aller anfang....

#1 von Anna , 23.05.2012 22:22

fällt schwer, oder was wohl besser ausgedrückt ist für das thema...

..macht Angst.


Ich kann mich an meine Anfänge erinnern, es fühlte sich an wie ein Sprung ins Ungewisse, und nirgendwo jemand, der mir weiterhelfen kann, denn darüber spricht man ja nicht, wenn man nicht gerade die Menschen mit den weißen Westen anrufen wil...

und ich weiß mittlerweile, dass es vielen so geht...wenn man zum erstenmal mit Fähigkeiten oder Vorahnungen konfrontiert wird, schreckt man erstmal zurück, und weiß auch nicht was man damit anfangen soll...


Was mir geholfen hat, waren Erlebnissberichte von anderen, und ich habe neulich wieder ein buch in die Hände bekommen, neu herausgekommen, und auch Kapitelweise eine Sammlung von Leuten, die Vorahnungen haben, Verstorbene sehen können und was nicht alles dazugehört. Und auch die BErichte, ja ich kann das ja niemandem erzählen, und was mache ich damit?


Wie ging es euch? was hat euch geholfen, doch nicht die Männer mit der weißen Jacke anzurufen, wie geht ihr mit sowas um? wie sahen eure ersten Schritte mit einer anderen Wahrnehmung aus?
Was hat euch geholfen, mit dieser neuen Situation zurecht zu kommen?

Anna

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RE: aller anfang....

#2 von Nachtfalke , 23.05.2012 22:52

Hallo Anna!
Interessantes Thema, welches du hier aufwirfst! Ich versuch mal zu antworten soweit es eben geht...

Zitat von Anna
Wie ging es euch?


Ich war gefasst und gleichzeitig verwirrt. Ich kannte das noch von der Kindheit her - dann kamen ein paar Jahre in denen das ausgesetzt hatte - und dann begann es wieder.

Zitat
was hat euch geholfen, doch nicht die Männer mit der weißen Jacke anzurufen, wie geht ihr mit sowas um?


Dazu seh ich keinen Grund. Wie schon gesagt, hatte ich das "schon immer" und es hat mir keine großartigen Probleme bereitet. Zumindest als Kind - darauf hab ich dann vertraut. Zumal ich ja von anderen wusste, dass das möglich war - also Fernsehn, Filme, Berichte im Internet. Ich war offen für diese "andere" Welt.

Zitat
wie sahen eure ersten Schritte mit einer anderen Wahrnehmung aus?


Ich war (in der Pubertät) stark verunsichert. Ich konnte/ wollte am Anfang nicht so recht glauben, dass das was ich da sehe "wahr" ist und keine Einbildung. Ich hab lang geglaubt ich würds mir nur einreden, weils grad so gepasst hat. Manchmal war dem so, manchmal nicht. Den Unterschied zu erkennen war dann die eigentliche Herausforderung.

Zitat
Was hat euch geholfen, mit dieser neuen Situation zurecht zu kommen?


Ich hab Leute kennen gelernt, die auch solche oder ähnliche Fähigkeiten besitzen. Mit denen konnte ich mich dann austauschen. Diese Menschen waren dann auch noch erfahrener als ich, was sehr angenehm war, weil sie mir meine Ängste nehmen konnten. Naja und dann auch positive Erfahrungen, Bestätigung(en) zu bekommen das war dann auch sehr schön.

Das bezieht sich jetzt auf Fähigkeiten die ich schon länger "besitze". Bei den Fähigkeiten die sich neu entwickeln bin ich nach wie vor sehr unsicher ob ich mich darauf verlassen kann --> einfach keine Erfahrungswerte. Das macht mir nach wie vor etwas Angst. Nicht etwa weil ich vor den Fähigkeiten selbst Angst habe, sondern eher weil ich Angst habe mir etwas einzureden und mich dabei selbst zu ent-täuschen.

Unsicherheit tritt auch auf, wenn diese Fähigkeiten mal nicht so sehr präsent sind. Wie geht man damit um? Oder wie geht man überhaupt am besten mit dieser Unsicherheit bzgl dieser Fähigkeiten um?

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RE: aller anfang....

#3 von Samsu , 25.05.2012 17:28

Na ja, damit geboren zu werden, kann auch eine Last sein, die man mit sich herumträgt.
Ich finde es toll, dass ihr den Mut aufbringt, darüber zu sprechen. )

Meine Kindheit war die Hölle und die nettesten Titulierungen reichten von "verrückt" bis "Hexenkind". (

Als ich eingeschult wurde hatte ich bereits verstanden, dass die Menschen nicht wirklich wissen wollen, wenn ein ihnen nahestehendes Familienmitglied seinen Körper verlassen möchte.

