RE: Wissenschaft und Druiden-ein Widerspruch?

#16 von elHakim , 01.08.2011 20:30

Hallo Shadow,

eine Kombination vvon Wissenschaft und Magie könnte wirklich interessant sein. Was Wissenschaft ist, glauben wir zu wissen. Wie würdest du Magie definieren? Und kann man potentiell unverträgliche Dinge mischen? Öl in Wasser ergibt eine Emulsion, die aber nur für kurze Zeit beständig ist und sich dann wieder in ihre Phasen Wasser und Öl trennt.

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RE: Wissenschaft und Druiden-ein Widerspruch?

#17 von Shadow , 01.08.2011 21:14

Hi!

Zitat von elHakim
eine Kombination von Wissenschaft und Magie könnte wirklich interessant sein.


Ja sicher! *g*

Zitat von elHakim
Wie würdest du Magie definieren?


Das (bewusste oder unbewusste) Nutzen oder Verwenden von Energien, die (noch!) nicht "wissenschaftlich" nachgewießen/bewießen sind.

Zitat von elHakim
Und kann man potentiell unverträgliche Dinge mischen? Öl in Wasser ergibt eine Emulsion, die aber nur für kurze Zeit beständig ist und sich dann wieder in ihre Phasen Wasser und Öl trennt.


Majo auch? Oder Handcreme? *g*
Dann fehlt der passende Emulgator.

Shadow

 
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RE: Wissenschaft und Druiden-ein Widerspruch?

#18 von Sinnion , 01.08.2011 22:37

Zitat von Shadow
Hi!

Zitat von elHakim
eine Kombination von Wissenschaft und Magie könnte wirklich interessant sein.


Ja sicher! *g*

Zitat von elHakim
Wie würdest du Magie definieren?


Das (bewusste oder unbewusste) Nutzen oder Verwenden von Energien, die (noch!) nicht "wissenschaftlich" nachgewießen/bewießen sind.

Zitat von elHakim
Und kann man potentiell unverträgliche Dinge mischen? Öl in Wasser ergibt eine Emulsion, die aber nur für kurze Zeit beständig ist und sich dann wieder in ihre Phasen Wasser und Öl trennt.


Majo auch? Oder Handcreme? *g*
Dann fehlt der passende Emulgator.

Shadow




Zur Definition von Magie werf ich einfach mal eine von Dion Fortune (hoffe ich habs richtig erinnert) rein:

sinng.: "Magie = Veränderungen im Bewusstsein in Übereinstimmung mit dem Willen bewirken" (man sieht den Crowley-Einfluss...)

Lieber Al Hakim,
ich danke dir für die Ausführung zu alten Erkenntnissen neu beweisen . Das Buch muss ich mir besorgen, klingt interessant!
Wasser und Öl: Da fällt mir ein Beispiel aus der Pflanzenalchemie ein. MAnchmal braucht es nur Zeit. John Reid beschreibt, wie er Essig und Öl (die Phasen bildeten) in einem Gefäß bei sanfter Wärme ein halbes Jahr in den Inkubator stellte,um dann zu beobachten, wie sich nach längerer Zeit allmählich eine dünne dritte Phase in der Mitte bildete, eine perfekte Verbindung (wohl keine Emulsion). Ich war nicht dabei, klingt aber faszinierend...

Liebe Grüße

Johannes

 
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RE: Wissenschaft und Druiden-ein Widerspruch?

#19 von mhinas , 02.08.2011 00:34

Hm, als Historiker bin ich naheliegender Weise an einer gründlichen Erforschung historischer Zusammenhänge interessiert. Für mich ist dabei Magie erstmal keine Kategorie, die ich betrachten würde. Aber ich bin auch ein sehr nüchterner Mensch und beschäftige mich mit Druidentum vor allem aus akademischem Interesse.

 
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RE: Wissenschaft und Druiden-ein Widerspruch?

#20 von elHakim , 02.08.2011 19:53

Hallo Johannes,

ich denke, die Mischung aus Essig undd Öl hat nach einem halben Jahr Standzeit den grünen Winterpelz angelegt

Hi Mhinas,

Magie und die Angst davor waren bekanntlich wesentlich treibende Elemente durch das ganze Mittelalter und die frühe Neuzeit. Damit ist der Begriff aus der Überlieferung her eigentlich abgenutzt und mit fehlerhaften Bildern belastet. Wie wir aus unserer jüngeren deutschen Vergangenheit wissen, waren auch einige NS-Größen "Spoekenkieker" und missbrauchten "Magie". Wegen der Doppeldeutigkeiten scheint mir eine neue Definition notwendig.

Gruß an alle

Al Hakim

 
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RE: Wissenschaft und Druiden-ein Widerspruch?

