RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#61 von freyja , 27.01.2013 23:35

@ Knegel : hast du schon einmal Sterbehilfe geleistet und hattest das Gefühl was "Schlechtes" getan zu haben ?
ich kann mir unter deiner Erklärung leider absolut nix vorstellen.
@Jonathan: "

Zitat von Jonathan
Du bist auf dem richtigen Weg, wenn Du diese Freiheit in die Notwendigkeit einbeziehst.

Richtig oder falsch ist eine Bewertung und hat meiner Meinung nix mit Freiheit zu tun ! - passt Freiheit deiner Meinung in die Notwendigkeit rein ?, ich denke, sie ist größer, freier, weiter, tiefer.
Dankke für den Wunsch , ich bin sicher, dass ich habe, was ich bin.

 
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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#62 von Knegel , 28.01.2013 08:22

Nö, mit Sterbehilfe hatte ich bisher glücklicherweise nix zu tun.
Aber vor der Entscheidung was zu tun war als ein Verletzter vor mir lag stand ich öfters. Ohne Wissen über erste Hilfe etc fühlte ich mich total hilflos und be/gefangen. Mit dem Wissen aus mehreren Erstehilfekursen brauche ich mich nicht entscheiden. Ich tue was ich gelernt habe, ein Gefühl von Unfreiheit kommt dann nicht auf, so lange das Gelernte für die Situation ausreicht.
Wissen, bzw Bildung und auch das extreme Gegenteil geben einem das Gefühl von Freiheit.
Wenn ich ein Problem als meines erkenne, aber die Fähigkeiten nicht groß genug, um es zu lösen, fühle ich mich unfrei.
Erkenne ich das Problem nicht, oder kann und will ich es lösen fühle ich mich frei.

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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#63 von Jonathan , 01.02.2013 12:38

Pali schreibt:

Zitat
Stell dir eine ganz normale Straßenkreuzung vor zu der du kommst. Du kannst nicht sowohl in die eine als auch zeitgleich in die andere Richtung gehen/fahren.
An welche/s Beispiel/e denkst du bei einer "sowohl - als auch Entscheidung"?



Kommt man an eine Straßenkreuzung und auf der anderen Seite steht der Arbeitgeber und winkt und ruft: "Beeil dich, ich will die letzten, dicken Bäume aus den Wald holen und verkaufen. Danach mach ich Krieg, weil ich Bodenschätze brauch." Dann hör auf Freyja, laß Dir Zeit und denk nach.
Schaust Du nach links in der Kreuzung und siehst eine Frau die abtreiben will, dann versuch sie davon abzubringen. Denn es wird ein kleines Seelchen von seiner Heimat zur Mutter Erde vom großen Chef gerufen. Es soll "Gast" auf ihr sein und in einem irdischen Körper wohnen. Aber es gehört uns nicht.
Schaust Du nach rechts in die Kreuzung und siehst einen Menschen der im Sterben liegt, dann bete mit ihm. Denn das Seelchen darf bald wieder in seine Heimat und freud sich drauf. Aber es gehört uns nicht.
Um zu wissen, zu ahnen und das richtige tun, muß man auch manchmal Freyja's Sichtweise der Dinge zu Rate ziehen. Man muß die Bereitschaft aufbringen um das höhere Wesen zu bemerken. Das kann man aber nur, wenn offen und aufmerksam nach mehreren Seiten ist und sich nicht von Macht-, Besitz- und Anerkennungsstreben treiben lässt und nicht nach links und rechts schaut. Das ist Notwendigkeit.
Liegt aber ein Mensch da, der Hilfe zum Weiterleben brauch, dann hilf ihm sofort. Um so mehr Du weist, um so besser kannst Du helfen. Diese Freiheit muß erobert werden.

Gruß Jonathan

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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#64 von Pali , 01.02.2013 12:58

@Jonathan: Danke für deine Sicht bezüglich der symbolhaften "Kreuzung".

