z.B. alles was die Erde krank macht ist für mich Sünde. Beispiele sind Abholzung der Urwälder oder Verseuchung von fruchtbaren Land in Afrika durch unsachgemäße Erdölförderung. Wenn sich Menschen dagegen wehren, kann das ihr Todesurteil bedeuten.
Auch unsere Böden werden mit Werkzeugen bearbeitet und alles aus ihnen rausgeholt. Kain war ein Ackersmann, Abel war ein Schäfer (aus dem Alten Testament). Wir essen aber das Brot von Kains Acker. Wir sind diejenigen, die unsere Erde krank machen. Wir sind Sünder.
Wenn sich Menschen lieben, dann können sie sich riechen. Die Natur hat es so eingerichtet, dass sich die Gene suchen. Bei einer anonymen Samenspende ist das nicht möglich. Sie ist gegen die Natur gerichtet, also nach meiner obigen Erklärung Sünde. Da die Menschen aber auch unbewußt Sünden begehen, muß es jemanden geben der ihnen die Wahrheit zeigt. Für Christen ist das Jesus. Er ist der Gesundmacher.

Gruß Jonathan

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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#95 von Pali , 10.02.2013 20:00

o.k. und was hat das mit dem Thread-Thema "Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit" zu tun?

 
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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#96 von Fingayin , 10.02.2013 21:45

Schraub mal ne Nummer zurück,Pali.
Sonst kann ich mir vorstellen das du bald mit Dir selber diskutieren mußt...

 
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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#97 von Pali , 10.02.2013 22:10

weil es mich interessiert, was Jonathans Mitteilung bezüglich "Sünde" mit dem Thread Thema zu tun hat?

 
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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#98 von Fingayin , 11.02.2013 03:20

...allgemein...

 
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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#99 von Jonathan , 11.02.2013 18:39

Pali schreibt:

Zitat
Jonathan, in welchem Zusammenhang siehst du deinen Kommentar vom Fr 8. Feb

2013, 21:33 zum Thread-Thema?



Meiner Meinung hat die Sünde mit dem Eigangsthema etwas zu tun.
Folgende (mathematisierte) Erklärung:

"NOTWENDIGKEIT" = BEWAHRUNG DER SCHÖPFUNG

NICHT---"EINSICHT" = SÜNDE


"FREIHEIT"+GNADE = GESCHENKE VOM URHEBER DER SCHÖPFUNG

Gruß Jonathan

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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#100 von Jonathan , 11.02.2013 18:44

Pali schreibt:

Zitat
@ Jonathan: Es wäre super, wenn du den Satz komplett zitierst. Ich verstehe deinen
Kommentar mit Zuckerbrot und Peitsche nicht. Im Kontext zu dem von dir zitierten Satz ging es darum, dass die Sichtweise des/der einzelnen sehr unterschiedlich sein kann und damit auch die Sicht auf "Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit".


Meiner Meinung hat der Zusatz "ausserhalb" mit den Verbindungen "einwirkt/straft/belohnt" etwas Schulähnlichkeit. Göttliche Kräfte wirken Außen und Innen.

Gruß Jonathan

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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#101 von Pali , 11.02.2013 19:01

Ach, jetzt verstehe ich. Dazu eine kurze Erinnerung aus meinem Leben. Wir hatten vor einiger Zeit Besuch von einem evangelischen Pfarrer, den ich sehr mochte. Ein wirklich netter Mensch. Irgendwie kam das Gespräch auf Gott und wie er ihn sich vorstellt. Er erklärte mir, Gott sei wie ein Elektriker, die Menschen wie der Stromkreislauf. Weil mir diese Sichtweise seltsam fremd vorkam, fragte ich nochmals nach, ob er denn Gott von den Menschen losgelöst sehen würde. Worauf ich ein "ja natürlich" erhielt. Er teilte mir auch mit, dass Gott sonst nicht strafen,massregelnd eingreifen und richten könne.
Diese Erinnerung war Basis für das "ausserhalb". Es gibt auch Menschen, die anders denken als ich, diese wollte ich mit der Formulierung genauso achten wie meine eigene Sicht.

 
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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#102 von freyja , 11.02.2013 22:10

wie gesagt, die Idee der Sünde ist für mich ein Konzept zur Unterdrückung genau der Einsichten und WEiterbildung dessen, was wir hier göttliches Wesen in uns selbst formulieren....und zwar von den mächtigen patriarchischen Großreligionskonzernen der letzten vielleicht 5000 Jahre ....
ich habe im Sünde- und Schuldkontext reichlich Machtprojektionen, Erkrankungen, völlige Fehlentscheidungen, Angst, Schmerz, Familientragödien, und ...und....eben absolute Unfreiheiten kennengelernt.
damit kann ich echt nix Freies oder gar Göttliches assoziieren, ausser wir befreien uns von der selbigen - uff

 
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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#103 von greenman , 14.02.2013 12:42

Meine Frage an dieser Stelle lautet: Wenn Maßregelung, Strafe - oder auch Segen, Belohnung - woher kommt dieses "Eingreifen?" Von einem Gott - oder von meiner Vorstellung vom Gott?

