RE: Respekt

#16 von Fingayin , 21.05.2011 18:50

Ich weiß was Du meinst und weiß auch genau was ich tun würde.

 
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RE: Respekt

#17 von Fingayin , 22.05.2011 00:12

Zitat von Igel
Nie genug Zeit und immer unzufrieden, nie im Jetzt, immer woanders und dann das Gewissen...

Liebe Grüße Igel



Eher anders herum...
Ich würde gern so viel machen und kann es nicht weil ich voll im Berufsleben eingebunden bin.
Keine Zeit für andere Sachen und ich genieße jede freie Minute in vollen Zügen die ich für mich habe.

 
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RE: Respekt

#18 von angelikaherchenbach , 22.05.2011 19:37

Meine Lieblingsautorin Angelika Aliti hat mal geschrieben (wobei sie ihrerseits zitiert hat), dass es darum geht, "ganztägig zu leben".
Das kann einerseits geschehen, indem mensch sich Lebensumstände inkl. Erwerbsquellen sucht, die die Trennung zwischen Privat auf der einen Seite und Job auf der anderen aufheben.
Aber wer ist in der postindustriellen Gesellschaft schon in dieser glücklichen Lage? (Wobei mir gerade auffällt, dass das verdammt ähnlich klingt wie der Begriff "nicht entfremdete Arbeit" im Marxismus... )

Ich frage mich, wie wir es schaffen können, uns selbst, UNSER SELBST, das, was wir im Inneren sind und fühlen und meinen, in den (beruflichen) Alltag zu transportieren und das, was wir tun, weil es nun mal gerade zu tun IST, anzunehmen als etwas, was mit uns direkt zu tun hat, mit dem, was wie SIND...

Das heißt nicht, dass es immer leicht sein muß, easy - auch innere Arbeit, spirituelle Arbeit ist nicht immer nur schön.
Aber dass ein halbwegs akzeptabler Energieausgleich geschieht zwischen Input und Output, zwischen Stress und Befriedigung - das wäre doch schon was.

Das kann durchaus heißen, dass wir Umstände, die uns nicht gut tun, verändern - mit allen Konsequenzen.
Aber da, wo das nicht möglich ist oder wo wir es nicht hinkriegen oder auch generell:
Geht es nicht auch über die Veränderung der inneren Haltung? ist es nicht einfach nur eine Definitionssache?

Das sind wirklich Fragen, die ich mir stelle und an Euch weitergebe.
Das würde ich gerne lernen - wobei es mir seltsamer Weise in vielen Bereichen (Haushalt, Garten, Familie...) meistens sehr gut gelingt, aber eben nur selten im Beruf (den ich mir doch selbst gewählt habe ).

