RE: Pharmaindustrie hat kein Interesse an gesunden Menschen

#16 von piwo , 24.09.2011 14:37

Zitat von Shadow
Wobei ich mich dann frage, ob eine ganzheitliche Sichweise
bei jeder "Erkrankung" erfolgversprechend ist?


Für mein Verständnis ja, denn die Symptome treten immer am schwächten Teil des Körpers hervor, das heisst, es muss nicht die Ursache sein. Die Ursache liegt dann an einer ganz anderen Stelle als vermutet.
Schmerzen sind Körpersignale, und wer sie vernachlässigt, oder mit Tabletten unterdrückt, darf sich später über eine massivere Reaktion des Körpers nicht wundern.

 
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RE: Pharmaindustrie hat kein Interesse an gesunden Menschen

#17 von Knegel , 08.01.2013 15:19

Hallo,

wir sind doch eigentlich schon soweit, daß fast jeder der zum Arzt geht die Diagnose schon mitbringt. Krankheiten die vom Arzt nicht innerhalb der zugedachten 5minmuten diagnostiziert werden können, also ohne zur Hilfenahme von Büchern etc, bleiben doch meist ohne Diagnose oder mit ner Fehldiagnose.
Ich glaube in Deutschland werden inzwischen mehr richtige Diagnosen selbst gestellt als vom Arzt, was ich für das eigentliche Problem unserer Medizin ansehe. Die Behandlung ist noch so eine Sache, die gerade im Anfangsstadium vieler nicht ganz leicht zu diagnostizierenden Krankheiten oft einfach wäre.
Ich glaube nicht an eine Verschwörung der Pharmaindustrie generell, der Ärtzeschaft gar nicht, wobei, schwarze Schafe gibt es überall.
Ein Problem ist das Newtonsche Weltbild auf dem unsere Medizin aufgebaut ist und mit dem sie ja auch wirklich sehr gute Erfolge erzielt. Dieses Weltbild schließt oftmals entscheidende Faktoren(Seele, Geist, Umfeld des Kranken) aus.
Zum anderen sehe ich im "Wissenskapitalismus" die Hauptursache der meisten Probleme hier in Europa und speziel in Deutschland. Unsere Kinder sollen mehr wissen als wir, und wir sollten mehr wissen als unsere Großeltern.
Als resultat werden Unterichtsinhalte immer umfangreicher bis hin zur absurdität. Diese schon an Schwachsin grenzende Lehrstoffmenge läst fast nur noch gedrillte Kinder oder solche die einfach gut auswendig lernen können Akademiker werden. Leider sind die "Fleißigen", Gedrillten und Aufnahmefähigsten nicht immer die Intelligentesten was Systemverständnis und/oder Gefühl angeht. Viele von den Auswendiglernern können nicht mal nen Stadtplan lesen. Meine Hypothese ist: Wer so viel lernen soll, dem fehlt Zeit um selber wirkliche Erfahrungen zu sammeln. D.h. An diesen Personen ging das Leben weitgehend vorbei, bis sie ihren Titel haben und dann werden sie ins kalte Wasser geworfen und sind oft gnadenlos überfordert, oder sie sind einfach keine Heiler, untalentiert etc.
Dieser "Wissenskapitalismus" ist in fast allen Berufsgruppen zu finden, bei Ärzten wird es aber auf die Spitze getrieben.
Vielleicht kennt jemand diesen eigentlich traurigen Witz:
Steht ein Dozent vor angehenden Sozialpedagogen und sagt: "Bitte lernt das Telefonbuch auswendig". Da fragen die Studenten "Warum das denn?".
Steht ein Dozent vor angehenden Ärzten und sagt: "Bitte lernt das Telefonbuch auswendig". Da fragen die Studenten "Bis wann?".
Wie soll denn jemand, der den größten Teil seiner Ausbildung (warscheinlich seines Lebens), weitgehend damit verschwendet hat Daten auswendig zu lernen Heilen??
Und eine Eignugsprüfung gibts auch nicht, da kann jedes "gedrillte Eichhörnchen" Arzt werden, während in vielen weit weniger verantwortungsvollen Berufen nach den für den Beruf wichtigen Kriterien ausgesiebt wird(selbiges problem sehe ich auch und gerade bei Lehrern).
Am Ende der Ausbildung wissen die meisten von unseren Ärzten und Lehrern alles, können aber praktisch nichts oder fast nichts. Da aber inzwischen der ganze Berufsstand so ist, zählt das als normal(wir können doch nicht alle schlecht sein).
Ich persöhnlich habe mich in den letzten 23 Jahren viel mit Ärzen und Lehrern rumschlagen müssen und habe nur wenige gefunden die ich als Heiler oder als Lehrer bezeichnen würde.
Für mich steht und fällt eine Gesellschaft mit der qualität ihrer Lehrer und Ärzte/Heiler.
"Wissenskapitalismus" stoppen, d.h. zurück zu mehr persöhnliche Erfahrung als fremde Daten. Mehr wissen wo/wie Daten zu finden sind als Daten auswendig lernen und mehr talentorientiert ausbilden.
