Ritual Wetterzauber

#1 von Theatertyp , 17.12.2011 13:25

Hallo,

wer kann mir helfen: Ich bin Regisseur und Theaterautor und schreibe gerade ein Stück in dem ein Zauberer (16. Jahrhundert, Odenwald) ein Ritual durchführt und es daraufhin im Herbst zu schneien beginnt. Bei der Figur handelt es sich um einen sogenannten Knodener, Knoden ist ein Dorf im Odenwald von dem bis in die Zeit der napoleonischen Kriege behauptet wurde, dass die Bewohner immer Heiden geblieben sind.

Der Wintereinbruch ist eine zentrale Stelle des Stückes und das Ritual soll fernab jeder Fantasy gewurzelt sein in Ritualen wie sie von Geheimkulten und Druiden zur Beeinflussung des Wetters wirklich stattgefunden haben.
Aufgrund meiner Recherche weiß ich zwar, dass es zahlreiche Rituale in dieser Richtung gab, aber nicht wie sie im Detail ausgesehen haben.

Ich hoffe hier ein Paar Antworten oder Anregungen für weitere Recherche finden zu können.
Hoffe, dass ich keine Anhänger irgendeines druidischen Glaubens mit der Bitte beleidige. Seht es mir nach. Und danke im Vorraus!

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RE: Ritual Wetterzauber

#2 von Urs , 17.12.2011 16:42

Hallo Theatertyp,

ich würde Dir empfehlen, das gewünschte Wetter-Ritual entweder aus der Fantasie zu erschaffen oder Dich an die Folterprotokolle der mittelalterlichen Hexenjäger zu halten .. dort findest Du einige "Aussagen" darüber, wie angebliche Zauberer und Hexen angeblich Stürme und Unwetter heraufbeschworen haben. Natürlich sind diese Beschreibungen erpresster Unsinn und im Wortlaut zumeist von Inquisitoren erdacht - aber genau deshalb funktionieren sie sicher ganz wunderbar für nicht-heidnisches Publikum. Du wärst womöglich überrascht, wie unspektakulär 'echte' Rituale sind .. Knalleffekte sind die Sache der Naturreligionen idR nicht.

Was 'echte' Wetterzauber betrifft ...

Zum Einen spielt mensch nicht mit überlieferten Ritualen. Das hat etwas mit Respekt für das Numinose und die überliefernde Kultur zu tun. Ein überliefertes Ritual sollte immer 'ernsthaft' (im Sinne der Intention, nicht unbedingt im Sinne des Gemütszustandes) und möglichst genau ausgeführt werden, da jede Ausführung die bestehende Ritual-Energie beeinflusst - stärkt oder schwächt, je nachdem wie es ausgeführt wird - und das beeinflusst wiederum jede_n der jemals dieses Ritual ausgeführt hat oder ausführen wird. Mit dem Wissen geht also eine große Verantwortung einher. [Anmerkung: Für neu entwickelte oder durch Träume / Visionen / Meditationen wiederentdeckte Rituale gelten nochmal andere Regeln bzw. eben nicht; aber das würde zu weit führen.]

Zum Anderen stimmt es zwar, dass in Dichtungen über Zauberkundige immer wieder beschrieben wird, dass z.B. im Kampf Nebel heraufbeschworen wird oder ein starker Wind oder Sturm, um z.B. angreifende Schiffe abzuwehren - aber über grossflächiges Herumpfuschen mit dem Wetter bzw. den Jahreszeiten habe ich bisher noch nichts gelesen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Druiden oder weise Frauen / Männer so gegen die Natur handeln würden -> Ein viel zu früher Wintereinbruch, Schnee bereits im Herbst, bedeutet womöglich Verlust der Ernte, hungernde + frierende Menschen im echten Winter, verhungerndes Vieh, sterbende Bäume und Pflanzen, weil sie ihre Kraft noch nicht in die Erde zurück gezogen haben, Wildtiere mit mangelndem Winterspeck und -vorräten, die es also nicht bis zum nächsten Frühling schaffen .. was Hunger und Not auch im folgenden Jahr für Pflanzen, Menschen und Tiere bedeutet.

Ich kann mir keine Druidin und keinen Hexer denken, die/der dem Land und seinen Lebewesen so etwas antun würde; auch hier: mit großem Wissen kommt große Verantwortung - im Falle unserer Ahnen die Verpflichtung, für das Land und alles Leben Sorge zu tragen.