Angelika

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RE: Respekt

#19 von Fingayin , 22.05.2011 20:54

Im beruflichen,wenn ich so wie jetzt unterwegs bin,komme ich spirituell nicht weiter.
Da brauch ich nicht drüber nachdenken.
Wärend ich hier schreibe,sitzen meine Kollegen daneben und unterhalten sich.
Ich habe keine Rückzugsmöglichkeiten.
Es sei denn ich verschwinde in den Wäldern,was bei den Göttern hier möglich ist.
Aber im normal Fall sitze ich in irgend einer Großstadt in irgend einem Hotel und mein Arbeitstag hat 12-13 Stunden.
Deswegen sagte ich schon das ich wirklich und sehr intensiv jeden Augenblick genieße den ich für mich habe.
In vielen Büchern steht das fünf Minuten reichen würden um kurz Kraft zu tanken.
Das kann ich nicht.
Ich schaffe das einfach nicht in so kurzer Zeit zur Ruhe zu kommen.
Privat hat sich bei mir auch einiges geändert.
Ich habe mich in den letzten zwei Jahren nach meinen Wünschen sortiert und zu Hause eingerichtet.
Mein zu Hause ist mein Kraftplatz wo ich dank Pflanzen und diversen anderen Sachen Kraft ohne Ende tanken kann.
Seit sechs Monaten habe ich eine neue Beziehung und bin eigentlich super glücklich.
Es gab diverse Verwicklungen so das Sie sehr schnell bei mir eingezogen ist.
Jetzt ist es schon wieder so das ich mich eingeängt fühle.
Ich kann einfach nicht mehr das machen was ich möchte.
Sie hat einen sieben jährigen Sohn so das bei mir von jetzt auf gleich wieder volles Haus ist.
Es ist in Ordnung und finde es gut.
Aber mir fehlen die Momente wo ich einfach spontan ein Ritual machen kann das geht nicht mehr.
Zusammensein bedeutet Kompromisse und ich bin bereit dazu.
Doch muß ich gestehen das es mir sehr schwer fällt.
Jetzt bin ich aber abgeschweift.
Es ist schwierig seine Spiritualität im Alltag oder Berufsleben zu leben.
Aber es gibt wieder Momente,Zeichen,Stimmen, wie man es auch nennen mag, wo ich aufgefordert werde doch einfach mal den Kopf zu heben und aus dem Fester zu schauen.
Und dann darf ich zum Beispiel einen wunderschönen Sonnenuntergang sehen.
Das allein lässt mich lächeln und glücklich sein egal was ich gerade mache und wie es mir gerade geht oder ging.

 
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RE: Respekt

#20 von Inge , 23.05.2011 08:52

Zitat von angelikaherchenbach
... Das kann durchaus heißen, dass wir Umstände, die uns nicht gut tun, verändern - mit allen Konsequenzen. Aber da, wo das nicht möglich ist oder wo wir es nicht hinkriegen oder auch generell:
Geht es nicht auch über die Veränderung der inneren Haltung? ist es nicht einfach nur eine Definitionssache?...



Das mit der "Veränderung der inneren Haltung" ist nicht so einfach ... Das habe ich sehr sehr lange versucht (auch im beruflichen Bereich- du weißt). Ich habe mir die positiven Seiten des Jobs vor Augen gehalten, wie auch ich davon provietieren kann (nicht nur wegen der finanziellen Absicherung), habe mir bestimmte Dinge "schön geredet", habe versucht mich selbst zu manipulieren- in dem ich mir immer suggerierte, das dieses oder jendes schon in Ordnung sei ... etc . Doch mein Körper und meine Seele ließen sich nicht überrumpeln und von meiner "SchönRederei" beeindrucken. Es kam letztendlich zum Zusammenbruch und einer inneren Abneigung gegen meinen alten Arbeitsbereich- diese geht bis zur Panik ...

Also, so viel zur "Veränderung der inneren Haltung" - die Psyche ist da schon etwas merkwürdig und läßt sich (leider) nicht überrumpeln ....

Also heißt es, aus Respekt vor sich selbst zu schauen, was man machen kann, damit es einem gut geht. Das ist unsere EigenVerantwortung ... Was auch nicht so einfach ist - eben aus schon genannten Gründen. Doch ist unsere Gesundheit unser höchstes Gut. Ohne Gesundheit geht nix ...

