Mediationshaltungen

#1 von heruka , 17.09.2008 15:25

Die sieben Punkte Mediationshaltung
Diese Standard-Meditationshaltung bezieht sich auf die Haltung von Beinen, Händen, Rückgrad, Mund, Kopf, Augen und Schultern. Was habt Ihr für Erfahrungen mit dieser und anderen Haltungen gamacht?
Ich z.B. schliesse die Augen gerne beim meditieren, da sie mir ansonsten leicht geöffnet irgendwann weh tun.

Zur sieben Punkte Mediationshaltung:

1.) Sitze in der Vajra-Haltung, im Hatha-Yoga volle Lotus-Position genannt, mit überkreuzten und verschränkten Füßen, die auf dem jeweils anderen Oberschenkel ruhen.

2.) Lass deine Hände auf den nach oben gewandten Füßen ruhen, mit der linken Hand unter der rechten, und lege die Daumen aneinander, so dass sie ein Dreieck auf der Höhe deines Bauchnabels formen.

3.) Halte dein Rückgrat gerade wie einen Pfeil, damit die Ströme von Energiewinden in deinem Körper frei und ungehindert durch die Energiekanäle fließen können.

4.) Halte deine Lippen entspannt, nicht zusammengekniffen, und beiße die Zähne nicht zusammen. Lass deine Zunge sanft deinen oberen Gaumen berühren, so dass der Speichel im Mund bleibt und dein Mund nicht austrocknet und damit dir der Speichel nicht aus dem Mund tropft. Hast du zuviel Speichel im Mund, kannst du ihn hinunterschlucken, doch diese Haltung sollte die Speichelbildung auf ein Minimum verringern.

5.) Neige deinen Kopf leicht nach vorn und nach unten. Ist er zu hoch erhoben, wirst du zuviel sehen können, und dein Geist wird abschweifen. Ist er zu sehr nach unten geneigt, wird dir schwindlig werden.

6.) Halte dein Augen halb geöffnet, leicht auf eine Stelle in der Nähe deiner Nasenspitze ausgerichtet, ohne sie anzustrengen, indem du unnatürlich schielst. Sind sie weit geöffnet, wirst du wiederum zu viel sehen und dich leicht ablenken lassen. Sind sie zu weit geschlossen, neigt dein Geist dazu, träge zu werden, und du wirst eventuell einschlafen.

7.) Nimm deine Schultern zurück und halte sie gerade, beide auf gleicher Höhe. Das ist ebenso essentiell für eine korrekte unbehinderte Passage der Energiewinde durch deinen Körper. Halte deine Ellbogen außerdem leicht gebeugt und lasse einen kleinen Abstand zwischen deinem Körper und deinen Armen, so dass Luft hindurch kommt.

Diese siebenfache Meditationshaltung wird oft achtfache genannt, weil man die Methode des Atmens hinzufügt. In allen Meditationen, außer denen, die spezifisch mit dem Atem arbeiten, atme still durch deine Nase, weder nachdrücklich noch unnatürlich. Lass dein Einatmen von selber Länge sein wie dein Ausatmen, mit beiden weder zu tief noch zu flach, und halte den Atem nicht an.

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RE: Mediationshaltungen

#2 von Nivien , 17.09.2008 16:55

Hallo heruka,

dann fange ich mal an...

Der Lotussitz ist für mich - jedenfalls zur Zeit - unerreichbar. Wenn ich sitze, dann entweder auf einem recht hohen Kissen(berg), so daß ich die Knie zwecks Stabilität auf den Boden zu liegen bekomme, oder ich sitze im Schneidersitz und wechsele ab und zu die Beine.

Meine Hände lege ich meist mit den Handflächen nach unten auf Knie/Oberschenken, so daß sie locker und entspannt ruhen.

Der Rücken - naja, das ist immer schwierig für mich. Ich versuche, ihn weder zu steif gerade zu biegen, noch zu krumm zu sitzen. Eigentlich ist es immer ein ständiges Neu-Ausbalancieren, wenns mir wieder mal auffällt.

Lippen, Mund & Co: das klappt ganz gut, bis auf die Hustenanfälle, wenn's ganz leise ist

Eine Sache passiert mir häufig beim sitzen: mir tränt das rechte Auge. Klingt komisch, ist aber so. Ich weiß auch nicht, warum.

Wenn ich mal länger sitze, z.B. im Rahmen eines Seminars oder so, merke ich es zuerst in den Beinen (schlafen ein), den Knien und dem Rücken.

