Respekt

#1 von Fingayin , 17.05.2011 23:44

Heute Abend im Wald kamen mir diese Zeilen in den Sinn...
Was ist egoistisch?
Eigentlich ein Thema bei den Philosophen...

Respekt

Ist es genug zu lieben?
Ist es genug Mitgefühl zu zeigen?
Ist es genug seinen Weg zu gehen,umhergetrieben?
Ist es genug am Ort zu bleiben?
Egoistisch,an sich selbst zu denken?
Egoistisch,seinen Weg zu gehen?
Nicht mit anderen gehen,sich selbst zu beschenken?
Nicht mit anderen laufen,sondern seinen Weg sehen?
Dein Umfeld sagt Du denkst nur an Dich.
Ich sehe mich im Spiegel und fühle mich gut.
Ich bin für andere da,immer,und doch bin ich,ich.
Mein Leben,mein Spirit,für andere da,sicher und voll mit Liebe.
Aber mein Spiegel sagt,denk an Dich mein Freund.
Mein Gleichgewicht hilft allen,ohne Reue und ohne Wut.
Den Weg zu gehen im Gleichgewicht mit allem.
Mensch,Tier,Pflanzen und dem All.
Ein Tanz auf dem Seil.
Aufregend,spannend und doch glücklich.
Mein Gleichgewicht kommt allen zu gute und zu Teil.

 
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RE: Respekt

#2 von Ceridwen , 18.05.2011 06:07

Schöne Gedanken
Im Moment ist in solchen Dingen meine Schwester meine Lehrerin
Sie hat Lymphdrüsenkrebs und ihr Leben gerade in Kleinigkeiten umgestellt.
So nimmt sie kein Telefongespräch mehr an wenn sie gerade Besuch hat.Sagt, wenn ihr etwas zu viel wird usw.
Bei ihr wird das wegen ihrer krankheit respektiert, bei Gesunden als Egoismus ausgelegt.
ich denke, wenn mehr so leben würden, auf ihr innerstes hören und ihren eigenen Rythmus finden, würde es allen besser gehen.

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RE: Respekt

#3 von Lizandra , 18.05.2011 11:53

Hallo ihr Zwei,

ich habe manchmal das Gefühl, dass das Thema Abgrenzung ein Lebensthema ist. Jedenfalls für mich. In den letzten 3 Jahren war mein Körper mein Lehrmeister. Ich hatte mehrere Bandscheibenvorfälle. Natürlich gibt es dafür viele Erklärungen. Mein Rücken ist krumm (wie bei sehr, sehr vielen Menschen) ich bin unsportlich, etc.
Ich gehöre aber zu den Menschen, die ganz schnell ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn sie z.B. pünktlich Feierabend machen, usw. - also sich abgrenzen.
In den 6 Monaten, in denen ich krank war und z.T. fast nicht mehr laufen konnte habe ich gelernt "Nein" zu sagen - auch wenns lange Gesichter gibt. Mir fällt es noch immer sehr schwer meine Bedürfnisse wahrzunehmen und Grenzen einzufordern. Doch für mich ist dann immer die Frage: was ist mir meine Gesundheit wert? Wie wichtig bin ich mir, wie ernst nehme ich mich?
Und: wenn ich mich nicht ernst nehme, wie ernst nehme ich dann die anderen? Und mir fällt dann immer der Satz von Jesus von Nazareth ein:" Liebe Deinen Nächsten wie DICH SELBST!"
Ich bin der Meinung, man kann nur für andere sorgen, wenn man auch für sich selbst sorgen kann.

Liebe Grüße Lizandra

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RE: Respekt

#4 von Tatjana , 18.05.2011 12:24

H[/size]ej Fingayin,
Du findest immer so wundervolle Worte... ein schönes Gedicht.


[size=150]H
ej Lizandra,

Zitat von Lizandra
Und mir fällt dann immer der Satz von Jesus von Nazareth ein:" Liebe Deinen Nächsten wie DICH SELBST!"