LG Inge

 
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RE: Respekt

#21 von Lizandra , 23.05.2011 18:06

Hallo Zusammen,
ich kenne so viele Menschen, die i n ihrem Beruf sehr unglücklich sind, sich verändern möchten, etwas tun wollen, das sie erfüllt.
Mir geht das ähnlich, allerdings erlebe ich in meinem Beruf sowohl oft heftigen Frust (weil die Klienten einfach nicht einsehen wollen, was gut für sie ist (augenzwinker - aber darauf läuft es doch hinaus)) und Momenten, in denen ich denke: ich bin die richtige Person am richtigen Platz. Aber es gibt auch Rahmenberdingungengesetzliche, gesellschaftlich, soziale, finanzielle,...) die ich nicht ändern kann. Ich kann nur versuchen mich damit zurechtzufinden, sie vielleicht sogar für meine Anliegen zu nutzen.
In Bezug auf meinen Job habe ich den Weg gefunden: keine volle Stelle, genügend Zeit für anderes, weniger Gehalt, Ansprüche niedrig halten. Auf der Arbeit Möglichkeiten suchen, in denen ich in meinem Element bin, Selbstreflexion.
Ich glaube, ich habe es tatsächlich geschafft beruflich auf dem Weg zu sein auf dem mein Herz und mein Verstand eine gute Balance zu finden. Dabei hilft mir auch eben das Beschäftigen, Lernen von dem, was mich interessiert, Austausch mit Gleichgesinnten (z.B. hier im Forum).
Es gibt Menschen, die es nicht verstehen, dass ich nicht vollzeit arbeite und das auch abwerten. Für mich ist es so, dass es für mich Unabhängigkeit bedeutet und Luxus. Ich gehöre zu den wenigen Menschen, die Zeit haben, deren Wochenenden nicht 3 Monate im Voraus verplant sind. Der Preis, den ich zahle ist der geringe Verdienst und der Verzicht auf materiellen Luxus.

Da komm ich jetzt endlich auf mein Thema: was ist man bereit zu opfern für die innere Zufriedenheit? Welchen Preis kann man zahlen? Worauf kann man verzichten?
Meine Erfahrung ist: es gibt im Leben nix geschenkt (weder Materiell, noch emotional, noch sprirituell) Es muss immer einen Ausgleich geben.
Übrigens gibt es auch eine preis, den man bezahlt, wenn man Nein sagt: man macht sich vielleicht unbeliebt, vielleicht kommt es auch zu einer Konfrontation,... dennoch gibt es einen Gewinn. Vorher steht das abwägen: was ist wichtiger?
So, dass erstmal von mir aus dem sonnigen Karlsruhe!

Lizandra

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RE: Respekt

#22 von Fingayin , 23.05.2011 21:02

Zitat von Lizandra


Ich glaube, ich habe es tatsächlich geschafft beruflich auf dem Weg zu sein auf dem mein Herz und mein Verstand eine gute Balance zu finden. Dabei hilft mir auch eben das Beschäftigen, Lernen von dem, was mich interessiert, Austausch mit Gleichgesinnten (z.B. hier im Forum). Lizandra



Mein Job macht mir auch Spaß.
Auch wenn ich in einer Woche so viel Stunden schiebe wie andere in einem Monat.
Aber dadurch bedingt bin ich einfach zu fertig anderweitig weiter zu kommen.
Es ist schon oft frustrierend weil ich gern auf anderer Ebene lernen möchte,aber das halt nicht geht.

Zitat von Lizandra
Es gibt Menschen, die es nicht verstehen, dass ich nicht vollzeit arbeite und das auch abwerten. Für mich ist es so, dass es für mich Unabhängigkeit bedeutet und Luxus. Ich gehöre zu den wenigen Menschen, die Zeit haben, deren Wochenenden nicht 3 Monate im Voraus verplant sind. Der Preis, den ich zahle ist der geringe Verdienst und der Verzicht auf materiellen Luxus.

Da komm ich jetzt endlich auf mein Thema: was ist man bereit zu opfern für die innere Zufriedenheit? Welchen Preis kann man zahlen? Worauf kann man verzichten?Lizandra



Ich habe vier Jahre hier in der Eifel gewohnt ( wo ich gerade beschäftigt bin ) und ich merke das ich hier her zurück möchte.
Ich liebe die Wälder hier. Einfach abtauchen und verschwinden.
Den ganzen Schmarren den man so hat brauch ich eigentlich nicht.
Natürlich wäre es eine extreme Umstellung,aber ich kann mir gut vorstellen das ich damit glücklich werden kann.
Zumal mich das an vergangenes erinnert und ich mich erinnere.

 
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RE: Respekt

#23 von frosch , 23.05.2011 22:29

Einen Gruß in die Runde,

Zitat von Lizandra
Hallo Zusammen,
ich kenne so viele Menschen, die i n ihrem Beruf sehr unglücklich sind, sich verändern möchten, etwas tun wollen, das sie erfüllt.