Ich bin mittlerweile zu der Sichtweise gelangt, dass das Universum insgesamt und dessen Einzelteile, von der Galaxie bis runter zum Einzeller, nicht gut oder böse ist, sondern einfach SO ist, wie es ist. Auch die Interaktionen, die im Universum stattfinden, sind weder gut noch böse; allerdings haben sie Folgen. Manche Folgen sind für mich persönlich (oder für uns als Menschheit) unangenehm: z.B. Abholzen der Alpenhänge mit der Folge Lawinwentote.

Solche kausale Zusammenhänge kann ich als Naturgesetzt einordnen und daraus lernen, dass ich das Abholzen lassen sollte, wenn ich sicher in einer schönen alpinen Landschaft leben will.
Ein christlicher Fundamentalist mag das anders ausdrücken: Die Lawinentote sind Gottes Strafe für die Sünde der ökologischen Verantwortungslosigkeit, bzw Gottes Mahnung, solches zu unterlassen.

So lässt sich menschliches Verhalten unterteilen in Aktivitäten, die (für uns) unangenehme Folgen haben und solche mit neutralen oder angenehmen Folgen. Ob Umwelt-"Sünden" als unangepasstes Verhalten, das das kosmische Gleichgewicht unseres Lebenraumes beinträchtigt, oder als strafbares Ungehorsam Gott gegenüber bezeichnen, ist doch einerlei. Der eine versteht es besser so, der andere so.

Fakt ist, manche unserer Aktionen ziehen für uns unangenehme Folgen - also Strafen - nach sich. Ob der Strafende nun die Natur oder die Geschichte oder Gott heißt, ist lediglich eine Frage der gewählten Metafer, oder?

Blessings,
Greenman

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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#104 von Pali , 14.02.2013 14:21

Zitat von greenman
Ich bin mittlerweile zu der Sichtweise gelangt, dass das Universum insgesamt und dessen Einzelteile, von der Galaxie bis runter zum Einzeller, nicht gut oder böse ist, sondern einfach SO ist, wie es ist. Auch die Interaktionen, die im Universum stattfinden, sind weder gut noch böse; allerdings haben sie Folgen.



Das sehe ich genauso und vergleiche es mit einem Mobilé. Bewegt sich an einer Stelle etwas, dann kommen auch andere Stellen in Bewegung. Je nachdem wie die Bewegungen sind, schwingen oder verknoten oder lösen sich Mobilé Teile. In der Übertragung auf das Thread-Thema könnte das bedeuten:
Meine Freiheit besteht in der Einsicht, dass meine Art zu Leben sowohl Auswirkungen auf mich als auch auf mein Umfeld hat. Möchte ich in Harmonie leben, gehe ich achtsam mit mir um. Mein Handeln ist bewusst in der Erkenntnis was not-wendig ist um mich und mein Umfeld in Harmonie zu halten. (not-wendig im Sinne von Ausweichen vor der Not) .... hmmmh, ob Hegel das so gemeint hat? Ich weiss es nicht, er lebt nicht mehr, ich kann ihn daher nicht fragen. Mir gefällt der Gedanke, dass es so gemeint sein könnte.

 
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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#105 von freyja , 14.02.2013 16:02

interessant bei euren Vorstellungen ist für mich, der Aspekt der inneren Macht, also SelbstverAntwortung. Wenn ich einen von mir ausserhalb und je nach Schwere der Sünde ja auch strafenden Gott als Bild habe, werde ich mir den causalen Zusammenhängen wohl kaum bewusst oder begreife, dass allein in mir dieser strafende Schuldzuweisende "Gott" herrscht. Es ist wirklich traurig, was im Namen eines strafenden Gottes oder aus ANgst vor dem selbigen passierte und immer noch geschieht auf dieser WElt, was ich euch nicht erzählen muss. Sich davon frei zu machen, ist eine grundlegende Erkenntnis, die dann auch alle anderen Konsequenzen nach sich zieht, wie natürliches Leben auf diesem Planeten in EInklang mit einer Gemeinschaft allem Lebendigen. Das ist Freiheit, wie ich sie will, verstehe und auch immer mehr lebe...how und amen.
ach und egal was Hegel jetzt genau ausdrücken wollte, so halte ich es sowieso lieber mit dem unbequemeren Sartre , der uns zur Freiheit verurteilt , da wir bewusste WEsen sind, sozusagen bestimmt die Stärke unseres Willen unsere Freiheit. Da passt ein strafender Gott, übrigens genauso wie eine Göttin, kaum dazu, zumindest seit dem wir vom Baum der Erkenntnis asen und so unseren freien Willen erstmal überhaupt kennenlernten.

 
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