RE: Die Geschichte der Esoterik

#16 von Esme , 08.10.2011 19:00

Zitat von elHakim
Hi Greenman,

Ja, wir sind alle anders. Aber wir müssen es denen, die alle auch wiederum anders sind, auch sagen. Die Einheit der Vielfalt. Und das ganze ist eindeutich positiv.

Al Hakim



Sicher ist es positiv, nur hat so mancher aber auch in der Öffentlichkeit Probleme damit es auszusprechen: Ich bin anders, ich denke anders.
Als ich noch in einem Esoteriklädchen jobte, fragte mich mal das Kind einer Kundin, ungefähr 8 Jahre alt, ob ich eine Hexe bin: Meine Antwort war, welche Frau ist das nicht. Das Kind starrte mich an, die Mutter strahlte und ließ sich viel entspannter in Tarotkarten beraten, während das Kind still zuhörte...

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RE: Die Geschichte der Esoterik

#17 von elHakim , 16.10.2011 21:08

Ich denke, das "Anderssein" bemerkt der, der anders ist. Eine neue Bekanntschaft mag einen für ein bisschen spinnert halten, hat einen aber nie anderes erlebt. Wir sind das, was wir glauben und vorgeben zu sein.
Al Hakim

 
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RE: Die Geschichte der Esoterik

#18 von Dolben , 16.11.2011 11:30

Zitat von elHakim
... Der Mensch braucht Märchen. ...



Das stimmt nicht.
Der Mensch wird absichtlich süchtig gemacht nach diesen 'Märchen' (Idealen/Produkten)!
Er wird süchtig gemacht beispielsweise nach Harry Potter, nach dem 'modernen Märchen' Coca Cola, eine Frau ist nur hübsch wenn sie ausieht wie Heidi Klum und Silikonbrüste hat... usw.

Viele Grüße Dolben

PS: wer hat nun den Vorteil durch diese Süchtig-Machung des Volkes?
Die Großen und Mächtigen unserer Leistungsgesellschaft.

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RE: Die Geschichte der Esoterik

#19 von Dolben , 16.11.2011 11:35

und der Rest des Volkes schläft weiter. Und ist Handy-süchtig und trinkt das nächste Glas Coca Cola..

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RE: Die Geschichte der Esoterik

#20 von piwo , 16.11.2011 13:08

Hallo zusammen

Zitat von Esme
Meine Antwort war, welche Frau ist das nicht

genial

Ich glaube, mensch merkt nur wenn er "anders" ist, wenn mensch in der Lage ist, seine Situation zu reflektieren.
Wer laufend sich von Soap Sendungen leiten lässt ,ist für mein Verständnis, hinsichtlich der Reflektion, sehr eingeschränkt.

Zitat von dolben
Er wird süchtig gemacht


nicht nur das, mensch wird entmündigt. pö a pö . Leider merken es noch zu wenige

 
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RE: Die Geschichte der Esoterik

#21 von greenman , 16.11.2011 15:11

Zitat von dolben

Zitat von elHakim
... Der Mensch braucht Märchen. ...


Das stimmt nicht.



So? Und warum haben die Menschen immer schon Märchen geschrieben und weitererzählt, und tun es noch?

Zitat von dolben

Der Mensch wird absichtlich süchtig gemacht nach diesen 'Märchen' (Idealen/Produkten)!
Er wird süchtig gemacht beispielsweise nach Harry Potter, nach dem 'modernen Märchen' Coca Cola, eine Frau ist nur hübsch wenn sie ausieht wie Heidi Klum und Silikonbrüste hat... usw.


Anders sind wir alle, aber ich glaube, dass deine Auffassung davon, was ein Märchen ist, ist etwas "anderser" als bei den meisten. Das klassische Märchen ist psychologische Lebenshilfe: z.B. kriegt immer der kleinste, dümmste Bruder die Prinzessin ab. Das hilft kleinen Kindern, die sich gegenüber den größeren Kinden minerwertig fühlen, doch noch hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Oder sie lehren uns, dass es nichts bringt, wenn Stiefmütter auf die Stieftochter eifersüchtig sind - Generationenwechsel sind fest vorprogrammiert.