... und manchmal ist es schwer, genau das zu finden. Ich suche auch schon lange und weiss immer noch nicht, ob ich es gefunden habe. Aber die zarte Pflanze der Inspiration wächst weiter gen Sonne und oft kommt es sowieso anders, als man denkt...

Zitat
... Momenten, in denen ich denke: ich bin die richtige Person am richtigen Platz.


Ich glaube, das ist ein wichtiger "Indikator" (wenn nicht sogar der wichtigste) zu wissen, man ist am richtigen Platz und möchte in dem Moment auch nicht woanders sein.

Zitat
In Bezug auf meinen Job habe ich den Weg gefunden: keine volle Stelle, genügend Zeit für anderes, weniger Gehalt, Ansprüche niedrig halten.


Tolle Entscheidung! Ich finde das mutig! Ich habe als Krankenpfleger auf einer Intensivstation für mich auch nach einem Jahr gesagt: Wenn Du hier weiter mit einer 100% - Stelle arbeitest, bist Du in 5 Jahren im Eimer.
Und früher dachte ich, ich müsste ein tolles Auto fahren und wasweissichalles besitzen. Jetzt verkaufe ich jede Woche etwas und fühle mich jedesmal ein bisschen leichter. Wenn man mal ein paar Tage wandern geht, spürt man plötzlich, mit wie wenig man auskommt und wie schön das sein kann.
Verzicht macht leichter, Reichtum macht seichter. (Ist mir gerade so eingefallen)
Und wenn ich dann in die verbissenen Gesichter schaue, die in den dicken Porsche Cayennes und Audi Q 7 sitzen, tun sie mir einfach leid... Die müssen ständig schauen, dass ihnen keiner das Ding klaut, müssen unheimlich viel Geld für Benzin und Versicherung ausgeben und darauf achten, dass bloß nichts am Lack kratzt.
Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass ab einem bestimmten Einkommen aufwärs die Lebenszufriedenheit nicht mehr steigt. Klar, einen gewissen Grundstock an finanziellen Mitteln brauchen wir alle, aber ich halte es für eine der größten Lügen des Kapitalismus, dass er allen Wohlstand und Zufriedenheit bringt. Aber ich schweife ab... sorry.

Zitat
Auf der Arbeit Möglichkeiten suchen, in denen ich in meinem Element bin, Selbstreflexion.
Ich glaube, ich habe es tatsächlich geschafft beruflich auf dem Weg zu sein auf dem mein Herz und mein Verstand eine gute Balance zu finden.


Dann bist Du weiter als so manch anderer. Ich glaube, viele Menschen lassen sich von den Verlockungen des Konsums zu sehr blenden... Als ob man jedes Jahr das neuste Handy oder den aktuellsten IPod haben müsste. (Den könnte ich übrigens auch mal verkaufen...)

Zitat
Es gibt Menschen, die es nicht verstehen, dass ich nicht vollzeit arbeite und das auch abwerten. Für mich ist es so, dass es für mich Unabhängigkeit bedeutet und Luxus. Ich gehöre zu den wenigen Menschen, die Zeit haben, deren Wochenenden nicht 3 Monate im Voraus verplant sind. Der Preis, den ich zahle ist der geringe Verdienst und der Verzicht auf materiellen Luxus.


Wunderbar... und es funktioniert, nicht wahr?

Zitat
Da komm ich jetzt endlich auf mein Thema: was ist man bereit zu opfern für die innere Zufriedenheit? Welchen Preis kann man zahlen? Worauf kann man verzichten?


Auf manche Verpflichtungen, die einen extrem einschränken und unglücklich machen (falsche Freunde, der ätzende Chef,...), auf viiiiiele materielle Dinge, auf das Neuste vom Neusten, auf dicke Autos (oder einfach generell das Auto? Ich versuch´s gerade), auf eine Badewanne (ok, nicht jeder ), auf den schnellsten PC,...