Talentiert bedeutet auch eine affinität zu dem was mir leicht fällt haben. Wenn ich also das was ich mache mag, dann werde ich auch besser arbeiten und weniger angreifbar sein meinen Beruf zu verraten.
Man könnte auch sagen: Weg vom Arbeitsplatz zurück zur Berufung(Beruf).
Für die Pharmaindustrie zählt das Selbe. Natürlich müssen Gewinne gemacht werden und es gibt bestimmt Fälle in denen aus Profitgier nicht zum Besten der Kunden gehandelt wurde, aber man sollte doch nicht die vielen Fälle vergessen wo Medikamente Leben retten und auch beim Heilen helfen.
Unsere offizielle Medizin basiert auf kausale Zusammenhänge, also auf Newton und dem Beweisbarkeitsprinzip. Bei den meisten nichtpharmazeutischen Medikamenten oder Mitteln ist aber der Beweis der Wirksamkeit nicht kausal vollbracht.
Leider gibt es für viele der übriggebliebenen oder auch neu auftretenden Krankheiten keine kausal wirkende Medizin(ohne wahnsinnige Nebenwirkungen) oder es gibt zwar die richtige Medizin doch es hapert an der Diagnose.
Deshalb sehe ich das Problem nicht bei der Pharmaindustrie, sondern bei der Ausbildung insgesamt und in erster Linie bei den Lehrern, mit denen Alles steht oder fällt. Lehrer sind Alle die Wissen vermitteln, also auch Eltern. Wobei die Qualität der Eltern in einer Gesellschaft nicht so sehr wichtig sein sollte, denn jedes Kind sollte auch ohne Eltern, oder mit "schlechten" Eltern die Möglichkeit zur vollen Entfaltung haben. D.h. soziale Unterschiede(Erziehungsdefiziete) müssen in der Schule ausgeglichen werden. Wenn ich von Erziehung rede meine ich nicht Drill und Gleichschaltung, sondern unterstützung der Individualität und Anleitung.
Meine Erfahrung von Schule und Lehrern ist, daß der gesetzliche Erziehungsauftrag, den Schulen haben, sogar schriftlich abgelehnt wird. Permanente kontrolle des Hausaufgabenheftes und ob die für die Hausaufgaben benötigten Materialien wirklich im Ranzen landen ist schon in der ersten Klasse nicht mehr die Aufgabe der Lehrer("Sowas muß von zu Hause kommen, für die Erziehung der Kinder sind einzig und allein die Eltern verantwortlich").
Warum ist das so?? Weil Lehrer nicht das Kind, sondern nur die Daten Studieren. Wenn ein Lehrer dauerhaft mit Kindern zu tun bekommt ist er schon fertig mit dem eigentlichen Studium. Das ist ja als wenn wir alles übers Kuchenbacken Lesen und dann erwartet man von uns das der Erste Kuchen sofort klappt. Oder als wenn wir Handwerker auch nur noch Studieren lassen, danach lassen wir sie nach nem kurzen Praktikum auf den Kunden los. Vor Allem wird erst nach dem Studium erkannt ob das überhaupt der richtige Beruf ist.
Früher gab es Lehrschulen für Volksschullehrer, in denen 50% praktisch und 50% Theorie gelehrt wurde. Von dem zu vermittelten Wissen betrafen 70-80% Psychologie und Pädagogik(das "Wie lehre ich" war wichtiger als das "Was"), der Rest galt für "Volksschüler"(Grund und Hauptschule) als aufgefrischtes Allgemeinwissen, was ja auch logisch ist, denn wenn ich die Realschule durchlaufen habe, sollte ich alles was ein Grund/Hauptschüler wissen muß schon einmal gehört haben.
Aber nicht im "Wissenskapitalismus"!! Da muß der Lehrer den neuen Schülern ja mehr beibringen als der letzten Generation.
Als resultat kann ein heutiger Grundschüler seinen Ranzen nicht mehr schleppen, obwohl er über 50% seines Lehrmaterrials in der Schule läst.
Obendrein sind nicht nur viele Schüler, sondern dadurch auch viele Lehrer, mit der Administration dieser Materialmassen voll überfordert. Was zur Folge hat, daß dem Lehrer weniger Zeit bleibt, um sich auf das eigentliche Unterrichte/Erziehen/Anleiten zu konzentrieren und viele Schüler resignieren schon in der ersten Klasse. Insgesamt verhindern wir, durch den extremen Zeitaufwand fürs stumpfe lernen oft nicht nachvollziehbarer Daten, das wirkliche Lernen und Verstehen.
Also, weg mit dem Wissenskapitalismus. Was ist wichtiger für einen Arzt oder eine Krankenschwester? Alle möglichen Verbindungen diverser Arzneien aufzählen zu können, oder zu lernen den Patienten zuzuhören, lernen duch Geschräche informationen zu erhalten etc??
Weniger ist oft mehr!

