RE: Burn-out-Prevention

#16 von Fingayin , 04.07.2012 08:10

Mach kein Quatsch,richie, wir haben noch ne Verabredung offen.
@Ceridwen...das tut mir wirklich leid. wie durcheinander ist das denn...
Was ist denn das für ein Arzt,und was für ein Krankenhaus...
Da die Mitte zu behalten und ruhig zu bleiben fällt schwer...

 
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RE: Burn-out-Prevention

#17 von Esme , 04.07.2012 08:36

Aber der verantwortung als der älteste ist enorm , es wird erwartet das mann alwissend ist, und denn ruhe pol , nur immer den ruhepol zu sein geht nicht , auch ich brauch mein urlaub und langsam meine RENTE.

Du sagst es richie

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RE: Burn-out-Prevention

#18 von Serpentia , 04.07.2012 11:26

Zitat
Es sind nicht die Bequemen, Faulen, Dickfelligen, die Opfer von Stress, Burnout und Mobbing werden, sondern die Engagierten, die Sensiblen, die mit Ansprüchen an sich selbst; es sind diejenigen, die spüren, dass energetisch was quer läuft und die Diskrepanz zwischen dem inneren und äußeren Erleben nicht lösen können.



Ergo? Ich bin gerne faul, habe mir ein dickes Fell zugelegt und verweigere dem Stress die Tür. Ja, ich habe einen Job der mich fordert - und noch einen Nebenjob dazu. Ein Haus, das bezahlt werden muss und zwei Jungs, die noch von mir leben. Einen Partner seit kurzem, der sowohl beiträgt als auch fordert. Ein ganz normales Leben also.... und trotzdem kultiviere ich mir eine stressfreie Einstellung, denn "Stress ist im Auge des Betrachters".

Ich habe mir dazu die Ente als Vorbild genommen; die lässt Wasser an ihrem Federkleid abrinnen. Oder wie eine Freundin gerne sagt: ich muss mir nicht jeden Schuh anziehen, den mir einer hinstellt.

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RE: Burn-out-Prevention

#19 von richie oak tree , 07.07.2012 20:32

HAst recht fingayin, lieber einen schonen wein oder einen kaltes bier , und die füße hoch melde mich bei dir

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RE: Burn-out-Prevention

#20 von Fingayin , 07.07.2012 21:41

Zitat von richie oak tree
HAst recht fingayin, lieber einen schonen wein oder einen kaltes bier , und die füße hoch melde mich bei dir



Gute Idee.

 
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RE: Burn-out-Prevention

#21 von Dolben , 07.07.2012 23:41

Zitat von richie oak tree
.... einen kaltes bier ....




DAS macht halb Deutschland täglich so.
Hat dies unsere Welt weitergebracht?
Nein.
Es fördert das Abstumpfen der Menschheit.


Diese Idee ziegt uns aus welchen Holz du geschnitzt bist richie eichen "könig"


PS: Vielleicht solltest du ein paar Königen folgen, um auf den rechten Weg zu finden

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RE: Burn-out-Prevention

#22 von WaldSeele , 09.07.2012 16:39

Zitat von angelikaherchenbach
sondern die Engagierten, die Sensiblen, die mit Ansprüchen an sich selbst; es sind diejenigen, die spüren, dass energetisch was quer läuft und die Diskrepanz zwischen dem inneren und äußeren Erleben nicht lösen können.