Manche gebrauchen allerdings das Wort "Märchen" (und übrigens auch das Wort "Mythos") um etwas zu bezeichnen, was nicht wahr ist, sogar glatt gelogen. M.E. kommt diese Haltung aus der Ecke einer "einzig Wahren" Religion. ("Wir haben unsere heilige Schrift - die ist wahr; die anderen haben ihre Mythen - die sind gelogen.")

Werbekampagnen sind keine Märchen - sie sind Werbung, und das weiß im Grunde jeder. Das Produkt kann mir trotzdem gefallen und nützlich sein; dann kaufe ich es. Wenn nicht, prallt die Werbung an mir ab.
A propos Sucht: Ich gebe zu, dass ich alle Harry-Potter-Bände gelesen habe. Aber nur deshalb, weil sie so gut geschrieben sind (ich lese sie im Original, weil Englisch meine Muttersprache ist.) Einige Bestseller wiederum habe ich nach 10 Seiten einfach weggelegt und vergessen. Nicht die Werbung macht süchtig, sondern - wenn überhaupt - das Produkt!

Und was du über Frauen sagst: nun, vielleicht sehen es manche tatsächlich so. Was hier fehlt sind die modernen Märchen (im wahren Sinne des Genres), die uns daran erinnern, dass auch das unscheinbare, flachbusige Mädchen mit dem Herz aus Gold noch glücklich mit ihrem Prinzen lebt, wenn sie nicht gestorben sind.

Ich gebe El Hakim Recht: solche Märchen brauchen wir, und zwar als Gegengewicht zu den manipulatorischen Werbeaussagen!

Blessings,
Greenman

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RE: Die Geschichte der Esoterik

#22 von Luna-4 , 20.11.2011 09:16

Ich gebe nicht viel auf Weltverschwörungstheorien. "Die da oben sind schuld das unsere Welt so ist?" Das wäre zu einfach. Jeder von uns kann seinen noch so kleinen Beitrag leisten, das die Welt sich verändert. Und wir tun es ja auch. Aber es gibt Menschen die mit dem was sie haben zufrieden sind und ihren Wert nach den Dingen die sie Besitzen messen. Ob es uns passt oder nicht. Die haben auch keine Lust sich über Göttinnen und andere Wesenheiten gedanken zu machen. Und auch die "Esoterische Ecke" ist nicht ganz frei von Machtspielchen. Wenn ich höre mit welcher Arroganz manche behaupten "wir sind die Besseren" wird mir eher Angst und Bange. Und den Boom mit dem Mayakalender, mit dem Angst geschürt wird, finde ich eher Fragwürdig.

 
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RE: Die Geschichte der Esoterik

#23 von piwo , 20.11.2011 12:19

Zitat von Luna-4
Wenn ich höre mit welcher Arroganz manche behaupten "wir sind die Besseren" wird mir eher Angst und Bange. Und den Boom mit dem Mayakalender, mit dem Angst geschürt wird, finde ich eher Fragwürdig.


Habe ich so noch nicht wahr genommen

 
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RE: Die Geschichte der Esoterik

#24 von elHakim , 22.11.2011 20:05

Zitat von Luna-4
Ich gebe nicht viel auf Weltverschwörungstheorien. "Die da oben sind schuld das unsere Welt so ist?" Das wäre zu einfach. Jeder von uns kann seinen noch so kleinen Beitrag leisten, das die Welt sich verändert. Und wir tun es ja auch. Aber es gibt Menschen die mit dem was sie haben zufrieden sind und ihren Wert nach den Dingen die sie Besitzen messen. Ob es uns passt oder nicht. Die haben auch keine Lust sich über Göttinnen und andere Wesenheiten gedanken zu machen.


Ich würde ungerne den Glauben an eine höhere Macht mit einer Verschwörungstheorie vergleichen. Letztere bedeutet die unrichtige, kollektive Annahme über ein Ursache-Wirrkungs-Verhältnis. Glauben und Philosophie sind aber immer unüberprüfbar subjektiv. Zur druidischen Philosophie gehört nach meinem Verständnis auch, zu akzeptieren, dass aandere Menschen nicht glauben wollen oder können. Wenn du feststellst, dass viele Menschen nie zufrieden damit sind, was sie haben, liegst du richtig. Ich fürchte, diese Menschen haben kein Ziel vor Augen und sammeln daher alles Mögliche, bis sie erkennen, dass es ihnen auch nichts bringt.
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