RE: Die Halle der Masken

#16 von Anna , 09.02.2012 09:59

Ich schließe die Augen udn folge meinem Herzen, mit dem Ziel der Halle der Masken. ICh stehe vor dem riesigen Tor aus Holz, geschnitzt mit lauter Masken und Wesen, und als ich es öffne, fühlt es sich so an, als ob ich in der Unendlichkeit selbst stehe. Hier hängen einige Masken, ich nehme viele wahr, die Frage, ist, welche zieht mich an? welcher will ich diesesmal begegnen? die Trauermaske schiebt sich in den Vordergrund, es heilt, hitner die Maske zu schauen, und den Raum dahinter zu folgen, aber deswegen bin ich nicht hier, ich will mir das aufheben, für mich, und da erschaffen Hände vor meinen Augen eine neue Maske,

Feuer züngelt neben den Augen hoch, machen die Maske weit und hoch, anstelle des Mundes ist eine Spirale, in der Wasser fließt, immer weiter, und die Stirn ist geschmückt mit den Federn und dem SPiel des Windes. Begrenzt wird alles von Holz und Erde.
Ich nehme die Maske entgegen, drehe sie um, schaue dahinter, noch ist da Leere, aber wer sie füllt, sit die Verbindende Kraft, zwischen den Elementen.

Es fühlt sich gut an, mit der HAnd in diesen energetisch gefüllten Raum zu greifen, ihn zu halten.
Und ich spüre das JA ,in mir, in ihr, sie zu tragen und zum leben zu erwecken.

Anna

Anna  
Anna
Besucher
Beiträge: 3.277
Registriert am: 09.01.2009


RE: Die Halle der Masken

#17 von Lizandra , 09.02.2012 17:17

... die stimme ist die stimmer vieler wesen, sie ist uralt und doch wie neugeboren und birgt ein raunen aus der zukunft...
"wir waren hier seit äonen, wir werden sein bis in die ewigkeit. Unser zuhause ist die Unendlichkeit. Wir kommen und gehen und sind doch immer da und niemals fort... wir kennen keine zeit, wir sind die zeit.."

die maske leuchtet in einem warmen weißen schimmer als ich sie in beide hände nehme, sie ist warm, sie ist lebendig.

Lizandra  
Lizandra
Besucher
Beiträge: 322
Registriert am: 19.01.2011


RE: Die Halle der Masken

#18 von momo , 09.02.2012 17:39

ich betrete die Halle, hohl widerhallen meine Schritte
jeder Atemzug erzeugt ein vielfaches Echo
es ist windstill
es gibt kein Leben
Fassaden mit Leeren Augen
hohlen Mündern ohne Worte

Von weit hör ich die Worte meiner Schwester
ein Bildnis aus Marmor betrachtend:
man glaubt man braucht es nur anzuhauchen
und es würde zum Leben erwachen

ich beginne zu hauchen
ein Hauch für jede einzelne Maske
die Schnüre reissen
ich hauche weiter
sie fallen zu Boden
ich hauche weiter
der Boden ist übersät mit Masken
ich hauche weiter
die Halle löst sich auf wie Nebel in der Sonne
ich hauche weiter
ich hauche weiter
und steh in einem blühenden Garten

momo

momo  
momo
Besucher
Beiträge: 73
Registriert am: 01.06.2011


RE: Die Halle der Masken

#19 von Fingayin , 09.02.2012 23:57

...lautlos fällt die Tür ins Schloss.
Finsternis.Absolute Finsternis.
Er hällt den Atem an.Kein Geräusch.Nichts.
Augen die sich an Dunkelheit gewöhnen.Schatten.
Schatten?!...und in Bewegung...
Schleichend,geduckt geht er zwischen die Schatten.
Eine Stimme in seinem Kopf.Flüsternd,drängend.
Er geht in die Richtung.
Die Schatten der Masken die von oben herabhängen.
Vielfältig ihre Art.
Abschrenkende,schockierende Masken in allen Lebenslagen.
MASKEN der Menschen in allen Fasetten.
Ihn zieht es weiter zu der Stimme die Ihn ruft.
Ein Glimmen in der Finsternis und all den Abgründen des sich verstellens um Leben zu können.
Ein Licht fällt auf eine Maske...schimmerndes grün,umrankt mit Pflanzen und spitzen Ohren.
Es zieht Ihn zu Ihr,der Stimme folgend.
Er läuft um die Maske die Ihm nachblickt und sich mit Ihm dreht...
Seine Hand streckt sich nach ihr...und sie steht still.
Wartend.
Er nähert sich ihr von hinten,und schaut in das weiße innere.
Makelos und rein...und da ist noch etwas.
Er legt langsam sein Gesicht in dieses weiße makelose innere...
Sie legt sich an.Anschmiegsam wie eine zweite Haut.Spitze Ohren werden zu seinen,Wurzeln der Pflanzen dringen in Ihn ein und werden ein Teil von Ihm.
Seine Bewegungen werden geschmeidiger,katzenhaft.
Laufen,immer schneller läuft er auf die Wand zu und...springt...durch die Wand.
Sein Fall ist kurz und er landet auf allen vieren...
Langsam richtet er sich auf,in einer Wellenbewegung wird er eins mit seinem Umfeld.
Willkommen zu Hause...hört er sein zweites Gesicht...
Lächelnd hinter der Maske läuft er los,eins mit Elfen,Feen,Gnomen,Zwergen...mit den Geistern der Pflanzen im Einklang...
Zu Hause...sagt die Stimme...