Also sehe ich das auch so ähnlich wie Sinaris, nur daß ich mir Sorgen darüber mache, daß viele so unselbständig Erzogen/Geschult werden, daß diese gar nicht auf die Idee kommen das es etwas zu hinterfragen gibt. Wenn doch jederman seines eigenen Glückes Schmied ist, bzw sein sollte, dann sollten wir darauf achten, daß jederman auch so viel Basiswissen vermittelt bekommt, um überhaupt etwas schmieden zu können. Was nicht heist, daß wir einfach Daten vorlesen, sondern daß wir dafür sorgen, daß die Daten auch wirklich verstanden werden, denn nur das ist Lehren. Ein Mensch braucht ein minimum Wissen, um sich ohne Zufall weiter zu entwickeln, um das Eigene Glück schmieden zu können.
Wenn jeder Mensch dieses minumum Wissen bekommen würde oder hätte, dann bräuchten wir uns um die Pharmaindustrie keine Sorgen zu machen.

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RE: Pharmaindustrie hat kein Interesse an gesunden Menschen

#18 von elHakim , 08.01.2013 20:41

Hallo,

aus allen Beiträgen glaube ich, die alte Weisheit herausgelesen zu haben: Kein Arzt oder Apotheker kann dich heilen. Gesund machen musst du dich selber. Das kann ich nur unterstreichen.
Warum gibt es aber solch eine Fülle an Pillen für denselben Zweck? Weil oft der Kranke sich gar nicht selber heilen möchte. Denn dann müsste er bereit sein zu sagen: Ich muss das Rauchen einstellen und Sport treiben. Und dann koche ich mir einen schönen Tee aus irgendwas. Das kostet Zeit. In unserer schnelllebigen Zeit mit iPods und solcherlei Schnickschnack pfeift man lieber eine Talette ein, weil man in einer Stunde Party machen will.
Damit will ich zum Ausdruck bringen, dass Patienten sich nicht über die Geister wundern dürfen, die sie aus Bequemlichkeit riefen.

