Gaben und Erkenntnis

#1 von Fingayin , 25.09.2011 23:13

Ich versuche einmal zu beschreiben was mich gerade umtreibt und beschäftigt.
Es betrifft mein unmittelbares Umfeld.
Geschenke,Gaben...Menschen die überdurchschnittlich begabt sind.
Die ein "Händchen" für gewisse Sachen haben.
Sei es auf technologischer Ebene und Kunstfertigkeit.
Was auch immer...
Doch was nutzen all diese Sachen wenn man das wesentliche nicht erkennt?
Zum Beispiel Weisheit,diese Geschenke zu nutzen?
Verständnis auch anderen Menschen gegenüber die nicht solche Gaben empfangen haben.
Und den Instinkt sein Umfeld warzunehmen.
Was nutzen diese Gaben wenn diese Menschen nicht merken wenn das unmittelbare Umfeld etwas vermisst,oder es ihm nicht gut geht?
Wenn man diese "begabten" regelrecht mit dem verbalen "Kantholz" treffen muß und sie es trotzdem nicht merken?
Im Grunde genommen sind sie arm.
Denn das wesentliche,das Leben an sich geht an ihnen vorüber das sie nicht sehen und erkennen worauf es ankommt.
Sie merken nicht wenn andere Menschen um Hilfe rufen...
Sie sehen nicht den Schmetterling der am Boden sitzt weil es zu kalt ist.
Ich nehme ihn in die Hand,hauche ihn an damit er noch einmal fliegen kann...( das passiert jeden Herbst )
Dieser Mensch geht an vielen wunderbaren Sachen vorbei, weil er sie schlicht weg nicht sieht,weil er so in seinen Gedanken versunken ist.
Und zu guter letzt merkt er noch nicht einmal wie er andere in seinem Umfeld damit verletzt,die einfach immer da sind und Ihm helfen durch sein Leben zu kommen.
Ich spreche jetzt von einem Menschen und möchte hier nicht alle über einen Kamm scheren...das möchte ich betonen.
Aber kennt Ihr so etwas auch?
Würde mich mal interessieren...

 
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RE: Gaben und Erkenntnis

#2 von momo , 26.09.2011 10:27

hoi Fingayin
ja das kenne ich sehr gut...
doch dabei muss ich immer wieder daran denken, dass ich andere Menschen nicht verändern kann..
Die Frage beschäftigt auch immer wieder, was es denn genau ist, was einen Menschen zur umkehr bringen kann.
Ich denke man ist dann eigentlich in sich selbst gefangen und sieht gar nicht mehr daraus heraus. Und es braucht meistens viel bis wir eine befreiungsaktion unternehmen...denn das "gefangensein" ist ja auch bequem, auf eine gewisse weise sicher, warum sollte man sich da auf ein chaos einlassen? und meistens wird es auch noch bis aufs äusserste verteidigt...
Ich glaube mittlerweile, dass man selber seinen Weg gehen soll, bereit um zu helfen wenn man danach gefragt wird, und indem man das tut kann man vielleicht auch ein beispiel dafür sein, dass es auch anders geht.
gruss momo

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RE: Gaben und Erkenntnis

#3 von Sinaris , 26.09.2011 12:21

Manchen fallen solche "Gaben" doch nichtmal auf.

Wir erkennt man, das man etwas hat was andere nicht besitzen. Ich nehme mich gern als beispiel. ich habe eine eigenart (Gabe will ich das nicht nennen) erst vor vergleichsweise kurzer Zeit erkannt. Vielleicht bin ich da auch nicht das richtige beispiel, weil mich diese nummer weniger erhebt sondern wohl eher als Freak erscheinen lässt. So oder so, ist es eine Trennung. Zumindest gefühlt. Wichtiger jedoch ist, das es weit über 25 Jahre gebraucht hat, bis ich überhaupt realisiert habe, das nicht jeder Mensch so ist. Und dann? Nutzen? Wie. Nehmen wir einen Menschen mit einer aussergewöhnlichen Stimme.

Die Regeln unserer Gesellschaft sagen, diese Stimme ist gebohren um ein Musiker zu werden. Wenn es die ersten Versuche gibt, kommen auch die ersten Neider und evtl. ein Agend und ne Plattenfirma, die Dir recht schnell klar machen, wie dieses Talent umzusetzen ist. Ich glaube eine gabe muss nichtnur vom Begabten, sondern auch vom Umfeld passend wahrgenommen werden.

Das Schmetterlingsgleichnis verstehe ich nicht ganz. Atem ist kaum eine Gabe... und einen Schmetterling 20 Minuten später sterben zu lassen ist aus meiner Sicht kein Geschenk. Vielleicht, so gesehen, das Deine Sorge sein Wesen berührt hat. Aber da glaube ich das der Gedanke an sein Schicksal das selbe bewirkt hätte.

