Gedankenbild: erhobene Hände

#1 von Sinaris , 16.04.2012 20:26

Von Zeit zu Zeit brennen Bilder in meinem Geist... Die ich gerne teile. Ich nenne das Gedankenbilder oder besser währe der Gegriff Szenen.

Vor Dir ein Feld von gelben Gras, dass bemüht um Fels und Kies wächst. Ein Waldhain, der mühsam um das unwirkliche, durch alte Schuld verödete Land wächst. Doch noch bevor eine Träne in Deinem Anglitz erwachsen kann, hörst Du ein krächzen in der Luft. Ein Rabe stürzt vor Dir herab und versucht mit wild schlagenden Flügeln seinen Fall zu bremsen. Federn stoben aus dem Tier und schlagen Dir entgegen als sich eine humanoide Gestalt aus dem Federkleid erhebt. Die Gestalt wendet sich zu Dir. Du blickst auf eine porzellanartige Pestmaske, kannst aber ein vertrautes Lächeln um den entblösten Mund erkennen.

Komm, spricht eine sanfte Stimme, und eine offene Hand streckt sich Dir entgegen.

(Wende dich ab und schliesse den Thread oder...)

Als Du Deine Hand in seine legst spiegelt ein hoffnungsvolles Lächeln in seinem Gesicht. Er legt seine Stirn kurz gegen Deine und blickt dann auf das Land vor sich. Als er Deinen Arm mit seinem hochreisst ist nichts als ein Jubeln von der dunklen Gestalt zu hören. Dann senkt er kurz deinen Arm mit seinem und als er sie abermals langsam erhebt, ist ein tosendes Brechen und Bersten zu hören. Das Knarren von altem Holz und das Rauschen junger Büsche erfüllt die Luft. Als sich aus dem öden Land ein wunderwoll erinnerter Wald erhebt. Jeder Deiner Wünsche an Baum und Busch erwacht in diesem Grün und der Kies weicht mit wildem Duft erfülltem Humus, als sich wilde Pilze und die Deva der Schatten aus dem Boden erheben.

Die Rabengestalt wendet sich Dir zu. Danke. Erinner Dich an das Bild wenn Schatten sich über Dich drohen. Er legt den Kopf an Deinen und flüstert, spiel damit, lass es blühen und wachsen. Erinner Dich daran, wie Du zwischen diesen Stämmen umhergesprungen bist und im Reigen der Pilze im sanften Moos ruhen konntest. Flüster einem Baum ein Geheimnis. Und Du wirst bestimmt hierher zurückfinden.

Damit entlässt Dich die Gestalt in den neuen alten Wald. Deine Füsse lauschen den Worten des Moses, Deine Hände der Rinde, Deine Nase dem Hauchen des Grün, Deine Ohren der Brandung der Blätter, weil Deine Augen ruhen.

Auf dann... tu was Du magst.

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RE: Gedankenbild: erhobene Hände

#2 von elrowiel , 18.04.2012 22:28

Einfach nur Danke!
Das ist ein wundervolles Gedankenbild.

Liebe Grüße,
Yvonne

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RE: Gedankenbild: erhobene Hände

#3 von Nachtfalke , 18.04.2012 22:42

Danke dir... wirklich sehr schön

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RE: Gedankenbild: erhobene Hände

#4 von Fingayin , 18.04.2012 23:51

...die nachtschwarzen Federn gleiten durch seine im Flug berührte Hände...
ihnAus der Bahn geworfen taumelt er nach unten,berührt die Erde.
Sein Gesicht wird beim Aufschlag eins mit der Erde.
Er richt,schmeckt und fühlt die uralte Erde.
Geburt,sterben,vergehen und neu entstehen...
Blinzelnt sieht er in den schräg gestellten Kopf der Krähe.
Achtsam und wissend musterd sie ihn...
Erde im Mund und den Wunsch zu fliegen....
Er breitet die Flügel aus und schwingt sich in die Luft...
...Fortsetzung von anderen...

 
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