Fastenzeit

#1 von Anna , 28.02.2012 22:18

Als Kind habe ich sie nie wirklich verstanden.

Und letztes Jahr habe ich sie für mich "entdeckt". Es ist 6 Wochen im Jahr am Stück, wo man mal seine Ernährung umstellen kann, ohne schief angesehen zu werden. Wann sonst kann man einfach so sagen (nein danke, ich esse gerade keine Süßigkeiten" oder was auch immer. Und es wird akzeptiert, man braucht nichts erklären, eher werde ich noch bewundert. "Respekt, das habe ich nie geschafft, die Fastenzeit durchzuhalten".

was alles ein geschickter Psychologischer Trick ist, um sich selbst zu unterstützen bei schwierigen Themen.

Und die 6 Wochen sind auch lang genug, dass sich neue Gewohnheiten bilden können.

Letztes Jahr habe ich als Schokoholig auf Schokolade verzichtet und es hat mir gut aufgezeigt, wo diese unbewußten Mechanismen liegen, indenen man dann die Sucht befriedigt.

Und dieses Jahr habe ich als Ziel keinen industrieZucker zu essen. Was gar nicht so einfach ist. Und es führt mich dann zu neuen Erkenntnissen bei mir, was gibt es was süß ist und nicht Bonbon heißt, und reicht es mir? Also zurück zur Natur, mal einen Apfel essen...
wo ist überall Zucker drin? as mich zu einer Etiketten leserin macht (es gibt tatsächlich Apfelschmaus produkte wo Zucker zugesetzt wurde ) und ich vieles nicht mehr als selbstverständlich hinnehme, sondern anfange die Dinge zu hinterfragen.
Das Bedürfniss nach Zucker ist nicht mehr so ausgiebig, was mir Erkenntnisse über Mangel und Fülle in meinem Leben bringt.
Dieses Jahr ist das Thema bei mir sehr bewußt und sehr lebensübergreifend und nicht nur in meiner Wahrnehmung auf das Thema essen beschränkt.

Was macht mit euch die Fastenzeit? Zu welchen Erkenntnissen führt sie euch?

Anna

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RE: Fastenzeit

#2 von Habicht , 29.02.2012 12:19

Wow, Verzicht auf Industriezucker find ich klasse... da schaut man nochmal ganz anders auf die Lebensmittel! Werde ich mir für's nächste Jahr merken.

Ich nutze die Fastenzeit seit einigen Jahren gerne; neben dem persönlichen Ernährungsaspekt vor allem, weil mir so immer besonders bewusst wird, in welchem Überfluss ich eigentlich lebe. Im alltäglichen Wahnsinn wird so mancher Luxus ja schnell zur Selbstverständlichkeit. Dieses Jahr habe ich mir ausgesucht, mal wieder gänzlich auf die typischen Süßigkeiten (Schokolade, Weingummi, Lakritz, Chips, Knabbereien etc.) zu verzichten. Zum einen, weil ich so deutlicher fühlbarer "faste" als wenn ich z.B. auf Alkohol (trinke ich fast nie) oder Fleisch (esse ich sowieso nicht) verzichte, zum anderen weil es der Passform des Anzugs für meine baldige Hochzeit auch zuträglich ist Im Moment finde ich es noch etwas antrengend - vor allem wegen der eingeschlichenen Gewohnheiten - aber erfahrungsgemäß regelt sich das nach einigen Tagen von selbst.

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