Zitat aus einem Buch von G.W.Surya

#1 von 1781matthias , 12.11.2011 22:22

Hallo an alle,
habe in einem Buch von G.W.Surya "Moderne Rosenkreuzer" Ausgabe von 1930 folgendes Zitat
von Lichtenberg gefunden. " Es ist unmöglich mit der Fackel der Wahrheit durch die Menge zu gehen,ohne dem Einen oder Anderen den Bart zu versengen "

das hat mir so gut gefallen ,das ich es euch auch zeigen wollte.

Liebe Grüsse ,Matthias.

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RE: Zitat aus einem Buch von G.W.Surya

#2 von Damanae , 13.11.2011 11:56

Hallo Matthias

Ja, das hat was. Hört sich an, wie die Erlaubnis "etwas mutiger drauflos zu fackeln".
Nur: Was ist für Dich "Wahrheit"? Gibt es sie? - Die einzige und so?

Da ich Wahrheit generell für etwas sehr Individuelles, Wahrnehmungsbedingtes halte, und doch eher vorsichtig bin mit meiner Fackelei, sind bei mir im Moment nur die extra langen Vollbärte in Gefahr.

Sei herzlich gegrüsst und hab vielen Dank für den Spruch!
Damanae

 
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RE: Zitat aus einem Buch von G.W.Surya

#3 von Merynea , 13.11.2011 17:55

Hehe, das Zitat ist wirklich sehr gut.

Es geht wohl eher darum, dass man sturen Menschen, welche unbedingt an ihrer (veralteten, unlogischen, verbohrten, vielleicht auch unmoralischen - Christen gegen Heiden) Meinung festhalten wollen, mit der Wahrheit doch schonmal das Brett vorm Kopf entreissen kann.
Wie war das so schön? Die Welt ist eine Scheibe und jeder hätte daran stur festgehalten, bis sich jemand getraut hat die Tatsache ( als es bewiesen wurde, dass die Welt rund ist) zu verbreiten und sich mit der "Fackel der Wahrheit" durch die Menge gewagt hat.

Es geht meist um beweisbare Fakten.
Da gibt es nunmal Menschen, dennen kann man wer weis was erzählen, sie würden einem nicht glauben. Denen würde ich auch gern mal die Bärte stutzen.

 
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RE: Zitat aus einem Buch von G.W.Surya

#4 von 1781matthias , 13.11.2011 18:11

Hallo Damanae,

ich denke mit "mutig drauflos zu fackeln" hat das eher nix zu tun. Aber wenn ich zum Beispiel an unsere Politiker denke die ständig Angst haben die Wahrheit zu sagen, vor lauter Angst Sie könnten iergentwehm den Bart ansengen (Banker oder sonstige Lobbyisten, Wähler) fallen mir da schon Parallelen auf. Das mit dem Fackeln ist wohl eher symbolisch zu sehen .Und "die Wahrheit" ist wohl immer eine Sache der Sichtweise.

Liebe Grüße ,Matthias.

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RE: Zitat aus einem Buch von G.W.Surya

#5 von Damanae , 14.11.2011 12:24

Stimmt schon. Hab mich ein bischen an meinem momentanen Wahrheits-Dilemma festgebissen.
- Ich konnte den Spruch heute schon in der Arbeit für mich anwenden... grins..

Nochmal danke also!

Liebe Grüsse, Damanae

 
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RE: Zitat aus einem Buch von G.W.Surya

#6 von greenman , 14.11.2011 21:42

Und woran erkennen die Bärtigen, dass deine Fackel die der Wahrheit ist? - Weil sie selber die Wahrheit kennen, sie aber aus eigenem Interesse verschweigen!

Übrigens glaube ich nicht, dass die Wahrheit für jeden anders ist. Ich glaube nicht, dass die Wahrheit überhaupt Notitz davon nimmt, was wir über sie denken.

Wir alle haben veschiedene Blickwinkel auf die Wahrheit; wir drücken die Wahrheit in verschiedenen Metaphern aus; wir kennen jeweils nur einen Teil der Wahrheit. Wir nehmen die Wahrheit anders wahr - aber es gibt nur eine Wahrheit: es ist so, oder es ist nicht so.

Wer kennt schon die ganze Wahrheit? Ich nicht! Ich bräuchte eure Blickwinkel, eure Metaphern, eure Teilansichten, um selber näher an die Wahrheit heranzukommen.

Blessings,
Greenman

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RE: Zitat aus einem Buch von G.W.Surya

#7 von GreenDragon , 15.11.2011 13:47

Ich halte Wahrheit für ein Konzept, das sich in einer Irrationalen Realität nicht halten kann. Das einzige was wahr sein kann ist jenes, welches nicht Raum und Zeit unterworfen ist. Vergänglich sind also alle Gedanken und Dinge die durch Gedanken geschaffen werden.

Ich denke es macht kein Sinn andere zu bekehren. Es kann helfen Dinge zu erklären z.B. das Aufzeigen der christlichen Vergangenheit. Also ein Verständnis zu bieten, woher das Christentum herkommt. Wer die Bibel verfasst oder Übersetzt hat, welche Bedeutung die Symbole tragen können, welche wirtschaftlichen Interessen hinter dem Handeln der Kirche lag, etc.

Auf der anderen Seite nimmt man den (streng) Gläubigen auch ihr Gerüst auf dem sie sich sicher und gestützt fühlen. Einige Menschen reagieren (zu recht?) sehr verärgert, wenn man die Stütze wegziehen oder mit einer Axt in diese rein schlagen möchte.

 
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