Wie hat Euch das Druidentum gefunden?

#1 von frosch , 20.05.2011 14:01

Hallo zusammen,

die Fragestellung habe ich noch nicht im Forum entdeckt (korrigiert den Newbie, wenn er falsch liegt ), deswegen wollte ich einfach mal das Thema in den Raum stellen...

Die Art der Fragestellung mag vielleicht komisch klingen, aber ich habe das Gefühl, das Druidentum hat tatsächlich mich gefunden. Ich war zwar schon lange irgendwie auf der Suche, aber ich wusste nicht, wonach.
Und jetzt trete ich nach einer jahrelangen Wanderung durch einen finsteren Wald auf eine sonnendurchflutete Lichtung und dort stehen Druiden, die ich irgendwoher schon kenne.

Weil meine Seele schonmal dort war...

Wie war es bei Euch? Wie hat es Euch gefunden?

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RE: Wie hat Euch das Druidentum gefunden?

#2 von Lizandra , 20.05.2011 16:04

Das Druidentum streckte wohl schon früh seine zarten Fühler nach mir aus.Schon als Jugendliche hat mich Schottland und Irland fasziniert. Vor 20ig Jahren hatte ich dann die Möglichkeit zwei Wochen in Schottland zu verbringen. Das war für mich wie nach Hause kommen, als mein Flugzeug in Glasgow landete. Ich war damals vorallem auf den Inseln unterwegs. Sehr beeindruckt hat mich der Besuch von Iona und Staffa. Das waren Eindrücke, die ich in meinem Herzen trage. Das Land, die Weite des Himmels, die Sprache alles hatte für mich einen eigenen Zauber. Auch das Eintauchen in die Natur, das Kommunizieren mit ihr - draußen bin ich halt zu Hause! Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich auf dem Land in der wunderbaren Westpfalz. ich liebte lange Sparziergänge zu bestimmten Plätzen, die mich ansprachen, die etwas besonderes hatten. Das alles verstand ich damals ja noch nciht und an Druiden dachte ich schon gar nicht, eher an die Indianer Nordamerikas, für die ich mich sehr intressierte.

In meinem Leben spielte die Heilkunst, der bedachte Umgang mit Sprache, die Dichtung und die Kommunikation mit der Natur und Naturspiritualität schon immer eine Rolle. Also alles Gebiete, die ein druidisches Leben ausmachen. Durch eine Freundin erfuhr ich erst vor kurzem, dass es auch heute wieder Druiden gibt.
Je mehr ich mich mit dem Druidentum beschäftigte umso mehr spüre ich eine innere Entsprechung und Heimat.
Für mich ist es weniger eine Religion als eine Philosophie, eine Haltung.
Alles was mir wichtig ist findet hier seine Entsprechung: Kreativität, Heilkunde, magisches Denken, Achtsamkeit und Offenheit der Natur gegenüber, Menschenliebe, Naturspiritualität.

In Schottland war ich seit damals nie wieder, ich trage den Zauber von Iona in meinem Herzen. Eine große Sehnsucht ist in mir dieses Land wieder zu besuchen und wenn es an der Zeit ist, werde ich es tun.

Liebe Grüße Lizandra

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RE: Wie hat Euch das Druidentum gefunden?

#3 von mhinas , 25.05.2011 17:18

Ich bin schon immer sehr naturverbunden gewesen und habe einen Zugang zur Natur und zur Schöpfung gesucht.

 
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RE: Wie hat Euch das Druidentum gefunden?

#4 von matodemi , 25.05.2011 23:43

Ich glaube es war in gewisser Weise immer schon in mir, nur hat es sich nicht immer gezeigt und zunächst nur sehr zaghaft, bis es sich zum richtigen Zeitpunkt hervortat und mir den Weg wies..

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RE: Wie hat Euch das Druidentum gefunden?

#5 von Shade ( Gast ) , 06.06.2011 01:52

Hallo

Erst einmal: mir gefällt der Titel, denn ja, auch ich habe das Gefühl, dass mir das Druidentum schon eine lange Zeit hinterherläuft und mir hin und wieder eine Ohrfeige verpasst, damit ich endlich auf es aufmerksam werde.

Angefangen hat das Ganze für mich vor langer Zeit, nun da ich zurückdenke, ist es wahrscheinlich länger her, als mir anfangs bewusst war.
Mein Hang zur Natur war als Kind schon ausgprägt, besonders den Bäumen gegenüber. Auch Wesen der anderen Welten waren mir nicht unbekannt... und an dieser Stelle möchte ich meiner Mutter danken, die weder meinem Bruder noch mir diese Sicht aberzogen hat

Auch die Runen fielen mir irgendwann regelrecht in den Schoss und ich kam gleich mit ihnen klar, verstand die Symbole ohne zu wissen warum.

Der letzte Hammer allerdings war das Ende meiner ewigen Suche nach einem Tarot, welches mich ansprach.
Während ich jahrelang Tarot wie ein Buch mit 7 Siegeln betrachtet, fiel mir eines Tages das Druid-Craft-Tarot zu, und innerhalb von 3 Monaten kannte und verstand ich die Karten gut genug um die ersten intuitiven Deutungen zu versuchen. Auch heute ist dieses Deck mein treuer Begleiter.