Der Ausgeglichenheit halber möchte ich noch darauf hinweisen, dass die pharmazeutische Forschung eine Reihe nutzbringender Wirkstoffe erfunden hat, die Leiden lindern, gegen die eben noch kein Kraut gewachsen ist. Dass ein Unternehmen in erster Linie dem wirtschaftlichen Erfolg verhaftet und kein Wohltätigkeitsverband ist, ist essentieller Bestandteil der Marktwirtschaft. Seit Pharaos Zeiten war Medizin immer auch ein Geschäft gewesen. Gesundheit gegen Taler, gute Gesundheit gegen viele Taler. Aber auch die alten Priester orakelten nur gegen Bares. Es ist also alles Geschäft, damals wie heute.

 
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RE: Pharmaindustrie hat kein Interesse an gesunden Menschen

#19 von Knegel , 08.01.2013 22:13

Jeder kann heilen oder zumindestens beim erkennen des Problems helfen, was meistens das größte Problem darstellt. Ein Arzt der sich aufs Heilen versteht kann scheinbar Wunder vollbringen und wo er nicht weiter weiß, würde dieser sich nicht schämen den Kranken zu anderen Leuten zu schicken, auch wenn sie nicht im Ärztestand sind.
So viele Pillen mit selber oder ähnlicher Wirkung gibt es 1. Aus Konkurenzgründen 2. Weil die Präperate weiterentwickelt werden und 3. Weil Patienten verschiedene Nebenwirkungen und Heilungserfolge auf ähnliche Medikamente zeigen.
Das Kranke nicht gesund werden wollen glaube ich nicht, sie haben Angst dieses oder jenes Problem anzugehen oder anzusehen oder sie erkennen das eigentliche Problem nicht, wie im Suchtfall(auch Zigaretten).
Da unsere Medizien Symptombeseitigung mit Heilung verwechselt, können wir der Pharmaindustrie doch nicht vorwerfen, das sie nicht heilen möchte. Diese Mittel können nicht heilen, sie können höchtens eine positive Symptomverschiebung hervorrufen, um eine Heilung dann möglich zu machen, bzw eine Teilheilung, denn den Kampf gegen das Unheil-Sein hat wohl bisher am Ende jeder verloren, was den Tot bedeutet. Leider werden viele Medikamente, aber auch Anwendungen psychischer und physischer Natur nur benutzt um Probleme weiter zu verdrängen. Dieses vermindert dann zwar momentanes Leid, aber verschiebt es nur oder/und verkürzt diese Lebensspanne.

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RE: Pharmaindustrie hat kein Interesse an gesunden Menschen

#20 von elHakim , 09.01.2013 22:12

Zitat von Knegel
Da unsere Medizien Symptombeseitigung mit Heilung verwechselt, können wir der Pharmaindustrie doch nicht vorwerfen, das sie nicht heilen möchte. Diese Mittel können nicht heilen, sie können höchtens eine positive Symptomverschiebung hervorrufen, um eine Heilung dann möglich zu machen, bzw eine Teilheilung, denn den Kampf gegen das Unheil-Sein hat wohl bisher am Ende jeder verloren, was den Tot bedeutet. Leider werden viele Medikamente, aber auch Anwendungen psychischer und physischer Natur nur benutzt um Probleme weiter zu verdrängen. Dieses vermindert dann zwar momentanes Leid, aber verschiebt es nur oder/und verkürzt diese Lebensspanne.


