Das Müll Problem

#1 von Anna , 20.02.2012 11:01

Es treibt mich schon länger um...

und nachdem ich jetzt von einer Familie gehört habe, die nur einen Sack Müll im Jahr hat, habe ich weiter darüber nachgedacht.

ich habe irgendwie das Gefühl, das der Müll heute viel mehr geworden ist, als früher. Wenn ich mich an meine Kindheit erinnere, dann hatte meine Familie eine mittlere Mülltonne pro Woche.
also eine vierköpfige Familie.

Ich habe heute iene vierköpfige Familie, und ich habe einmal pro Woche eine Mülltonne, plus 2-3 gelbe Säcke plus Biomüll, plus Papiermüll.

und ich frage mich...allein die gelben Säcke, Biomüll und Papiermüll vernachlässige ichmal, obwohl bei uns vor der Mülltrennung, das Papier auch in der Mülltonne landete und die Tonne schon häufig sehr voll ist, aber allein die gleben Säcke machen eine eigene Tonne aus.

Und ja, ich benutze Stofftaschentücher, und stoffwindeln habe ich auch hinter mir (und die ändern nichts am gelben Sack )

Kaufe ich falsch ein? Oder ist alles doppelt so viel eingepackt wie früher? Kann man das wirklcih äündern? also will ich die Cornflakes lose in der Papierverpackung kaufen? oder nur im Beutel?

Wo liegt der Knackpunkt für die Gesellschaft und auch für mich persönlich?

H milch bekomme ich nicht in der Glasflasche, also kann ich als Verbraucher da auch nicht wirklcih einfluss nehmen...

Also ich finde so viel Augenwischerei in dem ganzen.
Auch das recyclen im Endeffekt. Denn die gelben Säcke lenken ja davon ab, dass mir die mittlere Tonne als Familie nicht mehr reicht.
Irgendwo in den letzten 20 Jahren sind Unmengen mehr Müll in meinen Haushalt gekommen, und ich frage mich, wo genau, und wie ich den vermeiden kann?

Wie seht ihr das? habt ihr auch das Gefühl, dass in den letzten 20 Jahren sich da was verändert hat?

Anna

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RE: Das Müll Problem

#2 von Dolben , 20.02.2012 13:06

Der Papiermüll kann vernachlässigt werden, da er ja recyclet wird..

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RE: Das Müll Problem

#3 von Meadhan-Latha , 20.02.2012 15:21

Ich bin leider noch nicht so alt, um da wirklich vergleichen zu können, aber wie oft Sachen im normalen Handel heute verpackt sind, ist schon auffällig....Am besten kommt man da, wenn man im Bioladen einkauft, da wird man auch nicht schief angesehen, wenn man seine Wurst gern in die eigene Tupperdose gepackt haben möchte óder das Brot gleich in den Stoffbeutel. Außerdem legen viele Firmen im Biobereich wert darauf, möglichst wenig Verpackung zu verwenden. Gemüse kriegst du einzeln und kannst du z.B. in meinem Biomarkt auch in kompostierbare Tüten abpacken, die kannst du dann gleich für den Biomüll nehmen. Verpackungen fallen ja vor allem an bei verarbeiteten Produkten, kauft man frisch und macht viel selbst, reduziert sich der Müll auch...

 
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RE: Das Müll Problem

#4 von Tahira , 20.02.2012 15:39

Hi,

ich kann auch nicht wirklich vergleichen, weil ich mich nicht an die Müllberge erinnere, die wir hatten, als ich 8 war *g*

Aber ich nehme immer einen Stoffbeutel oder eine alte Tüte mit zum Einkaufen, damit ich keine Neue kaufen muss.
Gemüse packe ich auch nicht in die extra Tüte.

Am liebsten würde ich auch gern wieder wie auf dem Dorf zum Bauern gehen und direkt die Milch abzapfen oder die Eier kaufen, das würde auch Müll vermeiden (wobei ich bei mir jetzt auch Eier so kaufen kann, lose im Laden).

Heute morgen habe ich auch gedacht: oh je...denn die Gemeinschaftstonne quillt schon wieder über *seufz*

Brauchbare Papierreste benutze ich nochmal...ansonsten habe ich noch kein weiteres Konzept gefunden um Müll zu vermeiden oder zu reduzieren, da wirklich vieles "gut eingepackt" ist.