 
Fingayin
Besucher
Beiträge: 2.737
Registriert am: 14.08.2009


RE: Die Halle der Masken

#20 von Thaddaeus , 10.02.2012 01:21

Dunkelheit. Stille.
Langsam erwachst du, spürst das Leben in deinen Gliedern. Du schlägst die Augen auf.
Dunkelheit. Nein - ein fahles Leuchten, die Entfernung kannst du nicht erkennen. Doch, nahe an dir dran. Etwas versetzt beginnt ein weiteres Leuchten, ganz leicht, doch erkennbar. Dahinter ein drittes, dort ein viertes, links von dir fünf und sechs. Das erste Leuchten wird hell genug, daß du das Objekt erkennen kannst. Es ist eine Maske. Immer mehr Masken erscheinen aus der Dunkelheit, sie schweben um dich herum. Du erkennst nur ihre Innenseiten, von allen nur das Innere, du weißt nicht, wie sie von vorne aussehen und wirken. Aber du erinnerst dich. Das da ist die Maske, die deine Mutter dir nach der Geburt aufgesetzt hat, das dort die deines Vaters. Dort sind die Masken deiner Tanten, Geschwister und der restlichen Familie, hier schälen sich die Masken heraus, die dir deine Bekannten und Freunde aufsetzten, da hinten die der Kollegen und ganz da drüben die der flüchtigen Begegnungen und Passanten. Die meisten der Masken scheinen nicht sehr detailgetreu hergestellt zu sein, aber die deiner Mutter und deiner liebsten Freundin lassen die liebevolle Kleinstarbeit erahnen, die in ihnen steckt. Auch deine Gegner haben feinere Masken für dich hergestellt als die der Passanten, die deines ärgsten Feindes wiederum ist nur mit Mühe anpassbar und hat fast keine erkennbaren Züge.
Langsam erscheinen die letzten Masken, die, die du dir selber hergestellt hattest, um sie den Masken der Anderen anzupassen. Selbst von ihnen kannst du die Außenseite nicht richtig erkennen, auch wenn du sie guten Gewissens gemacht hattest. Es gab eine Zeit, da war dir Konformität wichtig, da sollte die oberste Maske zu denen passen, die die anderen für dich gemacht hatten.
Die dahinten, mit dem langen Riss; die hattest du von deiner ersten Liebe. Die dort ist grob gespachtelt, aber sie passt wie angegossen; dein Kind hat sie für dich gemacht.
Du siehst hinunter auf deine Hände, mit Farbe bekleckst. Dein neuestes Werk. Sie passt nicht wirklich zu den anderen Masken - zumindest nicht zu allen. Sie ist anders, bunter an manchen Stellen, aber weniger ausgeprägt. Du hältst sie dir kurz vor's Gesicht und sie macht den Eindruck eines eingetragenen Schuhs an deinem Fuß. Das ist die Maske, die dir passen würde, aber sie passt nicht wirklich zu den anderen, die dir gegeben wurden, da bist du dir sicher; würdest du mit ihr erkennbar sein? Willst du das überhaupt?
Sanft streichst du über die Masken in deiner Nähe. Es verlockt dich, ihre Außenseiten zu sehen, aber du bist dir nicht sicher, ob du das wirklich solltest. Manchmal hast du dir Masken von Anderen beschreiben lassen, einmal hattest du ein Video von dir gesehen mit einer albernen Party-Maske - sie hatte dir nicht gefallen, aber auch sie gehörte dir. Da hinten in der Ecke liegt sie, verstaubt, nie wieder genutzt. Dort die Larve, die du dir zulegen musstest, um ein Mindestmaß an Frieden zu erhaschen, dort diejenige, mit der du jemanden hättest verführen können; über dir die geheime Maske, du du wohl keinem zeigen würdest. Und, direkt vor dir, die beiden Masken, die du bislang so lange getragen hattest und dir wie eine zweite Natur geworden sind.
Welche möchtest du heute aufsetzen?