Wie wär´s damit: Liebe Deinen Nächsten, denn das bist Du selbst. Es ist aus meiner Sicht nicht egoistisch, sondern hat etwas mit Selbstwert, Selbstbestimmung und Selbstverantwortung zu tun. Eigentlich ganz einfach, aber leider oft nicht leicht es zu leben... Ich habe nach dreiundvierzig Jahren täglichem Ausprobieren auch immer noch nicht herausgefunden, wie das leichtfüssig geht mit dem Tanz auf dem Seil und dem Gleichgewicht.

philosophische Grüße, Tatjana

 
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RE: Respekt

#5 von Inge , 18.05.2011 20:56

Zitat von Ceridwen
... ich denke, wenn mehr so leben würden, auf ihr innerstes hören und ihren eigenen Rythmus finden, würde es allen besser gehen.



.... wenn Mensch so leben und handeln würden, dann wüßte man, daß sie das, was sie sagen, "ehrlich" meinen ...
Ich würde das sehr begrüßen !!! Ein "Nein" wäre ein klares Nein und ein "Ja" käme von Herzen und wäre ernst und echt gemeint.

Mensch sollte sich nicht beleidigt fühlen, wenn ihm ein "Nein" entgegengehalten wird. Mensch sollte sich nicht krumm machen, um es anderen Recht zu machen (u.a. aus Angst diese zu Verletzen ... ) Mensch sollte keine Angst davor haben, seine Grenzen wahrzunehmen. Mensch sollte klar Grenzen abstecken können und auf ihre eigenen Bedürfnisse bestehen - ohne schlechtes Gewissen ... Dies muß aber von Klein auf gelernt sein.

- *ich merke gerade, daß ich mit meinen Gedanken festhänge. Ich muß meine Gedanken erst mal sortieren und melde mich bei Gelegenheit noch mal ....

LG Inge

 
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RE: Respekt

#6 von angelikaherchenbach , 18.05.2011 22:06

Tatjana hat geschrieben:
:smile: Ich habe nach dreiundvierzig Jahren täglichem Ausprobieren auch immer noch nicht herausgefunden, wie das leichtfüssig geht mit dem Tanz auf dem Seil und dem Gleichgewicht.

Ich hoffe, es kommt nicht arrogant rüber, wenn ich jetzt schreibe:
Vielleicht geht das mit 43 auch noch nicht?

Aber mit meinen 57 kriege ich langsam eine Ahnung davon:
es gibt Zeiten, da ist das Eine wichtig, und Zeiten, da ist das Andere dran. Oder - wenn Ihr den Zeitfaktor nicht gelten lassen wollt - Situationen, Lebensphasen.

Das kann sich von Stunde zu Stunde ändern, von Tag zu Tag und von Jahr zu Jahr.
Aber es hat auch was mit dem Lebens-Zyklus zu tun.

Das Kind, der frühe Morgen, das Frühjahr - sie sind einfach, ich-bezogen, voll und ganz damit beschäftigt, zu sein, zu staunen über sich selbst, über die eigene und die allgemeine Existenz, zu wachsen und zu lernen - für sich selbst.
Die Jugend, der Frühling begegnet dem Anderen, dem Gegenüber, die pure Luft begegnet dem Feuer, begegnet der Liebe, nimmt das Gegenüber wahr, nimmt es an.
Der Sommer, wir Erwachsenen, sind reif geworden, gebären, tragen (und genießen!) die Folgen unseres Handelns, können geben, schenken aus der Fülle heraus. Und finden selbst Erfüllung in diesem Geben.
Ähnlich der Herbst, das Alter - aber mit schwindender Kraft, mit nachlassender Fülle, mit mehr Mühe, mit immer weniger Lust, mit immer mehr Blick zurück auf uns selbst.
Und dann irgendwann geschieht der Rückzug in sich selbst, in die Erde, in den Winter-Schlaf - aber mit Blick zurück auf das Ganze, mit altersmildem Wohlwollen und dem Wissen, dass alles schon richtig war und richtig ist, so wie es war, wie es ist, wie es immer (wieder) sein wird.