Cu Tahira

EDIT: abgesehen davon, dass ich immer mal Dosen oder Plastikbehälter sammle um sie dann mit den Kiddies als Bastelmaterial zu verwerten

 
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RE: Das Müll Problem

#5 von Fingayin , 20.02.2012 15:54

@Tahira,gerade bei Euch in Münster habt Ihr doch die Bauern wo Ihr mit "Vertrauenskasse" die Kartoffeln und Eier an der Straße kaufen könnt.
Bei mir ist irgend wie das Papierproblem explodiert.
Warum auch immer.
Gelbe,und graue Tonne komme ich klar und ist auch nicht mehr geworden.
Trotz Haushaltserweiterung auf drei Personen.
Das hab ich im Griff.

 
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RE: Das Müll Problem

#6 von Sinaris , 20.02.2012 16:54

Ich denke das hat altbekannte Gründe.

Aus einem Bedarf wurde eine Industrie und die ist nun Bemüht weitere Märkte zu schaffen. Das Problem mit dem Wirtschaftswachstum und steigender Produktivität.

In den Beginnen der Verpackungsindustrie ging es um eben das. Verpacken. Dann kam die Produktorientierte aufwertung und später die Direktwerbung und zu einem gewissen Teil die gesetzlichen Vorschriften mit ins Boot.

Überlegen wir doch mal. Ein unternehmen produziert Verpackungsfolien. Der Markt läuft gut. Es werden millionenschwere Maschinen angeschaft. Extruder, Drucktürme, Finisher, Verbundmaschinen und und und. Erst waren es nur Folien für Chipstüten. Aber zum Glück für diese Firmen, sehen bedruckte Folien tatsächlich sauberer und hochwertiger aus, als das gute alte Zellophan mit weißem Klebeetikett.

In den Jahren rappelt es im Karton aber dann kommen Mitbewerber, Leistungssteigerung und des Investoren Gier. Fazit. Absatzmärkte müssen her. Was liegt da näher, als seine Vertriebler loszujagen... diesmal ist der Auftrag jedoch ein anderer. Zusammen mit der Produktentwicklung heist es nun Bedarf erschaffen, anstatt nur zu decken. Vorteilhaft war da auch der Hygienewahn einiger Deutscher hausfrauen und die Angst vor hoch toxischen Stoffen aus der Umgebung, die die Produkte befallen können. Jedes Kind weiß doch wie hygienisch Kunststoff ist, oder?

Dazu kommen möglichkeiten aus blickdichtem Material Mogelpackungen zu erschaffen und einfach Plastik reicht ja schon lange nicht mehr. Zur Produktverpackung kommt dann auch gernemal eine Umverpackung. Die ist dann auch knüllebund mit heißgeprägedruck in Goldoptik. Auch darf es dann keine Billig wirkende 90mµ Folie sein... 125 oder 250mµ... warum? Fässt sich griffiger fester an. Und jede Hausfrau weis... stabil = gut.

Erschreckend daran ist weniger, das es getan wird, schlimmer ist, wie weit das funktioniert. Es gibt ja nicht umsonst Marktstudien und da stellt sich leider herraus, das der in Folie verpackte viererpack Poree besser ankommt als das gewichtsgenaue Packet, das ich mir selbst zusammenstelle. Wer weiß, wieviele Hände hier schon zugegriffen haben.

Wir haben hier Bäcker, wo für jeden Kunden neue Latexhandschuhe angezogen werden müssen.

Fakt ist, der Markt kann nur liefern, was irgendeine Nase auch kauft. Allerdings muss ich zugeben die Verführung ist durch das Joint-Venture Medizin-Lebensmittelindustrie-Agrarkonzerne-Verpackungsindustrie-Werbebranche schon recht präsent.

Die wenig oder gar vollig unverpackten Produkte hatten letztendlich so geringe Absätze, das man heute kaum noch was in den Geschäften findet.

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RE: Das Müll Problem

#7 von Fingayin , 20.02.2012 17:03

Zitat von Sinaris
Es gibt ja nicht umsonst Marktstudien und da stellt sich leider herraus, das der in Folie verpackte viererpack Poree besser ankommt als das gewichtsgenaue Packet, das ich mir selbst zusammenstelle. Wer weiß, wieviele Hände hier schon zugegriffen haben.
Die wenig oder gar vollig unverpackten Produkte hatten letztendlich so geringe Absätze, das man heute kaum noch was in den Geschäften findet.

