Unpassendes oder gar den Feind erschaffen

#1 von Sinaris , 28.03.2011 19:15

Ich bin beeindruckt wie viele endfindsame und einfühlsam erkenntnisvolle Menschen sich hier vereinen. und das meine ich ehrlich auch wenn der Zweifel immer bei meiner Person mitklingt, das bleibt bei einem Pessimisten nicht aus.

Wenn ich darüber nachdenke, ist der Trost, den ich finden kann, nur was Selbsterkenntnis auch Zweifel bedeutet. Ich finde es sehr anstrengend immer die Gegenstimme im Kopf zu haben und darüber hinweg frage ich mich oft welchen Sinn das haben soll. Ich habe ein ein unverkennbares Talent Menschen binnen Sekunden jede Zuverischt zu rauben und alle hoffnungsvollen Ideen zu zerschmettern. Früher war ich mal Stolz auf meine untrübbare Sicht auf die Dinge.

Inzwischen halte ich mich für einen zerstörerischen Geist. Ich kann Hoffnungen zerfetzen aber ich würde gerne lieber Türen öffnen als sie zu schliessen.

Das ist ein SEHR selbstsüchtiges Thema. Braucht es die "Voice of Reason" den destruktiven Gedanken? Inzwischen schweige ich meist oder lächle nur, wenn ich gefragt werde, was ich zu etwas denke. Auch hier lese ich oft mir naiv erscheinende Gedanken und wage meine Meinung nicht mehr zu äussern, weil ich mich und meine Gedanken als "unpassend" und zu hart empfinde.

Eigendlich will ich nicht der Knüppel zwischen den Beinen sein aber umgekehrt habe ich oft das Gefühl das hier goldene Wolkenschlösser erstehen die nur einen tiefen Sturz bedeuten. Woher ich die Weisheit habe? Gerade das ist interessant. WENN es um das negative geht, weis ich scheinbar genau, welche von tausend Aspekten falsch sind. Ich habe auch sofort endlos viele Argumente zur Hand.

Wie ich schon sagte... sehr persönlich... und ich habe mine Erläuterung nicht leicht gemacht. Aber bitte bleibt bei dem neutralen Thema auch wenn ich es persönlich aufgerollt habe. Denn ich denke es gibt noch mehr Menschen die ebenso... hart denken.

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RE: Unpassendes oder gar den Feind erschaffen

#2 von Lizandra , 28.03.2011 19:38

Wem schadet ein Luftschloß?
Wer entscheidet, was naiv ist?
Wer beschließt, dass immer das Schlimmste geschieht?
Wieviele Wahrheiten gibt es?
Welche Motivation steckt hinter dem, was man tut oder sagt?
Wem hilft es?
Was bedeutet hart sein??
Was ist schon unpassend? Welches Verhalten? Gegenüber wem: Dir oder den Anderen?
Was denkt man über sich und über die Anderen?

Diese Fragen sind mein Beitrag zu diesem Thema. Erstmal.

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RE: Unpassendes oder gar den Feind erschaffen

#3 von Sinaris , 28.03.2011 19:47

OK, erstmal danke Lizandra,

aber im Groh klingt das nach einem nothing really matters.

Gruss
Sinaris

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RE: Unpassendes oder gar den Feind erschaffen

#4 von Nagaroon , 28.03.2011 19:59

Schönes Thema …

Es geht mir so oder so ähnlich auch sehr oft. Oft lese ich (nicht nur hier) etwas und denke meine Fresse komme mal wieder auf den Boden der Realität zurück. In diesen Augenblicken bin ich oft kurz davor Dinge zu schreiben die andere vielleicht verletzen weil sie meine Sichtweise oder ich ihre nicht verstehe. Manchmal kann ich mich auch nicht zurückhalten und schreiben dann sehr harte Sachen die mir dann auch schon mal wieder leid tun, weil ich erkenne das ich über das Mass des Verträglichen meines Gegenüber hinausgeschossen bin.