Herzlichen Gruss
Urs

 
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RE: Ritual Wetterzauber

#3 von Dolben , 17.12.2011 18:57

Soweit ich weiß konnten die keltischen Vierecksschanzen das Wetter beeinflussen. (nach ähnlichem Prinzip eines Orgonit-Cloudbusters). Bzw Druiden die in so einer Schanze ein Ritual machten.

Bei der Schanze, dem Cloudbuster, dem Ritual abhaltenden Druiden entsteht (meiner Meinung nach) so eine starke Energie, die eine Beeinflussung des Wetters zur Folge hatte.
Die Vierecksschanze war durch ihre Konstruktion, Erdschichten-Gesteinsschichten etc, ein Energiegenerator.

Diese Beeinflussung wird immer mit einer 'Harmonisierung' des Gesamtwettergeschehens gemacht.

Aber auch ein einzelner Mensch ohne 'Energeverstärker' kann das Wetter durch seine Gedankenenergie/-kraft und Ritualenergie (die zu den Gedanken addiert wird) das Wetter ein wenig beeinflussen.
Ich selbst hab schon bei bewölktem Himmel Sonnenschein erzeugt!

Lass Deine Schauspielfigur an einem besonderen Ort ein Ritual (er ruft die Natur an und schreitet einen Kreis{einen Rechtskurvenkreis}) machen. Ein bißchen kreativ sein. Und dann ändert sich das Wetter!

Viele Grüße Dolben

PS: das Sprichwort 'Der Geist beherrscht die Materie' stimmt und trifft im letzten Falle zu. Es würde hier heißen 'der Geist beherrscht das Wetter'.

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RE: Ritual Wetterzauber

#4 von Theatertyp , 18.12.2011 12:28

Hey Leute,

Danke erstmal für eure Antworten.

Zu deinen Bedenken Urs: Sehr richtig, ich denke, dass es weder klug, noch weise wäre das Wetter zu beeinflussen. Meine Figur handelt in dieser Szene allerdings nicht weise, sie handelt aus Mitleid und bewirkt damit im weiteren Verlauf der Handlung sehr viel schlechtes. Es ist ja nicht mein Ziel etwas idealtypischers Darzustellen, sondern etwas Konflikt behaftetes.
Zu deinen Bedenken was das SPiel mit überlieferten Ritualen angeht: Diese Bedenken hatte ich auch. Es geht mir auch nicht um die Verballhornung und das Ausnutzen überlieferter Rituale, sondern darum den volkstümlichen druidísch/schamanischen Glauben ernst zu nehmen. Ich versuche eben etwas zu finden, dass möglicher Teil eines Rituales gewesen sien könnte.

Ich fürchte aber ich muss meien Frage noch etwas präzisieren. In der Literatur zu den Einflüssen alter schamanistischer und druidischer Rituale in der Alltagswelt der Bevölkerung des christlichen Mittelalters Gibt es eine Reihe von Grundprinzipien die das magische Denken des Mittelalters (Ich zitiere aus dem Band: Verzauberte Welt; Joseph Schopp):

Symphatische Magie: Die Wirklichkeit steht nach magischer Weltsicht in einem symphatetischen Zusammenhang. Das Geschehen in der Welt verläuft nicht kausal nach erkennbaren ehernen Naturgesetzen, sondern nach einem geheimen Übereinstimmen der Dinge und Wesen, es beruht auf Sympathie und Antipathie, es besteht ein Abhängigsein in Liebe und Haß, ein für und Wider aller Dinge am Himmel und auf Erden.

Analogische Magie: Das bewirkende Prinzip innerhalb der Sympathie aller Dinge ist invielen Zauberhandlungen die Analogie. Äußßere Ähnlichkeiten zwischen den Dingen oder Vorgängen werden für wesentlich gehalten. Das Bild oder die imitatorische Handlung vertritt das Ding oder den Vorgang selbst.

Vor allem auf dem Gedanken der Analogie aufbauend, käme mir also eine Handlung in den Sinn die analogisch den Wintereinbruch symbolisiert. Da es an einem bestimmten Ort stzattfinden soll (Wien 1529 während der Türkenbelagerung). Sollte es ein Symbl für den Ort Wien geben. Etwa ein klumpen Erde aus Wien. Daraufhin ein Symbol für die Veränderung des Wetters (ich hab mir jetzt noch ncihts gutes Ausgedacht, sagen wir mal:) Die Figur lässt weissen Dans auf diesen Klumpen durch ihre Finger gleiten. In vielen Ritualen wird auch noch ein Erdspiegel verwendet...