Ich stime dir zu, dass das Kurieren an Symptomen weit entfernt von Heilung ist, denn solch ein Verfahren hat die Natur der zugrundeliegenden Krankheit nicht erkannt. Ich stimme uch zu, dass der Verordner oft nicht weiß, was er mit seinem Rezept im Körper anstellt. Meist geht es ja gut, der Kranke wird gesund, freut sich über die richtige Pille zum richtigen Zeitpunkt und hat sich in Wirklichkeit doch nur selbst geheilt. Dennoch sträube ich mich gegen das Bild, dass moderne Arzneimittel Probleme nur verdrängen. Wer will heutzutage einem Unfallverletzten, der dringend eine Notoperation braucht,statt einer Vollnarkose noch einen Holzkeil zwischen die Zähne schieben?
Es ist nur schwieriger geworden in unserer Zeit. Ich bin auch deiner Meinung, dass der Einsatz der chemischen Keule unter dem Deckmantel der Naturwissenschaftlichkeit vielfach zu unkritisch eingesetzt wird. Hier würde ich mir auch eine bessere Kooperation der Ärzteschaft mit alternativen Heilern wünschen (allerdings ist so etwas den Ärzten in vielen Ärztekammer-bestimmungen verboten).

 
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RE: Pharmaindustrie hat kein Interesse an gesunden Menschen

#21 von Dolben , 10.01.2013 01:34

zum Thema Ärzte-Kammer:

in meinem Studium habe ich gelernt, daß die Architekten-Kammer wie eine Schutzgeldmafia aufgebaut ist und auch so arbeitet. "Zahle einen Geldbetrag erst DANN darfst du dich Architekt nennen".
Ich bin sicher die Ärzte-Kammer ist genauso.


Grüße Dolben

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RE: Pharmaindustrie hat kein Interesse an gesunden Menschen

#22 von Knegel , 10.01.2013 06:42

Hi,
Wann mustest Du denn Geld ohne Gegenleistung Zahlen, um Dich Architekt nennen zu dürfen?
Das klingt ja als ob sich jeder diesen Titel kaufen kann.

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RE: Pharmaindustrie hat kein Interesse an gesunden Menschen

#23 von Dolben , 11.01.2013 00:49

Jeder der sich Architekt nennen will, MUß einen jährlichen Mitgliedsbeitrag an die Arch.-Kammer bezahlen, nachdem er einen äußerst umständlichen Antrag dort gestellt hat.
Zahl der diesen Beitrag nicht, ist er kein Mitglied in der Arch.-Kammer, darf sich nicht Architekt nennen und bestitzt nur die 'kleine' Bauvorlage-Berechtigung (und nicht die große Bauvorlage-Berechtigung).

Grüße Dolben

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RE: Pharmaindustrie hat kein Interesse an gesunden Menschen

#24 von freyja , 11.01.2013 02:53

Schein-Gläubigkeit....
wenn da mal kein Haus zusammenbricht.....lach....
Architekten würden auf jeden Fall immense Regressklagen bekommen, wenn das der Fall wäre....

bei Ärzten - Pharmaindustrie ? - hat das Kind kein Abitur, wars der WEichspüler im Krankenhausbett ?

SelbstverAntwortung, BeWusstseinsEntwicklung bringt Heilung, Ganzheit, Heiligkeit...

es gibt sooooo viele Möglcihkeiten und wir haben viel Freiheit, also weniger jammern, mehr machen, das ist schön
und keine/r wird gezwungen einen Job zu machen, der sie/ihn nicht unterstützt und gerade in solchen Branchen, wie die Pharmaindustrie brauchen wir bewusste Leute, die von innen heraus am umstrukturieren mithelfen-----toll

 
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RE: Pharmaindustrie hat kein Interesse an gesunden Menschen

#25 von Knegel , 11.01.2013 08:44

Hi,

diese Strukturen der Kammern haben keinen Sinn für Euch und sind also Mafia gleiche Organisationen?

Bei den Göttern, so blind kann doch keiner sein, habt ihr keinen Geschichtsuntericht gehabt, hat es Euch nie interessiert wo diese Kammern herkommen??