Danke Dir, Angelika.. Du drückst damit DAS aus, was mich schon lange beschäftigt..

bedanke mich auch für die Beiträge aller Anderen, interessant, was Ihr dazu schreibt.. !

denn es erinnert mich an die jahrelange Konditionierung in meiner Familie und meinem sozialen Umfeld, dass jeder IMMER leisten können muss, und dass "nicht-leisten-können-am-Maßstab-Anderer" mit absolutem Versagen/Scheitern gleichgesetzt wurde und wird.. und dieses absolut unverzeihlich sei.. bzw. welchen Wert jemand hat, der "noch nicht einmal DAS leisten kann" ??!!

es ist SEHR schwer für mich, da ich allein bin.. ohne Partner, in der Familie versteht mich keiner, meine Seelenschwester lebt ca. 450 km von mir entfernt, sonst hab ich keine verlässlichen Freunde (meines momentanen Empfindens nach), mein Bruder ist tot.. ich hab keinen Job, aufgrund meiner gesundheitlichen Situation bin ich erwerbsunfähig berentet und hab dadurch wirklich SEHR wenig Geld im Monat zur Verfügung..

die meiste Zeit meines Lebens verbringe ich allein.. eben aufgrund Joblosigkeit aber auch wegen Geldmangel.. und weil Tierhaltung nicht erlaubt ist..
ich versuche, Menschen näher kennen zu lernen und auch persönlich in Kontakt zu kommen.. doch trotz meiner Bemühungen und mein Zugehen passiert konkret nichts!.. ich weiß nicht, woran das liegen kann.. ich treffe sehr oft Menschen, die wieder und wieder eins der alten Traumata meines Lebens bedienen.. man will mich anders haben als ich bin.. wenn ich nur so oder so denken würde, wenn ich nur so oder so wäre.. dann, ja dann.. aber so..
(ich versteh es nicht und es tut mir weh, aber das ist ja ein anderes Thema.. und steht hier gerade nicht zur Diskussion..)

dieser mich seit mehr als 18 Jahren begleitende Symptomkomplex (auch Krankheit genannt) wurde von einigen Menschen, u.a. Ärzten/Institutionen/Rentenversicherung etc., als langjähriges Burn-Out beschrieben.. und in gewisser Weise ist es das auch.. bis 2005 war ich noch selbständig tätig im Gesundheitswesen.. ich kenne all die hier beschriebenen Symptome sehr genau!.. mehr als 22 Jahre hab ich im Gesundheitswesen gearbeitet.. und gelitten..
und ja, ich empfand es oft als Hölle und hab vieles versucht zu verändern, was mir nicht gelungen ist..

Ihr könnt mir glauben, es ist ein beschissenes Gefühl, mit 42 (vor 2 J.) zu erkennen, nicht mehr fähig zu arbeiten zu sein, abhängig von Mini-Rente und Sozialamt, um wenigstens die Grundbedürfnisse zu decken.. ich hab in all der Zeit der Erkrankung psychologisch an mir gearbeitet, darüber bin ich auch dazu gekommen, mich überhaupt mit spirituellen Fragen, späterhin Schamanismus, auseinander zu setzen.. dafür ist mir die freie Zeit der Erwerbsunfähigkeit geschenkt.. EIN positiver Aspekt, für den ich SEHR dankbar bin

diverse der Erlebnisse/Erfahrungen meines Lebens konnte ich verarbeiten, konnte eine gesündere Umgehensweise finden.. jedoch bestehen diverse Symptome weiterhin und mir ist vollkommen unklar, wozu ich mich in DIESER Gesellschaft mit diesen Strukturen noch arbeitsfähig fühlen kann.. ich bekomm ja viel mit und ich dank Euch für Eure Berichte hier in diesem Strang..

ich weiß nicht, ob ich mich in der seelischen Lage fühle, ab Mai 2013 wieder am Arbeitsleben teilzunehmen (befristete Rente).. was ich mitbekomme, macht eher klar, dass diese menschenverachtenden Strukturen für mich unmöglich zu bewältigen sind.. in diese Strukturen möchte ich nicht zurück kehren, weil ich weiß, dass es baldigen Rückfall zur Folge hat.. das Einzige, was ich mir für mich überhaupt vorstellen könnte, wäre eine erneute Selbständigkeit, allerdings ist mir völlig unklar, mit was ich selbständig sein könnte.. mir fehlt auch das finanzielle Polster.. ich hab im Monat etwa 140 € zur freien Verfügung, wovon ich Nahrung kaufe, sowie alles, was ich mir wünsche bzw. was ich brauche an Haushaltsbedarf etc. .. damit mach ich keine großen Sprünge.. insofern ist mein Stand schwierig.. denn ich würde gern meinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft verdienen, kann aber leider die nötige körperliche sowie besonders seelische Belastbarkeit nicht mehr vorweisen, die man in dieser Gesellschaft so dringend braucht, um gut 'funktionieren' zu können .. insofern eine Zwickmühle..

