ESM-Vertrag - Quo vadis?

#1 von geraldhu , 26.09.2011 17:24

Hallo,

viele haben es sicher schon satt über dieses und jenes zur sogenannten europäischen Schuldenkrise zu hören, zumal das Meiste nur irgend welchem stumpfsinnigen Gerede gleich kommt oder einem etwas gebetsmühlenartig über die Medien vorgepredigt wird, was die wahren Hintergründe verschweigt, statt einmal aufzuzeigen was da läuft, geschweige denn was man selbst als Einzelner tun kann.

Um es vorweg zu nehmen ich habe diesbezüglich kein allgemein gültiges Patentrezept, dennoch verfalle ich weder in Reglosigkeit noch stecke ich meinen Kopf in den Sand oder lasse mich von den leeren, sattsam bekannten Worthülsen abspeisen. Viel mehr werde ich aktiv und lenke in meinem persönlichen Umfeld das Gespräch (bei Gelegenheit ) auf das Thema Geld - auf das immer wieder gerne in den Mund genommene (mehr oder weniger große) Wirtschaftswachstum und einem seiner Gegenspieler den Zins und Zinseszins. Letzteres ist ja bekannter Maßen der Mechanismus, der die Schulden in immer Schwindel erregende Höhen steigen lässt .

Als Antwort dazu gibt es von Seiten Brüssels den sogenannten ESM-Vertrag. Wer mehr über dieses Vertragswerk und seine kaum zu glaubenden und uns alle (EU-Bürger) betreffenden Folgen erfahren möchte lese bitte den verlinkten Artikel oder sehe sich zumindest das kurze Video auf dieser Seite an: http://www.novertis.com/klardenker/klard...09-09-2011.html

 
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RE: ESM-Vertrag - Quo vadis?

#2 von elHakim , 02.11.2011 00:31

Nun, ich möchte an dieser Stelle nichts ökonomisch Wertvolles zum Besten geben; dafür gibt es genügend Professoren. Fragen wir uns doch einmal, warum wwir die Schuldenkrise als so ungut empfinden! Da kommen archaische Urängste zum Vorschein, nämlich die Furcht, kein Jagdglück zu haben und hungern zu müssen, oder die Angst, ein unbekannter Säbelzahntiger schleicht in der Gegend umher und könnte wer weiß was anrichten.
Man könnte auch überlegen, dass man selber a) genug zu essen und b) einen Job hat, der einem das Essen auch noch in einem Monat gewährleistet, aber wer tut das schon gerne? Zumindestens in Deutschland grassiert die "Germann Angst".

Ich denke daher, es wäre an der Zeit, mäßigend auf die Gemüter einzuwwirken, trotz allem Politgeschätz. Leider hat der Einzelne dazu kaum noch die Möglichkeit.
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RE: ESM-Vertrag - Quo vadis?

#3 von Maienfalke , 02.11.2011 10:11

Der "Einzelne" hat nie eine Möglichkeit, und die wird immernoch gut und gerne genutzt, um aus dem Einzelnen Viele zu machen... Aber das ist ein andres Thema.

Ich kenn mich in diesen Wirtschaftsverflechtungen auch nicht aus, hab dementsprechend nichts von Wert oder Wissen zu den Machwerken der Politiker und Firmenchefs und dem Rest, der der Meinung ist, etwas dazu sagen zu müssen, beizutragen.
Ganz subjektiv empfinde ich aber weder Angst noch Beunruhigung bei dem, was da möglicherweise kommt. Die Welt ist im Wandel (wie auch hier im Forum festgestellt wurde, weht ein neuer Wind) und das gehört dazu. Ich maße mir nicht an, sagen zu können, was passieren wird - ich sehe ihm aber mit Neugierde und Spannung entgegen!
Denn das "alte" System, in dem Schulden mit Schulden und nicht real existenten Gütern bezahlt wird, geht zwangsläufig krachen. Die Erkenntnis ist auch nicht neu, ebensowenig, dass sich solche "Crashs und Krisen" in immer dichteren Abfolgen wiederholen werden.
Ich für meinen Teil stehe also fröhlich mitten im Trubel und schaue mir die Zeit des Umbruchs, die Zeit des Aufbruchs an.

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RE: ESM-Vertrag - Quo vadis?

#4 von Shadow , 02.11.2011 22:16

Hi!

Auch ich bin kein Wirtschaftsspezialist, habe aber in einige Bereiche und Sparten,
mit denen ich beruflich zu tun habe, etwas Einblick. In der EU, GUS, und USA.

Generell kann ich nur sagen, dass es zur Zeit kaum einem Unternehmen gut geht.
Überall sind die Umsätze rückläufig - bei gleichzeitig sinkenden Margen.
Gelegentlich bemerkt man bei dem einen oder anderen einen kurzen Aufschwung,
der aber ohne Unterbrechung dann gleich wieder in der gleichen Geschwindigkeit
wie zuvor zerrinnt.

Woher rührte aber der Aufschwung?
Ganz einfach: es hatte mal wieder einen Mitbewerber gekostet!

Und es wird mehr und mehr Firmen das Genick brechen.

Je mehr Firmen untergehen, umso mehr Leute sitzen auf der Straße, umso weniger
Geld ist im Umlauf, umso weniger Umsatz wird gemacht, umso mehr Firmen gehen
wieder unter, ...
Ein Teufelskreis!

Unser gesammtes Wirtschaftssystem beruht einzig und alleine auf Wachstum!
Das ist aber zur Zeit überall mit negativem Vorzeichen versehen.

Ich sehe keine "sozialverträgliche" Lösung.
Die Lösung, die ich sehen könnte, jagt fast jedem Schauer über den Rücken..

Shadow

 
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RE: ESM-Vertrag - Quo vadis?

#5 von elHakim , 02.11.2011 22:55

Zitat von Maienfalke
Der "Einzelne" hat nie eine Möglichkeit, und die wird immernoch gut und gerne genutzt, um aus dem Einzelnen Viele zu machen... Aber das ist ein andres Thema.

...
Ich für meinen Teil stehe also fröhlich mitten im Trubel und schaue mir die Zeit des Umbruchs, die Zeit des Aufbruchs an.



Maienfalke,

Revolutionen wurden in der Geschichte immer nur von einzelnen gemacht. Zur rechten Zeit an der rechten Stelle hat man manchmal gute Karten. - Wenn alles den Bach hinuntergeht, im Strudel, mag ich nicht darin stecken.
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