Entscheidend ist, dass wir jederzeit wahrnehmen, was jetzt gerade angesagt ist. Daß wir nicht im Dezember Erdbeeren wollen und unter dem Mai-Vollmond schlafen.
Und das kann jeden Tag geschehen, dass Winter-Energien, Frühlingsenergien, Ernte-Zeit und Regenerationszeit ansteht.
Das ist die ganze Kunst, das zu erspüren und zuzulassen. Und dabei so einfach: Wir brauchen uns nur die Natur anzuschauen, der Natur, dem Leben zu vertrauen.

Danke, Steffen, dass Du so ein spannendes Thema ins Forum bringst!

Angelika

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RE: Respekt

#7 von Tatjana , 18.05.2011 22:14

Zitat von angelikaherchenbach
Danke, Steffen, dass Du so ein spannendes Thema ins Forum bringst!


Vielleicht eines wie von ihm selbst auch schon vermutet... ein Thema für das Philosophenforum? Ich denke mir, das Thema hat Austausch- und Diskussionspotential... für mich allemal.

Tatjana

 
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RE: Respekt

#8 von Siebenstern , 18.05.2011 22:36

Ein sehr schönes Gedicht Fingayin und auch für das Thema: Danke dafür!

@ Angelika: Vielen Dank für deinen mich treffender und berührenden Beitrag,
diese Art Übersicht der Lebensreise bzw. einzelnen Altersphasen gefällt mir seeehr und auch was du
über die Energien schreibst, jederzeit im Wechsel etc. ist genau meins....vielleicht geht es ja mit 45 dann langsam los ,
will sagen ich bin wohl schon ziemlich gealtert in den letzten Jahren.... war wohl einfach eine Menge los

Herzliche Grüße
Siebenstern

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RE: Respekt

#9 von Fingayin , 19.05.2011 16:15

Ich bin wirklich verblüfft über Eure Reaktionen und gerührt
Es waren Gedanken die mich einfach beschäftigen.
Vieleicht muß man wirklich erst ein gewisses Alter erreichen um zu verstehen.
Du hast es so schön beschrieben,Angelika.
Mir fällt es sehr schwer "nein" zu sagen und es ist so oft passiert das ich mich hinter her frage,warum hast Du das gerade getan?
Es ist ein richtig schwieriger Prozess es zu lernen.
Bei mir kommt dann noch erschwerend hinzu das ich ein schlechtes Gewissen bekomme wenn ich Menschen meine Hilfe verweigere.
Aber ich bleibe einfach auf der Strecke.
Ich,ich möchte so viele Sachen machen wo dieses Leben eh viel zu kurz ist und ein Großteil meiner Zeit und Kraft geht einfach flöten weil ich mir über andere laufend den Kopf zerbreche.
Und das kann nicht richtig sein.
Zur Zeit bin ich sehr viel unterwegs und habe gerade ein paar Stunden ( zwei Tage ) in denen ich auch noch die Weiden pflege, Rasen mähe, Eltern besuche und auch noch die Buchhaltung machen muß.
Und dann ist es wieder abend,und ich hätte doch so gern noch ein Buch gelesen,oder einen Gwers und der Tag ist einfach schon wieder um.
Versteht Ihr was ich meine?
Das Leben ist momentan so irre schnell und wir haben schon wieder mitte Mai und ich frage mich gerade wo denn die Wochen schon wieder hin sind...

 
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RE: Respekt

#10 von Ceridwen , 19.05.2011 16:23

Es ist so, das wir immer wieder in alte Muster fallen, gerade auch, wenn wir sie noch nicht entdeckt haben.Es ist wirklich harte Arbeit an sich selbst, die sich aber lohnt, mal, wie du schon sagt, wirklich mal sich anzusehen, warum man wie in einer Situation reagiert.Oft hat es ganz tiefe Wurzeln, die nur gerade unpassend hoch kommen.
Dazu kannst du dir noch sagen, das du es wirklich nicht jedem Recht machen kannst.
Dann finde ich diesen Spruch wirklich gut

Gott gebe mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut,
Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit,

das eine vom anderen zu unterscheiden.

