Licht und nicht-Schatten, die Wahrheit?

#1 von Shelter , 26.07.2011 12:17

Hi @ all

auf Anregung im Vorstellungsthread poste ich den Philosophischen Teil meines Vorstellungsbeitrages im entsprechendem Board.

Zitat von Shelter

Wenn Ihr Lust habt, lasst uns mal eine kleine Reise machen:
Würdet Ihr mir zustimmen, dass es nur Licht gibt? Schatten demnach nicht und ist nur der Effekt welcher auftritt, wenn das Licht blockiert wird!? Demnach ist Schatten eine Lüge/Illusion und Licht die einzige Wahrheit!
Was wäre, wenn gleiches Prinzip auch auf Gesundheit,Liebe & Glück zutrifft?
Das die 3 o.g. Zustände die einzig wahren, und deren Abwesenheit bzw. Blockierungen dann als Krankheit,Hass und Unglück definiert werden? Aber im wesentlichen eig. nur Lüge bzw. Illusion sind!?
Demnach gäbe es ja nur Wahrheit, alles andere ist Lüge bzw. die Schattierung der Wahrheit!
Diese 4 Prinzipien als die einzig wahren bilden zusammen das 5.te Prinzip, welches Leben heisst. Und dieses, also Leben kann nicht Schattiert werden denn es gibt den Tod nicht sondern nur Leben.
In der Elementenlehre vieler Kulturen ist von ebenfalls 4 Elementen die Rede; Feuer,Wasser,Erde,Luft (Liebe,Glück,Gesundheit,Wahrheit) ind diese vereinen sich im 5.Element "Äther" o. "Geist" (oder sind diesem untergeordnet,da diesem alles entspringt) und die o.a. 4 Prinzipien des Lebens sich im 5.tem Prinzip vereinen, dem "Leben"!



Und möchte auch gleich auf den Beitrag von Siebenstern antworten...

Zitat von Siebenstern

Zu deiner Philosphie, Schatten und das Sterben bzw. der Tod gehören mit zum Leben, jedenfalls zu meinem ,
ich denke beides ist eine wichtige Energie. Wo Licht ist gibt es auch Schatten...



Schatten ist eine Erscheinung, genau wie Hass, Krankheit & Lüge, welche einen festen Bestandteil des Lebens ausmachen und somit für jeden Präsent sind.
Das ich mich an einem Heissem Sommertag in den kühlen Schatten eines Baumes setzen kann ist ja nicht wilde Phantasterei, sondern wahr!
Schatten hat, im Gegensatz zum Licht keine eigenständige Existenz, sondern ist nur ein Effekt der auftritt wenn Licht blockiert wird. Das macht ihn nicht weniger wahrnehmbar aber auch nicht mehr Existent.
Nach diesem Grundsatz würde es den Kampf um Licht & Schatten gar nicht geben, sondern ausschl. die Verschiebung/Abbau/Aufbau von Blockaden.
Aus der Psychiologie wissen wir bereits, das es Blockaden sind welche es gilt aufzulösen um Physische wie auch Psychische Gesundheit zu erlangen.
Und deshalb ist mir die Frage in den Sinn gekommen, ob das Licht&Schatten Prinzip auch auf das Glück, Liebe & Wahrheit anwendbar ist.Wenn ja, dann hätten wir es mit 4 Elementen zu tun welche unser Leben bestimmen, ähnlich den 4 Naturelementen Feuer,Wasser Erde, Luft welche wir bereits aus vielen unterschiedlichen Kulturen überliefert bekamen.
Als ich mich fragte, ob das Licht & Schattenprinzip auch auf das Leben anwendbar wäre fiel mir auf, dass es den Tod ja gar nicht gibt, sondern da alles in jeder ebene Bewusstsein hat/ist und somit lebt gar nicht sterben kann; somit präsentierte sich mir das Prinzip Leben den anderen 4 Prinzipien als übergeordnet bzw Quelle.
Da fiel mir ein, dass in den 4 elementenlehre ein 5.tes genannt wird, nämlich der Geist, Äther etc pp. aus dem alles entspringt.In ihm sind die 4 Elemente vereint, aus ihm entspringen sie.