Zitat
Meine Erfahrung ist: es gibt im Leben nix geschenkt (weder Materiell, noch emotional, noch sprirituell) Es muss immer einen Ausgleich geben.


Einspruch, Euer Ehren , ich zitiere aus einem meiner Lieblingfilme "Im Juli", wo ein Typ an einem schönen Sommerabend Moritz Bleibtreu ein Bier schenkt und sagt: "Die schönsten Dinge im Leben gibt´s umsonst." Ein kühles (geschenktes) Bier an einem Sommerabend, der Spatz, der morgens vor meinem Fenster für mich singt, die Sonne, die auf meine Pflanzen scheint... Ein Geschenk ohne Bedingung.

Zitat
Übrigens gibt es auch eine preis, den man bezahlt, wenn man Nein sagt: man macht sich vielleicht unbeliebt, vielleicht kommt es auch zu einer Konfrontation,... dennoch gibt es einen Gewinn.


Ja, und manchmal besteht der darin, dass man sich Respekt verschafft hat und manchmal kommt gar nicht die Konfrontation oder der Liebesentzug, den man befürchtet hat, sondern das Gegenüber merkt vielleicht: Oh, der / die lässt nicht alles mit sich machen.

Zitat
Vorher steht das abwägen: was ist wichtiger?


... und, wenn ich das ergänzen darf: was will ich erreichen?

Herzliche Grüße und einen schönen Sommerabend! Er wurde uns geschenkt...


Frosch

 
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RE: Respekt

#24 von Inge , 24.05.2011 06:55

Zitat von Lizandra
... In Bezug auf meinen Job habe ich den Weg gefunden: keine volle Stelle, genügend Zeit für anderes, weniger Gehalt, Ansprüche niedrig halten. Auf der Arbeit Möglichkeiten suchen, in denen ich in meinem Element bin, Selbstreflexion.
Ich glaube, ich habe es tatsächlich geschafft beruflich auf dem Weg zu sein auf dem mein Herz und mein Verstand eine gute Balance zu finden. Dabei hilft mir auch eben das Beschäftigen, Lernen von dem, was mich interessiert, Austausch mit Gleichgesinnten (z.B. hier im Forum)....



... es freut mich, daß du damit einen Weg für dich gefunden hast und gut mit dieser Lösung zurecht kommst
Diesen Weg hatte ich auch eingeschlagen- das gehörte auch zu den Strategien, um weiter durch zu halten .... Anfangs half es auch. Ich bekam mehr Luft, fühlte mich freier, nicht mehr so erschlagen, leer und müde. Doch hielt das leider nicht lange an.

Es ist einfach traurig, wenn man für die Dinge, die einem gut tun, die die Batterien wieder aufladen - wie in die Natur zu gehen - zu kaputt ist und zwischen Arbeit und Arbeit nur noch schlafen will und kann. ...

LG Inge

 
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RE: Respekt

#25 von Lizandra , 24.05.2011 16:46

Hallo Zusammen,

Inge schrieb:
... es freut mich, daß du damit einen Weg für dich gefunden hast und gut mit dieser Lösung zurecht kommst
Diesen Weg hatte ich auch eingeschlagen- das gehörte auch zu den Strategien, um weiter durch zu halten .... Anfangs half es auch. Ich bekam mehr Luft, fühlte mich freier, nicht mehr so erschlagen, leer und müde. Doch hielt das leider nicht lange an.

Das mit der halben Stelle ist ein Überbleibsel aus meiner Zeit als Alleinerziehende, da gings fast nicht anders. Auch den Umgang mit geringen finanziellen Ressourcen hab ich da gelernt.Mittlerweile hat es sich etabliert, wobei ich sagen muss, ein bißchen mehr würd ich schon gern arbeiten, vielleicht so 70 %, aber auf keine Fall Vollzeit. Ich bin Schulsozialarbeiterin und arbeite beim sozialen Dienst, meine KollegInnen in der Bezirkssozialarbeit (ASD)verdienen mehr und es gibt auch immer wieder freie Stellen - dennoch weiß ich genau, dass ich das nicht aushalten würde und möchte keine Tag mit ihnen tauschen! Aufgrund meiner Erkrankung weiß ich, dass ich Stress nur schwer verkrafte bzw. davon krank werde.

