RE: Mensch vs Vegan

#16 von GreenDragon , 08.07.2012 19:26

Der Mensch hat auch ein Blinddarm Wenn ich mir Wölfe anschaue, dann sind unsere Zähne ziemlich mikrig. Sogar Katzenzähne sind angepasster. Für Wurzeln, Nüsse und Früchte sind unsere Zähne gut geeignet

Ernährung ist sogar in der Wissenschaft sehr umstritten. Daher glaube ich nicht, dass ein Konsens oder ein großer Erfahrungreichtum durch eine Diskussion gewonnen werden kann

 
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RE: Mensch vs Vegan

#17 von GreenDragon , 08.07.2012 19:33

Eisenmangel (Anämie) ist eine der häufigsten Mangelerkrankungen des Menschen. Die Ursache für diesen Mangel ist jedoch entgegen weitverbreiteten Behauptungen nicht etwa einer vegetarischen oder veganen Ernährung zuzuschreiben, sondern – wie die meisten Mangelerkrankungen – einer einseitigen Ernährung. Denn Fleischesser sind genauso von Anämie betroffen: «Blutanalysen haben ergeben, daß Vegetarier nicht häufiger als andere Menschen unter einem Eisenmangel leiden.» (Dr. Andreas Hahn vom Institut für Lebensmittelwissenschaft der Universität Hannover, zitiert in Focus 10/2001, S. 164)

Quelle: http://www.vegetarisch-leben.ch/kapitel1.html#c11

 
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RE: Mensch vs Vegan

#18 von Esme , 08.07.2012 19:36

Zitat von GreenDragon
Der Mensch hat auch ein Blinddarm Wenn ich mir Wölfe anschaue, dann sind unsere Zähne ziemlich mikrig. Sogar Katzenzähne sind angepasster. Für Wurzeln, Nüsse und Früchte sind unsere Zähne gut geeignet

Ernährung ist sogar in der Wissenschaft sehr umstritten. Daher glaube ich nicht, dass ein Konsens oder ein großer Erfahrungreichtum durch eine Diskussion gewonnen werden kann



das könnte sein, aber eine Diskussion gibt Denkanstösse und bringt so den einen oder anderen vielleicht weiter

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RE: Mensch vs Vegan

#19 von WaldSeele , 09.07.2012 03:36

hallo zusammen..

ich antworte erstmal nur ganz kurz, weil's grad seehr spät ist .. hab den Strang grad eben durchgelesen..
interessantes Thema!!

frage mich ebenso schon länger, ob Menschen, die vegan leben aus der Überzeugung heraus, dass dies besser für die Erde sei sowie natürlich für den Menschen selbst, ob die sich nicht etwas vormachen.. denn.. ich bekomme öfter z.B. auf fb mit, wie vegane Rezepte gepostet werden.. dort wird mit jeder Menge Soja gekocht.. in allen Variationen.. wobei bei mir die Frage aufkam: "woher kommt das ganze Soja?".. muss ja irgendwo angebaut werden.. und das vermutlich nicht ganz so erd~freundlich, wie sich die jeweiligen Veganer das möglicherweise vorstellen.. schätzungsweise mit extremem Wasserverbrauch oder ähnlichem Aufwand.. in D ist der Anbau wohl noch ganz am Anfang, bei Import gibt's dann schon mal den Weg, Transport, Logistik etc. .. mal ganz abgesehen davon, dass die Flächen, auf denen Soja angebaut wird, nicht für andere Nahrungsmittel zur Verfügung stehen.. bzw. viel davon auch für Biodiesel verwendet wird..

meist geht es ja bei den Gründen um die "Seelen der Tiere".. wobei ich mir ebenso denke, was ist mit den "Seelen der Pflanzen".. da dürfte ja auch kein Salat & Gemüse mehr gegessen werden, denn dabei wird der Pflanze ja ebenso das Leben genommen..

