RE: Integration von männlichem und weiblichem Prinzip

#16 von Elfendame , 26.06.2011 11:06

Einen schönen Sonntag euch allem ,

Zitat von elHakim
Für mein Empfinden beschreiben und definieren wir in unserer Kultur schon viel zu viel auseinander und glauben, Dinge nur Erkennen / Benennen zu können "in Abgrenzung zu". Genau daran kranken wir - persönlich, als Gesellschaft und global - am Getrennt sein.



Vielleicht ist es gerade das was wir Menschen brauchen oder anders gesagt unser EGO? Krankheiten oder krank sein oder auch der Weg dorthin bietet mir als Mensch die Möglichkeit zu wachsen, warum als nicht anderen diese Chance geben?
Grenzen stellen Hilfen,Orientierungen,Räumlichkeiten, Sozialkompetenzen dar, wozu also soll ich sie nutzen, wenn sie mir als Hilfsmittel mit auf meinen Weg gegeben wurde?
Nicht die Gesellschaft erkrankt an diesen Grenzen, sondern nur ich selber, doch nur weil ich selber zu lasse, so zu sein wie die Gesellschaft, wer oder was bestimmt mein Lebensweg?
Grenzen haben genauson ihre Aufgabe und ihren Sinne, wie alles anderen auf dieser Erde oder im gesamtem Universium.

Ich betrachte es positiv, dass die Drag-Queen ihr Leben so lebt, wie sie oder er es sich ausgesucht hat. Meine Assization dazu ist, ich glaube, dass dieser Mensch sein eher weibliche Seite auslebt, doch die männliche Seite nicht ablehnen kann. Viele Menschen fühlen sich in "falschen" Körper und führen in den meisten Fällen ein unglückliches Leben. Weil sie nicht so respektiert werden, wie sind selber wirklich sind. Ich wünsche diesen Menschen viel Kraft und Mut ihren Weg erfolgreich zu meistern.

mit diesem Worten wünsche ich euch allem windige Grüße von der elfendame

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RE: Integration von männlichem und weiblichem Prinzip

#17 von elHakim , 14.07.2011 21:51

Zitat von Elfendame
Nicht die Gesellschaft erkrankt an diesen Grenzen, sondern nur ich selber, doch nur weil ich selber zu lasse, so zu sein wie die Gesellschaft, wer oder was bestimmt mein Lebensweg? Grenzen haben genauson ihre Aufgabe und ihren Sinne, wie alles anderen auf dieser Erde oder im gesamtem Universium.



Hallo Elfendame,

du hast auf einen wichtigen Aspekt der Grenze aufmerksam gemacht. Sie kann mich "beschränkt" machen oder "ausgrenzen". Sie kann einengen, aber auch schützen. Vielleicht wünscht der Mensch immer das, was er gerade nicht hat. Wer von Regeln eingezäunt lebte, möchte die Welt jenseits der Regeln kennenlernen; wer frei von Zwängen lebte, wünscht sich möglicherweise klare Abgrenzungen. Damit stimme ich dir zu, dass die Natur uns sinnvolle Grenzen vorgibt. Mögen wir sie rechtzeitig erkennen.

Al Hakim

 
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RE: Integration von männlichem und weiblichem Prinzip

#18 von Urs , 30.07.2011 10:06

Da sind sie wieder, die Grenzen , sind ja auch gerade Thema in ein/zwei anderen Gesprächssträngen.

Zitat von elHakim
Damit stimme ich dir zu, dass die Natur uns sinnvolle Grenzen vorgibt.



Ich halte das für einen gefährlichen Gedanken. Er impliziert meines Erachtens nämlich, dass es ein "sinnvoll" in Abgrenzung zu "sinnlos", ein "richtig" in Abgrenzung zu "falsch" gibt. Was in der Mehrheitsgesellschaft noch immer impliziert, dass jemensch etwas besser weiß als ein_e andere_r und damit nicht nur das Recht, sondern quasi die Verpflichtung hat, Korrektur einzufordern. Egal ob es z.B. Langesgrenzen betrifft (Zuwanderungsgesetzte vs. Abschiebung), Ressourcen (ALG II vs. Bürgergeld) oder eben Geschlechternormen (männlich vs. weiblich).

