Fritjof Capra - Gaia-Hypothese?

#1 von Dolben , 02.03.2012 09:37

Der Kanadier 'Paris Tosen' (http://tosenbooks.ca) hat ein paar Bücher geschrieben.
Er sagt der Planet Erde sei ein lebendiges Wesen!
Wir sollten ihn mit der Rücksicht behandeln wie ein Lebewesen (Umweltverschmutzung vermeiden....)

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RE: Fritjof Capra - Gaia-Hypothese?

#2 von Fingayin , 02.03.2012 10:48

Zitat von Die Libelle
Capra war der Meinung, dass die Erde lebt. Neodruiden verehren u.a. die Erde als Gottheit und erkennen sie als organisch und lebendig an.
Und die Gaia-Hypothese "besagt, dass die Erde und ihre gesamte Biosphäre wie ein Lebewesen betrachtet werden kann" usw. (Quelle: Wikipedia).



Stimmt.
Auch in der Geomantie wird mit Gaia gearbeitet.

 
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RE: Fritjof Capra - Gaia-Hypothese?

#3 von Maienfalke , 02.03.2012 10:55

Ohne jetzt Carpa näher zu kennen, geh ich die ganze Sache mal aus Sicht eines druidischen Philosophiestudenten an:
Die Frage ist doch, wer diese Unterscheidung wo genau trifft. Du differenzierst zwischen Carpa, der Gaia-Hypothese und dem Druwid-Weltbild. Im Kern sagen sie aber wohl alle das Selbe, nämlich dass die Erde lebt und entsprechend wie ein Lebewesen behandelt werden muss. In sofern macht die Verknüpfung der Standpunkte nicht nur Sinn, sondern ergäbe eine Trennung - zumindest was diese Grundgedanken angeht - herzlich wenig Sinn.

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RE: Fritjof Capra - Gaia-Hypothese?

#4 von Tahira , 02.03.2012 11:37

Huhu Maienfalke,

es geht ja um die Verknüfung von beidem, nicht um eine Trennung

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RE: Fritjof Capra - Gaia-Hypothese?

#5 von Maienfalke , 05.03.2012 23:19

Ist mir schon klar, wenn es wohl auch nicht ganz rüber kam... Um also etwas offensichtlich zusammengehöriges (denn DAS kam ja hoffentlich im vorherigen Post rüber?) zu verbinden, frag ich mich doch erstmal, wo genau die Trennlinie eigentlich verläuft, die ich verschwinden lassen möchte.
Wenn ich dabei aber über die "gemachte" Trennlinie der Namen hinwegsehe und die Aussagen anschaue, ergibt sich für mich, dass sie offenbar schon eins sind. Wenn ich also nun noch rausfinde, woher die Trennlinie eigentlich stammt, die wir Menschen ach so gerne bei allem und jedem ziehen, dann kann ich sie auch eliminieren.^^

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RE: Fritjof Capra - Gaia-Hypothese?

#6 von greenman , 22.03.2012 12:14

Für mich reduzieren sich diese scheinbaren Differenzen darauf, dass es eine ewige Realität gibt, mit der wir alle versuchen zurecht zu kommen. Unsere Endlichkeit kann diese Unendlichkeit nicht sachlich erfassen, also legen wir uns Metapher zurecht, die wir doch begreifen können. Metapher wie der eine Schöpfergott, oder der dreifaltige Gott, oder die Götterfamilie, oder die Geister, die jede Pflanze, jeden Stein beseelen u.v.m., einschließlich Gaia.

Besinnt man sich auf die Suche nach der ewigen Realität, so wird einem bewußt, dass sich alle diese Metapher auf die selbe ewige Realität beziehen. Das soll nicht heißen, dass ein Metapher "besser" ist als ein anderer, obwohl es genau diese Haltung ist, die Christen, Moslems und Juden dazu bringt, sich gegenseitig und die Heiden zu verteufeln. Der philosophische Druide müsste m.E. schon in der Lage sein, zu erkennen, dass verschiedene Blickwinkel und verschiedene Erfahrungswelten verschiedene Metapher der selben Realität hervorrufen; dass andere Metapher zuzulassen und ernsthaft zu untersuchen einem einen "Rundumblick" auf die Realität ermöglicht.
Ich empfinde die Metaphern anderer Kulturen und Religionen als eine Bereicherung - allerdings ist mir bewußt, dass ein "Rundumblick" immer noch kein "Durchblick" ist!

Blessings,
Greenman

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RE: Fritjof Capra - Gaia-Hypothese?

#7 von teroon , 22.03.2012 22:01

Ich denke, dass wir gerade in der westlichen Welt sehr darauf getrimmt sind, dass Menschen die überlegende Spezies der Welt sind und das sich daraus ein Anspruch ergibt, andere Lebewesen und im weiterem Sinne die Welt an sich ausnuzten zu können.
Das ist zum Einen fundiert durch das alte Testament, in dem diese Vorherrschaft des Menschen schon in der Schöpfungsgeschichte festgeschrieben wird.
Danch hat die Wissenschaft diese These lange Zeit weiter verfolgt und bestätigt. Erst jetzt fängt sich das an, sich ein wenig zu wandeln.
Grundätzlich ist mir dabei auch wichtig, dass bei der Idee der Verbundenheit aller Lebewesen und der Erde auch nicht vergessen wird, dass jedes Lebewesen unterschiedliche Bedürfnisse hat, was dann eben auch Einfluss auf den Umgang haben kann und muss. Ich denke genau dieser Schritt wird oft vergessen, was dann dazu genutzt wird die ganze Hypothese ins Lächerliche zu ziehen.

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