ich selbst hab mehr als 10 Jahre meines Lebens rein vegetarisch gelebt, hatte während dessen aber auch manches Mal n echten "Schmack" auf Fleisch.. seit einigen Jahren ess ich, was ich mag.. das Meiste davon ist Grünzeug .. Müsli, Saaten, Gemüse, Obst etc. .. doch ab und an genehmige ich mir mal n gutes edles Stück Fleisch, das dann auch Bio-Qualität haben muss.. trotz meines winzigen monatlichen Geldbeutels.. diese hohe Qualität ist es mir WERT!!!

und da sind wir schon bei einem weiteren Punkt, der mE wichtig ist.. wieviel WERT Menschen ihrer Nahrung geben!!
die Leute, die sich von Billig-Fleisch ernähren und das tagtäglich.. die wollen lediglich >>FLEISCH -- und das BILLIG!!<<
erschreckend find ich, dass den wenigsten überhaupt noch bewusst ist, dass es sich bei der roten eingeschweißten Masse in der Supermarkt-Kühltheke um ehemals lebende beseelte Tiere handelt..

und ja, ich bin auch der Meinung.. wenn jeder Mensch selbst schlachten müsste, dann würde der Fleischkonsum vermutlich stark abnehmen..

ein weiterer Punkt (leider nicht ganz topic, kommt aber grad so in diesem Zusammenhang zu mir und find ich auch ziemlich wichtig!!) ist, dass heutzutage in Nahrungsmittel alles reingemischt wird, nur damit es schnell geht bzw. für die Optik oder so.. aufgrund eigener Chemikalien-Unverträglichkeit verzichte ich schon lange Jahre auf Nahrungsmittel, denen Zusatzstoffe beigemischt sind.. mancher Mensch heutzutage ist sich überhaupt nicht bewusst, wieviel Dreck in unserer Nahrung enthalten ist.. es wird munter beigemischt, was das Zeug hält.. und trotzdem darf drauf stehn "frei von Konservierungsmitteln" .. das nervt!! .. jahrhundertelang haben unsere Vorfahren milchsauer vergorenes Gemüse mithilfe von Zucker und Essig eingelegt und es hat sich wunderbar gehalten.. warum braucht's jetzt plötzlich Kaliumbisulfit und anderen 'Dreck' bzw. Sch**ßsüßstoffe, die beigemischt werden?.. weil es nur noch darum geht, dass alles 'schnell' geht und möglichst kalorienarm ist.. dass aber dem fettentzogenen Quark/Käse statt dessen andere chemische Substanzen zugesetzt werden, damit die Konsistenz erhalten bleibt.. ist den wenigsten bewusst..

.. .. .. das Thema kickt mich, ich merke, wie ich mich rein steigere..
daher belass ich es für den Moment dabei..

lieber Gruß

kleiner Nachtrag:
so, wie ich mich jetzt ernähre.. also VIEL Salat, Gemüse, Obst, Vollkornbrot, Milchprodukte, Wasser, Saft.. einiges davon in Bio-Qualität.. mit ab und an mal einem Stück edlen Fleisch wie oben beschrieben.. fühle ich mich kraftvoll.. merke, dass es mir sehr gut bekommt.. und ich mich damit wohl fühle..
.. seltsamerweise brauche ich, wenn ich einen Großteil meiner Nahrungsmittel in Bio-Qualität erwerbe, weniger Geld pro Monat als für konventionelle Lebensmittel.. hab da mal eine kleine Studie für mich selbst gemacht mit Kassenbuch über ein gutes Jahr.. denn es NÄHRT einfach BESSER!.. ist reich~haltiger!.. meiner Erfahrung nach zumindest da bleibt zwar von dem extrem wenigen Geld, das ich im Monat zur Verfügung hab, auf den ersten Blick wenig übrig, aber meine Ernährung und die daraus erstehende Gesundheit ist mir dies ganz klar WERT!

 
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RE: Mensch vs Vegan

#20 von Sinaris , 09.07.2012 04:38

Halleluja! Viele denken wie sehr die Tiere verwertet werden... schonmal darüber nachgedacht wie IHR verwertet werdet?

