Das Mabinogion - Was ist das überhaupt?

#1 von Brianna , 07.09.2008 10:36

Und warum sollte es dich interessieren?

Das hab ich mich auch lang gefragt Aber wenn man beginnt sich mit der keltischen Mythologie - der Mythologie unserer Vorfahren - zu beschäftigen, und einen Zugang dazu findet eröffnet sich einem eine ganz neue Welt und ein Tiefes Verständnis von dem, was noch heute essenziell in unserem Leben ist. Mythologie ist in mancherlei Hinsicht besser wie Geschichte, weil sie den Freiraum lässt das Erfahrene auch im heutigen Leben umzusetzten. Geschichte erfasst man mit dem Verstand, Mythologie ist für die Seele.

Infos von wiki:

Das Mabinogion ist eine Sammlung von Erzählungen, die aus mittelalterlichen, walisischen Manuskripten stammen.

Auch wenn sie teilweise frühmittelalterliche historische Ereignisse wiedergeben, basieren sie auf der vorchristlichen, keltischen Mythologie, die durch die Tradtition der mündlichen Überlieferung der Barden bzw. Druiden erhalten wurde.

Einigkeit besteht allerdings darüber, dass die Erzählungen selbst teilweise deutlich älter sind. Genauere Zuordnungen sind schwer zu treffen, was nicht nur daran liegt, dass die einzelnen Erzählungen wohl zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind. Nach Argumenten von Patrick Sims-Williams ist nun ein Entstehungszeitraum zwischen 1060 und 1200 plausibel.

Wissenschaftlich interessant sind die Erzählungen und ihr Entstehungsdatum, weil sie neues Licht auf die Entstehung der Artussage werfen könnten.

Der Name rührt aus einem Missverständnis der ersten englischen Übersetzerin, Lady Charlotte Guest, her: Sie entdeckte in einer Geschichte das walisische Wort mabynogyon und nahm an, es sei der Plural zu mabinogi. Die Bedeutung von mabinogi selbst ist aber ungewiss, obwohl es deutliche Bezüge zum walisischen Wort mab ("Sohn, Junge") hat. Eric P. Hamp geht davon aus, dass mabinogi von der keltischen Gottheit Maponos abgeleitet ist.

Die vier Zweige des Mabinogi
* Pwyll, Prinz von Dyfed (Pwyll Pendefig Dyfed)
* Branwen, Tochter des Llyr (Branwen Ferch Llŷr)
* Manawydan, Sohn des Llyr (Manawydan Fab Llŷr)
* Math, Sohn des Mathonwy (Math Fab Mathonwy)

Deutsche Übersetzungen, siehe: http://www.druidry.de/buchtipps.html

(@Nivien: Ist doch ok so, oder?)

 
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RE: Das Mabinogion - Was ist das überhaupt?

#2 von Nivien , 07.09.2008 23:04

Absolut.

Heute habe ich noch gelesen, dass Mythologie für die Seele ebenso Nahrung ist, wie Essen und Trinken für den Körper. Und ebenso notwendig.

BB
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RE: Das Mabinogion - Was ist das überhaupt?

#3 von Oak King , 08.09.2008 00:23

Ich kann mich nicht erinnern wo und wann ich die Behauptung gehoert habe das eine Gesellschaft die keine Mythen mehr kreiert zum Aussterben verurteilt sei. Denkt jemand von Euch das wir in der heutigen Zeit noch Mythen schaffen?
Gruebelnde Guesse,
Holger

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RE: Das Mabinogion - Was ist das überhaupt?

#4 von Oak King , 08.09.2008 19:39

Gute Antwort, Ariwinnar! Meine eigenen Gedanken laufen in aehnlichen Bahnen. Frage mich manchmal welche Personen die wir heute als verrueckt oder Traeumer ansehen in der fernen Zukunft als Helden gefeiert werden und welche Ereignisse/Vorgaenge die wir zu unserer Lebzeit als banal betrachten die Grundlage fuer neue Mythen bilden werden?
das wir dieses Thema als neuen thread im Club der Philosophen aufehmen!
Hwyl,
Holger

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http://www.mabinogistudy.co.uk/ (leider englisch)

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