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RE: Respekt

#11 von angelikaherchenbach , 19.05.2011 20:18

Zitat:

Das Leben ist momentan so irre schnell und wir haben schon wieder mitte Mai und ich frage mich gerade wo denn die Wochen schon wieder hin sind...[/quote]


ja, das empfinde ich genau so.
Habe ich nicht erst vor Kurzem täglich Berge von Schnee von meinem Auto geschaufelt, und jetzt ist der Mai-Mond schon rum?
Habe ich nicht erst vor Kurzem das Abi meiner Tochter gefeiert, und jetzt ist sie mitten im Examen?
Habe ich nicht vor Kurzem noch im Internet rumgestöbert, ob es noch so ein paar Irre gibt wie mich, und bin jetzt schon "ewig" im Forum?

Das ist auch so ein Phänomen des Älterwerdens, dass die Zeit scheinbar schneller vergeht.
Und es ist gleichzeitig ein Phänomen "unserer" "Zeit".

Wenn wir von der Prämisse ausgehen, dass Zeit eine Illusion ist, ein Konstrukt - wird es nicht "Zeit" zu üben, den Augenblick stärker wahrzunehmen, anzunehmen, zu leben?
Wir können nichts dagegen tun, daß die Zeit vergeht, und nur wenig, womit sie ausgefüllt wird, denn wir sind alle Existenz-Zwängen unterworfen.
Aber wir können etwas dazu tun, wie wir sie wahrnehmen.

JETZT
mache ich Abendessen.
JETZT esse ich.
JETZT spüre ich, dass ich bin.
Und jetzt, dass auch Du bist. Dass wir sind. Dass "es" ist.
Und alles zu seiner Zeit - und nicht alles gleichzeitig.

Wir neigen dazu, uns zu überfordern, indem wir zu viel gleichzeitig wollen. Uns selbst verwirklichen, Geld verdienen, für andere da sein...

Alles zu seiner Zeit - wenn wir das lernen, kann auch ein kurzer Blick auf den Nicht-mehr-Vollmond, auf den Partner, auf die Mohnblüte ... ein Moment in der Ewigkeit sein, den wir ganz fühlen und leben.

Angelika

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RE: Respekt

#12 von Tatjana , 19.05.2011 21:39

Ha, erwischt! Angelika ist eine keltische Buddhistin... [/size]

Die so sehr Recht hat aus meiner Sicht... ( btw... ich war einmal eineinhalb Jahre Teil einer buddhistischen Sangha in der Lehre nach Thich Nhat Hanh, kenne das also aus eigenem Erleben) Unser Alltag verleitet uns nur allzu oft allem gerecht zu werden, nur nicht uns selbst. Ja, die lineare Zeit ist ein menschengemachtes Konstrukt und wir sind alle mehr oder weniger ihren Regeln unterworfen. Aber wenn man das erkennt und die Stärke hat, sich in manchen Momenten zumindest davon frei zu machen... völlig präsent zu sein... dann erlebt man einen Moment in der Ewigkeit, genau so wie Angelika es beschrieben hat.

Liebe Angelika, danke für Deine Zeilen. Denn obwohl ich um diese Dinge weiß, vergesse ich sie leider nur zu oft in meinem Alltag und nehme mir auf diese Weise manchmal selbst die bewusste Wahrnehmung besonderer Momente. Dabei gibt es derer so viele...