Jaja,.. Plakativ formuliert... ich weis. Aber manchmal funktionierts gerade so.

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RE: Mensch vs Vegan

#21 von Merynea , 09.07.2012 10:50

Zitat von WaldSeele
wobei bei mir die Frage aufkam: "woher kommt das ganze Soja?".. muss ja irgendwo angebaut werden.. und das vermutlich nicht ganz so erd~freundlich, wie sich die jeweiligen Veganer das möglicherweise vorstellen..



Zum Thema Soja und deren Anbau hätte ich einen Einwurf.

Soja wird hauptsächlich (genverändert) für die Massentierhaltung angebaut, da die Tiere nur noch mit dieser Eiweißbombe gefüttert werden, damit sie in der gewünschten Zeit schlachtreif werden können. Und dieses Soja was mehr als 3/4 der weltweiten Sojaproduktion betrifft, wird tatsächlich im Regenwaldgebiet angebaut.

Hier die Info von Rettet den Regenwald e.V.

Die Sojaprodukte die für die menschliche Ernährung verwendet werden und vorallem die "bio" Qualität beziehen die Hersteller aus asiatischen Ländern (damit meine ich jetzt nicht die Regenwaldgebiete) oder sogar Regionen wie Kanada und Frankreich (z.B. Alpro-Soja).

In Deutschland wurde die Sojaproduktion nicht oder teilweise sehr gering subventioniert, weswegen die Bauern nie einen Nutzen darin sahen und weiterhin ihre normalen Getreidesorten anbauten.

Hier ein guter Artikel aus einer Schrot und Korn Ausgabe von Benedikt Haerlin verfasst (Zitat:...er hat am Weltagrarbericht mitgearbeitet und ist Initiator von Save our Seeds, einer Aktion der Zukunftsstiftung Landwirtschaft.)

 
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RE: Mensch vs Vegan

#22 von silvhei , 09.07.2012 13:15

wo ich so viel von Reißzähnen und Fleischfressen im Vergleich zu den Tieren gelesen hab, möchte ich nochmal einen Gedanken einwerfen. Erstens einmal, Fleisch ist nicht gleich Fleisch...sprechen wir hier von großen Rindern oder von kleinen Vogeltieren, Insekten, Würmern oder was auch immer jeweils die Natur anbietet? Ich denke Reißzähne sind zum Reißen da...und das was wir damit schaffen zu reißen, wird dann wohl auch in unserer Natur sein, da braucht es keine Beweise der Geschichte, oder?! Den habe ich, wenn ich in meinen Mund gucke! Allerdings spielt da der zweite Punkt mit hinein. Wir sind Menschen und unsere Natur ist es Werkzeuge zu entwickeln und das gerne Detaill-verliebt und komplex Das "Feuer machen" ist eines unserer Grundwerkzeuge, und das schon so lange, dass sich der Körper natürlich daran angepasst hat...die wenigsten von uns können (noch?) mit Rohfleisch umgehen, weil der Körper aus Gekochtem gewohnt ist zu verwerten, besser als aus rohem Fleisch. Wobei zweiteres (heute?)vielleicht sogar krank machen kann (Salmonellen etc.). Ob oder wie lange das bei uns Menschen schon der Fall ist, ist erstmal egal, denn wir leben hier und jetzt mit dem Körper den wir haben. Und was zeigt er uns nun mit den Zähnen, so wie sie sind? Dass er sowohl Früchte verwerten kann, als auch Getreide, als auch gekochtes oder zartes rohes Fleisch.
Ich denke die Art zu jagen ist mit "Vierbeinern" nunmal auch anders (da braucht es die scharfen Zähne), während wir als Zweibeiner unsere Hände geschickte einzusetzen gelernt haben


Daumen hoch auch für den Hinweis auf unser "Verlangen"....ich denke es sagt uns sowieso am Besten was wir brauchen...damit sind keine kleinen Appetitschübe gemeint, sondern eindeutige Körpersignal. Die muss man natürlich erkennen können...und weil das leider viele nicht mehr können, fruchten die Methoden der Wirtschaft eben auch so gut.