Zitat von Jonathan
Um zu wissen, zu ahnen und das richtige tun, muß man auch manchmal Freyja's Sichtweise der Dinge zu Rate ziehen. Man muß die Bereitschaft aufbringen um das höhere Wesen zu bemerken. Das kann man aber nur, wenn offen und aufmerksam nach mehreren Seiten ist und sich nicht von Macht-, Besitz- und Anerkennungsstreben treiben lässt und nicht nach links und rechts schaut. Das ist Notwendigkeit.


Als ich deine Zeilen las, kamen mir spontan folgende Gedanken:
- Wer definiert, was "richtig" ist? Beispiel: Frau, die abtreiben möchte und deine Einstellung dazu. Ist es nicht die Entscheidung der Frau und die der beiden Seelen (Mutter und Kind), die vor der Bewertung beachtet werden sollten? Vielleicht entschieden sich beide genau für diesen Erfahrungsweg und haben beide ihre berechtigten Gründe?
- "'Man' muss die Bereitschaft aufbringen um das höhre Wesen zu bemerken."Implizierst du damit, dass jemand, der eine Richtung wählt, sich keine Gedanken macht/individuelle Gefühle unbeachtet lässt?
- "Das kann man aber nur, wenn offen und aufmerksam nach mehreren Seiten ist und sich nicht von Macht-, Besitz- und Anerkennungsstreben treiben lässt und nicht nach links und rechts schaut." Hmmh, wie siehst du den Kontext mit dem ganz normalen Lebenserwerb?
- mit dem letzten Satz habe ich Verständnisprobleme. Was ist für dich Notwendigkeit? Nur wer nicht nach links und rechts schaut, sondern offen und aufmerksam nach mehreren Seiten kann das
"höhere Wesen" bemerken? Was ist das höhere Wesen für dich und wie funktioniert das perspektivische Sehen, wenn du rechts und links ausnimmst?
-"Liegt aber ein Mensch da, der Hilfe zum Weiterleben brauch, dann hilf ihm sofort. Um so mehr Du weist, um so besser kannst Du helfen." Dazu folgendes Ereignis: unsere Nachbarin, seit vielen Jahren Krebskrank, litt schon lange an den Folgen der Chemotherapie. Sie hatte einen Schlaganfall, der sehr schnell anwesende Rettungsdienst konnte sie reanimieren. Während der Fahrt ins Krankenhaus kippte sie mehrfach ins Koma. Jedes Mal wurde sie reanimiert. Danach lebte die noch relativ junge Frau knappe drei Wochen, bis sie endlich von den Ärzten nicht mehr reanimiert wurde. Die Hirnschäden waren in der Zwischenzeit so groß, dass sie hätte nur noch mit Atmungsgeräten und künstlicher Ernährung überleben können. Sie hinterlies einen 20jährigen Sohn, der seit dem Tod der Mutter regelrecht aufblüht. Er hatte ihre Versorgung hauptverantwortlich seit dem 13. Lebensjahr übernommen gehabt, zwar im letzten Jahr mit einer Familienhelferin, dennoch finde ich das richtig heftig. Die Familie wollte keine Unterstützung von außen.

Ich vertrete die Ansicht: Wenn wir nur das Wohlergehen des Manifestierten in Betracht ziehen, ohne an die Gesundheit des ihm zugrundeliegenden Unterstützungssystems zu denken, dann können wir leicht Irrtümern unterliegen.

Herzlichst, Pali

 
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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#65 von Jonathan , 01.02.2013 20:13

Pali schreibt:

Zitat
Ist es nicht die Entscheidung der Frau ?


Es gibt Gründe für einen Abruch, wenn es die Not gebietet.
Nach meiner Meinung gehört uns weder der Ehepartner, die Kinder oder ein anderer Mensch. Daraus folgt alles andere. Wir können sie nicht als unser Eigentum betrachten und mit ihnen machen was wir wollen. Das betrifft auch das Geborenwerden und das Sterben.

"Der Mensch gibt ebenso schwer eine Furcht auf als eine Hoffnung." (von Otto Ludwig)

Pali schreibt:

Zitat
Was ist das höhere Wesen für dich ....


Es ist das Wesen was Himmel und Erde gemacht hat. Das höhere Wesen bemerken können Tiere besser als die Menschen. Bemerken ist der falsche Ausdruck den ich gewählt habe, ahnen wäre besser gewesen.