Ich denke weniger das ein Mensch mit einer Gabe automatisch ärmer ist... Die Tendenz mit dieser Gabe einsam zu sein ist aus meiner Sicht nur wesendlich höher. Ich denke eine Gabe gebt mit ihrem Geschenk auch immer eine Distanz. Überheblichkeit, Übermut, Stolz, Eitelkeit, Unsicherheit, Trotz auf der einen Seite und Neid, Missgunst, Eifersucht und Minderwertigkeitsgefühl auf der anderen Seite. Sowas kann sogar Familien auseinanderreissen.

Erkenntnis? Was ist denn die Erkenntnis aus einer Gabe? Wer hier uaf Erden will denn wirklich wissen, wofür eine "Gabe" in diesem Spiel gedacht ist?

my 5 Cent
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RE: Gaben und Erkenntnis

#4 von greenman , 26.09.2011 12:32

Zitat von Fingayin
Geschenke,Gaben...Menschen die überdurchschnittlich begabt sind.
Die ein "Händchen" für gewisse Sachen haben.
Sei es auf technologischer Ebene und Kunstfertigkeit.
Was auch immer...
Doch was nutzen all diese Sachen wenn man das wesentliche nicht erkennt?
Zum Beispiel Weisheit,diese Geschenke zu nutzen?
Verständnis auch anderen Menschen gegenüber die nicht solche Gaben empfangen haben.



Figayin,
Erstens: warum hört die Aufzählung der Begabungen bei dir - wie so oft - nach Technik und Kunstfertigkeit auf?
Zweitens: wer definiert "das Wesentliche"?
Drittens: du bringst anscheinend wenig Verständnis für Leute auf, die nicht die Gabe besitzen, Schmetterlinge in Not zu erkennen und zu beleben. Warum sollten sie für dich Verständnis aufbringen?

Diese Fragen sind wohlgemerkt nicht persönlich gemeint!

Man trifft oft auf die Haltung, dass das, was ICH kann, einfach zum normalen Menschsein gehört; das, was ICH NICHT kann, ist eine besondere Begabung. Der Volksmund bestätigt einem darin, dass ausschließlich Künstler, Sportler und Wissenschaftler begabte Menschen sein können.
Ich sehe hier eine Gefahr für den Umgang mit anderen Menschen. Denn die allermeisten haben eine Begabung. Auch eine einfühlsame Art, mit Not leidenden Menschen oder Tiere umzugehen, ist eine Begabung. Die Fähigleit, bei der Steuererklärung viel herauszuholen, ist eine Begabung. Anderen Menschen zuhören zu konnen ist eine Begabung.
Wie ich es sehe, ist eine Begabung nicht "etwas oben drauf". Sie ist eine Gewichtung unter den Fähigkeiten, die im Ansatz bei allen Menschen vorhanden sind. Je nach dem Grad dieser Gewichtung können andere Fähigkeiten im bloßen Ansatz verharren, oder aber auch verkümmern.
Als Menschheit brauchen wir Diversität, weil erst die Arbeitsteilung uns zu Menschen gemacht hat. Jede menschlische Gemeinschaft, sei es Familie, Firma, Glaubensgemeinschaft, Sportverein oder Konzerthaus, funktioniert nur dann, wenn die Begabungen der Einzelnen ineinander greifen. Auch "Hochbegabungen" - also ausgesprochen einseitige Gewichtungen an Fähigkeiten - sind erwünscht. Die Begabungen in der Gruppe müssen allerdings ausgeglichen sein. Klassisches Beispiel: der geniale Ingenieur, der sein Produkt keinem erklären kann, und der geniale Vertreter, der vom Produkt fast nichts versteht. Vielleicht brauchen die beiden auch noch einen genialen Organisator, der weder von der Technik noch vom Verkaufen was versteht, der aber eine Fabrik und eine Vertriebsorganisation aufbauen kann.

Du schreibst von "armen Menschen".

Arm sind wir alle. Wer nie den Applaus nach einem Konzert erlebt hat, ist arm. Wer nie einen Sportpokal in den Händen hielt, ist arm. Wer nie ein Bild verkauft hat, ist arm. Wer nie einem Kind das Lesen beibrachte, ist arm. Wer nie ein Menschenleben rettete, ist arm.
Aber andererseits sind wir alle reich. Denn wir haben unter uns Musiker, die uns unterhalten; Fußballmannschaften, mit denen wir uns identifizieren können; Maler, die unsere Umgebung verschönern; Lehrer, die uns viel beibringen; und Ärzte und Rettungsorganisationen, die uns das Leben retten könnten.