Ich war sehr einsam.

Ich habe fast drei Jahrzehnte gebraucht um genügend Selbstvertrauen und auch Akzeptanz zu entwickeln.
Heute bin ich immer noch sehr vorsichtig. Ich gebe nur das weiter, was nötig ist.

Auch auf spirituellen Zusammenkünften oder im Internet empfehle ich im Austausch lieber erstmal ein gutes Buch zu einem Thema. Das ist für mich viel einfacher als zuzugeben, dass ich etwas kann oder Erfahrungen gesammelt habe.

Vielleicht sollte ich das mal von den "Herren in Weiss" behandeln lassen!

Namasté

 
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RE: aller anfang....

#4 von Sinaris , 26.05.2012 02:55

Ich weiß nicht ob ich bereits mit dieser "Sicht" gebohren wurde. Ich denke eigendlich nicht. Nur jetzt, wo ich aktiv (gibt jemanden der zum Glück die passenden Fragen stellt) darüber nachdenke finde ich immer mehr Anzeichen, die für eine frühe Hingabe ohne Gabe sprechen.

Und jetzt? Neue Eindrücke, Bilder und viel schlimmer Möglichkeiten. In erster Linier fühle ich mich vom Zufall getroffen. Als hätte eine "Gabe" den eigendlichen Träger verfehlt und mich voll erwischt. Verneinung und ausflüchte. Rückverankerung ins Bekannte. Ich hab Angst... und kann nicht mal sagen wovor. Wie kann man so dumm sein um aus dem kühlen Gras in den glühenden Stacheldrat zu fliehen. Vertraut- und Unsicherheit.

Heute noch glauben, was gestern unwirklich einen umgeben hat? Wohl kaum. Wenn einem die eine Hälfe des eigenen Seins ins Genick springt, fällts schwer, am neu erlebten festzuhalten, wenn es mit Irrwitz und Einbildung viel einfacher zu "verarbeiten" ist. Dazu kommt ja der haufen mehr Verantwortung, der mit diesem neuen Denken daher kommt. Da fühle ich mich wie eine Katze die man in die kaltenasse Badewanne geworfen hat. Krallen, streuben und weg. Ausserdem mal ehrlich... ich? Wohl kaum.

Ich hab das Glück (wofür ich echt dankbar bin!!!), dass jemand sich mühe gibt, mich vom aufgeben abzuhalten und das ist n Fulltimejob.

Ich bin hier wohl der Falsche, wenns ums Mut geben geht. Ich hab die Natur, alles und jeden in Frage zu stellen und bei keinem mach ich das effizienter als bei mir.

Gruss
Sinaris

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RE: aller anfang....

#5 von Anna , 16.06.2012 18:41

Ich habe festegestellt, dass man sich selbst ermutigen darf, sich selbst vertrauen darf.

Es ist sovieles möglich, wie es zu einem kommt, was man wie wahrnimmt, der eine sieht, der andere fühlt, der andere weiß es, der nächste hört etc. Wichtig ist, dass man sich nicht rausbringen läßt, nur weil jemand dem man es erzählt es anders macht.
Es gibt kein richtig oder falsch, es gibt nur anders.

und da tut es tatsächlich gut, Erfahrungsberichte en mass zu lesen, oder zu hören, denn dadurch merkt man, dass man nicht alleine ist, und dass es eine Vielzahl an Möglichkeiten gibt.

Etwas anderes, was verwirren kann, habe ich festgestellt, ist, was mache ich mit meinem Wissen
Und da, denke ich, spielt die Weisheit eine große Rolle. auch im Umgang mit Menschen.
und dem einfachen Vertrauen ins Leben, dass schon alles seine Richtigkeit hat. Egal wie man es anstellt. Ob man es in sein Leben integriert und auch wie.

klar ist es einfach, wenn ich das Gefühl habe, ich soll Räucherstäbchen mitbringen, und der Seminarleiter hat seine vergessen, als wenn ich weiß, dass Der der Typ bald seine Freundin verlassen wird. Herzschmerz! Drama! Kann/soll ich was sagen? und wie sage ich es? oder lass ich das Leben einfach laufen?
Große Fragen.... die schwierig zu beantworten sein können...

und Patentrezepte gibt es meines erachtens nicht. Nur das Vertrauen in sich und das Leben.

Anna

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