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Tja, und ich bin einer von denen die das nicht interessiert.
auch mit Kind und Frau ist mir das egal.
Es wird eh gekocht und wir hatten mal einen Thread wo es darum ging das Kinder sich infizieren müssen damit das Imunsystem vernünftig finktioniert.

 
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RE: Das Müll Problem

#8 von Moondog , 20.02.2012 17:33

... ich kann das einfach nicht glauben. Ich persönlich ärgere mich ständig speziell über verpacktes Gemüse... weil ich dann vier Stangen Porree kaufen muss obwohl ich vielleicht nur eine brauche... und wo immer ich dieses Thema in meinem Umfeld erwähne krieg ich mindestens zustimmendes Nicken und meistens noch weitere Beispiele oder auch mal nen Tipp wo der nächste türkische Gemüseladen ist
Heisst doch wohl dass das nix mit "Bedarf" zu tun hat...

Warum das unverpackte Gemüse in den Läden liegen bleibt ist ziemlich einfach: es ist meist viel teurer als das verpackte... da es länger liegen bleibt, meiner Meinung nach wegen dem Preis... sieht es dann ab und an auch schon "angegammelt" aus... also kein Wunder das es dann Niemand mehr kaufen will!

Ich frag mich öfter wie das geht, dass ein Pfund verpacktes Paprika 0,89€ kosten kann und das °lose" in der Kiste pro Kilo 2,99€ (grob also 1,50€ pro Pfund) immerhin kostet ja die Verpackung auch noch...

Das Gleiche gilt übrigens für Fleisch, Käse, Aufschnitt und noch etliches mehr...

 
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RE: Das Müll Problem

#9 von Gelöschtes Mitglied , 21.02.2012 19:51

Mit Rückblick auf meine Kindheit meine ich im ersten Augenblick – wir hatten weniger Müll.
Im Keller mit Lehmboden stand das Apfelweinfass, eingekochter Apfelsaft in Flaschen und allerei Eingemachtes im Holzregal. Auch Äpfel feinsäuberlich aufgereiht und täglich vom Vater beim Weinholen gedreht und durchgeschaut, lagen dort. Wurstdosen von der Hausschlachtung, der gefüllte Sauerkrautständer in der Ecke. Und dann noch das kleine Schränkchen mit den leckeren Marmeladen und dem süssen Fruchtgelees. Alle geleerten Behältnisse wurde für’s nächste Jahr wieder gefüllt.
Die Verpackungseinheiten waren größer, vieles gab es nur offen und oft wurden die Ware in alten Zeitungen eingewickelt. Krüge, Kannen und Schüsseln wurden über die Theken gereicht – niemand störte sich daran. Vieles entsprach nicht den heutigen Hygienestandards und war damals noch möglich. Vielleicht ist heute einiges übertrieben – anderes wiederrum angebracht. Inzwischen ist auch das Blei aus der Druckerschwärze verschwunden.
Viel Müll wanderte damals nicht in die Mülltonne, sondern gleich in den Holz-Ofen. Die Entsorgung kostete nichts und es wärmte sogar noch. Fast jeder hatte noch eine Feuerstelle im Garten, leider nicht nur für Garten- und Holzabfälle. Manchmal roch es nach verbrannten Plastik.
Mit dem Altöl strich man die Spitzen der Holzstangen und –pfähle damit sie nicht gleich im Erdreich verrotteten. Dann hinten rauf mit dem Zeug auf Anhänger vom HAKO-Einachsschlepper. Lautstark und qualmend knatterte der Zweitaker los und wir brachte alles in den Weinberg. Die Hähne im Dorf hatten ja schon lautstark gekräht.
Frachtschiffe auf dem Main entern. Rein ins Wasser, schnell an die nächste Boje und warten bis ein vollbeladenes Schiff mit rechtem Tiefgang sich nähert. Genaues Timing ist erforderlich, abstoßen von der Boje, seitlich an die Bordwand heran schwimmen. Die Reeling erfassen und hochziehen. Ein riesiger Spass. Meistens wurden wir geduldet und durften mitfahren – man kannte sich. Mit dem nächsten Schiff gings dann wieder zurück. Was für mutige Piraten waren wir doch. Leider sahen das nicht alle so. Was ihr badet in dieser Dreckbrühe. Ist das nicht verboten. Ich winkte ab und dachte dabei:“ Weichei. Naja hat schon übelst geschmeckt als ich mich verschluckt habe. Sauber ist der Main wirklich nicht. “
Die Kreismülldeponie, ein alter Steinbruch mit aufgeschüttendem Erdwall bergseits, hier fand sich was gebracht wurde für unsere Seifenkisten. Gar Stahlkugeln, aus den weg geworfenen Flipperautomaten, Ausschußware der Spielzeugfabrik. Muntion für unsere Kanone, aus einem alten Wasserrohr und China-Böller aus der Faschingszeit – 100m waren drinn. Wenn die Kugeln über den Main flogen und in die alte Stadtmauer auf der anderen Seite einschlugen – fühlten wir Buben uns als die „Könige des Müll’s“ – unser kostbarer Schatz – unser Phantasiedepot. Verteidigt gegen jeden fremden Eindringling. Mit der Zeit nahm leider der Gestank immer mehr zu. Die Wälle wurden immer höher. Ein riesiger Vertichter, eine Planierraube mit zwei großen stählernen stacheligen Laufwalzen, der alles platt rollte, zog ein. Wir zogen aus.