Ich möchte glauben, dass dieses ein- und ausgrenzen entwicklungshistorisch für die Menschehheit einmal "nötig" war - so wie es für Kinder in einer bestimmten Lebensphase nötig ist, um den Kosmos, in dem sie sich bewegen, schrittweise zu begreifen und zu erfahren. Ich möchte auch glauben, dass die Menschheit als Ganzes dieser ängstlichen / zögerlichen Kindlichkeit entwächst und erkennen kann, dass das, was heute noch als Grenze begriffen wird, inmitten eines fließenden Übergang in ein anderes "Es ist" ist.

Gruß aus der Mitte
Urs

 
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RE: Integration von männlichem und weiblichem Prinzip

#19 von elHakim , 30.07.2011 22:20

Hallo Urs,
wir müssen in der Tat aufpassen, nicht zu polarisieren. Das Gegenstück zu "sinnvoll" muss nicht zwingend "sinnlos" sein, sondern könnte auch "nicht sinnvoll" oder "weniger sinnvoll" heißen. Dieses bezieht sich auch auf eine von vielen Lösungsoptionen, die sich mir bei einem bestimmten Problem ergeben. Damit will ich nicht unbedingt immer nur den harmlosen "dritten" Weg favorisieren, nur ihn aufzeigen. Wichtig ist nur, dass man sich für einen Weg begründet entscheidet.
Al Hakim

 
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RE: Integration von männlichem und weiblichem Prinzip

#20 von angelikaherchenbach , 31.07.2011 11:22

Ist zwar off topic, aber wirklich als Frage gemeint:
Warum ist das wichtig?

Angelika

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RE: Integration von männlichem und weiblichem Prinzip

#21 von Urs , 31.07.2011 13:27

Ich verstehe Deine Frage nicht, Angelika.
Was genau?

Gruss aus der Mitte
Urs

 
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RE: Integration von männlichem und weiblichem Prinzip

#22 von angelikaherchenbach , 31.07.2011 16:29

Meine Frage bezieht sich auf El Hakims Aussage, dass es wichtig sei, sich begründet für einen Weg zu entscheiden (mit Betonung auf EINEM).

ich möchte verstehen, warum das seiner Meinung nach wichtig ist, bzw. welche Gründe es für eine solche Grundhaltung geben könnte.
Führen nicht viele Wege nach Rom?

Anders gefragt:
ist es nicht eher so, dass der EINE, einzige, vorgegebene Weg (wobei das durchaus auch der individuelle, bei jedem/r anders gestaltete sein kann) vielleicht nach Rom führt, aber nach Tir na nOg viele?

Angelika

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RE: Integration von männlichem und weiblichem Prinzip

#23 von elHakim , 31.07.2011 18:35

Zitat von angelikaherchenbach
Meine Frage bezieht sich auf El Hakims Aussage, dass es wichtig sei, sich begründet für einen Weg zu entscheiden (mit Betonung auf EINEM).
ich möchte verstehen, warum das seiner Meinung nach wichtig ist, bzw. welche Gründe es für eine solche Grundhaltung geben könnte.
Führen nicht viele Wege nach Rom?