Kurz zusammengefasst:

4 Prinzipien = Licht, Liebe, Wahrheit & Glück; alle zusammen bilden das Leben,das 5 Prinzip.
Schatten, Hass, Lüge & Unglück sind nur die Blockaden der o.g. Prinzipien und aus sich heraus nicht wirklich ( real ja, weil wahrnehmbar aber nicht existent) somit sind nur di Blockane existent, nicht aber deren Wirkung.

Wie denkt Ihr darüber?
Würde mich wirklich interessieren

LG

Shelter

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RE: Licht und nicht-Schatten, die Wahrheit?

#2 von elHakim , 26.07.2011 21:42

Sind Schatten nur Hindernisse, Blockierungen o.ä.? Für mich gibt es keinen Schatten ohne Licht, und Licht,das keinen Schatten wirft, ergibt graues Einerlei oder ein überall wirkendes grelles Licht, das genauso unangenehm ist. Dualismus gehört zu unserem Dasein; es ist ein wichtiges Ordnungsprinzip. Nötigenfalls schaffen wir es selbst, indem wir in Begriffen wie "größer, schöner, stärker als" denken. Ein Schatten, der einen befällt, blockiert nur dann, wenn ich nicht daran glaube, dass da irgendwo auch Licht sein muss. Das wahre Leben besteht für mich immer aus beiden Anteilen, Schatten und Licht, und es bleibt jedem einzelnen überlassen, wellchen Anteil er zustreben möchte.

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RE: Licht und nicht-Schatten, die Wahrheit?

#3 von Shelter , 27.07.2011 11:39

Selbstverständlich, Dualismus ist ein uns übergeordnetes Prinzip, wir können es demnach nicht aus unserem Dasein entfernen. Spätestens wenn einem die grosse Liebe verlässt und der Herzschmerz eintritt wird uns die Machtlosigkeit bewusst, mit der wir dem Dualismus entgegenstehen.

Mir gehts es nicht ums bekämpfen, oder das Ignorieren der "Lebensschatten", sondern um darum "was ist Wirklich?" Sind es die Schatten die wirklich sind denn der Verstand kann sie erfassen / erfahren und was Er erfahren kann ist für ihn wahr und somit Teil der Realität!
Aber ist das wirklich so? Nein, die Schatten sind nicht wirklich, sondern Ihr Schöpfer die Blockade und der Schöpfer der Blockade i.R. wir selbst!
Also wäre jeder Kampf gegen die Schatten ad absurdum.

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RE: Licht und nicht-Schatten, die Wahrheit?

#4 von momo , 27.07.2011 12:51

Ich frage mich gerade warum man gegen die Schatten kämpfen will...
ich sehe sie als lebensnotwendig. alles würde z.b vertrockenen wenn die sonne die ganze zeit scheinen würde und was würden wir tun wenn es keine nacht gäbe?
Unsere eigenen schatten sehe ich auch als schutz die irgendwann dazu dienten das überleben zu sichern. später braucht man diesen schutz vielleicht nicht mehr und man kann sie dann aufheben und sich wieder in die sonne stellen.
gruss momo

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RE: Licht und nicht-Schatten, die Wahrheit?

#5 von Shelter , 27.07.2011 13:02

Zitat von momo
Ich frage mich gerade warum man gegen die Schatten kämpfen will...
ich sehe sie als lebensnotwendig. alles würde z.b vertrockenen wenn die sonne die ganze zeit scheinen würde und was würden wir tun wenn es keine nacht gäbe?
Unsere eigenen schatten sehe ich auch als schutz die irgendwann dazu dienten das überleben zu sichern. später braucht man diesen schutz vielleicht nicht mehr und man kann sie dann aufheben und sich wieder in die sonne stellen.
gruss momo



Perfekte Ergänzung

dann wäre es so, dass wir den Schatten als das entlarven was er wirklich ist und seine Notwendigkeit aber auch erkennen

Wundervoll weitergedacht, Danke

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RE: Licht und nicht-Schatten, die Wahrheit?

#6 von elHakim , 27.07.2011 21:54

Zitat von momo

ich sehe sie als lebensnotwendig. alles würde z.b vertrockenen wenn die sonne die ganze zeit scheinen würde und was würden wir tun wenn es keine nacht gäbe?
gruss momo


Warum willst du die Schatten aufheben, wenn sie, wie du sicher richtig feststellst, dich auch schützen?