und das Ganzkörper~Schmerzsyndrom ist unberechenbar.. so könnte ich mich vll um eine Stelle irgendwo bemühen und sie möglicherweise sogar erhalten.. jedoch gibt es Tage, da ich vor Schmerzen nicht aufstehn kann und alles düster in mir ist.. so bin ich nicht verlässlich.. wer will so jemanden denn schon einstellen?..

wenn's mir gut geht und ich symptomfrei bin, dann bin ich wohl in der Lage etwas zu leisten, doch es muss etwas sein, das mir Freude macht, mir eher Energie schenkt als Energie raubt.. ich weiß mich sehr gut zu beschäftigen und kann dann auch in meinem eigenen Rahmen einiges "leisten".. doch aufgrund der Erfahrungen in meinem frühen Leben blockiere ich vollständig, sobald mir von außen enge Rahmen auferlegt werden.. und dies ist ja so in der (heutigen) Arbeitswelt..

ich achte trotz meiner vielen freien Zeit sehr darauf, viel Zeit in Natur zu verbringen, weil es mich glücklich macht und mir das Gefühl der Fülle schenkt.. wo doch Mangel in meinem Leben schon sehr gegenwärtig ist.. alles eine Frage der inneren Einstellung..

trotz meiner fehlenden Belastbarkeit bestehen in meiner Familie bestimmte Erwartungshaltungen, nämlich die, dass ich mich - weil ja joblos und kinderlos - um meine knapp 91-jährige Mutter kümmere und da sozusagen auf Abruf ständig zur Verfügung stehe.. das waren harte Kämpfe, mir da die Freiheit zu nehmen und insbesondere auch einmal darauf hinzuweisen, dass es sich bei meiner Zuwendung nicht um eine Selbstverständlichkeit handelt, sondern auch ich einmal Würdigung meiner "Arbeit" mir wünsche (jedoch seltenst erhalte).. und meinem Bedürfnis da auch Ausdruck verleihe.. meine Schwester (64) - eine sehr erfolgreiche "Leisterin" - erwartet da als vollkommene Selbstverständlichkeit, dass ich dies tue.. und wenn mich ein Schub ereilt.. oder z.b. jetzt mit der hartnäckigen Grippe.. wirft sie mir Egoismus vor .. so ist das Leben für mich..

ich find gut, dass Du, El Hakim und auch alle anderen,
die Schreie Deiner/Eurer Seele hört und wahr nehmt!..
und versucht, kreative Wege heraus zu finden!
Können wir doch alle nur voneinander lernen!


lieber Gruß

 
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RE: Burn-out-Prevention

#23 von Ceridwen , 10.07.2012 07:00

Es wird heute sehr schwer gemacht, auf den eigenen Körper zu hören und eben mal nicht viel zu leisten sondern einfach mal sich eine Pause zu nehmen. Schwer ist es auch, sich das selbst zu erlauben. Jeder sieht den anderen ja nur duch seine eigene Brille. Im MOment erlebe ich , wie mein Patenkind um Anerkennung ringt für das, was sie für die Familie tut, was aber keine wahr nimmt und ihr eigentlich auch anlastet. Das KInd eines Alkoholkranken hat es nicht leicht.

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RE: Burn-out-Prevention

#24 von Dolben , 10.07.2012 20:48

Waldseele setze dich für das bedingungslose Grundeinkommen ein.