Thaddaeus  
Thaddaeus
Beiträge: 62
Registriert am: 16.01.2012


RE: Die Halle der Masken

#21 von Sinaris , 12.02.2012 09:37

Geckernde Laute stören die Ruhe und die Masken an den Fäden wandeln Ihren Blick hinter Dich. Als Du herumfährst siehst Du eine Hyäne die nervös und leicht ängstlich, immer wieder näher kommt und dann wieder zurückweicht. Dabei erschallt immer wieder dieses anstrengende lachenartige Geräusch.

Es mag Dich fast verleiten auch unruhig vielleicht sogar ärgerlich zu werden aber als Du Dich dagagenstemmst und es sogar schaffst es vorbeigleiten zu lassen, wird das Tier ruhiger. Inzwischen schwingt nurnoch der Kopf von Seite zu Seite und du kannst erkennen das der ganze Körper mit glänzenden Tauperlen übersäht ist, als sich die Hyäne wieder näher wagt. Fast bei Dir angekommen macht das Tier einen unscheinbaren Schritt zu Seite in einen Silberfaden.

Sofort glühen die Tautropfen zu einem blendenden Licht und als Du wieder erkennen kannst, hängt die Tiermaske vor Dir. "Ich wollte das Du mich bemerkst" Da schliessen sich kurz die Augen der Maske. und aus dem Haupt dreht sich ein knorrig, braunes Geweih mit Perlen in schimmerndem weiß als Knoten. Auch der klare Tau im Gesicht ist nun zu milchigem Perlmut geworden und das verzerrte Grinsen zu einem einfachen Lächeln, das die Fänge viel sanfter erscheinen lässt.

Da öffnen sich die Augen wieder. Schön das Du mich liest und malst. Ich mag in schlechten Träumen was Dich fürchtet mit Dir auslachen. Kalt und nass kann hell funkeln und glitzern. Und was glitzert kann das Herz wieder warmlächeln.

Sinaris  
Sinaris
Beiträge: 882
Registriert am: 15.06.2009


RE: Die Halle der Masken

#22 von Kysara , 12.02.2012 11:25

Es ist wieder Ruhe in der Halle eingekehrt. Ruhe und eine samtweiche Dunkelheit.
Einzelne Masken geben ein wenig Streulicht ab, die Masken die bisher erhellt wurden.

Da lenkt ein Glitzern von weiter hinten das Augenmerk auf sich, eine Maske, in einem Bereich, der bisher im Dunkeln lag.
Warm und rot, wie Feuerfunken, steigt es immer wieder auf und du näherst dich dieser Maske.

Sie dreht sich an einem unsichtbaren Faden und immer, wenn das innere zu dir zeigt, scheint das Leuchten verschwunden. Aber wenn die Vorderseite sich dem Betrachter zuwendet strahlt es wie die Glut eines Lagerfeuers und kleine Flammen züngeln an der glatten Oberfläche der Maske empor, und kleine Funken erhellen das Antlitz und den Betrachter gleichermassen.

"Ich bin der Phoenyx in dir. Ich bin die Göttin Brighid, die dein Herz mit ihrem Feuer erhellt. Ich bin der Lebensfunke, der nie erlischt. " schallt es leise und doch unglaublich stark in deinem Geiste.

Kysara  
Kysara
Besucher
Beiträge: 21
Registriert am: 26.01.2012


RE: Die Halle der Masken

#23 von elHakim , 12.02.2012 21:26

So sieht es die Maske: "Ich bin der Mittler zwischen dir und deiner Außenwelt" Nimm mich ab, aber wirst du, Gesicht, mit der Welt da draußen fertig werden? Und du, Welt, willst du wirklich ein unmaskiertes Gesicht sehen?" So weit, so gut. Doch wer schützt alle davor, wenn die Maske ein Eigenleben führt?

 
elHakim
Beiträge: 647
Registriert am: 09.08.2010


RE: Die Halle der Masken

#24 von Fingayin , 12.02.2012 23:49

Zitat von elHakim
So sieht es die Maske: "Ich bin der Mittler zwischen dir und deiner Außenwelt" Nimm mich ab, aber wirst du, Gesicht, mit der Welt da draußen fertig werden? Und du, Welt, willst du wirklich ein unmaskiertes Gesicht sehen?" So weit, so gut. Doch wer schützt alle davor, wenn die Maske ein Eigenleben führt?



Er schüttelt den Kopf...eine Stimme in der Halle...nein.
Diese Welt ist bereit das sich jedes Lebewesen maskenlos dem anderen zeigen kann.
Nur gibt es eine Gattung die sich sehr schwer tut,zu erkennen und zu verstehen.
Er dreht sich zurück in die Dunkelheit.
Schatten.Ohne Ende Schatten von Gesichtern aller Art.
Wird diese Halle einmal leer sein,sind wir am Ziel.

