Die Geschichte der Kelten

#1 von piwo , 02.09.2012 20:05

Seid gegrüsst,

gleich kommt auf swr bw eine Doku übder die Kelten

 
piwo
Beiträge: 433
Registriert am: 28.10.2010


RE: Die Geschichte der Kelten

#2 von Dolben , 03.11.2012 21:50

Hier ist eine Reportage über die Kelten.
Ob sie etwas taugt kann ich noch nicht sagen, ich habe gerade erst angefangen zu schauen:

http://www.youtube.com/watch?v=OSrGfTMYd7k

Dolben  
Dolben
Beiträge: 618
Registriert am: 30.10.2010


RE: Die Geschichte der Kelten

#3 von Dolben , 03.11.2012 23:20

bei min 48 kommen die Druiden ins Spiel. Sehr interessant

Dolben  
Dolben
Beiträge: 618
Registriert am: 30.10.2010


RE: Die Geschichte der Kelten

#4 von Lizandra , 05.11.2012 15:31

Hallo zusammen,

finde ich schon sehr interessant, was man/frau so alles findet über die Kelten.
Fasziniert bin ich gerade davon, dass wohl weder in den Adern der Iren, der Waliser oder der Schotten keltisches Blut zu fließen scheint und ich aus Süddeutschland wohl eher auf ein keltisches Erbe zurückblicken kann ...
Dies habe ich eben gefunden, schauts euch mal an...

http://interfaze.ch/Kelten.html

Gruß in die Runde...

Lizandra

Lizandra  
Lizandra
Besucher
Beiträge: 322
Registriert am: 19.01.2011


RE: Die Geschichte der Kelten

#5 von Titania , 05.11.2012 21:29

Der Beitrag in youtube ist ein bißchen langatmig... aber das sind solche Dokumentationen ja recht oft... dafür bin ich jetzt gefüllt mit Randwissen
Danke Dir für den Link... gerne mehr davon...

 
Titania
Beiträge: 224
Registriert am: 29.08.2012


RE: Die Geschichte der Kelten

#6 von Dolben , 05.11.2012 23:52

Zitat von Titania
Der Beitrag in youtube ist ein bißchen langatmig... aber das sind solche Dokumentationen ja recht oft... dafür bin ich jetzt gefüllt mit Randwissen
Danke Dir für den Link... gerne mehr davon...




Ich bin auch fast eingeschlafen . Viel oberflächliches Zeugs..

Aber den geschmückten Armreif (Halsreif) finde ich umwerfend! So genau gearbeitet und so detailliert!

Grüße D

Dolben  
Dolben
Beiträge: 618
Registriert am: 30.10.2010


RE: Die Geschichte der Kelten

#7 von greenman , 06.11.2012 11:14

Zitat von Lizandra

Fasziniert bin ich gerade davon, dass wohl weder in den Adern der Iren, der Waliser oder der Schotten keltisches Blut zu fließen scheint und ich aus Süddeutschland wohl eher auf ein keltisches Erbe zurückblicken kann ...



Merry Meet, Lizandra!

Als gebürtiger Ire mit leicht rötlichem Bart (sofern nicht ergraut!) ist mir bewusst, dass ich Vikingerblut in den Adern habe! Meine Vorfahren mütterlicherseits stammen aus Donegal, das zum Einflussgebiet der alten Norweger gehörte. Das gleiche gilt für die schottischen Hebriden, wo Leute in meinem Alter noch Gaelisch (eine eindeutig keltische Sprache) als Muttersprache sprechen und wunderbar zweisprachige Namen wie "MacPherson" (*) haben.
Aus diesem Umstand ist leicht zu erkennen, dass die sprachliche Reinheit eines Gebietes nicht notwendigerweise ein Beleg für die ethnische Reinheit ist. Mobile Männer - Krieger, Seefahrer, Händler - tragen ihr Erbgut in fremde Gebiete; deren Kinder aber lernen die Sprache und andere kulturell relevante Dinge von ihren ortsansässigen Müttern.

Das Keltentum lässt sich vielleicht einfacher einordnen, wenn man "keltisch" weniger als ethnischen und eher kulturellen Begriff betrachtet. Ein Aspekt dieser Kultur ist das Clan-System. Und ein Clan definiert sich nicht über das Geblüt sondern über die Räumlichkeit und die darin stattfindenden persönlichen Bindungen. "Blut" (neudeutsch: Ethnizität) ist eher ein Germanischer Begriff.