 
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RE: Mensch vs Vegan

#23 von elHakim , 09.07.2012 20:51

Mahlzeit, liebe Kolleginnen und Kolegen!
Ich betrachte mich als Teil der Natur. Der Mensch ist vom Körperbau her kein Pflanzenfresser, sondern Raubtier. Dementsprechend ist nicht nur Vitamin B12 ein Problem, sondern bei veganer Kost fehlen auch essentielle Aminosäuren. Dennoch sind wir inzwischen soweit, dass sich jeder nach seiner Facon ernähren kann. Ich verurteile nicht den, der an Hamburger-Wettfressen teilnimmt oder ohne tierische Produkte auskommen möchte. Wir sollten allesamt die Dinge nicht zu verkniffen sehen. Insofern bemühe ich auch keine CO2-Statistik, denn die Kuh, die ich esse, furzt kein umweltschädliches Methan mehr aus.
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RE: Mensch vs Vegan

#24 von Fingayin , 09.07.2012 23:27

Naja,das sehe ich nicht ganz so,el...
Es gibt Szenarien und Berechnungen nach denen die Dinosurier in Ihre Zeit,durch Ihre Ausdünstungen nicht ganz unbeteiligt waren zur damaligen Klimaerwärmung.

 
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RE: Mensch vs Vegan

#25 von GreenDragon , 10.07.2012 01:10

Hallo liebe Fleischfresser,

Soja mag ich auch nicht gerne. Manches wird auch mit einer Chemikeule besprüht, die auch im Vietnamkrieg als Waffe zum Einsatz kam.

B12 entsteht meist durch Dreck etc., der von körpereigenen Bakterien verarbeitet wird.

In der TCM wird davon ausgegangen, dass Frauen Fleisch benötigen würden. Davon halte ich nicht viel.

Ich finde das Gefühl der Lebensenergie, die von dem Fleisch/Fisch auf mich übergeht widerwärtig. Wenn ich an der "Wursttheke" vorbei gehe wird mir richtig übel, so als lägen Menschen vor mir. Wieso nicht gleich einen Menschen verzehren (wie z.B. Spinnen es auch tun)? Die Argumentation mit den Pflanzen geht also auch in die andere Richtung Einen all zu großen Unterschied zwischen einem Schwein und einem Menschen gibt es nicht.

Ein paar Menschen lassen auch ihre Mitmenschen in "Scheunenbüros" für sich arbeiten. Wahrscheinlich ist das ganz OK. Wir sind ja dazu geboren. Wir haben Hände um zu tippen oder die Gegenstände auf das Fließband zu legen. Und ab und an gibt's dann Urlaubsauslauf Muhu! Und wehe jemand entfleucht und erlebt das wahre Leben...

Ich bezweifle, dass mein Gebiss oder die eines anderen Menschen, wenn nicht mutiert oder technisch verändert von einem Tier das Genick auf eine natürliche Weise durchbeißen kann. Meinen Händen fehlen die Krallen, um ein tierisches Opfer festzuhalten oder zu zerreißen.

Bitte verzeiht mir liebe Fleischfresser, aber das musste jetzt sein

Hat jemand von Euch die Veränderung des menschlichen Energiefeldes beim Fleischkonsum beobachtet?

 
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RE: Mensch vs Vegan

#26 von Fingayin , 10.07.2012 02:49

Hmmmm...Fleisch...ja ich mag und liebe es und ich,das tue ich wirklich, enschuldige mich für die Tötung.
Aber ich ,wir sind Allesfresser, und es gibt auch einen gesunden Umgang...
Achtvoll und mit dem Dank was wir bekommen haben.
Und ja,ich brauch das nicht und könnte mich slebst und meine Familie von der Jagd ernähren.
Aber dás ist Wilderei,so absurt das klinkt...
Auf der anderen Seite...was wäre wenn alle Meschen auf einmal jagen würden...
Das Szeario ist nicht schön..