Deswegen habe ich hier auch oft das Gefühl unerwünscht zu sein.

Woran liegt das ?

Nun ich jetzt 41 Jahre und seit 1988 auf dem Naturreligiösen Weg, es kann daran liegen das ich in meinem Spirituellen Leben sehr viel Erfahrungen gemacht und unzählige Skurrile Leute getroffen habe. Zwischenmenschliche Erfahrungen in den verschiedensten Lebensbereichen mir wieder fahren sind. Ich habe 2 Kinder großgezogen und steckte mal voller Eufonie für den aktiven Kampf zu Anerkennung den Heidentums in Deutschland. Bekam ein paar mal die volle Breitseite der Gesellschaft zu spüren die einem zeigte das es bedeutet sehr sehr offen für seinen heidnischen religiösen Weg einzustehen. Stichwort Katholische Grundschule. Heute würde ich da einiges anders machen.
Ich bin in vielen Dingen ruhiger geworden und kann in vielen Fällen die überschwängliche Begeisterung einiger meiste junger Leute für diverse Dinge nicht mehr teilen und dann komme ich wieder an den Punkt wo ich sagen möchte – Meine Fresse komme auf den Boden der Realität zurück.

Ich glaube es ist ein Entwicklungsprozess von geistiger und spiritueller Seite, den jeder mitmacht der diesen Weg geht. Jeder entwickelt sich anders und in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Vorausgesetzt er/sie arbeit an sich und will es auch. Denn mir sind auch Fälle bekannt sind die in meinem Alter sind und sich seit Jahren nicht weiter entwickelt haben.

 
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RE: Unpassendes oder gar den Feind erschaffen

#5 von matodemi , 28.03.2011 22:24

Kurz zu Nagaroon:
Ich glaube nicht, dass nur Menschen die auf einem naturspirituellen/naturreligiösen Pfad sind im Laufe ihres Lebens zu den gleichen Erkenntnissen kommen wie Du. Es hat einfach viel mit Lebenserfahrung zu tun. Und damit, diese anzunehmen und sich entsprechend weiter zu entwickeln (manche Menschen scheinen sich mit Anfang/Mitte 20 schon so festgelegt zu haben, dass sie sich mit 40 noch kein Stück weiter entwickelt haben).

Nun zu Sinaris, bzw. allgemein:
Ja, manchmal ist es besser zu schweigen als zu verletzen. Vor allem, wenn man keine gemäßigten Worte findet. Manchmal braucht es harter Worte. Schwierig ist nur zu erkennen, wann das eine und wann das andere zutrifft.

Und auch ich habe hier schon Beiträge gelesen bei denen ich dachte: ist ja ganz nett, aber es fehlt der Realitätssinn. Oder mir ist einiges zu schwarz/weiß. Aber das Leben hat auch Grautöne, und ist sogar bunt.
Und bevor ich dann "meinen Senf" dazu gebe, überdenke, überschlafe ich oft die Sache. Und komme manchmal zu der Erkenntnis, dass ich besser nix schreibe.
Und manchmal schreib ich eben auch, ob es Erfolg hat? (Erfolg in dem Sinne, dass andere es lesen und vielleicht auch überdenken, nicht in dem Sinne, dass jemand meine Meinung als seine/ihre annimmt). Keine Ahnung.

Sinaris, es ist mir schon aufgefallen (und ich denke nicht nur mir), dass du häufig eher in negativem/pessimistischem Ton schreibst (ja, ich kann den Tonfall auch beim Lesen hören...). Die Frage ist, inwieweit sich jemand davon runterziehen lässt. Mehr Gedanken würde ich mir an deiner Stelle aber machen, was dieser Pessimismus, diese Negativität mit dir macht.

