Druidry Camp Mabon – ein Erlebnisbericht vieler Teilnehmer

#1 von Serpentia , 11.10.2011 20:53

Druidry Camp zu Mabon – ein Erlebnisbericht vieler Teilnehmer

Die Ernte war eingefahren und die Menschen versammelten sich, das zu feiern und in Gemeinschaft zurückzublicken auf das Jahr mit seinen Anstrengungen und Erfolgen. Ein Barde aus England hatte sich angekündigt, das Fest mit seiner Musik zu bereichern; so kamen sie aus allen Ecken Deutschlands, aus den Niederlanden und Österreich nach Herbstein in den Vogelsberg, um drei Tage lang zu lernen, zu lachen, zu feiern und zu entspannen.

So könnte ich mir den Anfang vorstellen.. und jetzt seid ihr dran! Ich bitte jede/n von Euch, einen Teil zum Bericht beizutragen. Nehmt euch einfach das vor, was euch am besten gefallen, euch motiviert, begeistert oder auch aufgeregt hat. Schreibt uns ins Forum, was ihr erlebt hat – gerne auch mehr als eine/r je Thema. Dann werde ich aus euren Beiträgen einen großen Bericht erstellen, ihn übersetzen und veröffentlichen – im DruidenStein, im TouchStone, auf Facebook.. er wird uns Erinnerung sein an die verzauberten Tage auf dem Camp und gleichzeitig ein Leuchtturm für neue Camps, neue Teilnehmer und neue Erfahrungen.

Ich bin dann erstmal weg für ein paar Tage, Jochen und ich machen Urlaub in Frankreich vom 14. bis 24.10. Wäre daher ganz toll, wenn ich nach meiner Rückkehr schon ein paar Texte vorfinden könnte. Die Fotos dazu haben Andre und Scathan; sobald sie zurück sind aus England, gehen die auch online.

Wir danken euch und freuen uns auf viele Texte - je mehr, desto schöner!

Serpentia
EDIT: Der nächste DruidenStein ist für Samhain geplant.. und dieser Artikel sollte dort sicher nicht fehlen!!

 
Serpentia
Beiträge: 2.947
Registriert am: 29.04.2008


RE: Druidry Camp Mabon – ein Erlebnisbericht vieler Teilnehmer

#2 von Lizandra , 13.10.2011 15:57

Oh, bitte, das wäre sehr schööön für die, die nicht dort sein konnten !

Lizandra  
Lizandra
Besucher
Beiträge: 322
Registriert am: 19.01.2011


RE: Druidry Camp Mabon – ein Erlebnisbericht vieler Teilnehmer

#3 von Rhiann , 19.10.2011 21:52

Hier posten? Nun gut! Dann will ich mal loslegen!

Erlebnisbericht? Erleben.... Ein gutes Wort! Beginnen wir also mit dem Erleben.
Erlebt habe ich an diesem Wochenende so viel, dass es sich kaum in Worte fassen lässt. In einen kurzen Text schon gar nicht. Aber wozu sind wir Druwiden, wenn nicht dazu, um ab und zu mal ein paar 'Unmöglichkeiten' zu vollbringen?

Bereits als ich aus dem Auto stieg und in das Gemeinschaftshaus trat, erlebte ich das vertraute Gefühl der Zugehörigkeit, das Gefühl heimzukommen. Das war bereits bei meinem ersten Camp so und es wird von mal zu mal schöner, freudiger und vor allem intensiver. Mit einem überglücklichen Strahlen im Gesicht begrüßte ich die bereits Anwesenden, umarmte alte Bekannte und schloss neue Bekanntschaften.

Die Hütten wurden bezogen, alte Freunde in die Arme geshclossen und die Autos ausgeladen. Und als ich daraufhin mit meinen Freunden zusammen im Gemeinschaftsraum unserer Hütte saß, erlebte ich Ruhe und Frieden. Gleiche unter Gleichen und doch jeder auf seine ganz eigene Art und Weise ganz individuell. Hinzu kamen die schönen Erinnerungen an das Ostara Camp, das bereits auf diesem wundervollen Gelände stattgefunden hatte. Ich ließ meinen Blick zum Fenster hinausschweifen und sah, wie die Fahnen der vier Himmelsrichtungen auf dem Ritualplatz leicht im Wind wehte. In diesem Moment viel alles von mir ab.

Rituale, Gesänge, Hand in Hand miteinander im Kreis stehen. In solchen Momenten erlebt man Energien. Und das lässt sich auch sehr schwer in Worte fassen. Wer es ebenfalls erlebt hat, weiß vielleicht, wovon ich rede. Besonders in der Gemeinschaft. Die Worte "Wir sind ein Kreis, alle ein Teil des großen Ganzen" bekommen eine ganz neue Bedeutung.