[size=150]D
as Wachwerden am Morgen mit all den Vogelstimmen zur Zeit, meine verschlafen-zerwuschelten Kinder die zu mir ins Bett kriechen obwohl ich doch selbst noch so müde bin, mein Kater der mich vorsichtig (!) ins Bein beisst um mir zu sagen ich soll die Terassentür aufmachen und ihm ausserdem endlich etwas zu Fressen geben, der Duft des ersten Kaffees am Morgen, die Ruhe die irgendwann plötzlich eintritt wenn meine wuselige Familie aus dem Haus ist, die wohltuende Wärme der morgendlichen Dusche und mein Gesang den zum Glück keiner mithört, naja und so weiter... Bis dahin sind lediglich eineinhalb Stunden meines Tages vergangen und wie viele Momente gab es bis dahin schon, sich einfach gut zu fühlen wenn man denn diese Momente bewusst wahrgenommen hätte...

Das hat nun genaugenommen nicht so arg viel mit Fingayins Gedicht zu tun, aber ich wollte gerne auf Angelikas Gedanken antworten...

 
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RE: Respekt

#13 von Siebenstern , 19.05.2011 23:01

Da sag ich auch mal Danke an euch beide, Angelika und Tatjana,
denn auch ich kenne das alles, aber vergesse es auch im Alltag leider nur zu häufig wieder.


SIebenstern

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RE: Respekt

#14 von Fingayin , 20.05.2011 15:33

Zitat von Tatjana


Das Wachwerden am Morgen mit all den Vogelstimmen zur Zeit, meine verschlafen-zerwuschelten Kinder die zu mir ins Bett kriechen obwohl ich doch selbst noch so müde bin, mein Kater der mich vorsichtig (!) ins Bein beisst um mir zu sagen ich soll die Terassentür aufmachen und ihm ausserdem endlich etwas zu Fressen geben, der Duft des ersten Kaffees am Morgen, die Ruhe die irgendwann plötzlich eintritt wenn meine wuselige Familie aus dem Haus ist, die wohltuende Wärme der morgendlichen Dusche und mein Gesang den zum Glück keiner mithört, naja und so weiter... Bis dahin sind lediglich eineinhalb Stunden meines Tages vergangen und wie viele Momente gab es bis dahin schon, sich einfach gut zu fühlen wenn man denn diese Momente bewusst wahrgenommen hätte...



...erwischt...morgen früh gehts wieder auf die Baustelle und ich bin mit den Gedanken schon wieder da...

Zitat von Tatjana
Das hat nun genaugenommen nicht so arg viel mit Fingayins Gedicht zu tun, aber ich wollte gerne auf Angelikas Gedanken antworten...



Muß es ja auch nicht.

Gestern abend hab ich aber mal alles fallen lassen.
Hab mein Stütchen geschnappt und bin im dunkeln mal seit ehwigkeiten ohne Sattel und nur mit Halfter ausgeritten.
Es war traumhaft schön.
An den Baumreihen der Baumschule vorbei, an meinem Zauberwald und überall wurde ich mit einem warmen Gefühl von Liebe und Freude des wiedersehens empfangen.
Anschließend saß ich bis ein uhr nachts unter dem alten Nußbaum und hab Maultrommel und Didge gespielt.
Ein wundervoller Abend und Nacht.
Für solche Sachen nehmen wir uns einfach nicht genung Zeit.
Aber es gibt,so wie gestern Zeichen, das man es genau jetzt tun soll.

 
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RE: Respekt

#15 von Tatjana , 20.05.2011 22:32

Fingayin, das klingt nach einem wundervollen, zauberischen Abend den Du da hattest... und nein, sich die Zeit dafür zu nehmen war keineswegs egoistisch. Es war mit Sicherheit hilfreich, um einmal zu sich selbst zu kommen und Kraft zu tanken für den Alltag, der oft diese Momente nicht wirklich zulässt.

Zitat
Live every day as if it were your last and then some day you'll be right. ~H.H. "Breaker" Morant



Live every day as if it were your last... was würdest Du, würde ich, jemand aus dem Forum hier tun, wenn heute der letzte Tag dieses Lebens wäre und wir es wüssten?

Damit komme ich zurück zu Deinem Gedicht und ebenso zu dem, was Angelika und ich gestern geschrieben haben... Du weisst, was ich meine?

 
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