Diese Kammern gehen auf die Tausendjährige Tradition der Handwerkskammern und Gilden zurück. Sie sind gewachsen aus mehreren wirklich einleuchtenden und wichtigen Gründen.
1. Gleichmäßige Ausbildung im Handwerk und Handel, nach ähnlichen Grundsätzen/Erfahrungen.
2. Bewahren und sammeln von Wissen.
3. Dem Kunden und Kollegen anzuzeigen "Ich habe das nötige Wissen".
4. Um sich gegenüber der Obrigkeit eine Machtposition zu sichern(Lobbyismus und Macht durch Wissen).
Diese Kammern sind der Grund für das so hoch gelobte "Made in Germany" auf dem unser geitiger, wirtschaftlicher und handwerklicher Wohlstand beruht. Diese Kammern sind es auch, welche in großem maße die Energiewende vorangetreiben, gegen die Atom- und Öllobbys. Diese Kammern sind es auch, welche dafür sorgen, daß möglichst keine Chemikalien in der Babywäsche landet.
Diese Kammern sind ein Ausdruck von Eigenverantwortung und Demokratie. Sie sind so überschaubar, daß Demokratie noch recht gut funktioniert, nur Teilnehmen muß man auch.
Diese Kammern sind also ein Schutzwall der Mittelschicht gegen Verdummung und Ausbeutung, in sofern könnte man wirklich von Schutzgeld reden, nur ist die Leistung dahinter wohl doch ne andere als bei der Mafia.
Strukturen haben natürlich immer auch Nachteile, aber die Vorteile überwiegen hier deutlich.

Im übrigen darfst Du Dich sehr wohl Architekt nennen, daß Du Mitglied in der Kammer sein Must, um offiziel Verantwortung übernehmen zu dürfen, liegt im übrigen nicht an der Kammer, sondern am Gesetzgeber. Dieser hat erkannt, daß sich die Kammern über die letzten Tausend Jahre bewährt haben und für genau das stehen was ich oben Aufgelistet habe.
Auch die Ärztekammer zählt hierzu und natürlich muß man nach den Kriterien der Ärztekammer studiert haben, um dort mitglied zu werden. Soweit ich weiß gibt es ähnlicher Verbände auch bei den Heilpraktikern und auch jeder der sich in einem bestimmten Kreis Druide nennen möchte muß eine dementsprechende Ausbildung haben. Solange sich alle Kennen und nur lokal agieren braucht es keine großen und teuren Strukturen, wenn aber überregional agiert wird und Wissen abgeglichen und verbreitet werden soll wirds schnell teuer und Strukturen werden nötig.
Auch möchte doch keiner, daß das bekannte gefährliche Halbwissen eine ganze Zunft in verruf bringt, wie es gerade bei den anfangs schlecht strukturierten alternativen Heilkünsten und Religionen doch recht oft der Fall war oder ist.

Das aufweichen dieser Strukturen wie es gerade im Handwerk geschieht wird schlimme Konsequenzen haben. Von guter Aus- und Allgemeinbildung, gerade in Bezug auf selbständiges Handeln und Moral hin zu Angelernten, welche mit gefährlichem Halbwissen für weniger Lohn arbeiten.
Wie kann es sein, daß jetzt jeder der irgendwo ne Malerausbildung gemacht eine Firma aufmachen darf?? Viele unterscheiden da nichtmal zwischen Innen- und Außenfarbe. Wissen über Allergene? Fehlanzeige. Wissen über Gifte, Fehlanzeige. Wissen über Haltbarkeit, Fehlanzeige. usw.
In den USA ist es schon soweit, daß Raufaser Weiß zu tapezieren ein Kunst darstellt und hoch bezahlt ist.
Wenn jeder Arsch Häuser kontruieren dürfte, ohne Unterstützung der Kammern, welche Maßgeblich an der Ausbildung beeiligt sind, dann würde entweder eine Organisation erwachsen die die selben Aufgaben übernimt, die dann auch bezahlt werden muß, oder die Qualität der Ausbildung würde langsam zu Grunde gehen, wie in den USA an den Handwerkern in den Letzten 50 Jahren zu sehen ist(also ein riesiger Anteil der Bevölkerung). Ja auch in den USA gabs mal ein Duales Ausbildungs system, ähnlich wie hier. Aber es gab keine starke Organisation, die dieses System verteidigt hat. Leidtragend ist die Mittelschicht im Lande, welche inzwischen kaum noch existiert. Auch dort wurde Eigenverantwortung propagiert. "Vom Tellerwäscher zum Millionär", "jeder ist des eigenen Glückes Schmied" und son quatsch. Solche sich toll anhörenden Thesen sind gemacht von Mächtigen, um ihre Position zu halten. Denn Strukturen in denen der "kleine" Mensch organisiert ist, sind potenziel gegen die Macht einzelner gerichtet.
Und ihr seid willfällige Handlanger dieser Mächtigen, aus gutem Glauben zwar, aber auch aus Dummheit.
Tut mir leid, harte Worte, aber ich habe Angst vor einem "nicht Sytem" wie im "Land of the Free", und das nicht wegen mir, sonder wegen meiner Kinder.

