autistische Kinder

#1 von sarima , 02.01.2012 13:02

Hallo liebe Menschen

Ich bin neu in der Runde und habe schon einige Beiträge hier gelesen. Der letzte war einer zum Thema: demente Menschen, also Menschen, die in anderen Dimensionen unterwegs sind und uns ab und an noch mal besuchen kommen, so denke ich es manchmal. da ist mir eins meiner Lieblingsthemen eingefallen und ich hab noch nix darüber hier gefunden. Es geht um autistische Menschen. Ich selbst arbeite mit einem autistischen Mädchen täglich in einer Grundschule.

ich hab mal die Definition rausgesucht zum besseren Verständnis:

"Autismus, von der WHO als eine tiefgreifende Entwicklungsstörung klassifiziert, wird von Ärzten, Forschern, Angehörigen und Autisten selbst als eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns beschrieben, die sich schon im frühen Kindesalter bemerkbar macht. Andere Forscher und Autisten beschreiben Autismus als angeborenen abweichenden Informationsverarbeitungsmodus, der sich durch Schwächen in sozialer Interaktion und Kommunikation sowie durch stereotype Verhaltensweisen und Stärken bei Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Intelligenz zeigt. Schätzungen gehen von einigen hundertausend Betroffenen in Deutschland aus." (aus: http://www.connection.de/artikel/gesundh...t-autismus.html) Im Artikel ist noch mehr über dieses "KRankheitsbild zu erfahren.

Dieses Menschenbild hat mich schon seit meiner Ausbildung zur Ergotherapeutin fasziniert. Inzwischen habe ich auch ein sehr interessantes Buch gelesen: "The Horseboy" oder inzwischen auch in deutsch synchronisiert als Film erschienen: "Der Pferdejunge". Es ist ein Bericht, eine Dokumentation über eine Familie mit einem autistischen Jungen, die eine Reise in die Mongolei zu einer Gruppe Schamanen machen und den Jungen und sich dort behandeln lassen. Ich war sehr begeistert!

Ich wüde mich mit Interessierten gern über dieses Thema austauschen, über Sichtweisen, über Wahrnehmung, darüber, wie ihr evtl. mit diesen Menschen in Kontakt kommt, denn das ist die Schwierigkeit bei diesen Menschen.

Bis bald also und LG

Katja

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RE: autistische Kinder

#2 von Ceridwen , 03.01.2012 17:21

Ein Cousin hat einen autistischen Sohn.Er ist gar nicht zugänglich.
Weihnachten hatten wir einen autistsichen jungen Mann zu Gast.Eine interessante Erfahrung. Er hat wirklich nur sein Ding gemacht,egal was um ihn herum war.Rücksicht war ein Fremdwort.Erst dachte ich, er versteht nicht, das andere schlafen wollen, doch das konnte er nachvollziehen,war aber nicht bereit, das dann auch zu tun.Musste mich da ganz schön durchsetzten.
Er war jemand, der nur sich sah.Für mich ein Lehrstück in eigenen Weg gehen und seine Grenzen.

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RE: autistische Kinder

#3 von sarima , 03.01.2012 21:28

Ja, oft sind sie sehr egozentrisch, aber sie sehen die Dinge einfach so wie sie sind, sie dichten nix dazu oder ziehen ab. ihnen fehlt der Bezug zu Emotionen, sie bewerten nicht emotional sondern rational, glaube ich. Oft sind Sachen für sie selbstverständlich, sie halten sich nicht an Ordnung und Werte die für sie keinen Sinn ergeben. Eine eigentlich ganz vernünftige Einstellung?!

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RE: autistische Kinder

#4 von Ceridwen , 07.01.2012 04:37

Kommt darauf an. Wenn Werte von anderen verletzt werden, und das bewusst,finde ich das nicht ok. Oder man ganz bewusst sein Ding nur macht, sagen wir in diesem Fall einfach die Nacht durch am PC spielen und dann deshalb nicht zur Arbeit gehen. Aber auf der anderen Seite auf alle und jedes zu schimpfen.

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RE: autistische Kinder

#5 von Morgenstern* , 11.04.2012 10:29

Hallo zusammen

eine Klienten bat mich mal für ihren behinderten Sohn zu reisen. Auch er hat autistische Züge (dazu noch einige andere Einschränkungen)
Auf der "Reise" habe ich erfahren das er unter eine Entwicklungsverzögerung im Mutterleib leidetet, ist ist quasi zu spät "inkarniert" und ist dadurch im Mutterleib nicht ausgereift.
Hefen würden ihm alles was dieses nachepfindet .. ständige Geräusche, Warmes Wasser, deämpftes Licht
Und wie sie mir bestätig hat, beruhigen ihn all diese dinge ungemein so das er teilweise zugänglicher und aufmerksamer wurde.

Ich durfte auch kurz mal fühlen, wie es ist... Jede Energie von außen, prallte auf eine Art Glaskonkon der mich umgab und war schmerzhaft.. egal ob Berührung, oder alleine der Gedanke des anderen. Da half wirklich nur ganz bei sich selbst zu bleiben und keinen Kontakt zur Außenwelt herzustellen.

Ich weiß nicht ob es bei jedem gleich ist, aber ich fand diese Informationen unheimlich spannend.


lieben Gruß
Morgenstern*

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