Frosch schrieb:
Einspruch, Euer Ehren , ich zitiere aus einem meiner Lieblingfilme "Im Juli", wo ein Typ an einem schönen Sommerabend Moritz Bleibtreu ein Bier schenkt und sagt: "Die schönsten Dinge im Leben gibt´s umsonst." Ein kühles (geschenktes) Bier an einem Sommerabend, der Spatz, der morgens vor meinem Fenster für mich singt, die Sonne, die auf meine Pflanzen scheint... Ein Geschenk ohne Bedingung.

Einspruch bedingt angenommen: man muß natürlich Geschenke annehmen können, offen sein für die kleinen Dinge - ich glaube nämlich ehrlich gesgt nicht, dass es sehr viele Menschen gibt, die sich über die Sonne freuen, die auf ihre Blumen scheint. Prinzipiell geb ich Dir aber recht.

Fingayin schrieb:
Ich habe vier Jahre hier in der Eifel gewohnt ( wo ich gerade beschäftigt bin ) und ich merke das ich hier her zurück möchte.
Ich liebe die Wälder hier. Einfach abtauchen und verschwinden.
Den ganzen Schmarren den man so hat brauch ich eigentlich nicht.
Natürlich wäre es eine extreme Umstellung,aber ich kann mir gut vorstellen das ich damit glücklich werden kann.
Zumal mich das an vergangenes erinnert und ich mich erinnere.

Die Eifel ist wirklich wunderschön!
Ich bin in der Westpfalz aufgewachsen. Das ist Natur pur: weite Hügellandschaft, viel Wald,... und es war immer ein Traum von mir dorthin zurückzukehren. Aus verschiedenen Gründen ging es nicht. Jetzt habe ich eine zweitbeste Lösung gefunden: mein Mann und ich haben uns ein Haus im Nordschwarzwald gekauft und werden im Spätsommer hinziehen. Der Preis den wir bezahlen, sind lange Anfahrtswege zur Arbeit, Verschuldung, sehr viel Sanierungsarbeit. Unsere Belohnung wird sein, mitten in der Natur zu leben. Das war uns beiden so wichtig, dass wir dazu bereit waren. Manchmal Sonntags, wenn wir Zeit haben, laufen wir schon ein bißchen die Gegend ab und sind beide in unserem Element, unsere gemeinsame Liebe zur Natur.

Liebe Grüße Lizandra

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RE: Respekt

#26 von bongossi62 , 24.05.2011 19:54

Ein friedliches Hallo zusammen

Dazu fällt mir ein alte Weißheit aus dem Sanskrit ein:

Achte gut auf diesen Tag
denn er ist das Leben.
Das Leben allen Lebens.
In seinem kurzen Ablauf liegt die
Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins, die Wonne des Wachsens
Die Größe der Tat, die Herlichkeit der Kraft.
Denn das Gestern ist nichts als ein Traum
und das Morgen nur eine Vision.
Das Heute jedoch " recht gelebt "
macht jedes Gestern zu einem Traum voller Glück
und jeden Morgen zu einer Vision voller Hoffnung.
Drum achte auf diesen Tag.


In diesem Sinne einen guten Tag
bongossi

 
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RE: Respekt

#27 von Caitlin , 09.06.2011 18:28

Sehr schöner Text
Gestern ein Traum, morgen eine Vision....
aber das "jetzt" ist ja an und für sich ein unendlicher Moment,
denn "Jetzt" ist immer, und darauf kommts ja schlussendlich auch an.

Beste Grüße

Caitlin  
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RE: Respekt

#28 von Inge , 10.06.2011 14:02

... wirklich ein sehr passender, schöner Text !!!!

LG Inge

 
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