 
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RE: Mensch vs Vegan

#27 von Schwarzer Wintertag , 10.07.2012 08:36

Einen angenehmen Morgen wünsch ich

Wie ich sehe, existieren so viele Meinungen, wie es Menschen gibt.
Wie ich mir aus diesem Thema ebenfalls herauslese, existieren auch genausoviel Rechtferigungsversuche für die ganz individuell gestalteten Ernährungsformen.
Dieses Thema triggert wohl jeden von uns.
Ich fürchte, es wird auch keinen Konsens geben.
Verdammt schwer wird es bleiben, den jeweils anderen zu vertehen und/oder nachzuvollziehen.
Ich bemerkte ja auch bei mir, wie ich nach Gründen suchte die Ernährngsweise, welche mich meiner eigenen Mitte näher bringt, als andere Ernährungsformen, zu rechtfertigen und anderes ablehnte.
Zwar wollte ich diese anderen Ernährungsformen kennenlernen und auch nachvollziehen lernen... dies gelingt jedoch nur zu einem kleinen Stück.
Dies gelingt bislang hier im Thema jedem von uns lediglich ein kleines Stück.
Und Zwar beginnt dieses kleine Stück im Bewustwerden der individuell stets sich unterscheidenden körpereigenen energetischen (Infra-)Struktur... des energetischen Aufbaus eines jeden Individuums.
In der Praxis wird es wohl jedem von uns versagt bleiben, den Energiehaushalt eines anderen Individuums nachzuerleben.

Ich lernte aus diesem Thema, das jede Wesenheit ihre ganz bestimmte, subjektiv auf sie allein abgestimmte Zufuhr von Nahrung braucht, um energetisch ausgewogener zu "funktionieren".
Ich lernte aus diesem Thema, das auch hier jeder seines eigenen Glückes Schmied ist.
Ich lernte aus diesem Thema, das jeder, der sich in seiner Ernährungsweise selbst belügt, früher oder später wieder zu genau der Ernährungsweise zurückfindet, welche energietechnisch für ihn die optimalste ist, um dem ausgewogenem Energiehaushalt ein Stück näher zu kommen.
Ich lernte, das jeder, der sich selbst ignoriert, das jeder, welcher nicht wirklich in sich hineinhört... etwa um anderen zu gefallen/ anderen in den Mund zu reden oder einem falsch verstandenem Zugehörigkeitsgefühles oder falschem Mitleids wegen -->also jeder, welcher sich wider besseren Wissens<-- anders ernährt, als für ihn individuell vorgesehen, sich selbst ganz enorm schadet.

[edit]
Es darf hierbei keine Rolle spielen, ob pflanzlich oder tierisch.
Und ja, die Massenhaltung von Pflanzen und Tieren resultiert aus der weltweiten Überbevölkerung.
Dies läßt sich derzeit zwar ein klein wenig reduzieren, aber nicht mehr vermeiden. Da kein Platz mehr vorhanden ist.
Aus dem Teufelskreis der Massenhaltung kommt der Mensch nur heraus, wenn er sich selbst massiv in seiner Anzahl reduziert.
Aber ich glaube, keiner von uns ist dazu bereit freiwillig abzuleben oder freiwillig ohne Kinder aufzuwachsen.
[/edit]

LG, der schwarze Wintertag.

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RE: Mensch vs Vegan

#28 von greenman , 10.07.2012 14:07

Zitat von Sinaris

Problematisch wird doch alles wegen der Menge an Leuten, die wir inzwischen sind und Menschen dazu dendieren, Probleme mit einer Lösung erschlagen zu wollen. ...

Mischbetriebe unterstützen: Es gibt noch die Bauern in der Nähe, die gemischt anpflanzen. Wir haben hier mehrere Betriebe in der Nähe, die auch gleich ihre Hofläden haben. Die haben inzwischen begonnen, sich untereinander auszutauschen, wodurch es inzwischen schon verblüffend komfortabel geworden ist.