Jonathan schreibt:

Zitat
Das kann man aber nur, wenn offen und aufmerksam nach mehreren Seiten ist und sich nicht von Macht-, Besitz- und Anerkennungsstreben treiben lässt und nicht nach links und rechts schaut.


Besser ist: "Das kann man aber nur, wenn offen und aufmerksam nach mehreren Seiten ist und sich nicht von Macht-, Besitz- und Anerkennungsstreben treiben lässt."

Gruß Jonathan

Jonathan  
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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#66 von greenman , 04.02.2013 17:34

Zitat von Jonathan

Liegt aber ein Mensch da, der Hilfe zum Weiterleben brauch, dann hilf ihm sofort. Um so mehr Du weist, um so besser kannst Du helfen. Diese Freiheit muß erobert werden.



Jonathan,
Klingt irgendwie logisch: "Um so mehr du weißt, umso besser ..."

Aber wie viel kann man in einer Situation wissen? Teilwissen ist immer gefährlich, egal ob man einen Großteil oder einen kleinen Teil des relevanten Wissens besitzt!

Und im Hinblick auf Palis Beispiel von der reanimierten, krebskranken Schlaganfallpatientin:
Welches Wissen ist überhaupt relevant? Das Wissen, wie man einen Patienten reanimiert? Das Wissen, wie man am schnellsten einen Rettungswagen organisiert?
Oder vielleicht eher das Wissen über den seelischen Zustand des Patienten, z.B. darüber, ob er vielleicht schon mit seinem Leben abgerechnet hat und nun der Erlösung vom Leid entgegen strebt? Oder darüber, was oder wer diesen Menschen nach seiner Wiederbelebung erwartet?
Oder das Wissen, dass ich nicht genug weiß, um sinnvoll eingreifen zu können? Letzteres geht schon in Richtung "Weisheit", und Wissen - und erst recht Teilwissen - ohne Weisheit ist nie genug!

Gerade wenn es um Menschenleben geht, müsste man so-o-o viel wissen, um wirklich helfen zu können. Ich möchte es so sagen: so viel weiß nur Gott. (Das habe ich jetzt christlich ausgedrückt, aber andere Ausdrucksweisen treffen sinngemäß genauso zu.)

Blessings,
Greenman

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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#67 von Pali , 04.02.2013 18:02

Hallo Greenman, Danke für deinen Kommentar. Das sehe ich genauso.

Hallo Jonathan und alle anderen: Was hat das Wissen mit dem Thread "Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit" zu tun?

 
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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#68 von Gelöschtes Mitglied , 05.02.2013 06:46

Zitat von greenman

Gerade wenn es um Menschenleben geht, müsste man so-o-o viel wissen, um wirklich helfen zu können. Ich möchte es so sagen: so viel weiß nur Gott. (Das habe ich jetzt christlich ausgedrückt, aber andere Ausdrucksweisen treffen sinngemäß genauso zu.)


Der allwissende Gott - der dumme Mensch.
Nein, Nein, Nein. Diese Polarität mag ich nicht.
Das ist eine NOTWENDIGKEIT für die ich keine EINSICHT habe - ich fühle mich hierbei nicht frei



Zitat von Pali

Hallo Jonathan und alle anderen: Was hat das Wissen mit dem Thread "Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit" zu tun?


Ich meine aus den Beträgen herausgelesen zu haben, dass
die NOTWENDIGKEIT Wissen
und die EINSICHT diese zu maximieren
ein indivituelles Gefühl der FREIHEIT vermitteln kann.


RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#69 von freyja , 05.02.2013 13:31