Ja, Müll gab es damals weniger. Aber Umweltsünden gab es auch genug. Ich denke jede Generation hat ihre Probleme die gelöst werden müssen. Private Müllverbrennungen gibt es so gut wie keine mehr, Altöl wird abgegeben, leise Viertakter haben die Zweitaker größtenteils verdrängt. Im Main werden wieder Lachse angesiedelt und die Kreismülldeponie ist saniert.
Wir entwickeln uns immer weiter und das ist mMn gut so. Unsere Gesellschaft ist heute anders als damals und ihre Bedürfnisse werden erfüllt werden. Nur sollten dies nachhaltig vorwärtsgewandt geschehen.

Verpackung im Lebensmittelbereich haben auch Vorteile und große Chancen für uns. Die Ware hält länger, dadurch wird sie günstiger. Überschüsse können länger gelagert und besser verteilt werden. Kleiner Haushalte benötigen kleiner Verpackungsmengen, es wird weniger weggeworfen. Kleine Verpackungseinheiten ermöglichen uns unsere Ernährung abwechslungsreicher zu gestaltet. Die Menschheit war und wird immer auf der Suche nach besseren Verpackungen sein. In der Verpackung als solches sehe ich auch nicht das Problem.

Der Aufbau der Verpackung ist für mich das Entscheidende. Sie sollte rein zweckmäßig und auf das Notwendige beschränkt sein. Die Materialien sollten annähert vollständig wiederverwertbar sein. Die Wiederverwertbarkeit müßte das wichtigste Konstruktionsmerkmal das es zu erfüllen gibt sein. Danach kommt der ganze Rest, belegt durch Verhaltensstudien oder was auch immer.

In der haltlosen Kosumsteigerung sehe ich das wirkliche Problem. Dinge die noch funktionieren und für die Erfüllung der Aufgabe ausrechend sind werden weckgeworfen. Müll der exportiert wird, zwar teils widerrechtlich aber doch machbar. Hier sollte mehr getan werden. Der Müll sollte dort entsorgt werden wo der Müll entsteht.

Haben wir hier eine Wahl?
Ich denke JA.
Informiere dich und kreuze die richtige Politische Partei an der Wahlurne an.

Die wichtigste Verhaltensregel für mich ist jedoch:
„Gebe dein Geld sparsam und wohl überlegt aus.“


Branos


RE: Das Müll Problem

#10 von richie oak tree , 22.02.2012 21:05

Hi Anna,

Ich denke als wir kinder waren gab es nicht diesen moderene einkauf zentrums , oder supermarkts, ich weiß als kind wir sind samstags los maschiert in unseren besten anziesachen um einzukaufen , in jedemenge kleine läden. alles war frisch ( oder besser gesagt es stand auf die schilder )

aber es gab nicht diesen groß mengen wie heut zutage, unsere kinder sind alle bald raus aus denn haus ( heeh ich bin ein poet es hat sich sogar gerhymt ). aber wir sagen jetzt schon was wollen wir mit solche groß packungen.

