RE: Reincarnation = (wirklich alles?) Erfahren

#16 von Knegel , 21.01.2013 13:26

Zitat von Pali

Zitat von Knegel
Eine Wahl ist etwas anderes. Bei einer Wahl kennen wir alle wichtigen Aspekte der verschiedenen Möglichkeiten. Nur wenn wir die Wahl hatten tragen wir die volle Verantwortung, das haben wir aber extrem selten.


Wauh. ... das würde implizieren, dass du in einer Stresssituation eine Entscheidung triffst, weil du keine Wahl hast und danach die Verantwortung dafür ablegst? ... Naja, ich gehe davon aus, dass du dir mit so einer Einstellung selbst viele Gruben baust und dir ordentlich Steine in deinen aktuellen Lebensweg legst.




In dem Moment wo ich eine Entscheidung treffen muß kann ich nicht einmal die volle Verantwortung für diese übernehmen, geschweige denn ablegen.
Wenn ich irgend wo hin will und nur die Richtung aber nicht den Weg weiß, dann werde ich öfters an Kreuzungen kommen wo ich mich entscheiden Muss. Wenn sich am ende der Reise herausstellt, daß ich den schnellst möglichen Weg gefahren bin, dann werde ich mir bestimmt nicht sagen wie toll ich war. Zufall liegt ersteinmal nicht in meiner Verantwortung. Das ich dem Zufall ausgeliefert war könnte in meiner Verantwortung gelegen haben. Wenn etwas nach einer Entscheidung schlecht gelaufen ist übernehme ich die Verantwortung in dem Maße wie ich denke, daß ich der Entscheidung duch vorheriges Lernen hätte entgehen können.
Insgesamt glaube ich, daß jeder an Allem schuld ist, wenn auch nur zu einem winzigen Stück , genauso ist niemand 100% an den eigenen Taten schuld.
Der Grad der Verantwortung ist mMn stufenlos. Personen die nicht in der Lage waren oder sind sich zu bilden gelten aus diesem Grund auch als nicht Schuldfähig, bzw können keine Verantwortung tragen. Der Grundsatz Unwissenheit schützt vor Strafe(Schuld) nicht, gilt nur für mündige Personen, die sich in Situationen begeben haben auf die sie hätten vorbereitet sein sollen.

Gruben würde ich mir bauen, wenn ich nach einer Entscheidung immer alle Verantwortung ablehnen würde. Wenn jemand für jede Entscheidung die volle Verantwortung übernimmt, endet das schnell in einer Neurose. Einem Neurotiker den Unterschied zwischen einer Wahl und einer Entscheidung klar zu machen hilft die Angst vor der Entscheidung zu mildern.

Im übrigen tendiere ich meistens eher zur Übernahme von zu viel Verantwortung, was sich dann in Rückenschmerzen und Erschöpfung niederschlägt.

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RE: Reincarnation = (wirklich alles?) Erfahren

#17 von Pali , 21.01.2013 14:45

Danke für deine Darstellung. Zeigt sich wieder, dass unsere Sicht auch auf dieses Thema unterschiedlich ist.
Im Forumsbeitrag geht es jedoch um "Reinkarnation = (wirklich alles?) Erfahren", daher möchte ich hier nicht noch weiter vom ursprünglichen Thema abkommen.

Reinkarnation bedeutet für mich, dass das Seelenbewusstsein (in der indianischen Mythologie der Geist / wobei für mich der Geist etwas anderes ist) gleich bleibt und sich auf einer höheren Ebene individuell entwickeln kann. Jede Inkarnation beinhaltet ein Aufgabenpäcklein. Die Erfahrungen aus verschiedenen Leben sind im Hier und Jetzt spürbar, können z.B. in Hypnose und im systemischen Stellen sichtbar gemacht werden.
Hmmh, ich versuche das in einer abstrakten Sprache bildhaft darzustellen:
Alles Sein spielt sich im morphogenetischen Feld auf verschiedenen Ebenen ab. Jede Ebene entspricht einem Leben und gehört einer Seele an, die ihre individuelle Erfahrungswelt macht. Die Lebensebenen können über "Wurmlöcher" bewusst an jedem Punkt beliebig miteinander verbunden werden. Die Vergangenheit ist was das Wort beschreibt "vergangen". Das beinhaltet auch, dass wir die Erinnerungen im morphogenetischen Feld betrachten können, vergangenes fühlen und die Zusammenhänge aus verschiedenen Perspektiven beobachten, Erinnerungen verarbeiten können. Im Ergebnis lassen sich auf dem Weg Themenzentriert und auf mehreren Ebenen Verstrickungen, Blockaden, energetische "Anhängsel" lösen.
Der Grund wieso das funktioniert ist relativ einfach. Die Erinnerungen sind auf der gleichen Ebene abrufbar, auf der sie gemacht wurden. Jedes Erlebnis wird als Erfahrung mit einer Erkenntnis in unserem Kopf gespeichert und mit ähnlichen Erfahrungen verbunden. Die Art und Weise wie das Erlebnis abgespeichert wird und welche Reaktionen eine Erinnerung auslöst, ist sehr individuell. Die Grundmuster sind geprägt durch die erbliche Veranlagung, Erfahrungen aus vorgeburtlichen, Geburts- und Kindheitsereignissen, aus dem aktuellen Leben, Erfahrungen aus früheren Inkarnationen. Die Manifestation der Muster kann dabei auch auf Interpretationen und Schutzmechanismen beruhen und zu Glaubenssätzen führen, die das gesamte Leben beeinflussen. Das Erkennen der in der persönlichen Entwicklung hinderlichen Grundmuster ermöglicht einen bewussten Schritt in die freie Entscheidung.
Mehr dazu unter: http://www.therapiekraft.de/Familienaufs...en_Methode.html

 
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