Zitat von shelter
Mir gehts es nicht ums bekämpfen, oder das Ignorieren der "Lebensschatten", sondern um darum "was ist Wirklich?" Sind es die Schatten die wirklich sind denn der Verstand kann sie erfassen / erfahren und was Er erfahren kann ist für ihn wahr und somit Teil der Realität!



Die Schatten, die du wahrnimmst, sind deine Realität und sie sind von deinem Verstand gemacht. Deswegen kann ich deine nicht sehen. Sollten mir meine Schatten nicht gefallen, dann steht es in der Macht meines Verstandes, sie in Licht zu verwandeln.
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RE: Licht und nicht-Schatten, die Wahrheit?

#7 von Sinnion , 31.07.2011 21:13

Ich würde mal sagen:

Schatten als Effekt der Kausalität Licht ist wahr auf einer seeehr abstrakten Ebene. Solange ich verleiblichter Mensch bin, gibt es für mich sehr wohl Schatten. Und persönlich fällt mir das eigentlich zunehmend mehr auf. In der Jungschen Psychologie ist der Schatten ein Feld aus unbewussten Inhalten, die aus dem Bewusstsein eliminiert sind, weil sie dem Ich (zunächst) nicht angeglierdert werden können - sei es durch Verbote in der Erziehung, durch begrenzende, abwertende Suggestionen usw. Dazu gehören kollektive No-Goes wie z.B. mörderische Aggressionen, aber auch positive Impulse. Ein Beispiel:
Meine Lehrerin in der Grundschule fauchte mich einmal an ich solle nicht mitsinge, weil das so schief klang Und das, obwohl ich bis dahin leidenschaftlich gerne gesungen hatte. Die Auswirkungen merke ich heute, wenn ich vor anderen singen soll
Im Schatten findet sich also Positives, aber auch viel rohe Kraft - die destruktiv in der Psyche wirken kann. Unter Jungianern gilt übrigens, dass man seinen Schatten integrieren kann - aber eher im Sinne einer kontinuierlichen Beziehungsaufnahme zum Ich, nicht in einer einmaligen Erleuchtung, nach der es nichts dunkles in der Psyche mehr gibt...

Zum Schatten gehört auch die Frage nach dem Bösen. Gibt es das Böse?
Ich persönlich versuche da, Ebenen zu unterscheiden: Ultimativ macht es für mich keinen Sinn, das Böse als abgelöste Entität zu verstehen. Ich gehe davon aus, dass Die Ganzheit Licht UND Schatten umfasst - in einer mir, aus meiner begrenzten Perspektive heraus unverständlichen Weise...

Liebe Grüße

Johannes

 
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RE: Licht und nicht-Schatten, die Wahrheit?

#8 von Sinnion , 31.07.2011 21:17

Nachtrag:

Gibt es das Böse? (Teil2)
Aus meiner alltgälichen Perspektive heraus - irgendwie schon: Ich möchte nicht gefoltert, ermordet, verstümmelt werden, zur Belustigung der Täter. Ich möchte nicht von einem als Polizist verkleideten Attentäter hingerichtet werden, nicht in Afrika verhungern, eigentlich gar nichts dergleichen.
Vielleicht gibt es das Böse nicht - aber erleben kann ich die Dinge als solches aus meiner begrenzten Alltagsperpektive heraus. Gibt es Leiden? Ganz sicher!

Liebe Grüße

Johannes

 
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RE: Licht und nicht-Schatten, die Wahrheit?

#9 von elHakim , 31.07.2011 21:34

Es ist gut, das Böse vom Schatten zu trennen. Wenn du partout nicht freudig umgebracht werden möchtest, gilt das nur für unsere Gesellschaft. Es gibt aber Gesellschaften, in denen das Töten noch akteptiert ist, wenn bestimmte vorrangige Ziele erreicht werden sollen. Wir haben auch erst durch zwei Weltkriege dazugelernt. Beim Schatten kann ich Jung folgen, indem der Geist nämlich alles, was das Ich "verschattet" zur Wiedervorlage ins Unbewusste verschiebt. Das ist ein individueller, von Normen unabhängiger Vorgang.

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RE: Licht und nicht-Schatten, die Wahrheit?

#10 von Shadow , 31.07.2011 23:42

Hi!

Schatten = böse - Licht = gut?
Niemals!