das mit der Sterbehilfe sehe ich auch sehr kritisch, dies als Notwendigkeit in EInsicht, um mehr zu wissen, um die Freiheit zu erlangen oder Ähnlichem in Zusammenhang zu bringen....
Ich machte vor kurzem Sterbebegleitung und Betreuung der Angehörigen bei einem tragischen Unfall, alles war dabei: auch Reanimierungswahnsinn und Hilflosigkeit toll ausgebildeter EInsatzfachleute , aber auch das gehört zu unserer Realität und wir werden wohl kaum uns da rein sachlich diskutierend annähern können, was da freies Handeln, maximierndes Wissen oder gar WEisheit bedeutet. Das ist in jedem Falle verschieden, je nach Person und bedarf keiner WErtung, sondern eben viel mehr reines Vertrauen und Hingabe. Und dies geht eben mit Einsicht und WEitsicht, Freyheit ist die Kunst beides gleichermassen zu erweitern.....
Das mit den ganzen extrem Beispielen: SterbeBegleitung, Unfälle aus rein wissenschaftlicher Sicht, auch Schwangerschaftsabbruch oder vorher schon einmal zitierte Pädophilie ist meiner Meinung nach, polarisiernd, schafft mehr Fronten, als dass einfühlsames Erweitern der Einsicht durch diese Diskussion hier gefördert wäre. Für mich zeigt das deutlich den einschränkenden Charakter von Bewertungen, Einschätzen von Entscheidungen in gut und schlecht und die entweder-oder Strategiemuster von Schuld- und Sühnekonzepten. Das hat eben nix mit Erweiterung oder gar Befreiung durch EInsicht zu tun, sondern verschärft eher Nöte. Eine WEnde ist da wohl kaum in AusSicht, ausser wir decken die Projektionen auf und gehen achtvoll und aufmerksam unterstützend vor. gleich höherer Wesen (höher hier nicht als Bewertungsmassstab im Gegensatz zu gering etc. gemeint - )

 
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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#70 von Pali , 06.02.2013 08:26

@Greenman: Danke

@Freya: das sehe ich genauso. Voraussetzung zum Ablegen der Bewertungen ist aus meiner Sicht die Akzeptanz, dass alles (auch auf den ersten Blick vermeintlich negatives) seine Berechtigung hat. Erst in grösserem Zusammenhang lässt sich Verständnis für multidimensionale Zusammenhänge, frei von der Zeitdimension, entwickeln. In meinem Verständnis lösen sich dann Strategiemuster auf, Harmoniemuster werden erkennbar.
Ob das etwas mit "höheren Wesen" zu tun hat, ... das kann ich nicht sagen/schreiben. Für mich hat es etwas mit dem "Mensch sein" und der persönlichen Entwicklung zu tun. Dabei habe ich die Freiheit mich auf die Entwicklung einzulassen (oder nicht), (wenn ja) notwendiger Weise die ein und andere Sicht auf Ereignisse zu verändern und die Chance Verständnis für die Zusammenhänge zu entwickeln. Nicht immer ist etwas so wie es scheint - und nicht alles tritt an der Stelle zu Tage, an der die Ursache für individuelles Denken/Fühlen/Handeln zu finden ist.

 
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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#71 von greenman , 06.02.2013 10:36

Zitat von Branos

Zitat von greenman

Gerade wenn es um Menschenleben geht, müsste man so-o-o viel wissen, um wirklich helfen zu können. Ich möchte es so sagen: so viel weiß nur Gott.


Der allwissende Gott - der dumme Mensch.
Nein, Nein, Nein. Diese Polarität mag ich nicht.
Das ist eine NOTWENDIGKEIT für die ich keine EINSICHT habe - ich fühle mich hierbei nicht frei




Branos,
Ich glaube, hier konstruierst du eine Polarität, wo viele keine erkennen!

"Meister - Azubi" z.B. ist keine Polarität. Beide sind Handwerker, obwohl der Meister weit mehr vom Handwerk versteht, als der Azubi. Es gibt Aufgaben, die ein Azubi alleine nicht lösen kann und deshalb dem Meister vorbehalten werden - aber im Laufe der Lehre traut sich (und trauen andere, auch der Meister) dem Azubi immer mehr zu.

Zumindest das Christentum und der Buddhismus gehen davon aus, dass der Mensch nicht dumm sondern in der Lage ist, wenn auch in beschränktem Maße "Erleuchtung" bzw. Einsicht in das Wirken des Göttlichen zu erlangen. Und beide alte Religionen gehen davon aus, dass wir Menschen in einem endgültigen Lebenszustand - dem Himmel bzw. Nirvana - sogar göttergleiche Erkenntnisse erlangen können.