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RE: Pharmaindustrie hat kein Interesse an gesunden Menschen

#26 von piwo , 11.01.2013 14:05

Seid gegrüsst,

wir driften gerade ab. Macht doch wegen der Kammern bitte einen neuen Thread auf. Ist sehr spannendes Thema.

Zitat von freyja
es gibt sooooo viele Möglcihkeiten und wir haben viel Freiheit

,


Wir alle besitzen Heilkräfte und viele Menschen haben es nicht gelernt diese zu nutzen. Die Pharmaindustie macht ihren Job auf Kosten dieser Menschen.
Es liegt doch auf der Hand, wenn wir alles Einzigartige Wesen sind, aber Studien an eine bestimmte Anzahl von Menschen durchgeführt (wenn überhaupt), so ist es nur eine Pauschalannahme das der Wirkstoff anschlägt. Daher die Auflistung der Nebenwirkungen.
Es dreht sich bei diesem Thema auch darum, das Bewusstsein zu erweitern, das es auch andere Möglichkeiten gibt, als nur die Chemie.

 
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RE: Pharmaindustrie hat kein Interesse an gesunden Menschen

#27 von freyja , 11.01.2013 16:41

recht hast du da sicher....

die Kammern sind an sich ja nix menschenverachtendes, toll, dieser Beitrag, sondern jetzt werden sie aber vom Menschen abgelöst ihrer Vollständigkeit, verwendet von wenigen Machtinstanzen, die sie für ihre eigenen persönlichen Interessen ausnutzen.
Ähnlich den Kammern funktionieren GesetzesKreise in nativen Gemeinschaften, etwa die 5 Nationen-Verfassung im AMerika.

es ist gut, dass immer mehr Menschen Zivilcourage zeigen, sich weniger anpassen, sondern ihre eigenen Heilkräfte bewusst werden und so schon Beispiel abgeben, dass es anders und wie es anders funktioniert. DIe kritische MAsse zum Umdenken wird hoffe ich noch erreicht werden, bevor die Selbstheilungskräfte der Mutter Erde die Menschen im EInzelnen katastophal treffend agieren....

 
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RE: Pharmaindustrie hat kein Interesse an gesunden Menschen

#28 von freyja , 11.01.2013 16:41

recht hast du da sicher....

die Kammern sind an sich ja nix menschenverachtendes, toll, dieser Beitrag, sondern jetzt werden sie aber vom Menschen abgelöst ihrer Vollständigkeit, verwendet von wenigen Machtinstanzen, die sie für ihre eigenen persönlichen Interessen ausnutzen.
Ähnlich den Kammern funktionieren GesetzesKreise in nativen Gemeinschaften, etwa die 5 Nationen-Verfassung im AMerika.

es ist gut, dass immer mehr Menschen Zivilcourage zeigen, sich weniger anpassen, sondern ihre eigenen Heilkräfte bewusst werden und so schon Beispiel abgeben, dass es anders und wie es anders funktioniert. DIe kritische MAsse zum Umdenken wird hoffe ich noch erreicht werden, bevor die Selbstheilungskräfte der Mutter Erde die Menschen im EInzelnen katastophal treffend agieren.... dazu brauchen wir, das weiß ich auch die Pharmaindustrie, damit uns das bewusst wird und wir so den AUsgleich schaffen. Wir leben in einer Polaren Welt - noch.