Hallo Angelika,

Ich persönlich glaube nicht, dass der Mensch zu bewusstem "Multitasking" (schreckliches Modewort) fähig ist. Er kann aber sehr wohl eine Aufgabe nach der anderen abarbeiten. Damit meine ich nicht Fälle, bei denen ich etwas zugleich bewusst und unbewusst tue. Um überhaupt das zu erreichen,w as ich mir als Ergebnis vorstelle, muss ich mit einer Aufgabe erst einmal zu beginnen und sie konsequent durchführen, wobei Umwege immer möglich sind. Wer viele Aufgaben anfängt, verliert leicht die Übersicht und Lust an der Lösung; er wird zum Prokrastinator. Das heißt, dann enden alle Wege nirgendwo statt in Rom. Das meinte ich damit, als ich schrieb, man solle sich für einen Weg entscheiden. Das erlaubt mir dann auch den Wechsel auf einen anderen Weg, wenn ich nunmehr bewusst erfahren habe, das der erste Weg für mmich der Falsche war.

Herzliche Grüße

Al Hakim

 
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RE: Integration von männlichem und weiblichem Prinzip

#24 von Esme , 31.07.2011 19:26

Zitat von elHakim

Zitat von angelikaherchenbach
Meine Frage bezieht sich auf El Hakims Aussage, dass es wichtig sei, sich begründet für einen Weg zu entscheiden (mit Betonung auf EINEM).
ich möchte verstehen, warum das seiner Meinung nach wichtig ist, bzw. welche Gründe es für eine solche Grundhaltung geben könnte.
Führen nicht viele Wege nach Rom?



Hallo Angelika,

Ich persönlich glaube nicht, dass der Mensch zu bewusstem "Multitasking" (schreckliches Modewort) fähig ist. Er kann aber sehr wohl eine Aufgabe nach der anderen abarbeiten. Damit meine ich nicht Fälle, bei denen ich etwas zugleich bewusst und unbewusst tue. Um überhaupt das zu erreichen,w as ich mir als Ergebnis vorstelle, muss ich mit einer Aufgabe erst einmal zu beginnen und sie konsequent durchführen, wobei Umwege immer möglich sind. Wer viele Aufgaben anfängt, verliert leicht die Übersicht und Lust an der Lösung; er wird zum Prokrastinator. Das heißt, dann enden alle Wege nirgendwo statt in Rom. Das meinte ich damit, als ich schrieb, man solle sich für einen Weg entscheiden. Das erlaubt mir dann auch den Wechsel auf einen anderen Weg, wenn ich nunmehr bewusst erfahren habe, das der erste Weg für mmich der Falsche war.

Herzliche Grüße

Al Hakim





aus dem du aber auch deine Erfahrungen gesammelt hast.

Esme  
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RE: Integration von männlichem und weiblichem Prinzip

#25 von Sinnion , 31.07.2011 20:23

Zitat von elHakim

Zitat von angelikaherchenbach
Meine Frage bezieht sich auf El Hakims Aussage, dass es wichtig sei, sich begründet für einen Weg zu entscheiden (mit Betonung auf EINEM).
ich möchte verstehen, warum das seiner Meinung nach wichtig ist, bzw. welche Gründe es für eine solche Grundhaltung geben könnte.
Führen nicht viele Wege nach Rom?



Hallo Angelika,

Ich persönlich glaube nicht, dass der Mensch zu bewusstem "Multitasking" (schreckliches Modewort) fähig ist. Er kann aber sehr wohl eine Aufgabe nach der anderen abarbeiten. Damit meine ich nicht Fälle, bei denen ich etwas zugleich bewusst und unbewusst tue. Um überhaupt das zu erreichen,w as ich mir als Ergebnis vorstelle, muss ich mit einer Aufgabe erst einmal zu beginnen und sie konsequent durchführen, wobei Umwege immer möglich sind. Wer viele Aufgaben anfängt, verliert leicht die Übersicht und Lust an der Lösung; er wird zum Prokrastinator. Das heißt, dann enden alle Wege nirgendwo statt in Rom. Das meinte ich damit, als ich schrieb, man solle sich für einen Weg entscheiden. Das erlaubt mir dann auch den Wechsel auf einen anderen Weg, wenn ich nunmehr bewusst erfahren habe, das der erste Weg für mmich der Falsche war.