Workshops, Gesprächsrunden, gemeinsames Essen lassen einen erfahren, mit welch wundervollen Menschen man es zu tun hat. Mich selbst erstaunt und freut es jedes mal aufs Neue. Man lernt, man tauscht Erfahrungen, Geschichten, Witze, Ansichten, Meinungen, Kreativität, Energie... danke an jeden Einzelnen von euch!

Dann das Konzert von Damh und das Eisteddfodd...neben meinen Erfahrung meim Ogham und Celtic Reiki Workshop, meine absoluten Highlights auf diesem Camp. Dort habe ich erlebt, was es heißen kann ein Barde zu sein.

Und zu allem kommt die permanente Selbsterfahrung, die für mich persönlich auch ganz wichtig ist. Und außerdem hatte ich das größe Glück meinen Liebsten an meiner Seite haben zu dürfen. Und so erlebte ich auch Liebe.

Ich habe so viel erlebt. Sehr viel. Und ich danke euch allen dafür! Es war wundervoll und zu Beltaine werde ich definitiv wieder mit von der Partie sein. Und mal so ganz nebenbei... Ich hab die ganz starke Vermutung, dass das der absolute Kracher wird.

Bis dahin also!!!


Rhiann

 
Rhiann
Beiträge: 340
Registriert am: 17.09.2009


RE: Druidry Camp Mabon – ein Erlebnisbericht vieler Teilnehmer

#4 von Serpentia , 24.10.2011 14:34

*augen reib*

Danke Dir, Rhiann. Du hast einen schönen Rundumschlag gemacht.. und damit gleich alle erschlagen, wie ich feststellen muß...

Traut euch ruhig! Wir haben nur noch ein paar Tage, unser Chefredakteur Palladir steht Stift bei Fuß, sozusagen, für die Samhain-Ausgabe! Sucht euch einfach einen Punkt aus, einen Workshop oder etwas anderes, was euch auf dem Camp am besten gefallen hat (und wenn es der Abschied war )..... und schreibt's hier rein!

Wir möchten doch den anderen, die nicht dabei waren, eine gaaaaaaaaaaaaaanz lange Nase drehen, oder?

*mit dem Klapperschwanz rasselnde Grüße*

Serpentia

 
Serpentia
Beiträge: 2.947
Registriert am: 29.04.2008


RE: Druidry Camp Mabon – ein Erlebnisbericht vieler Teilnehmer

#5 von Maienfalke , 24.10.2011 22:41

Götter, so schnell verfliegt die Zeit also. Nun sind schon wieder mehrere unglaublich tolle, ereignisreiche Wochen vergangen, seit das Camp stattgefunden hat. Aber die Zeit hab ich gebraucht, um all die wunderbaren Erfahrungen und Eindrücke zu verarbeiten und sie hier nun in Worte fassen zu können.
Also blicke ich zurück und fang, wie es sich gehört, bei der Anreise an.

Inzwischen wussten wir ja, wo wir hin müssen - auch wenn das Navi diesmal eine Route durch irgendwelche Nester und Dörfchen gewählt hat und wir zwischenzeitlich keine Ahnung hatten, wo wir eigentlich waren. Aber angekommen sind wir doch glücklich und pünktlich, dort draußen bei den Bungalows am Waldrand. Die Fahnen standen bereits in den Himmelsrichtungen und etliche Leute waren schon da. Es war ein fröhliches, herzliches Wiedersehen - beinahe wie Nachhausekommen.

So standen wir beim Eröffnungsritual, alle Indivduen aus verschiedensten Ländern, in verschiedensten Altern und verschiedensten Hintergründen, und doch als Gemeinschaft in Herzlichkeit, Glauben und Energie verwoben... So standen wir dort und so hielt es sich das ganze Camp lang und darüber hinaus.

Die Tage waren gefüllt mir verschiedensten Workshops. Das Highlight war natürlich Damh the Bard, der selbst einen bühnenerfahrenen alten Hasen wie mich in wahre Begeisterung versetzte und zeigte, was ein wahrer Barde und Druwid ist. Mal ganz abgesehen davon, dass er Energien versprüht, die einem den Atem rauben und eine Aura hat, an die man sich beinahe anlehnen könnte.
Jetzt versteh ich auch, dass Julius Cäsar in "de bello gallico" keineswegs übertrieben hat, als er schrieb, dass die Druwid teilweise zwischen die feindliche Heere getreten sind und diese besänftigt haben...