Dafür trägt jeder etwas Anderes zum Reichtum der Gemeinschaft bei. In dem Fall, von dem du schreibst, bedürfte es eines/einer, der/die die Gabe hat, extrem einseitig gewichtete Menschen "abzuholen" und der Gemeinschaft zuzuführen.
Das musst nicht du sein. Du bist schon für die Schmetterlinge zuständig. Aber irgendjemand in deiner Umgebung hat vielleicht genau diese Begabung. Deine Begabung liegt offensichtlich in der Fähigkeit, so etwas zu bemerken und einen Handlungsbedarf zu identifizieren. Vielleicht gehört es auch dazu, die entsprechenden Verbindungen herzustellen?

Blessings,
Greenman

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RE: Gaben und Erkenntnis

#5 von Lizandra , 26.09.2011 15:12

Hallo Fingayin,

andere Menschen können wir nichr verändern.
Wie andere mit ihren Gaben umgehen, liegt in ihrer Verantwortung.
Wenn wir jemandem helfen, sollten wir keinen Dank erwarten oder eine Verhaltensänderung des anderen.
Das habe ich in meinem Leben gelernt. Eine Ent-Täuschung ist immer das Ende einer (Selbst) - Täuschung.

Was mir hilft: nach meinen eigenen Erwartungen zu schauen, mich einzubremsen und den anderen mal machen lassen; auch das 50 : 50 - Prinzip - um an ein Ziel zu kommen, sollten beide in etwa gleich viel dafür tun. Und auch wenn ich dringenden Veränderungsbedarf sehe heißt das noch lange nicht, dass der andere das auch sieht.
Das tut manchmal verdammt weh.

Lass nicht auf Dir rumtrampeln und bleib bei Deiner Eigen-Verantwortung: tu Dir was Gutes, schau nach Deinen Gaben und verschenke sie.

Herzliche Grüße Lizandra

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RE: Gaben und Erkenntnis

#6 von piwo , 26.09.2011 16:44

Lieber Fingayin,

Zitat von Fingayin
Und zu guter letzt merkt er noch nicht einmal wie er andere in seinem Umfeld damit verletzt,die einfach immer da sind und Ihm helfen durch sein Leben zu kommen.
Ich spreche jetzt von einem Menschen und möchte hier nicht alle über einen Kamm scheren...das möchte ich betonen.


Du schreibst es allgemein. Wenn es allerdings um Deine Verletzungen geht, darfst Du das aber ruhig ansprechen. Wenn der Mensch seine Möglichkeitenoder Gaben nicht erkennt, dann ist er einfach noch nicht bereit für NEUES.
Ich habe gelernt, das mein Umfeld mein Spiegelbild ist und somit versuche ich jedesmal zu reflektieren und mich zu fragen: was hat das mit mir zu tun?

Zitat von greenman
Arm sind wir alle


Also ich fühle mich reich. Ich bin gesund, reich an Lebensenergie usw.

 
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RE: Gaben und Erkenntnis

#7 von Tatjana , 26.09.2011 17:12

Vor einigen Jahren habe ich mich im Rahmen einer Ausbildung intensiv mit dem Enneagramm beschäftigt, in dem neun verschiedene Persönlichkeitstypen beschrieben werden. Sehr gut zum Verständnis hat mir folgendes Bild geholfen...

Die Welt, sie ist groß und bunt. Mitten in ihr gibt es einen runden Turm mit neun gleichmäßig ringsum verteilten Fenstern. Neun verschiedene Personen schauen jeweils aus ihrem Fenster heraus auf die Welt. Benachbarte Personen haben ähnliche Aussichten, aber Fenster, die z.B. gegenüberliegen zeigen den jeweiligen Menschen dort gänzlich verschiedene Eindrücke der Welt. So sieht die eine Person vielleicht den Sonnenaufgang, während die andere davon überzeugt ist, es sei gerade mitten in der Nacht. Einer schaut auf´s Meer und der andere auf die Berge, einer zwischen den beiden sieht viel Wald und dazu am Rande seines Blickfeldes ein bisschen von beidem, Meer und Berge. Jemand, der an der anderen Seite des Turms steht, schaut möglicherweise stets auf eine Wüste... Alles ist immer da auf dieser großen bunten Welt, und zwar in jedem Moment. Aber jede der neun Personen erfasst nur einen Teil davon. Und entsprechend dessen verhält sie sich auf eine bestimmte Weise... entwickelt Eigenschaften, Gaben, Fähigkeiten aber auch Schwerpunkte in ihrer Wahrnehmung und Verhaltens- bzw. Reaktionsmustern.