Im Handwerksmetafer: Im irdischen Leben sind wir auf die Rolle des staunenden, fragenden, herumprobierenden Azubis fixiert; der Tod ist unsere Meisterprüfung.

Blessings,
Greenman

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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#72 von freyja , 06.02.2013 11:36

super 2 Beiträge, finde ich, danke...,
die unterstützende MeisterInnen-Partnerschaft ist sehr liebevoll und der LehrerInnenArchetyp ist für uns alle wichtig und spannend, in uns selbst zu entdecken und zu befreien...

Zitat von Pali
und nicht alles tritt an der Stelle zu Tage, an der die Ursache für individuelles Denken/Fühlen/Handeln zu finden ist.


muss es ja auch nicht, wenn wir selbst zur Ursache werden, bzw. immer mehr Bewusstheit darüber erlangen,
Hegels Ausgangssatz müsste demnach heißen:
Freyheit ist die bewusste Einsicht, (hier und jetzt in Liebe und in Schönheit zu wirken ) selbstverantwortlich zu handeln

 
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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#73 von Pali , 06.02.2013 11:49

Wieso sollte Hegels Satz geändert werden? Er ist wie er ist und hat durch sein "so sein" bereits viele Menschen zum Denken angeregt .

Was stört an dem Wort "Notwendigkeit"? Die eigene Definition von dem was Not ist oder die Aussage-Vieldeutung des Wortes "Not-wendig-keit"?
"Not" ist eine Form des Mangels, diesen in etwas anderes wie z.B. Glück oder Fülle zu wenden, finde ich recht ansprechend. Ich habe immer die Freiheit Ereignisse in meinem Leben entsprechend meiner Erfahrung zu sehen. Ich habe auch immer die Freiheit mich selbst weiter zu entwickeln, in der Verbundenheit aller Ebenen (geistig-sprituell-materiell). Löse ich eines vom anderen, dann bin ich automatisch unfrei, weil abgehoben und nicht mehr vollständig. O.k., das ist jetzt ein bissel abstrakt. Hmmh, wie könnte es anders formuliert werden, damit das jemand, der sich mit dem mehrdimensionalen Sein noch nicht befasst hat, auch versteht?

 
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RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#74 von Gelöschtes Mitglied , 06.02.2013 15:22

Zitat von greenman

Branos,
Ich glaube, hier konstruierst du eine Polarität, wo viele keine erkennen!


Hm, mag sein.
War mein Eindruck.


Zitat von greenman

"Meister - Azubi" z.B. ist keine Polarität. Beide sind Handwerker, obwohl der Meister weit mehr vom Handwerk versteht, als der Azubi.


Beschreibt Du hier nicht eine klassiche philosophische Polarität.
Hell-Dunkel,Mann-Frau, Meister-Azubi.
Oder habe ich das Prinzip der Polarität, sich ergänzenden Gegensätze wie Yīn und Yáng, falsch verstanden?


Zitat von greenman

Im Handwerksmetafer: Im irdischen Leben sind wir auf die Rolle des staunenden, fragenden, herumprobierenden Azubis fixiert; der Tod ist unsere Meisterprüfung.


Viele andere Worte aber die Kernaussage bleibt für mich gleich.
Hier der ewige Azubi Mensch und dort der für ihn als Mensch unerreichbare Meister.


Der Tod ist für mich das Tor in ein anderes Leben um dem Göttlichen näher zu kommen - sozusgen eine Gesellenprüfung.
Ich glaube bis zur Meisterprüfung brauch ich noch einpaar Gesellenprüfungen.



Zitat von greenman

Gerade wenn es um Menschenleben geht, müsste man so-o-o viel wissen, um wirklich helfen zu können.


Wahre Wort


RE: Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit

#75 von Pali , 06.02.2013 16:40

Zitat von Branos

Viele andere Worte aber die Kernaussage bleibt für mich gleich.
Hier der ewige Azubi Mensch und dort der für ihn als Mensch unerreichbare Meister.


Verstehe ich dich richtig?: Für dich gibt es keine Verbindung zwischen allem was ist, sondern hier Mensch dort irgendwas anderes und dazwischen vielleicht noch mal was anderes. Im Stil von "alles ist losgelöst voneinander"?

 
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