Aber zurück zum Camp. Das Wetter hat mitgespielt und so wurde auch das Eisteddfodd am letzten Abend zu einer wunderbaren Sache, bei der jeder seinen Teil zur tollen Stimmung am Feuer beitrug. Vielen Dank ihr Lieben!
Mich persönlich hat die wundervolle Taufe des kleinen Vincent echt berührt. Möge er einen gesegneten Weg im Leben beschreiten! Nicht nur, weil ich die Ehre hatte, mein Element dabei zu vertreten, sondern weil dieses Ritual von soviel Liebe durchzogen war, dass Worte nicht ausreichen, um das hüpfend hoffende Herz in meiner Brust wieder zu beruhigen.
Ebenso der Männerkreis am Ende des Camps. Aber mehr verrate ich dazu nicht.

Es bleibt mir also nur, nochmals für die wundervolle Zeit im Kreise zu danken und auf Beltaine zu warten, um wieder dem Navi und dem Gefühl nach durch irgendwelche Dörfer zu gondeln und Nachhauszukommen.

Maienfalke  
Maienfalke
Beiträge: 234
Registriert am: 31.10.2010


RE: Druidry Camp Mabon – ein Erlebnisbericht vieler Teilnehmer

#6 von Serpentia , 02.11.2011 11:57

Dieser Beitrag schaffte es leider nicht mehr ins Steinchen; es schreibt: Damh the Bard!

A very short flight took us from Prague to Frankfurt airport where we were met by Petra and then taken to a lovely German coffee house in her home village. A quiet night in led to us travelling the next day to the Order of Bards Ovates and Druids German Mabon camp.

The venue was beautiful. A YMCA centre with lovely chalets surrounding a gorgeous green where we would hold our rituals and workshops. The weather was still uncharacteristically warm for October so a great weekend was in store.

As dusk fell on that first night we walked into the woods, set our circle, and prepared for some Ovate initiations. The Moon shone through the treetops, owls called somewhere in the forest, we were blessed by a cloudless, star-filled sky. One of those skies that remind you just how small you really are. The initiations were magical. We walked back to go to sleep to awake at 6am, just before sunrise, for the Bardic initiations.

I have trouble getting up in the morning. I admit it. I have real trouble getting moving at 6am. But once dressed in my robe I opened the door and was caressed by the most delicious air that just filled me up and drove away any tiredness that was still hanging around.

We walked to the same location as before. Just over a stream, and into the woodland. We set the circle and the initiations began. What I haven’t told you is that we were sharing the site with a group of Live Action Role Players (LARPers). They were all in the next field. As the Sun rose bathing us in the most glorious early morning light, and the Bards saw the first dawn on their new Journeys, we were about halfway through one of the initiations when we heard a metallic stomping sound. I’d never heard this sound before, and it got closer and closer. We all stopped, there was a silence and stillness in the circle as the sound got louder, and we waited in anticipation, all wondering what would appear. We turned to see a knight in full plate-mail walking up the forest path towards us. Now I’ve seen some weird stuff in my time as a Druid, but this was about the most surreal.

Our gatekeeper walked over to him, obviously asked him to avoid the circle, and he dropped his shoulders in a rather dejected manner, turned, and stomped away with that same crashing sound. It was like a knight searching for the Grail, coming upon a group of Druids in the forest who told him ‘He Shall Not Pass This Way’ or like Monty Python, “well old chap, we’ve already got one.” It probably fitted his role-playing perfectly. The initiations were beautiful, and what a memory for that initiate to hold!

After we then found ourselves with some free time. Me and Cerri added our wishes to the ribbons, pictured below.

On Saturday night I played my concert. People gathered in the concert hall and I just couldn’t wait to get playing. This was my second concert in Germany and I could tell from talking to people at the camp that they were all up for a great evening. There was no need for translation here, people just understood the words of my songs and just joined in with me. By the end people were up and singing at the tops of their voices with a good number dancing in the isles. Apparently this is quite unusual for a German audience. It was s great night.

On the Sunday Cerri held her Awen workshop, and I did a talk on the Ogam, and a tree identification walk. More sunshine, more smiles. Then on Sunday morning at dawn we were once again up at 6am for a lovely naming ceremony. We had already packed our stuff as immediately after we were in the car, and on our way to Frankfurt airport to hop on a plane for the last leg of the tour. To Milan.


Quelle: http://damh.wordpress.com

 
Serpentia
Beiträge: 2.947
Registriert am: 29.04.2008


   

Danke für das camp
Facebook

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de
Datenschutz