Wie kommen diese neun Personen nun miteinander aus? Ihre Fenster-Nachbarn können sie meist verstehen, da sie einen Teil der Aussicht wie diese wahrnehmen. Je nach Befindlichkeit gehen sie auch mal zu anderen Fenstern und schauen dort hinaus, bekommen Verbindung zu diesem für sie besonderen Teil der Welt. Manches bleibt ihnen jedoch fremd und wenn es ihnen im Kontakt mit denjenigen Personen begegnet, dann strengt es sie möglicherweise an oder es macht ihnen Angst, vielleicht lehnen sie diejenige Person sogar ab. Trotzdem ist keiner dieser Typen besser als der andere, begabter oder menschlicher! Jeder hat lediglich aufgrund seiner Wahrnehmung der Welt einen anderen Umgang mit allem... der eine denkt an sieben Dinge gleichzeitig, übersieht aber dabei das Naheliegende und der andere ist ganz in Verbindung mit allem was ihn umgibt. Wenn er den sterbenden Schmetterling sieht, ist er der Schmetterling. Das Leiden des Schmetterlings ist dann sein Eigenes und er kann nicht verstehen, wie ein anderer dies nicht wahrnehmen kann...

Nun also, wir sind hier bei den Philosophen, also seht mir bitte meinen ausschweifenden Exkurs nach... worauf will ich eigentlich hinaus?

Jeder von uns gehört so einem Enneatypen an und lebt diesen in irgendeiner Ausprägung zwischen völlig unbewusst und "erleuchtet" aus. Die Welt braucht jeden dieser neun Typen, denn nur so kann sie sich in ihrer Gesamtheit erfassen. Ganz unabhängig vom Enneagramm oder anderen Modellen, die versuchen, die menschlichen Persönlichkeiten zu verstehen... jeder dieser Typen ist gleich wichtig, richtig und wertvoll! Soweit die Theorie. Was bedeutet das jetzt für jeden von uns selbst und unseren Kontakt zu anderen Menschen, besonders wenn es um Beziehungen, Freundschaften, Verwandtschaft oder Kollegen geht?

Ich denke, es geht nicht um Gaben und die Erkenntnis ihres Vorhandenseins. Jeder Mensch hat die Freiheit, seine Gaben zu nutzen oder auch nicht... das liegt nicht in unserem Einflussbereich, so wichtig uns der Andere jeweils vielleicht auch sein mag. Es geht darum: kann ich lieben, was ich nicht verstehe... verstehe ich auch, was ich nicht lieben kann? Kann ich tolerieren was jemand tut, auch wenn ich selbst es ganz anders mache? Kann ich etwas ganz anders machen, auch wenn meine Umwelt es nicht toleriert? Wie authentisch und urteilsfrei anderen gegenüber kann ich sein in meinen verschiedenen Lebenssituationen? Was bin ich bereit mitzumachen, selbst wenn es für mich bedeutet mich zu verbiegen und den Weg des geringsten Widerstands zu gehen? Und wie fühlt es sich an, wenn ich ganz ich selbst bin und genauso als ich selbst von anderen angenommen werde...

Fingayin, was sich vielleicht grad so schlau dahin geschrieben lesen mag... ja, ich kenne das doch auch. Man hat seine Sichtweise der Welt und kann nicht verstehen, dass ein anderer keinen Zugang dazu hat. Aber es ist eben so, der oder die andere schaut ganz einfach aus einem anderen Fenster des Turms auf die Welt als man selbst. Das kann spannend sein, bereichernd... oder enttäuschend und unglaublich anstrengend. Am Ende des Tages musst Du für Dich schauen, wie Du damit umgehst, wenn Du auf dem Weg zu Dir selbst bleiben möchtest.

Sinaris, was den Schmetterling und die Gabe des Atems angeht... wir alle haben diese Gabe, ist sie deswegen weniger besonders? Wie mit jeder Gabe geht es nicht darum, dass ich sie habe sondern was ich aus ihr mache. Du kennst mich und meine Töchter... wir pflegen jedes lebende Mäuschen, das wir von unseren Katzen erlegt gerade noch atmend finden, bis zu eben dem letzten Atemzug. Mit unserer Aufmerksamkeit, in unseren Händen liegend... und wenn das Leben deswegen nur wenige Minuten länger währt. Jedesmal fliessen Tränen deswegen obwohl wir wissen, dass es schlicht der Lauf der Natur ist... wie auch bei uns Menschen. Ich wünsche mir, dass eines fernen Tages jemand seine Aufmerksamkeit und vielleicht auch seine Lebenskraft mit mir teilt, anstatt mich alleine sterben zu lassen. Es geht nicht darum, dass ich einige Minuten länger lebe, wenn doch das Ergebnis dasselbe ist. Es geht darum, dass sich jemand mir zuwendet und mit mir fühlt... darum, dass er mich begleitet wenn ich meinen letzten Weg in dieser Inkarnation gehe. Das ist gelebte Liebe zu allem, was ist... egal ob Schmetterling, Maus oder Mensch.

philosophische, nachdenkliche Grüße
Tatjana

 
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RE: Gaben und Erkenntnis

#8 von angelikaherchenbach , 26.09.2011 19:37

@ Tatjan:
Wieso NEUN Fenster?
Würde mich echt interessieren!