#21 von Sinnion , 02.08.2011 21:06

Zitat von elHakim
Magie und die Angst davor waren bekanntlich wesentlich treibende Elemente durch das ganze Mittelalter und die frühe Neuzeit. Damit ist der Begriff aus der Überlieferung her eigentlich abgenutzt und mit fehlerhaften Bildern belastet. Wie wir aus unserer jüngeren deutschen Vergangenheit wissen, waren auch einige NS-Größen "Spoekenkieker" und missbrauchten "Magie". Wegen der Doppeldeutigkeiten scheint mir eine neue Definition notwendig.



Ich wäre, wo möglich eher für eine Rehabilitation. Aber weiß noch nicht, wie die aussehen soll. Ein Anfanng wäre in meinem Fachgebiet, einfach mal die Autoren zu zitieren, von denen man geklaut hat: Oft sind das nämlich Ideen aus der Hermetik, Magie, den esoterischen Traditionen usw. Wenn das gemacht würde, gäbe es schon ein Stückchen Reha

Herzlich grüßt

Johannes

 
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RE: Wissenschaft und Druiden-ein Widerspruch?

#22 von elHakim , 03.08.2011 20:06

Zitat von Sinnion

Ich wäre, wo möglich eher für eine Rehabilitation. Aber weiß noch nicht, wie die aussehen soll. Ein Anfanng wäre in meinem Fachgebiet, einfach mal die Autoren zu zitieren, von denen man geklaut hat: Oft sind das nämlich Ideen aus der Hermetik, Magie, den esoterischen Traditionen usw. Wenn das gemacht würde, gäbe es schon ein Stückchen Reha



Was möchtest du rehabilitieren, die Magie? Da wüsste ich nicht, wie uns dein Spezi Jung weiterhelfen könnte

Gruß

Al Hakim

 
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RE: Wissenschaft und Druiden-ein Widerspruch?

#23 von Sinnion , 03.08.2011 20:49

Ich auch nicht . An den hätte ich gerade auch nicht unbedingt gedacht. Aber du könntest Recht haben: Eine Reha, würde wohl mit einem neuen Verständnis, einer uns gemäßen Perspektive einhergehen.
Gibt übrigens im englischen Forum nen interessanten Thread, zu ähnlichem Thema (Questioning Science). Die sind auch z.T. bei einem Reconciling von Wissenschaft und Spiritualität angekommen. Mal sehen was noch kommt, wenn überhaupt.

Herzlich Grüße

Johannes

 
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RE: Wissenschaft und Druiden-ein Widerspruch?

#24 von elHakim , 07.08.2011 21:47

Heute habe ich aus meinem schon erwähnten Libelingsbuch von Dürr eine neue Weisheit herausgezogen. Da behauptet er, dass die Wissenschaft die Natur nur durch das von ihr selbst vorgegebene Raster sieht , und schreibt sinngemß: Wir geben die realität oben in den Fleischwolf ein, setzen unten eine passende Lochplatte davor, und kurbeln fleißig. Durch das Muster der Lochplastte erkennen wir die Welt als Nudel oder Würstchen und verkennen die Vielfalt, die oben eingefüllt wurde. Ich erkenne zwar die Notwendigkeit in einer Naturwissenschaft an, Dinge auf möglichst einfache Algorythmen zu reduzieren. Doch filtert man die eigentliche Wirklichkeit dabei heraus.

Al Hakim

 
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RE: Wissenschaft und Druiden-ein Widerspruch?

#25 von Shadow , 07.08.2011 22:42

Hi!

... und da jeder seinen eigenen Fleischwolf und seine eigene Lochscheibe benutzt sieht jeder alles zudem auch noch etwas anders als alle anderen. *gg*

Die Lösung wäre somit die Abschaffung des "Fleischwolfs" - oder?

Shadow

 
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RE: Wissenschaft und Druiden-ein Widerspruch?

#26 von angelikaherchenbach , 08.08.2011 08:46

Aber das ist doch eine wunderbare Allegorie über menschliche Wahrnehmung, egal ob wissenschaftlich oder nicht!

Die Abschaffung des Fleischwolfs ist ein Ideal, das uns Menschen letztlich niemals gelingen wird.
Und es gibt so viele Lochscheiben wie Menschen.

Klar geht es um die Wahrnehmung dessen, was oben reinkommt; ganzheitlich nennt man das ...
Das sollten wir versuchen, um der "Wahrheit", der Erkenntnis näher zu kommen.
Aber ganz ohne Scheibe sehen (und hören und fühlen und schmecken...) wir wohl erst in der Anderswelt.

Angelika

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RE: Wissenschaft und Druiden-ein Widerspruch?