Wenn man auspackt und sieht soviel papier ind kunststoff für so wenig inhalt , ja natürlich kann es meistens wieder verwertet aber wie viel kraft und energie ist nötig um alles herzustellen, und wie viel ist nötig um es wieder zu wieder verarbeiten?

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RE: Das Müll Problem

#11 von Anna , 24.02.2012 23:03

Danke!

da sind gute Ideen zum weiter nachdenken drin...und beleuchten das Problem für mich nochmal von anderen Seiten.

Danke für die Gehirnnahrung!

Anna

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RE: Das Müll Problem

#12 von munchkin , 01.03.2012 20:25

Du könntest an die Firmen e-mails schreiben. Ich schreibe e-mail wenn mir etwas nicht passt. Nicht als Aktivist, sondern als Mama von drei kleinen Kindern. Aber ich kaufe keine Cornflakes oder so, wo die Verpackung doppelt ist. Ich kaufe viel bei DM, und mir fällt jetzt da gerade nicht ein, wo die an Verpackung sparen könnten. Und wir kriegen ein Mal pro Woche eine Biokiste vom Biobauern. Da sind auch nur die Kartoffeln extra verpackt in Packpapier. Alles andere ist loose in der großen Box. Aber Du hast schon Recht mit dem Müll. Ach ja, die Plastikflaschen werden recycled, aber müssen die in Plastik verschweißt werden? Kann man das nicht mit einem straffen Bund machen? Wie heißen die Dinger?
Interessantes Thema. Meine Freunde (UK) haben eine Webseite darüber, sie waren damit schon oft in der Presse.
http://myzerowaste.com/
Aber ich glaube da wird kein Papier recycled. Da haben wir es hier schon besser. Trotzdem Vermeidung wäre besser als recyclen. Und ob der Grüne Punkt so funktioniert... ich weiß nicht. Besser die Firmen anschreiben, die lesen sich sowas durch. Liebe Grüße

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RE: Das Müll Problem

#13 von Dolben , 02.03.2012 09:46

Der Müll des grünen Punkts wird auch verbrannt! (nur nach außen sieht es ökologisch aus)

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RE: Das Müll Problem

#14 von Gelöschtes Mitglied , 02.03.2012 10:08

Hallo munchkin,

das e-Mail schreiben finde ich super.
Bekommst Du auch eine Antwort?

"Vermeidung wäre besser als recyclen"
Das sehe ich auch so. Braucht man wirklich "Apfelstücke" in Folie eingeschweißt. Im Stück schützt ihn seine Schale bestens. Nur Verpackung wo der Vorteil überwiegt.

Zum den Pet-Flaschen möchte ich noch eine Anmerkung machen.
Meinem Wissen nach werden weltweit gesehen die meisten Pet-Flaschen in Müllverbrennungsanlagen und Heizkraftwerken verbrannt.
In Deutschland haben wir dank der Pfandregelung einen fast vollständigen Rücklauf der Flaschen. Leider werden aber nur ca. 30% wieder zu Pet-Flaschen. Der Rest wandert kleingehackt überwiegend nach China. Dort werden daraus Textilfasern bzw. Kleidung hergestellt. Der Rücklauf bei Kleidung soll bei ca. 60% liegen. Diese Altkleidung geht nach Afrika, wird dort aufbereitet und gelangt wieder in den Handel, werden abgetragen und danach entgültig entsorgt - schön weit weg von uns. Die Energiebilanz solcher Kleidung kenn ich leider nicht - hat einer von Euch Infos?

Also doch wieder Müll und kein vollständiger Recycling-Kreislauf?

Branos


RE: Das Müll Problem

#15 von elHakim , 15.04.2012 23:22

Das Wort Recycling hättet Ihr vor 20 Jahren noch nicht einmal gekannt. Ich finde es gut, dass wir von dem Müll, der entsteht, immerhin einen Großteil wiederverwenden können.

Müllvermeidung ist eine Frage der persönlichen Einstellung. Mich stören die vielen Plastikverpackungen um die Plastikverpackungen herum. Wer aber sein Handy oder die Bohrmaschine leicht angekratzt aus dem Karton entnimmt, rennt zum Anwalt, weil die Ware nicht sorgfältig verpackt war. Schuld an der Abfallmisere ist in erster Linie der Kunde, also jeder von uns!

 
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