Blessings,
Greenman

PS. Zum Namen MacPherson:
"Per" is ein nordischer Männername. In vielen Regionen war es früher (wie heute noch in Island) üblich, den Namen des Vaters in der Genitivform mit dem Zusatz "Sohn ..." oder "Tochter ..." als Nachname zu verwenden. Hatte unser Per einen Sohn, bildete dieser das Genitiv dessen Namen: "Pers" und fügte "son" dazu: "Persson." Analog hieße die Tochter des Per "Persdottir."
Wäre dieser Per aber auf Vikingerfahrt im gaelischsprachigen Gebiet hängengeblieben und hätte dort geheiratet, so wäre die Muttersprache seiner Kinder Gaelisch. D.h. sie hätten ihren Nachnamen nicht mit dem Suffix "-son" oder "-dottir" gebildet, sondern mit dem Präfix "Mac-" bzw. "Nic-". "Per" wird nach wie vor Genitiv gebeugt, aber Gaelisch bewerkstelligt dies nicht mit der Endung "-s" sondern durch "Aspirierung" des ersten Buchstaben. Das "P" wird zu einem "F"-Laut und wird als "Ph" geschrieben, wenn man keine gaelische Schriftart zur Verfügung hat. "MacPherson" ist also doppelt-gemoppelt: Sohn von Pers Sohn.

Aus diesem Umstand ist leicht zu erkennen, dass die sprachliche Reinheit eines Gebietes nicht notwendigerweise ein Beleg für die ethnische Reinheit ist. Mobile Männer - Krieger, Seefahrer, Händler - tragen ihr Erbgut in fremde Gebiete; deren Kinder aber lernen die Sprache und andere kulturell relevante Dinge von ihren ortsansässigen Müttern.
G.

greenman  
greenman
Beiträge: 146
Registriert am: 07.08.2011


RE: Die Geschichte der Kelten

#8 von Titania , 06.11.2012 13:15

Aus der heutigen Sicht würd ich sagen, dass bestimmt fast jeder irgendwo in seinen Adern keltisches Blut fließen hat. Wer seinen Stammbaum nicht bis Christi Geburt zurückverfolgen kann, kann sich nicht sicher sein, dass nicht auch in seinen Adern keltisches Blut fließt.
Darum kann ich für mich persönlich keine sicheren Schlußfolgerungen ziehen, dass die Südländer nun ein keltisches Erbe haben und die Iren oder Schotten nicht. Mittlerweile ist es ein großes Mischmasch, zumindest wenn man es aus heutiger Sicht betrachtet.
Aber auch über die Kelten damals ist noch nicht das letzte Wort gesprochen... die Archäologie ist stetig im Wandel und es gibt immer neues zu entdecken. Und irgendwoher müssen die keltischen Kunstwerke in Irland und Schottland ja kommen...

 
Titania
Beiträge: 224
Registriert am: 29.08.2012


RE: Die Geschichte der Kelten

#9 von Lizandra , 06.11.2012 13:35

Hallo Greenman,

erstmal herzlichen Dank für die Antwort.
Du schreibst:

Das Keltentum lässt sich vielleicht einfacher einordnen, wenn man "keltisch" weniger als ethnischen und eher kulturellen Begriff betrachtet.

Wenn ich diese vielen Information über das heutiges Wissen über die Kelten recht verstanden habe, waren sie ein Volk, das aus verschiedenen Stämmen bestand, in Mitteleuropa lebte und wahrscheinlich eine ähnlich Sprache hatte. Allerdings - und das wissen wir ja alle - haben uns doch die Kelten keinerlei schriftliche Überlieferungen hinterlassen. Das heißt doch aber, das wir gar nicht wissen, wie sie sprachen. Was also Keltisch ist.

Und da waren ja auch noch die Pikten und die Skyten, die in Großbritannien und Schottland lebten und anscheinend auch Druiden hatten. Warum definiert man sich also dann nicht als skytisch oder piktisch? Die Skyten lebten ja in Schottland, soweit ich weiß.

Ich habe den Eindruck, sich keltisch zu nennen wird verbunden mit etwas besonders Edlem und Weisen und Mystischen. Es erinnert mich manchmal an die naive Vorstellung vom edlen Wilden, die mit der Realität wenig zu tun hat. Da wir so wenig über die Kelten wissen, eignen sie sich natürlich auch als Projektionsfläche unserer Sehnsüchte.
Versteh mich bitte nicht falsch, ich möchte hier nicht verurteilen, ich habe selbst auch solche Sehnsüchte wie: Weisheit, Naturbeseeltheit, Naturverbundenheit, ... ich finde aber es ist es wert einmal darüber nach zu denken, warum die Kelten so mystifiziert werden.

Merry meet Lizandra, die Keltin ))gg

Lizandra  
Lizandra
Besucher
Beiträge: 322
Registriert am: 19.01.2011


RE: Die Geschichte der Kelten

#10 von Lizandra , 06.11.2012 16:08

... und hier noch etwas ganz anderes und wunderschönes


http://www.youtube.com/watch?feature=end...1JEDUKYU8c&NR=1

die Keltin

Lizandra  
Lizandra
Besucher
Beiträge: 322
Registriert am: 19.01.2011


   

Spiel mit dem Tod
Merida

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de
Datenschutz