#27 von teroon , 08.08.2011 14:20

Das Problem mit der Abschaffung des Fleischwolfes dürfte sein, dass wir Menschen auf der ebene des Bewusstseins nicht in der Lage sind, die gesamte Realität wahrzunehmen, dafür is es einfach zu komplex (auf unterbewusster Ebene nehmen wir, zumindest kurzfristig, fast alles wahr).
Wenn man sich die heutigen Wissenschaften ansieht, dann stellt man ebenfalls fest, dass ein einzelner Mensch nicht mehr in der Lage ist ausreichend kompetent in allen Disziplinen zu sein, die meisten sind schon voll beschäftigt in ihrem eigenem Bereich auf dem Laufenden zu bleiben.
Je besser es uns also gelingt die Realität und ihre Komplexität wissenschaftlich zu beschreiben, desto unmöglicher wird es für eine einzelne Person diese wirlich zu erfassen.
Was mich persönlich zu dem Fazit bringt, dass es erforderlich ist eine gute Kommunikationskultur zu etablieren, die zum Austausch zwischen den Feldern und der "normalen" Bevölkerung führt, denn die Realität kann eigentlich nur über Kommunikation erschlossen werden.

In diesem Sinne,
Michael

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RE: Wissenschaft und Druiden-ein Widerspruch?

#28 von elHakim , 08.08.2011 19:34

Fleischwölfe sind sicherlich unausrottbar. Mich fasziniert die Parabel deswegen, weil sie die Endlichkeit und auch Eintönigkeit des sog. naturwissenschaftlichen Denkens spiegelt. Ich bin nicht so optimistisch wie Teroon zu glauben, dass ein Haufen Kommunikation ausreichte, die Realität gewissenhaft abzubilden. Das wird solange nicht gelingen, wie einerseits die Würste/Nudeln davon überzeugt sind, dass sie der Weisheit oberster Schlusss wären, und anderseits der Mix, der oben hineinkommt, sich über die Würstchen erhaben dünkt. Vom modernen Druidentum verspreche ich mir eine Art Vermittlerfunktion.

Al Hakim

 
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RE: Wissenschaft und Druiden-ein Widerspruch?

#29 von angelikaherchenbach , 08.08.2011 19:38

J

Zitat
e besser es uns also gelingt die Realität und ihre Komplexität wissenschaftlich zu beschreiben, desto unmöglicher wird es für eine einzelne Person diese wirlich zu erfassen.
Was mich persönlich zu dem Fazit bringt, dass es erforderlich ist eine gute Kommunikationskultur zu etablieren, die zum Austausch zwischen den Feldern und der "normalen" Bevölkerung führt, denn die Realität kann eigentlich nur über Kommunikation erschlossen werden.



Da bin ich mit den Jahren skeptisch geworden, auch wenn mir das leid tut und ich es lange nicht wahrhaben wollte.
Gute (?) Kommunikation führt im Idealfall dazu, dass wir begreifen, wie die Anderen die Welt sehen.
Das ist schön und gut.
Aber unserem eigenen Begreifen hilft es nur bedingt weiter; schlimmstenfalls führt es zu Verunsicherung und Fatalismus.

Letztlich glaube ich, dass die Realität nicht "erschlossen" werden kann, nur wahrgenommen.
Sich dabei bewußt zu sein, wie der eigene Fleischwolf arbeitet, ist schon eine harte, aber lohnende Aufgabe.
Mit zu berücksichtigen, daß und wie die der Anderen anders funktionieren, ist ein weiterer Schritt.
Er führt zu der Fähigkeit zu kommunizieren, zu Toleranz, Demokratie und Frieden.
Aber zu umfangreicherer Erkenntnis?
Ich weiß nicht...
Da gebe ich El Hakim Recht.

Vom Druidentum erwarte ich ... nein, keine Vermittlerfunktion; eher so was wie einen Konsens der Art: SO nehmen WIR wahr - das verbindet uns; wohl wissend, daß es bei anderen anders läuft.
Das gilt es auszuhalten!

Angelika

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RE: Wissenschaft und Druiden-ein Widerspruch?

#30 von elHakim , 08.08.2011 19:57

Zitat von angelikaherchenbach

Letztlich glaube ich, dass die Realität nicht "erschlossen" werden kann, nur wahrgenommen.
Sich dabei bewußt zu sein, wie der eigene Fleischwolf arbeitet, ist schon eine harte, aber lohnende Aufgabe.
Mit zu berücksichtigen, daß und wie die der Anderen anders funktionieren, ist ein weiterer Schritt.
Er führt zu der Fähigkeit zu kommunizieren, zu Toleranz, Demokratie und Frieden.
Aber zu umfangreicherer Erkenntnis? Ich weiß nicht...
Da gebe ich El Hakim Recht.

Vom Druidentum erwarte ich ... nein, keine Vermittlerfunktion; eher so was wie einen Konsens der Art: SO nehmen WIR wahr - das verbindet uns; wohl wissend, daß es bei anderen anders läuft.
Das gilt es auszuhalten!



Hierin stimme ich dir zu: Wir erschließen Realität nur insofern als wir (also jeder von uns) sich sein Abbild macht und erdenkt. Damit hoffe ich auf eine gemeinsame Wahrnehmung.
Al Hakim

 
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