Bin ich mit diesen Vorstellungen schon zu Nahe an der Verballhornung oder kennt jemand solche Arten von ritueller Beeinflussung der Welt im druidisch/schamanistischen Sinne?

Nochmal Danke!

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RE: Ritual Wetterzauber

#5 von Lily , 19.12.2011 13:43

Ach weisst du... ich würde mich da nicht so verkopfen.

Zitat
Aufgrund meiner Recherche weiß ich zwar, dass es zahlreiche Rituale in dieser Richtung gab, aber nicht wie sie im Detail ausgesehen haben.

Mir wäre auch kein überliefertes bekannt, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

Kuck mal, was ich gefunden habe: ein Gratis-PDF fon Gardners "High Magick's Aid". Darin ist enthalten, wie sich Gardner solche Rituale im Mittelalter in der frühen Neuzeit vorgestellt hat... so ab S. 160.
http://ebookbrowse.com/high-magic-s-aid-...-pdf-d105852632

Wenn du solche Elemente von Hoch-/Ritualmagie verwendest stehst du auch keinem auf die Füsse, der Naturreligion betreibt.... du musst dir vorstellen, dass im 16. Jahrhundert ein Magier, der etwas auf sich hielt, eher in der Richtung praktizierte. Lies mal Agrippa.... das ist total christlich geprägt....

Du hast ja sowieso nicht allzuviel Zeit in dem Stück oder? dann soll er halt einen Kreis beschreiben, z.B. mit Kreide.... paar Okkulte Symbole in die 4 Himmelsrichtungen malen... Weihrauch... Anrufungen in die 4 Richtungen murmeln....

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RE: Ritual Wetterzauber

#6 von Maienfalke , 20.12.2011 17:06

Interessante Sache, die Du da vor hast, Theatertyp. Ich bin selbst ausgebildeter Schauspieler - einfach ab dem 28.12.2011 auf dem NDR die "Jümmer Justizgeschichten" einschalten, um Dich zu überzeugen. Demnach kann ich mir ungefähr vorstellen, was Du inszenieren möchtest.
Nebenher studiere ich Germanistik, mit Schwerpunkt auf die Mediävistik, hab also öfter mal mit mittelalterlichen Zaubern und Sprüchen zu tun.

Mittelalterliche Zaubersprüche bestehen i.d.R. aus historiola und incantatio - also der Erzählung und der Beschwörung. Im Spätmittelalter verschmelzen diese Bestandteile auch oft miteinander. Als klassische Beispiele sind da z.b. die Merseburger Zaubersprüche oder diverse Wurm- und Pferdesegen.
Dabei ist es wichtig, dass anfangs eine alte Kraft (meist Naturkräfte oder Götter, ab dem Hochmittelalter natürlich nur noch "Gott") angerufen wird, die das Vorhaben unterstützt. Dies geschieht meist, indem eine entsprechende Tat der Gottheit oder einfach die Kraft selbst erzählt und benannt wird.
Es folgt die Beschwörung bzw. die Bitte, etwas im Hier und Jetzt zu vollbringen. Nicht selten wurde dies mit demonstrativen Handlungen begleitet. Ein wurm (mhd. wurm = Krankheitserreger, segen = Zauber jeder Art) wurde z.B. oft in ein Stück Holz oder einen Pfeil getrieben und dann verbrannt oder weggeschossen.
Mehr dazu findest Du in einer guten Übersicht bei Hilkert Weddige, im Reclam-Heftchen "Antike Zaubersprüche" oder bei Heinzle und Bumke.

Inszenieren könntest Du den Spaß vielleicht so: Lass den Protagonisten einen Kreis ziehen - damit fängt mehr oder minder jedes antike und heutige Ritual an. Du trittst damit keinem auf die Füße und bist auch historisch korrekt.
Danach steht dein Protagonist mit erhobenen Armen in der Mitte des Kreises und erzählt kurz eine Geschichte zur Kraft (historiola), die er anrufen möchte. So nach dem Motto: "X hat vor langer Zeit den Winter gebracht, in dem er zu den Wolken hinauf reichte und den Schnee über die Lande schüttelte." Lass deiner Phantasie freien Lauf und passe die Geschichte deinem Stück an.
Danach ist die Idee mit dem Kunstschnee, der durch die Finger rieselt, eigentlich echt gut. Nimm aber anstatt der Erde lieber einen Backstein o.ä. - sonst haust Du Natur mit Natur und Element gegen Element (was prinzipell reichlich ungesund werden kann und deshalb von einem Druwid oder Naturspirituellen Menschen eher nicht praktiziert würde), dabei sind es doch eigentlich die Menschen, die den Winter abbekommen sollen, oder? Da fände ich einen menschengemachten Backstein, auf den Schnee rieselt, besser. Lass den Protagonisten dazu eine klassische Beschwörungsformel à la "Möge X nun in die Wolken greifen und Schnee bringen nach Wien zum 9. Mond des Jahres!" aufsagen.
So hast Du eine wunderbare magische Handlung, die in Form und Farbe den heidnischen mittelalterlichen Bräuchen (ja, sowas gibt's! ) entspricht, aber trotzdem niemandem auf die Füße fallen sollte.