Liebe Grüsse

Shade

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RE: Wie hat Euch das Druidentum gefunden?

#6 von Serpentia , 07.06.2011 11:03

Ich hingegen komme aus einer ganz anderen Ecke, allerdings bin ich damit nicht allein: ich bin mit 20 Jahren in die Arme eines Wicca-Priesters gefallen und hängengeblieben - an der Religion, der Mann ist schon lange nicht mehr in meinem Leben Damals gingen Druiden, Schamanen und Wicca noch sehr getrennte Wege und man betrachtete sich eher mit Skepsis und hielt Abstand, als zu integrieren. War ja auch noch alles ziemlich neu hier in Deutschland, da braucht es auch etwas Zeit, sich selbst zu finden erstmal.

Was mir deshalb immer fehlte, war ein innigerer Bezug zur Natur. Ich habe dann viele Jahre mit meinem Leben, Kindern, Job, Scheidung genug zu tun gehabt und bin vor gut drei Jahren erst wieder quasi "ins Thema" gekommen, sprich: meine Spiritualität, mein Selbst zu überdenken und zu erforschen, was und wer ich bin und was ich für mich will. Und lief dabei quasi in die Arme von Philipp Carr-Gomm *lach* und Brianna, die dieses Forum hier gegründet hat. Der OBOD und vor allem die Menschen, die ihn ausmachen, hat mich überzeugt und nun verbinde ich diese beiden Wege in mir und netzwerkend nach außen.

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RE: Wie hat Euch das Druidentum gefunden?

#7 von elHakim , 25.06.2011 23:26

Ich hatte, soweit ich denken kann, eine besondere Schwäche für düstere Wälder, einsame Wiesen und Sturm. Nach Jahrzehnten des spirituellen Schweigens stieß ich auf Wicca, welche allerdings nicht alle Fragen beantworten konnte. Es schien mir ein bißchen zu kommerziell zu sein: Brauchst du etwas Liebe, mache ein Ritual und du bekommst sie. Dank des Internets fand ich schließlich einige Seiten über Druidry und fühlte mich angesprochen. Ob diese Philosophie das Non-plus-ultra ist, weiß ich noch nicht. Aber es hat etwas Besonderes. Auch Nachteile. Aber nirgendwo gibt es Licht ohne Schatten.
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RE: Wie hat Euch das Druidentum gefunden?

#8 von momo , 26.06.2011 11:19

Ich glaube ich war auch schon lange auf der suche, aber eigentlich wusste ich lange nicht wonach. heute würde ich sagen ich werde es auch nicht wissen aber solange ich zuhöre und danach handle werde ich dorthin geführt, und das ist ein gutes gefühl.
Viel weiss ich nicht über das Druidentum, aber alles was ich bisher erfahren habe sagt mir endlich angekommen.
Ein grosser Schritt hierhin war ein Satz den ich mal in einer zeitung gelesen habe: wer nichts wagt darf auch nicht hoffen. von da an hab ich gemerkt dass ich selbst mein Leben verändern kann. Und es ging dann immer weiter. das eine ergab das andere. Ich sehe das Druidentum nun so wie ein Krönchen auf dem ganzen.
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RE: Wie hat Euch das Druidentum gefunden?

#9 von Mondhexe , 27.06.2011 11:44

Mit Spiritualität beschäftige ich mich auf die ein oder ander Weise schon seit ca. 27 Jahren, seitdem ich für mich persönlich weiß, dass es nicht nur dieses eine Leben gibt. Ich habe dabei die verschiedensten Religionen gestreift - keine hat meinen Geist und meine Seele gleichermaßen angesprochen.

Am leichtesten fiel mir eine gewisse Identifikation mit Wicca, hatte dann aber - ähnlich wie elHakim - den Eindruck, dass in diesem Bereich der Kommerz ziemlich an Raum gewinnt. Irgendwie gaben mir all die durchgeführten Ritualen nicht mehr das, was sie mir mal gaben.

Auch hatte ich mich mal nach "Freimaurern" erkundigt, drehte aber enttäuscht wieder ab, da vielfach nur Männer zugelassen sind.

In diesem Forum bin ich - ganz "irdisch" - über eine amazon-Empfehlung gelandet . Aufgrund meiner bisherigen Einkäufe, empfahl man mir das Buch "Druidcraft". Hmmh.... ich hab's mir (noch) nicht bestellt, bin aber über diesen
(Um-)Weg hier gelandet und.... habe mich gleich wohlgefühlt.

Auf ein Mal wurde mir klar, warum mich die britischen Inseln immer schon angezogen haben - schon lange, bevor ich das erste Mal da war. Mir wurde klar, warum ich 10 Jahre in Irland gelebt habe. Nicht zu fassen, dass ich nichts (oder nicht viel) gemerkt habe, während ich dort war . Vielleicht war es doch das ein oder andere Guinness zu viel .

Na ja, jetzt jedenfalls bin ich hier und fühle mich irgendwie zu Hause.... angekommen....

Das OBOD Infopaket habe ich mir schon bestellt und renne seitdem jeden Tag gleich nach der Arbeit zum Briefkasten.

Ich freue mich auf viele neue Erfahrungen.

Liebe Grüße,

Mondhexe

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