"Gutes" kann Katastrophen nach sich ziehen und weltweit verurteilte "Verbrechen an der Menschheit" entpuppten sich im Nachhinein, selbstverständlich nur hinter vorgehaltener Hand - weil politisch inkorrekt, schon als Quantensprung in der Medizin und retteten mehr Menschen das Leben als sie gekostet hatten.
Was die Verbrechen an sich nicht weniger schäußlich macht!

Tue ich Person X einen Gefallen, schade ich damit unbewusst Person Y, die deshalb ihr Ziel nicht erreicht.
Hindere ich Person A an einer Handlung, ermögliche ich damit Person B etwas zu tun.

Was also ist GUT - was ist BÖSE? Was Licht, was Schatten?
Im Kleinen leicht zu werten.
Wer aber will sich anmaßen ein Geschehnis im großen Maßstab zu beurteilen? (siehe: Chaostheorie)

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RE: Licht und nicht-Schatten, die Wahrheit?

#11 von Esme , 01.08.2011 20:47

Tja, Chaostheorie, ist das vielleicht eine Grauzone? Schwarz und Weiß, Licht und Schatten sind meines Erachtens eine Erfindung der Christen, wobei ich sie nicht angreifen will, nur meine Meinung.

Esme  
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RE: Licht und nicht-Schatten, die Wahrheit?

#12 von Shadow , 01.08.2011 21:05

Hi!

Zitat von Esme
Tja, Chaostheorie, ist das vielleicht eine Grauzone?


Jain.
Es ist das nicht (exakt) berechenbare Eintreten von Ereignissen aus Mangel an Kenntnis aller Faktoren.
Meiner Meinung nach der Normalfall.

Shadow

 
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RE: Licht und nicht-Schatten, die Wahrheit?

#13 von Sinnion , 01.08.2011 22:53

Zitat von Esme
Tja, Chaostheorie, ist das vielleicht eine Grauzone? Schwarz und Weiß, Licht und Schatten sind meines Erachtens eine Erfindung der Christen, wobei ich sie nicht angreifen will, nur meine Meinung.



Ich bin ziemlich sicher, dass das Philosophieren über Gegensätze der alltäglichen Erfahrung (z.B. Tag- Nacht- Wechsel) entspringt. Das Philosophieren über Polaritäten findet sich bereits in der Antike (z.B. Platon) im Westen sowie im Osten z.B. im Taoismus (Yin-Yang etc.). Die Spaltung der Polaritäten in Dualismen (also sich gegenseitig ausschließend statt bedingend...), das könnte im späteren Christentum entstanden sein (verwendet aber auf jeden Fall, man denke nur an den Puritanismus ), aber das müsste ich erstmal gegenchecken.
Außerdem gibt es rigide Formen von religiöser Anschauung mit entsprechenden spalterischen Tendenzen so ziemlich überall, z.B. Islam, orthodoxes Judentum, usw. Was sagt der Historiker dazu?

Ich finds auch nicht schlecht, in Polaritäten zu denken. Wie bereits gesagt: Die Betrachtung der Welt als in Polaritäten angeordnet ist für mich eine Perspektive, kein Faktum - aber häufig eine enorm nützliche.

liche Grüße
Johannes

 
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RE: Licht und nicht-Schatten, die Wahrheit?

#14 von elHakim , 01.08.2011 23:51

Hallo Johannmes,
das Denken in Polaritäten is ein menschlicher Wesenszug,Es ist auch viel einfacher gegen eine andere Idea anzudenken als womöglivh gegen drei Gedankengebäude. Aber so gewinnt man den Wettkampf: Eröffne eine neu, den anderen unvermutetet Ebene des Denkens,
---
Ich brauche jetzt einam eine schöpferische <puase. Awen tooo all.
Al Hakiim

 
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RE: Licht und nicht-Schatten, die Wahrheit?

#15 von mhinas , 02.08.2011 00:16

Hm, also einen absoluten Dualismus gibt es im Mazdaismus (Zoriastrianismus), der altpersischen Religion. Aus dieser ist auch die Figur eines Widersachers in das Judentum eingeflossen, dito geflügelte Engelswesen sowie diverse apokalyptische Endzeit-Gedanken. Diese gipfeln in der christlichen Höllen- und Teufelsvorstellung. Der Mazdaismus sieht in diesen Wesen und Orten allerdings wohl eher ethische/moralische Kategorien und Allegorien.

Was den Schatten betrifft, muss ich nochmal schauen, ich meine da war was im Zurvanismus...

 
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