Soweit von mir. Gern steh ich hier oder per PM und Mail und Telefon weiter zur Verfügung. Sowohl zur Beratung, als auch auf der Bühne!

Herzliche Grüße,
Maienfalke

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RE: Ritual Wetterzauber

#7 von piwo , 20.12.2011 17:32

[quote="Maienfalke"]Interessante Sache, die Du da vor hast, Theatertyp. Ich bin selbst ausgebildeter Schauspieler -
Sehr schön beschrieben
Da drängt sich mir die Frage auf: lässt sich da nicht ein eigener Film drehen mit dem Thema warum die Menschen damals gefoltert und umgebracht worden sind?

 
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RE: Ritual Wetterzauber

#8 von Maienfalke , 21.12.2011 19:55

Zitat von piwo

Zitat von Maienfalke

Da drängt sich mir die Frage auf: lässt sich da nicht ein eigener Film drehen mit dem Thema warum die Menschen damals gefoltert und umgebracht worden sind?




Lässt sich sicher. Da sind nur zwei Dinge, die im Vorhinein geklärt werden müssten:
1.: In welche Richtung soll das gehen? Doku? Spielfilm? Whatever?
2.: Wen begeistern wir für die Finanzierung eines solch tollen Projektes?

Wenn Du dahin gehend Ideen hast, bester Piwo, dann kümmer ich mich um den Rest.

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RE: Ritual Wetterzauber

#9 von piwo , 22.12.2011 11:14

Zitat von Maienfalke
1.: In welche Richtung soll das gehen? Doku? Spielfilm? Whatever?


mh, da gibt gerade einen Film, der sich nennt "der Film deines Lebens". Er ist in Spielfilmform aufgebaut und ist eine ideale Idee bestimmt Information zu transportieren, Ich finde diesen Film .

Finanzierung

 
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RE: Ritual Wetterzauber

#10 von DannyDawn , 27.09.2012 01:39

Moin moin...
Sorry dass ich das Thema wieder ausgrabe jetzt nochmal mit reinpfusche - und das auch noch als Neuling *pfui*
Aber... ist ein Ritual selbst nicht nur eine Verbildlichung, eine "Nach-Aussen-Bringung" eines Energieflusses, eines Glaubens?
Genauso wie die Religion selbst, also der Glaube, nicht greifbar ist, die Gottheit nicht vorhanden ist, weil eine Bibel oder heilige Schrift ein ungefähres Bild zeichnet, sondern weil der Gläubige von dieser überzeugt ist. Dieses "Bildnis" gibt nur Anhaltspunkte, damit man als Mensch, zu denen bekanntermaßen ja auch Druiden, Hexer und sonst was für Magier (und natürlich Pfuscher und Scharlatane) gehören, einfach die Energie konzentrierter leiten kann, indem man sich verbildlicht dann vorstellen kann, wer wie warum aussieht und was macht und durch bewusste Nennung und Verbildlichung seinem Unterbewusstsein den Unterschied und "Empfänger" der energetischen Botschaften klar machen kann.