Generell halte ich es mit M.Steurich (Kum-Nye-Lehrer): der Sitz sollte sicher, stabil und bequem sein.

Es fällt mir schwer, mir jeden Tag Zeit zum Meditieren zu nehmen. Ich habe mal 10 Minuten gesessen, das hat ganz gut funktioniert. Angenehm für meinen Körper und Geist ist es, erst Yoga zu machen, sprich Asanas, dann Atemübungen und dann zu sitzen.

Ach ja, die Augen: ich habe sie meistens offen oder besser gesagt: halb.offen, da ich bei geschlossenen Augen zu leicht wegdämmere. Beim Visualisieren mache ich sie aber immer zu.

Bisher habe ich mich dann beim Meditieren selbst entweder auf den Atem konzentriert und versucht, den Atem achtsam zu beobachten, oder Mitgefühls-meditationen wie Tonglen gemacht. Das paßt, wie ich finde, auch wunderbar zum Schamanismus oder Druidentum, wie ich es verstehe.

Und ihr?

liebe Grüße
Nivien

 
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RE: Mediationshaltungen

#3 von heruka , 24.09.2008 10:14

Liebe Nivien,
jetzt komme ich endlich dazu Dir zu antworten.
Eine gute Meditationshaltung ist irgendwie ein Kompromiss aus Bequemlichkeit und Unbequemlichkeit. Zu bequem und wir schlafen einund zu unbequem und wir kommen gar nicht zu meditieren. Für mich ist zumindest immer recht wichtig, dass meine Rücken gerade ist. Die Balance so denke ich, wird jeder für sich finden müssen.

Viele Grüße,
Frank

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RE: Mediationshaltungen

#4 von Nivien , 24.09.2008 21:52

Einschlafen tu ich immer im Liegen. Yogas "toter Mann" ist alzuoft schlafende Frau...

Im Sitzen passiert das nicht so leicht, aber der Rücken ist wirklich zentral. Bloß, ich merke glaube ich oft gar nicht, wann der Rücken gerade ist und wann nicht. Was für ein Körpergefühl

liebe Grüße
Nivien

 
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RE: Mediationshaltungen

#5 von heruka , 25.09.2008 14:55

zur besseren Ausbalancierung des Rückens kann man sich vorstellen, dass ein Lanze durch die Rückenwirbel in den Boden steckt -- Autsch! Das hilft aber auch nicht immer.

Viele Grüße,
Frank

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RE: Mediationshaltungen

#6 von Serpentia , 25.09.2008 15:07

Nivien, ganz einfache Übung, um das einzuüben mit dem Rücken: auf einem harten Stuhl sitzend spür nach deinen Sitzknochen. Die sind links und rechts in den Pobacken - wenn du was hartes spürst, hast du sie gefunden. wenn du erstmal weißt, wie sich das anfühlt, kannst du das auf jedem Untergrund, sogar im hubbeligen Gras - und wenn du auf denen sitzt, ist dein Rücken immer!!! gerade.

Petra
die das mit den Haltungen nicht so ganz nachvollziehen kann - ich kuschel mich auf mein Gästebett in die Ecke und das muss reichen..

 
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RE: Mediationshaltungen

#7 von Nivien , 25.09.2008 17:29

Hallo Heruka und Moony,

danke für die Hinweise. Ich werds ausprobieren, sowohl mit Lanze als auch mit den Knochen . Mal sehen, wie's so kommt. Ich vermute ja stark - ich Schlaumeier, dass meine Rückenmuskeln nicht die kräftigsten sind. Und aus der Übung bin ich auch. Mal sehen, nächste Woche fangt wieder Yoga an, das sollte mich in der Hinsicht motivieren.

Grüße
Nivien
(auf Padfoot wartend)

 
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RE: Mediationshaltungen

#8 von heruka , 25.09.2008 18:56

stehe gerade auf dem Schlauch, was ist padfoot....?

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RE: Mediationshaltungen

#9 von Nivien , 25.09.2008 20:12



Ein Harry Potter Ding:
Moondancer unterschreibt manchmal mit Moony (Spitzname von Remus Lupin).
Padfoot (Tatze) ist der Spitzname von Sirius Black (den mag ich gern).

Sonst steckt nix dahinter...

sorry fürs offtopic
Nivien

 
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RE: Mediationshaltungen

#10 von Serpentia , 25.09.2008 21:22

Ich seh einen Harry Potter Thread auf uns zukommen...

 
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