Herzliche Grüße

Al Hakim





Der Kritikpunkt, der häufig an der modernen Esoterikszene aufkommt, bezieht sich ja immer wieder auf den Mangel an Tiefe. Das Thema sich auch in der zeitgenössischen buddhistischen Literatur, z.B. bei Chögyam Trungpa. Wer zuviel ausprobiert und nie weitermacht, stets neu anfängt, der kommt nie irgendwo an - so der Gedanke.

Andererseits: Wenn ich mir meinen eigenen Weg so angucke, war der alles andere als geradlinig - und begründen hätte ich meine Wahl nicht können, auch heute nicht. Trotzdem habe ich aus vielen der Wege, die ich mir meist ein bis zwei Jahre lang angesehen und ausprobiert habe, irgendwie was mitgenommen - oft die Gemeinsamkeiten untereinander. Und davon habe ich eine Menge gelernt, glaube ich.
Wenn Menschen auf der Suche sind, brauchen sie vielleicht eine ganze Weile, um etwas zu ihnen passendes zu finden - und vielleicht kann sich das auch noch mal wieder ändern, usw. Heute ist einfach sehr viel mehr spirituelles Gedankengut verfügbar, als jemals zuvor, womöglich. Das ist auch eine Chance, um Gemeinsamkeiten zu erkennen, oder?

liche Grüße

Johannes

 
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RE: Integration von männlichem und weiblichem Prinzip

#26 von elHakim , 31.07.2011 22:10

Hallo Johannes,

ich denke man kommt an. Irgendwann, irgendwo. Erfahrungen auf verschiedenen Wegen zu sammeln ist natürlich und wichtig. Dennoch habe ich mir zuvor ein Ziel gesetzt und einen Weg gewählt: Ich möchte mehr über mich selber wissen, das, was ich für gut halte, anderen vermitteln, usw. Diese Ziele könnte man auch anders erreichen: Volkshochschule, Bücher schreiben eine Partei gründen o.ä. Aber ich habe mich entschieden.

Al Hakim

 
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RE: Integration von männlichem und weiblichem Prinzip

#27 von Ceridwen , 01.08.2011 06:48

Wenn ein Weg aus meiner Sicht nicht wirklich gradlinig verlief, hat es sich aber immer doch gezeigt, das es für mich kein Umweg war.
An einer Freundin sehe ich im Moment, das man vor zu vielen Wegen stehend den eigenen, obwohl ganz klar, nicht erkennen kann.

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RE: Integration von männlichem und weiblichem Prinzip

#28 von elHakim , 01.08.2011 19:47

Zitat von Ceridwen
Wenn ein Weg aus meiner Sicht nicht wirklich gradlinig verlief, hat es sich aber immer doch gezeigt, das es für mich kein Umweg war.
An einer Freundin sehe ich im Moment, das man vor zu vielen Wegen stehend den eigenen, obwohl ganz klar, nicht erkennen kann.


Hi Ceridwen,
Wenn es der Betreffenden nicht klar ist, dann ist die Lösung nicht so einfach, selbst wenn der Außenstehende es so denkt. Jeder richtige Weg ist subjektiv.
Al Hakim

 
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RE: Integration von männlichem und weiblichem Prinzip

#29 von Esme , 01.08.2011 20:19

Genau, und jeder muß seine eigene Entscheidung für sich treffen, welchen Weg er geht, Freunde können nur raten, beraten, der Entschluß liegt bei einem selbst.

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RE: Integration von männlichem und weiblichem Prinzip

#30 von piwo , 01.08.2011 21:44

Ein herzliches Hallo zusammen,

ist es denn nicht so, das Jedes für sich entscheidet, welches Prinzip, männlich und weiblich, ausgeprägt sein darf?
Ist das nicht eine Wechselwirkung wie Yin und Yang? (Das habe ich gerade in einem OBOD Gwers gelesen)

 
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