Dazu (also zur bewussten Kontrolle dieses "Energieflusses") muss man aber entweder per Geburt auserwählt sein oder es in hartem Training lange erlernt haben.
So ähnlich wie verschiedene Mönchsgruppen aus Fernost mit ihrem Chi tolle Dinge anstellen können, die für uns Europäer jeder Logik widersprechen... wie z.B. Eisenstangen auf dem Kopf zerschlagen, einen Nagel durch eine Glasscheibe werfen, ohne dass diese zerspringt, was nicht einmal modernste Waffen schaffen.
Was ich damit sagen will, ob ich nun den original Spruch eines gallischen Druiden von vor 2.564,3 Jahren oder irgendein halblateinisches Gefasel runtersprech.
Ob ich nun echte Opfergaben und Tierkadaver, bzw. Teile davon (Schlangenkopf, Rattenzahn, Krähenfuß, etc. ) verwende oder Styropor-Ziegel...
Der Natur und dem gesamten Universum überhaupt ist es relativ ralle wie ich das mache.
Es geht nicht um die Teile oder die Sprüche... das verstehen die Wolken im Himmel eh nicht... genauso wenig wie der Hund oder die Katze versteht, was ich sage.
Was aber der Hund, die Katze, jeder Baum und auch irgendwelche anderen Stoffe und Götter, Geister, Dämonen und sonst was verstehen ist der Tonfall und die Aussprache, sowie die Gedanken dahinter, mit denen ich eine Form der Energie übertrage, bzw. nach aussen bringe!
Und darauf kommt es an!
Damit ich das aber erreiche muss ich auch den tatsächlichen Glauben an die Sache haben, das ganze eben entweder von Geburt an beherrschen (sseehr selten) oder mühsam erlernt haben und eine wirkliche Notwendigkeit darin sehen, es also unbedingt wollen.
Wenn ich aber von vorneherein "nur" Schauspieler bin und - auf den Darsteller bezogen - eh nicht an Wetterzauber und Druidenkräfte glaube, dann das ganze abzieh um einen Film zu machen und nicht um Wien von der Belagerung der Osmanen zu erlösen, weil mein Leben davon abhängt... dann könnte ich das noch so authentisch machen und es würde trotzdem nichts passieren.
Anders herum könnte ich noch so bescheuert dabei vorgehen und sagen "In Nomine Angelos, et Nyx, et Spiritus Odin... Viele bunte Smarties wünsche ich mir zu Weihnachten und von euch will ich dass es schneit..." und schmeiss dabei 2 Silbermünzen hinter mich. Wenn ich der festen Überzeugung bin, dass es so der richtige Weg ist, ernsthaft glaube, dass ich damit etwas bewirke und den Sinn hinter der Aktion verinnerlicht habe, dann wird es auch so eintreffen.

Ich mein ich hab mich einmal lautstark bei einem Gewitter auf einem Vordach bei unserer Haustür beschwert, dass die ganze "Action" weiter südlich bei Röthenbach abläuft... naja ich mach meinen Mund zu und in der selben Sekunde schlägt ein Blitz derartig in den Ableiter in unserem Haus ein, dass der Donner mich glatt von der Bank fegt... einfach weil ich es wirklich wollte und der festen Überzeugung war, dass dort oben jemand/ etwas ist, dass mich dabei hört und versteht... fertig!


Geister existieren eben nur für die, die auch an sie glauben, für diese Leute sind sie aber auch wirklich real! So ist das mit den ganzen Energien und Wesen die überall rumflirren und wirbeln und schweben und flutschen und so weiter...
So zum Beispiel:



Also mal ganz unbesorgt bezüglich der Aktionen beim "Drehen" und wenn der Film fertig ist bitte Bescheid geben!


MfG

Danny

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RE: Ritual Wetterzauber

#11 von piwo , 27.09.2012 15:27

Lieber DannyDown,
schön das du den Weg hierher gefunden hast. Üblicherweise ist eine Vorstellung "im Cafe in derEingangshalle" vorgesehen. Vielleicht magst du das ja noch nachholen.

Du stellst in deinem Beitrag Hypothesen auf, wo ich mich dann schon frage, woher will er das wissen:

Zitat von DannyDawn
die Gottheit nicht vorhanden ist

Was macht dich da so sicher?

Zitat von DannyDawn
(und natürlich Pfuscher und Scharlatane)


Es gibt keine natürlichen Pfuscher und Scharlatane

Zitat von DannyDawn
muss man aber entweder per Geburt auserwählt sein

Für mein Verständnis ist Jedes in der Lage mit Energien zu arbeiten. Das ist eben kein Hokuspukus.

Bei den nachfolgenden Bemerkungen schreibe ich nichts dazu, weil bei mir Sarkasmus ankommt.

Zitat von DannyDawn
genauso wenig wie der Hund oder die Katze versteht


Tiere verstehen mehr als wir Menschen glauben.

Zitat von DannyDawn
Und darauf kommt es an!


Und das entscheidet jedes für sich

Zitat von DannyDawn
Wenn ich der festen Überzeugung bin, dass es so der richtige Weg ist, ernsthaft glaube, dass ich damit etwas bewirke und den Sinn hinter der Aktion verinnerlicht habe, dann wird es auch so eintreffen



Das ist der Kernpunkt

 
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