Ansonsten hast Du das Problem/Phänomen wirklich gut beschrieben.

@Fingayin:
DU
hast auch eine Gabe (genau genommen viele, aber in diesem Zusammenhang eine) :
Diese Dinge wahrzunehmen, zu spüren, zu benennen, zu formulieren.
Aber auch Du steckst irgendwo fest (wie wir alle!!!!).
ich denke, das Einzige, was wir tun können, ist mit unseren jeweiligen Gaben so bewußt, liebevoll und konstruktiv umzugehen, wie wir in diesem Augenblick können.
Und das betrifft auch und zunächst einmal uns selbst.
Also:
Was Du tun kannst ist in diesem Fall lediglich, Deine Gabe zu nutzen, dennoch bei Dir zu bleiben, mit Dir selbst liebevoll und fürsorglich umzugehen, Dich vor solchen Verletzungen (denn darum geht es doch eigentlich, oder?) zu schützen.
Klingt banal, ist aber SAUschwer.

Sei umarmt!
Angelika

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RE: Gaben und Erkenntnis

#9 von Inge , 26.09.2011 20:11

.... wichtig ist zu erkennen und zu akzeptieren, daß Menschen verschiedene AnSichten haben _ das liegt alleine schon in ihrer Indiviualität, die auch wichtig ist. - Auch wenn uns das manchmal sehr schwer fällt ....

Mir fiel hierzu spontan die Kindergeschte ein :" Du hast angefangen, nein Du" > Es war einmal ein blauer Kerl, der lebte an der Westseite eines Berges, wo die Sonne untergeht. Und an der Ostseite, wo die Sonne aufgeht, da lebte ein roter Kerl. Manchmal redeten die beiden miteinander durch ein Loch im Berg. Aber gesehen hatten sie sich noch nie. Bis eines Tages ein heftiger Streit zwischen den beiden entand . .... Jeder von beiden hat eine andere Perspektive/ eine andere Sicht der Dinge. Anstatt dies zu akzeptieren, wird sich gnadenlos beschimpft und nach und nach der Berg abgetragen, da sie sich gegenseitig mit den Steinen des Berges bewerfen. Und am Ende ... ? Am Ende stellen beide fest, daß jeder von ihnen Recht hatte ... Ich liebe dieses Buch

... und Fingayin, auch wenn wir oft auf Unverständnis treffen, so treffen wir doch immer mehr Menschen, die "genauso wie wir ticken" ... Und auch bei Menschen, die auf den ersten Blick "anders" zu sein scheinen, so entdeckt man doch auch bei ihnen oft gleiche Gedanken, Wünsche, Ideale etc und das empfinde ich als seeeehr bereichernd. Das baut mich auf und gibt mir Hoffnung ..

Mach dir nicht zu viel Gedanken - das kann sehr belastend sein und blockiert dich in deinem VorWärtsGehen ...

LG Inge

 
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RE: Gaben und Erkenntnis

#10 von elHakim , 26.09.2011 20:16

Tatjana,
wohl wahr, dass die Welt die verschiedensten Talente braucht. Aber: Wer Übergöße hat, eckt leicht an.
Wer nun ein besonderes Talent hat, wird von manchen anderen als Vorbild angesehen. Vorbilder und Führer sind einsam und stehen immer unter dem Zwang, etwas Neues, noch Besseres produzieren zu müssen. Insofern macht Talent einsam. Ist man erfolgreich, macht es überheblich. Im Versagensfall droht Alkoholismus. Ist zuviel Talent sichtbar, ruft es Neider und Rufmörder auf den Plan. Talent hat also eine Reihe von Schattenseiten. Darum lobe ich mir mein bisschen Talent, das vielleicht die Welt etwas bereichern kann. Ansonsten landet es im Müll der Geschichte.
Al Hakim

 
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RE: Gaben und Erkenntnis

#11 von Fingayin , 26.09.2011 23:34

Jetzt hatte ich so viel geschrieben und alles ist weg..., und keine Kopie gemacht...
Also noch einmal....
Ich bin völlig platt über die vielen Antworten.
Danke dafür.
Und nein,ich nehme es nicht persönlich,denn schließlich habe ich diese Diskussion angefangen und muß mit anderen Meinungen rechnen.
Ich hab gerstern aus dem Bauch heraus geschrieben und vieleicht war es nicht bis zum Ende durchdacht.
Ich habe einfach mal die Talente aufgenommen die momentan in unserer jetzigen Gesellschaft am gängigsten sind.
Naürlich gibt es mehr und etliche verschiedene.
Sorry dafür das es so unausführlich war.
Ihr habt alle viel beigetragen und ich bedanke mich dafür.
Ich mag diese "Zitatnummer" nicht aber ich glaube Tatjana hat es getroffen...