Damit kannst du dich selbstständig machen.

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RE: Burn-out-Prevention

#25 von WaldSeele , 11.07.2012 22:06

danke @ Dolben für die Hinweise.. weiß noch nicht, ob das was für mich ist.. ich hab da meine eigenen Strategien..
mein Beitrag is ja aufgrund meiner Erfahrungen u. meines Umgangs damit etwas umfangreicher geworden .. ich will hier aber keinesfalls den Strang sprengen oder die Aufmerksamkeit auf diese Weise auf mich ziehn..

daher schlag ich vor, dass wir nun wieder zum Eingangspost dieses Themenstrangs zurück kehren und weitere aus der Runde von ihren Erfahrungen berichten, bitte..

Zitat von elHakim
Fünfmal musste ich in der letzten Woche um kurz nach Mitternacht (das ist alles vor 11:oo h) aus den Federn, um an Sitzungen teilzunehmen, Kranke und Pseudo-Solche zu trösten, Berichte abzuliefern und Engagement zu demonstrieren. Es bleiben vielleicht zwei Stunden Privatsphäre am Abend. Ich frage mich, warum ich mir das überhaupt antue.
Bislang helfen mir bestimmte Steine, ab und an ein Ritual und die Weisheit des Alters, um nicht auszurasten.
Wer fühlt sich noch manchmal überlastet, und wodurch?
Was sind eure praktischen Strategien gegen die berufliche/private Erschöpfung, die man modisch burn-out nennt?



 
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RE: Burn-out-Prevention

#26 von elHakim , 21.08.2012 21:12

Vielen Dank an euch alle.
Ich komme erst jetzt dazu, eure Beiträge richtig zu würdigen. Ich hatte mir nämlich eine geistige Auszeit verordnet. Bis ich eines Morgens hinaussah und feststellte, dass die Häuserzeile gegenüber immer noch stand. Ihr war mein Schlechtbefinden völlig wurscht.
Inzwischen kann ich wieder zurückbeißen, wenn einer bellt. Das finde ich gut.
Al Hakim

 
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RE: Burn-out-Prevention

#27 von angelikaherchenbach , 22.08.2012 18:56

Lieber Hakim!
Ob das die Lösung ist?

Was verteidigst Du mit Deinem Beißen?
Und wer bellt da warum?

Ich habe neue Aufgaben im "alten" Laden; viiiiele konstruktive Teamgespräche vorab.
Alles sinnvoll geplant, auf der Basis vorheriger Erfahrungen, persönlicher Bedürfnisse und Intersssen und und und.

Und dann:
Ein Anrennen gegen die Zeit.
20.000 Faktoren, die berücksichtigt sein müssen und häufig kollidieren.
"Beißende" und "bellende" Kollegen.
Keine Methode, die den Lärm länger dämpft als 10 Minuten (Es geht hier um Kinder!)
Mehrere Stunden hintereinander alleine, in voller Konzentration, in gebückter Körperhaltung "da" sein für die Kinder - körperlich, emotional, "sachlich", kopfmäßig.

Dennoch für Einige deutlich nicht genug Kapazitäten aufgebracht.
Dennoch Fehler: verschlampte Zettel, vergessenen Infos,...
Noch "schnell" nach Feierabend: zu klärende Mißverständnisse, zu beschwichtigende Sorgen, zu dämpfender Ärger...
Eine dicke Lippe, eine großflächige Schürfwunde, ein aufgeschlagenes Knie ([i]geht echt noch - keine Brüche, keine Schlägerei, keine Vergiftung, kein Krankenwagen immerhin...).

Bis ich wieder klar denken kann und aufrecht gehen ist es eigentlich schon wieder Zeit fürs Bett.

Wen beißen? Wen anbellen?

Worum geht es eigentlich?