Auch ich spiele bei vielen Dingen die möglichen negativen Ergebnisse durch. Somit kann ich viele Stolpersteine umgehen. Viele Klippen umschiffen. Und dann reichts mit den negativen Gedanken und ich konzentriere mich auf das Positive. Wie kann ich etwas erreichen? Wie wird es sein, wenn es erreicht ist? Die negativen Gedanken sind weitgehend ausgeschaltet, bzw. nur insofern da, als sie im Hintergrund eben auf die o. g. Stolpersteine hinweisen. Aber nicht in einer lähmenden Art.

Und manchmal ist das Träumen ohne Realitätssinn auch gut. Man muss ein Schloss wollen um wenigstens eine schöne Hütte zu bekommen. Die Realität holt einen ohnedies meist wieder ein - oder man stellt erstaunt fest, dass vieles möglich ist...... auch das Unmögliche.
Aber um das zu erfahren, muss man meiner Meinung nach insgesamt positiv eingestellt sein.

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RE: Unpassendes oder gar den Feind erschaffen

#6 von Siebenstern , 28.03.2011 22:42

Ich bin in meinem Leben jetzt wirklich immer mehr zu der Auffassung gelangt, dass die Energie dahin geht, worauf ich sie verwende...

Pessimismus oder Optimismus, wer weiß schon wirklich, was wie wahr ist, du weißt es nicht und ich weiß es nicht, d.h. jeder kann es vielleicht
für sich selber erkennen, aber deshalb muss es noch lange nicht für das Gegenüber stimmen.

Ich bin sehr pessimistisch aufgewachsen, hatte die Bedrohung durch Atomtod und Baumsterben und vieles mehr in meiner Familie. Hab lange gebraucht,
um mir nicht bei jeder schlechten Nachricht gleich den Strick zu nehmen... Aber nach Jahren Therapie und Weisheitssuche, bin ich tatsächlich heute
zuversichtlicher als jemals zuvor und dass trotz Japan und allen anderen negativen Prognosen...Für mich lohnt es sich nicht, mir das Leben noch schwärzer zu malen,
für mich lohnt es sich seit ca. einem Jahr genau das Gegenteil zu tun, ich male mein Leben, meinen Tag mit bunten Farben...und das trotz chron. Krankheit etc.

Ich glaube auch nicht, dass ich den Menschen etwas gebe, wenn ich ihnen meinen eigenen Realismus aufdränge, genauso wie wenn ich ihnen meinen
unverschämten neuerwachten Positivismus aufdränge...

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehen
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn

Ich kreise um Gott, den uralten Turm und ich kreise jahrtausendelang
und ich weiß nicht, bin ich ein Falke, ein Sturm oder ein großer Gesang.
Rilke

Das Leben kann so fantastisch anders sein, wenn wir uns nur trauen daran zu glauben...

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RE: Unpassendes oder gar den Feind erschaffen

#7 von Fingayin , 29.03.2011 00:16

Hm,wenn du negatives austrahlst,ziehst Du negatives an.
Das ist so.
Ich ab es erlebt und innerhalb von einem Jahr gelernt umzudenken.
Das war schwer,und jetzt zucke ich oft nur die Schultern und muß lächeln.
Aber ich habe gelernt die Dinge zu nehmen wie sie sind,und daraus für mich und mein Umfeld die Konsequenz zu ziehen und meinen Weg zu gehen.
Ich kann Dir man ein Buch nahe legen. Vicky Gabriel..."Der alte Pfad - Wege zur Natur in uns selbst"
Sie schreibt darin wie Du wieder zu Dir findest mit einer Portion gesunden Egoismus.
Ich fand das klasse.
Ich hab ein notorisches Helfersyndrom,muß irgend wie jedem helfen und bleibe dabei selber auf der Strecke.
Das hat sich geändert und ich habe gelernt "nein" zu sagen.
Das ist purer Selbstschutz und hat nichts mit Egoismus zu tun.
Nur ein Beispiel.
Vieleicht ist es ein Anstoß für Dich.

Viele liebe grüne Grüße

Fingayin

 
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RE: Unpassendes oder gar den Feind erschaffen

#8 von Sinaris , 29.03.2011 03:05

Danke für die antworten...