Ich denke, es geht nicht um Gaben und die Erkenntnis ihres Vorhandenseins. Jeder Mensch hat die Freiheit, seine Gaben zu nutzen oder auch nicht... das liegt nicht in unserem Einflussbereich, so wichtig uns der Andere jeweils vielleicht auch sein mag. Es geht darum: kann ich lieben, was ich nicht verstehe... verstehe ich auch, was ich nicht lieben kann? Kann ich tolerieren was jemand tut, auch wenn ich selbst es ganz anders mache? Kann ich etwas ganz anders machen, auch wenn meine Umwelt es nicht toleriert? Wie authentisch und urteilsfrei anderen gegenüber kann ich sein in meinen verschiedenen Lebenssituationen? Was bin ich bereit mitzumachen, selbst wenn es für mich bedeutet mich zu verbiegen und den Weg des geringsten Widerstands zu gehen? Und wie fühlt es sich an, wenn ich ganz ich selbst bin und genauso als ich selbst von anderen angenommen werde...


Die Aussage ist klasse.
Jetzt aber diese Aussage von der Sicht des gegenüber betrachtet.
Also ich nehme sie nicht in Anspruch sondern versuche das gesagte auf den Menschen zu projezieren um den es in meinem Fall geht...
In wie weit ist es für mich akzeptabel und in wie weit kann ich damit leben und komme damit klar?
Es gibt letztendlich nur zwei Möglichkeiten.
Entweder ich finde den Kompromiss und aragiere mich damit,oder ich gehe meinen Weg ohne den anderen Menschen.
Es ist doch das was wir für uns auch einfordern,oder nicht?
Wir stehen zu dem was wir sind,denken,fühlen und glauben,und erwarten das unser Umfeld uns so akzeptiert wie wir sind.
Und das ist was wir ja auch anderen Menschen gegenüber an Tolleranz konsequenterweise erbringen.
Nun wieder zum Grundthema.
Was ist wenn ich einfach nur ausgenutzt werde,dieses Gefühl ist halt da,meine Gutmütigkeit und mein glaube an das gute einfach als Selbstverstädlichkeit angesehen werden?
Stimmen meine Gefühle?
Was ich wiederum nicht glaube,weil ich einfach in meinen Strickmustern gefangen bin...

 
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RE: Gaben und Erkenntnis

#12 von Lizandra , 27.09.2011 14:11

Hallo Fingayin,

wenn Du das Gefühl hast, Du wirst ausgenutzt, dann nimm das ernst. Das meine ich mit Eigenverantwortung und ich finde es selbst oft unglaublich schwer, sich selbst ernst zu nehmen. Doch wenn ich mich nicht ernst nehme, warum soll es der andere tun?
Ich kenne das von mir selbst sehr gut: die Tendenz, die eigenen Gefühle zu bagatelisieren, andere zu entschuldigen und mich (letztlich) zum Opfer zu machen und den anderen zum Täter. Das ist ein Teufelskreis bzw. kann einer werden.

Ich denke, es geht um eine bestimmte Person und ein bestimmtes Verhalten? Ansprechen wäre eine Idee und hast Du wahrscheinlich auch schon gemacht. Ihr könntet was vereinbaren, wenns wieder mal blöd wird, damit ihr aus diesem Verhaltenmuster rauskommt (z.B. Du sagst "Stop") dann kommt ihr auf eine andere Ebene, in einen Engelskreis, so nenn ich das. Es gibt da viele Möglichkeiten, allerdings müssen dann auch beide mitspielen.
Oder lässt sich der andere auf ein Gespräch nicht ein? Dann halt Abstand. Überleg Dir, was Du tust. Aber bitte stell nicht Deine eigenen Gefühle in Frage!

Liebe Grüße Lizandra

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RE: Gaben und Erkenntnis

#13 von Sinaris , 27.09.2011 17:04

Zitat von Tatjana
Sinaris, was den Schmetterling und die Gabe des Atems angeht... wir alle haben diese Gabe, ist sie deswegen weniger besonders?



Aus meiner Sicht ist so eine Gabe weniger besonders. Aber das schmälert kaum ihren Wert. Lediglich die warscheinlichkeit Ihres auftretens. Ich hab den Thread aber scheinbar auch falsch verstanden, Ich dachte es geht um Menschen mit aussergewöhnlichen Gaben und Fähigkeiten die quasi Ihr "Geschenk" wegwerfen. Ich bin gerade was den Tod angeht sehr anders gestrickt. Das wäre aber sicher ein eigenes Thema wert.

Zitat von elHakim
Aber: Wer Übergöße hat, eckt leicht an.



Heute ist es ja schon erschreckend schwer nirgends anzuecken. Egal ob Gabe, Makel, oder welche andere Form auch immer, die der konformität schadet. Es ist unglaublich leicht unangenehm ins Visier der anderen zu kommen.