Ich meine:
MEINE eigenen Gedanken denken können statt zugedröhnt zu werden
Meine Gefühle fühlen zu dürfen statt zur Maschine zu werden
Zeit, Raum, Kapazitäten zu haben, die Gedanken und Gefühle der Anderen wahrzunehmen und zu achten
Zeit, Raum, Kapazitäten und Werte vorzufinden, die das nicht nur zulassen, sondern fördern

Aber die Verhältnisse, die sind nicht so.
Und nach wie vor lasse ich mich nicht ein auf eine Sichtweise, die "Stressreduktion" zur persönlichen, individuellen Aufgabe macht.

Angelika

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RE: Burn-out-Prevention

#28 von elHakim , 22.08.2012 19:06

Zitat von angelikaherchenbach
Aber die Verhältnisse, die sind nicht so.
Und nach wie vor lasse ich mich nicht ein auf eine Sichtweise, die "Stressreduktion" zur persönlichen, individuellen Aufgabe macht.
Angelika



Wie wahr! Stress wird einem oft von außen aufgenötigt. Dann sollte man versuchen, die Umwelt zu verändern. Das tut sie nicht freiwillig, aber mit etwas "Biss" geht es manchmal. Ich bin immer wieder erstaunt, wieviel bewegbar ist, wenn man nicht so reagiert wie die anderen es erwarten. Denn der fordernde Mitmensch will ja auch keinen Ärger - bis auf die paar notorischen Querulanten.

 
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RE: Burn-out-Prevention

#29 von Dendren , 22.08.2012 19:27

Ich weiß es zwar nicht, aber du scheinst ja viel mit Medizin zu tun haben (weiß jetzt nicht ob du Arzt bist ), aber da solltest du doch die Methode der Supervision kennen? Hast du das mal probiert?

P.s Du machst es ja quasi schon...

 
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RE: Burn-out-Prevention

#30 von Thaddaeus , 22.08.2012 21:35

Vor einigen Jahren hatte ich eine augenöffnende Erahrung - in der Produktionsprüfung ging alles drunter und drüber, die Rohstoffkontrollen waren bereits überfällig als plötzlich noch eilig mehrere Zusatzarbeiten am PC fertiggestellt werden - Streß pur zwischen allen Kollegen und Abteilungen und plötzlich ging alles schief, was schiefgehen konnte - Anlagenstopp, Havarie beim Beladen etc.
Meine Reaktion darauf war Fatalismus - jetzt ist eh schon alles egal, also mache ich mal irgendwas, damit wenigstens das weg ist. Ganz ruhig, ganz zielgerichtet; diejenigen, die mit mir zusammengearbeitet hatten waren plötzlich vorsichtig, was ich jetzt aushecke und haben einfach mal mitgearbeitet, ganz ohne Geschrei und weiteren Druck. Als die Anlagen wieder anliefen waren wir so gut vorangekommen, daß wir die Standzeit innerhalb der Schicht noch komplett aufholen konnten und im Endeffekt keiner wusste, warum wir überhaupt in Streß geraten waren...

Und genau diesen Fatalismus habe ich kultiviert: Nichts ist so dringend, als daß man es nicht rechtzeitig erledigen kann.
Ja, dieser Satz ist so gemeint.
In den Jobs, in denen ich tätig war/bin gelte ich inzwischen grundsätzlich als Ruhepol, sei es eine Restaurant-Küche oder Akkord-Arbeit beim Paket-Sortieren. Wenn's knapp wird, arbeite ich halt schneller, setzte Prioritäten, verkneife mir Bequemlichkeiten oder trete auch mal einen Schritt zurück, um mir die Übersicht zu verschaffen, wo ich dringender ran muß. Funktioniert eigentlich sehr gut.

Wenn man selber ruhig bleibt, färbt das auf die Anderen ab - entweder fühlen sie sich sicherer oder wollen sich einfach keine Blöße geben. Dadurch jedoch, daß sie sich äußerlich ruhig geben, werden sie auch innerlich ruhiger.

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