 
Fingayin
Besucher
Beiträge: 2.737
Registriert am: 14.08.2009


RE: Die Halle der Masken

#25 von momo , 13.02.2012 08:07

seh ich auch so
und wie bringen wir diese Halle leer?
momo

momo  
momo
Besucher
Beiträge: 73
Registriert am: 01.06.2011


RE: Die Halle der Masken

#26 von Fingayin , 19.02.2012 11:52

 
Fingayin
Besucher
Beiträge: 2.737
Registriert am: 14.08.2009


RE: Die Halle der Masken

#27 von Kysara , 19.02.2012 12:43

Ziemlich interessant, was da losgetreten wurde. Wofür Karneval nicht alles gut ist

Aber ich frage mich gerade ob es hier wirklich Ziel der Übung ist, die Halle zu leeren? Ich dachte, es war ein Gedankenspiel um auch die unterschiedlichsten Facetten zu erschaffen und sie miteinander agieren zu lassen?

Auch wenn ich jetzt damit meiner eigenen Aussage (Gedankenspiel) zuwieder handele, aber interessant finde ich auch ElHakims Beitrag, "Doch wer schützt alle davor, wenn die Maske ein Eigenleben führt?"

Was passiert, wenn die Maske solange getragen wurde, das sie ein Eigenleben entwickelt, wenn die Maske der Träger wird?
Ist das möglich? Oder bleibt irgendwo noch etwas vom alten Träger zurück und wird er vielleicht selbst zur Maske?

Kysara  
Kysara
Besucher
Beiträge: 21
Registriert am: 26.01.2012


RE: Die Halle der Masken

#28 von Sinaris , 21.02.2012 15:12

Zitat von momo
seh ich auch so
und wie bringen wir diese Halle leer?
momo



Hmm... ich versuche zu einer Halle der Masken zu inspirieren und Du willst sie leeren? Warum?

Sinaris  
Sinaris
Beiträge: 882
Registriert am: 15.06.2009


RE: Die Halle der Masken

#29 von Fingayin , 21.02.2012 16:11

Das war auf mein Posting gemünzt.

 
Fingayin
Besucher
Beiträge: 2.737
Registriert am: 14.08.2009


RE: Die Halle der Masken

#30 von wolfmagnus , 21.02.2012 19:46

Ich stehe in der riesigen, dunklen Halle, komme mir verloren, verlassen und einsam vor. Kalt ist die Halle. Zu groß für mein Empfinden, für meine Begriffe.

Weicher weißer Nebel steigt um mich auf, undurchdringlich, dicht.


Weiß.

Weich.

Undurchdringlich.


Als sich der Nebel wieder lichtet, erscheint vor mir eine Maske mit glänzenden Augen, rund und schwarz wie Obsidian. Stechend u wissend. Fixierend und erkennend. Mich erkennend, Dich erkennend…

Die Augen sind umgeben von hellen, braunen Federn mit goldenem Glanz. Weich, flauschig, sonnenfarben. Der gebogene, scharfe Schnabel ist leicht geöffnet, als wollte er einen durchdringenden, schneidenden Ruf ausstoßen.

Riesenhafte bernsteinfarbene Schwingen umgeben die Maske.

„Willst Du mit mir fliegen? Hoch in den Himmel, über die Wolken und hinauf an die Sonne?“ fragt die Maske. „Hast Du den Mut, einen Flug zu wagen ins Ungewisse? Hast Du den Mut, mir zu vertrauen, woimmer ich Dich auch hinbringen mag?“

„Warum soll ich fliegen?“ frage ich zurück. „Ich bin ein Mensch. Ein Mensch, der auf die Erde gehört, der mit beiden Beinen fest im Leben steht!“

„Fliege, weil es Freude macht! Pfeilschnell durch den Himmel! Schwebend durch die Wolken! Wie der Blitz zurück auf die Erde! Stürze Dich von oben in den blauen See, der inmitten der weißen Berge liegt. Jage am Himmel, beobachte das Grün u Braun und Grau der Erde. Raste in den hohen Wipfeln der Eiche. Stürze Dich in Neues, weil Dich danach dürstet! Es ist großes Vergnügen, pure Freude, reines Leben! Komm, fliege mit mir!"


Als ich zögere, steigt wieder weicher weißer Nebel um mich auf, undurchdringlich, dicht.


Weiß.

Weich.

Undurchdringlich.


Werde ich - wirst Du - den Mut aufbringen, mit dem Adler zu fliegen?

 
wolfmagnus
Besucher
Beiträge: 122
Registriert am: 19.05.2010


   


Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de