Zitat von Fingayin
Ich denke, es geht nicht um Gaben und die Erkenntnis ihres Vorhandenseins. Jeder Mensch hat die Freiheit, seine Gaben zu nutzen oder auch nicht... das liegt nicht in unserem Einflussbereich, so wichtig uns der Andere jeweils vielleicht auch sein mag.



Dachte ichs doch... Thema verfehlt, sorry.

Zitat von Fingayin
Es geht darum: kann ich lieben, was ich nicht verstehe... verstehe ich auch, was ich nicht lieben kann?



Teil eins der frage kannst nur Du beantworten aber was den zweiten Teil angeht. Ich denke zum Verständnis bedarf es keiner Liebe. Im Gegenteil... oftmals versuchen Menschen doch gerade das zu verstehen, was sie sogar hassen. Kann es nicht sogar sein, das ein Gefühl wie Liebe dem eigendlichen Verständnis im Weg steht?

Zitat von Fingayin
Kann ich tolerieren was jemand tut, auch wenn ich selbst es ganz anders mache? Kann ich etwas ganz anders machen, auch wenn meine Umwelt es nicht toleriert?



Naja... wünschenswert ist das. Schliesslich stellt es die eigendliche Voraussetzung für eine Gesellschaft dar. Wenn sich Deine ganze Umwelt gegen Dich stemmt, wird ein freies Ausleben der eigenen Lebensart allerdings ohne weitere Bemühungen, Erklärungen und evtl. Winkelzüge kaum möglich sein. Du musst dann entweder kämpfen, überzeugen oder verbergen. Das sind so die offensichtlichsten Optionen die mir da auffallen.

Zitat von Fingayin
Was bin ich bereit mitzumachen, selbst wenn es für mich bedeutet mich zu verbiegen und den Weg des geringsten Widerstands zu gehen?



Das war bei mir der sichere Weg in die Depression. Kann ich also aus persönlicher Sicht nicht empfehlen. Ich Denke ein gewisses Einlenken ist, wenn wir mit anderen Menschen zu tun haben IMMER nötig. Dafür sind wir einfach zu verschieden. Ich glaube es ist verdammt selten, das sich so verwandte Seelen begegnen, das sie alles Denken reibungslos teilen. Andererseits hat die Geschichte nicht gezeigt das gerade Wiederstand auch Entwicklung bedeutet. Die meisten Menschen sagen sie spüren, wenn es für sie zu viel wird. Wenn der Punkt erreicht ist wird es wohl Zeit andere Optionen zu suchen.

Zitat von Fingayin
Und wie fühlt es sich an, wenn ich ganz ich selbst bin und genauso als ich selbst von anderen angenommen werde...





Zitat von Fingayin

Es ist doch das was wir für uns auch einfordern,oder nicht?
Wir stehen zu dem was wir sind,denken,fühlen und glauben,und erwarten das unser Umfeld uns so akzeptiert wie wir sind.
Und das ist was wir ja auch anderen Menschen gegenüber an Tolleranz konsequenterweise erbringen.



Ich denke nicht das sowas Pauschal für alle Menschen gilt. Ich hab schon Menschen kennengelernt, die seit jahrzehnten eine Maske tragen und viele, die das auch von anderen Menschen erwarten oder garnicht daran interessiert sind einen anderen wirklich kennenzulernen. Ich hab schon persönlich erfahren wie heftig es dann sein kann wenn die Maske fällt. Ich bin der Meinung das Tolleranz ab oder bis zu einem Gewissen Grad auch verdient werden muss. Besonders dann, wenn die Toleranz eines anderen, das eigene Leben einschränkt.

Zitat von Fingayin
Was ist wenn ich einfach nur ausgenutzt werde,dieses Gefühl ist halt da,meine Gutmütigkeit und mein glaube an das gute einfach als Selbstverstädlichkeit angesehen werden?
Stimmen meine Gefühle? Was ich wiederum nicht glaube,weil ich einfach in meinen Strickmustern gefangen bin...



Ich weis ja jetzt nicht wie dieses Ausnutzen in Erscheinung tritt. Aber das klingt auf jeden Fall als solltest Du da erstmal Aufmerksam werden. Gutmütigkeit und ein dem guten zugewendetes Leben ist sicher nicht selbstverständlich. Wenn Du daran zweifelst wirf einen kurzen Blick auf die aktuellsten Entwicklungen. Was Deine Gefühle angeht, kann ich selbstverständlich nicht sagen ob da irgendwas richtig oder falsch ist.