 
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RE: Pharmaindustrie hat kein Interesse an gesunden Menschen

#29 von Knegel , 11.01.2013 16:48

Hi piwo,

Ich stimme Dir ja zu, aber es ist doch wohl eher angebracht bessere Möglichkeiten aufzuzeigen als das Kind mit dem Bade auszuschütten und ein Feindbild zu Schaffen wo Brücken gebaut werden sollten.
Denn wer behauptet alles oder auch nur das Meiste was die Pharmaindustrie herstellt ist Blödsinn, der könnte auch behaupten einen Blinddarm zu entfernen, einen Knochenbruch richten etc ist blödsinn.
Unsere Medizin ist eine sehr gute wiederherstellende Medizin. Ok, Heilen im eigenlichen Sinne ist nicht ihre Stärke, aber oft ist es nötig erst feststoffliche Maßnahmen zu ergreifen, bevor wir feinstofflich Heilen dürfen oder können.
Ein gutes Beispiel ist die Schwermetalausleitung, kein vernünftiger Homöopat würde bei offensichtlich schwer belasteten Patienten sofort Homöopatisch ausleiten. Anstatt dessen werden Medikamente von der Pharmaindustrie benutzt, um ersteinmal den groben Dreck loszuwerden. Selbiges gilt bei jemandem der an z.B. an einer Lungenentzündung leidet. Wer da keine Antobiotika nimmt, riskirt den Tod, einen Toten kann man aber schlecht heilen. Also ist es manchmal sinnvoll Antibiotika zu benutzen um den Patienten zu retten. Was unserer Medizin fehlt ist die heilende Nach- und Vorsorgesorge, welche wahrscheinlich durch Homöopatie, Bachblüten, Phychotherapie, Mantren singen, Yoga, Sauna, Sport etc etc besser sein könnte.
NUR, dafür ist unsere Medizin nicht ausgelegt, was gar nicht schlimm ist! Schlimm ist, daß unser Gesundheitssystem die weiterführenden und vorbeugenden Maßnahmen nicht bezahlt. Sprich: Antibiotika wird bezahlt, eine Darmflorakur nicht.
Also sollten wir nicht an der Pharmaindustrie rumkritteln, sondern an den Krankenkassen(Private zahlen da übrigens wesentlich mehr).
Eigentlich ist doch Deutschland schon Flächendeckend mit Naturheilkundlern verschiedenener Art ausgestattet, also haben wir sogar die Wahl. Somit liegt das Problem eigentlich nur bei den Krankenkassen. Auch gibt es inzwischen ne Menge zugelassener Ärzte die auch Heilpraktiker sind.

Ganz klar, ich bin absolut gegen blinde Antikiotika Gaben, gerade Oral und ich bin auch gegen Impfungen bei extrem seltenen und selten gefährlichen Krankheiten.
Aber es wäre schön gewesen, wenn 1918/19 ein passender Grippeimpfstoff zur Verfühgung gestanden hätte, selbiges bei der Pest. Auch Kinderlähmung wurde hier zu Lande quasie ausgerottet durch Impfung. Es will mir doch wohl keiner erzählen, daß das nicht gut ist??

Natürlich hege auch ich die hoffnung, daß wir alle einmal so gesund und spirituell erfahren sind, daß wir alle unsere Krankheiten auf der geistigen Ebene abarbeiten können, bis dahin gehts nicht ohne feststoffliche Behandlung.

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RE: Pharmaindustrie hat kein Interesse an gesunden Menschen

#30 von elHakim , 11.01.2013 17:08

Hallo Knegel,

du hast im Großen und Ganzen Recht mit deinem obigen beitrag. Nur: Es gibt keinen zugelassenen Arzt, der zugleich eine Zulassung als HP besitzt, denn das verbieten Gerichtsbeschlüsse. Natürlich gibt es Ärzte, die sich naturheilkundlich betätigen.

 
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