Sinaris,

so sympathisch ich den Bauern in der Nähe finde, und so wohlschmeckend seine Produkte - die tierischen wie die pflanzlichen - auch sind: wenn ich ins Ethische gehe, habe ich da ein Problem mit dem Kategorischen Imperativ!
Demnach ist eine Handlung von mir nur dann ethisch einwandfrei, wenn es auch dann einwandfrei wäre, wenn es jeder täte.
Leuchtet irgendwie ein, was der alte Kant sagte!
Wenn aber jeder Großstädter zu den Bauern in der Nähe strömen würde, hätten diese Mischbetriebe ernsthafte Kapazitätsprobleme! Das heißt, viele Großstädter würden Verhungern, wenn sie nicht auch auf die Produkte der fernen Monokulturen zugriffen. Ist das Ethisch: Tausende verhungern zu lassen, um eine Art Landwirtschaft - die allerdings, und wenn nur geringfügig, zur Minderung unserer Umweltprobleme beiträgt - durchzusetzen?

Deshalb sehe ich Ernährungsgrundsätze wie Vegetarisch, Veganisch, Biologisch, Ortsnah, Steinzeitlich, etc. als Wege der persönlichen Entwicklung, leiblich wie spirituell.
So wie die Riten und Mythen einer Religion mir nichts sagen, während die einer anderen Religion mir sehr helfen. Wir wissen, wie schlimm es sein kann, wenn sich eine Religion zur "einzig Wahren" aufplustert und versucht, aus der spirituellen Welt eine Monokultur zu machen. Genauso schlimm wäre es m.E., wenn sich eine Ernährungsweise global durchsetzen würde.

Ich sehe es deshalb so: indem ich mich ausgewogen von Fleisch, Gemüse, Getreide und Obst ernähre, fresse ich den Veganern nichts weg, sie mir auch nichts, und alle haben ihre Freude daran, Leib und Seele zusammenzuhalten!
Wenn jeder das täte, was ich tue - nämlich sich nach seinem Geschmack ernähren - ist genug für alle da, und ich habe kein Problem mit dem Kategorischen Imperativ!

Blessings,
Greenman

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RE: Mensch vs Vegan

#29 von GreenDragon , 10.07.2012 16:30

Der Mensch kommt meiner Meinung nach aus seinem Teufelskreis heraus, wenn er sich selber wieder findet und weiß wer er wirklich ist.
Bis auf aus Schulbüchern und Medien sehe ich aber keinen Zusammenhang zwischen Bevölkerung und Ungleichgewicht. Wir benötigen eher eine bessere Anpassung an die Erde und weniger toxische Gedanken. Liebe, Kreativität und Gewahrsein sind m.E. Eigenschaften, die uns unterstützen.

 
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RE: Mensch vs Vegan

#30 von elHakim , 26.07.2012 20:20

Hallo Freunde,
auch ich denke, dass der Mensch in erster Linie ein Allesfresser ist. Allerdings einer, der sich seine bevorzugte Nahrung selber zusammenstellen kann (zumindest, wenn er in Europa lebt). Wir müssen Tiere oder Pflanzen essen, um zu überleben; Plastik ernährt nicht.

Als schlimm empfinde ich nicht die Tatsache, dass wir eine andere Spezies verzehren müssen, sondern dass immer mehr Lebensmittel verfälscht oder gedankenlos verschwendet werden, dass "nicht perfekt" gewachsenes Obst/Gemüse wegen eines Schönheitsmakels im Laden liegen bleibt und schließlich im Müll landet.
An der Notwendigkeit, essen zu müssen, kann man nichts ändern. Das Kaufverhalten und der pflegliche Umgang mit Lebensmitteln dagegen kann jeder selber verbessern und damit nicht zuletzt der Natur seine Reverenz erweisen.

Einen schönen Abend allen
AlHakim

 
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