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RE: Gaben und Erkenntnis

#14 von Fingayin , 27.09.2011 21:56

Das Anecken ist interessant.
Hat folgenden Hintergrund.
Ich habe viel in Frankfurt zu tun und ich empfinde diese Stadt als absoluten Energiefresser.
Mir stellen sich die Nackenhaare hoch wenn ich höre"Du mußt nach Frakfurt"...
Ich hab meine Arbeitskollegen so "geeicht" das sie sich teilweise über mich lustig machen.
Aber das hilft...
Ich hab ansatzweise erzählt wie ich unterwegs bin,und sie haben auf einer anderen Baustelle erlebt das ich bis Nachts in den Wäldern verschwunden bin.
Jetzt machen sie Witze wie..."nasch doch mal ein Efeublatt Du alter Baumkuschler"...
Damit komme ich locker zurecht weil sie mich akzeptieren wie ich bin.
Ob sie es verstehen sei dahingestellt.
Aber es gab einen Punkt wo ich mir gesagt habe,jetzt ist Schluß,ich hab keinen Bock mehr darauf mich zu verstecken.
Dann lieber diese Witze,wo ich weiß das sie nicht bösartig sind.
Ein anderes Beispiel...meine lästernden Arbeitskollegen beklagen sich über ihre Haut.
Schwere maloche und die Haut staubtrocken,reißt.
Und ich gebe ihnen von meiner Ringelblumensalbe.
Am nächsten Tag war die Salbe weg.
Antwort...he die hilft ist ja geil...
Das sind die Momente wo ich einfach grinsen muß..."wie,die hast du selber gemacht..."
Irgendwo haben sie einen gewissen Respekt weil sie damit nicht umgehen können und es einfach nicht wissen.
Aber ich schweife ab...
@Sinaris,der Schmetterling...es geht nicht darum ihn am Leben zu halten,wobei ich es geschafft habe einen wirklich über den Winter zu bringen.
Es geht darum ihm zu helfen,vom Boden aufzufliegen das er einen Baum findet in dem er sterben kann,und nicht von irgend welchen Katzen zu töde gespielt wird.
Das zu erkennen ist eine Sache.
Aber wie gehe ich mit Menschen um die unbewußt ihr Umfeld beanspruchen...
Gestern war leider der Text weg,und ich war zu müde alles neu zu schreiben.
Hab halt einen 12 Stunden Tag...
Natürlich gibt es Gaben die nicht unter die Wertigkeit unserer Zeit fallen und dem entsprechend so nicht gesehen werden.
Und Angelika,ich sehe mich nicht als ein Mensch der irgendwelche Gaben hat.
Sorry,ist aber aus meiner Sichtweise so.
Ich glaube wir Menschen versuchen fortlaufend alles zu analysieren,alles auseinander zu nehmen um es zu verstehen...
Vieleicht ist das der Fehler und wir sollten wieder unserem Bauchgefühl,unserer Seele folgen...
Ganz liebe nachdenkliche Grüße...

 
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RE: Gaben und Erkenntnis

#15 von Sinaris , 28.09.2011 00:17

Das mit dem Energie rauben begegnet mir immer wieder. Keinen hier überrascht es, das ich jemand bin der eher energie "raubt". Das ist sehr merkwürdig. Früher war ich richtig stolz darauf die voice of reason sein zu können. Das ging irgendwann so weit, das ich sogar Themen und Standpunkte mit tiefer inbrunst vertreidigen konnte die nichtmal die meinen waren. Das Argumentieren wurde wichtiger als das Argument.

Das schlimmste dran, das ist eines meiner Talente und plötzlich habe ich Siege errungen die ich nie wollte. So sind n paar unschöne Dinge passiert. Son Talent gepaar mit einer latenten Wut ist für das persönliche Umfeld nicht gut. Heute bemühe ich mich im zaum zu halten und mich auf mehr oder weniger positiveren Wegen zu bewegen. Ich finde es manchmal schwer gut darin zu sein dinge kaputtzudenken und zu reden.

Und da trifft sich das alles wieder mit dem was Du über das analysieren und zerlegen sagtest. Ich weis nicht mehr die Quelle und den genauen Wortlaut, aber ich errinnere mich daran, das es dort hies, das es egal ist wie raffiniert wir werden, wie weit wir auch den Körper oder eine Maschine zerlegen. Den wahren Antrieb werden wir dennoch nicht verstehen. Aber wir tun uns halt schwer damit Mysteriöses unaufgedeckt liegen zu lassen, oder?

Was Deine Salbe angeht. Naja ich halte mich selbst für einen schlechten Ratgeber. Ich denke das Gefühl war ein gewisser Stolz. Warum auch nicht. Grundethisch schwierig aber sicher nicht nur als quell negativen Denkens zu sehen.

Ist es nicht gerade so, das einige im bereich der Esotherik die Flucht nach vorn begehen und damit beginnen ihre andersartigkeit zu zelebireren? Der Barde im gemeinen Sprachgebrauch ist ja auch eher ein Bunter Vogel.

Ich muss gerade lächeln. Das erste Zitat, was ich für mich übernommen habe war mal... never trust butterflies. Damals fand ich es klang gut und später war ich dann bemüht der Hülse auch eine Bedeutung zu geben.

Sinaris  
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