Das Thema hat ja schneller resonanz gezogen, als ich dachte.

Pessimissmus:
Meine negative Ader kann ich sogar genau datieren. Als Kind habe ich während ich mit Legosteinen und Co. beschäftigt war immer Radio gehört und es gab einen bericht mit einer Psychologin, wo es hies, wie schädlich es ist, wenn man sich immer nur in positive Träume flüchtet, in denen alles gut geht. Das damit die Erwartungen zu hoch gesteckt werden. Das erschien mir schon damals sehr logisch. Also hatten ab diesem Zeitpunkt schon meine Raumschiffe konstruktionsfehler und die Helden darin sind bei der Rettung gestorben.

War das eine konditionierung? Ich denke nein. Ich hab mal ne Weile bedauert, das es so gekommen ist. Heute denke ich wäre es so nicht gekommen wäre es ein anderer Anstoss gewesen. Fingayin, ich bin beeindruckt, das Du einen pessimistischen Geist überwinden konntest. Ich habs mal ne weile probiert. Dumm nur... das gesellschaftliche Feedback. Sprich eine innere Stimme die mich hämisch auslacht und dann schreit: Ich hatte reeeeheeecht! Ich habe positives Denken schon probiert, allerdings muss ich einräumen das es schon innerlich gehäuchelt war. Das schlimme ist, das "Helfer"syndrom habe ich auch.

Nur wie hilfreich ist es, wenn ich die Flügel schon vor dem anlauf stuze. Gerade jetzt seit meinem umschwenken auf neue Wege habe ich das Gefühl, das mein Pessimissmus mich "bewahrt" hat, Erfahrungen zu machen, die heute eigendlich gut wären. Ist das nicht auch irgendwie ein Spiegel der aktuellen Art? Versuch es garnicht erst, fällst ja eh auf die F..... .

Ich glaube heute auch, dass meine Art mich vielleicht bewahrt aber das ist auch nicht immer gut. Klar habe ich etliches umschiffen können. Aber evtl. sollte ich eigendlich den einen oder anderen Eisberg eigendlich rammen. Manchmal hab ich das Gefühl, als ob vieles von dem, was schon längst hätt geschehen sollen nochmal ausgeholt hat und mich gebündelt in den letzen Jahren getroffen hat.

Jetzt bleibt die Frage... woran erkenne ich, das ich gerade mal lieber die Klappe halte, anstatt meinen pessimistichen aspekten freien lauf zu lassen, selbst wenn ich glaube zu wissen... Junge, sorry aber das wird nix und Du wirst määächtig auf die F..... fallen. Bei neutralen Menschen fällt mir das schon shwer... aber bei Freunden ist das noch schlimmer. Klappe halten an sich geht ja... übel wirds dann zu sehen: Jepp, innere Stimme hatte recht und DUUUU hättest es verhindern können!!! Umgekehre Fälle, kamen interessanter weise nur dann vor, wenn ich was gesagt habe. Das bringt mich zu einer weiteren Möglichkeit.

Kann mein Pessimissmus nicht auch Kräfte wecken? Wenn ich jemandem sage, warum ich glaube das und vor allem WARUM die Person es nicht schafft, gibt es doch auch die Chance das sich Kräfte entwickeln alla "Jetzt erst recht"

Versuche ich gerade tatsächlich was Positives im Negativen zu sehen... Naja.. das soll ja kein Monolog sein... Ihr seit wieder drann.

Noch zu Matodemi: Ich schreibe ja auch oft dazu wie ich ticke. Ich denke das macht es einfacher meine Meinung zu bewerten. und es steht bei menem Pfad dabei...

@Nagaroon: Ich denke das was Du beschreibst ist echte Erfahrung weniger Pessimismus. Dein Zweifel hat eine erfahrungsgemässe Grundlage... meiner nur ein Gefühl bzw. eine Intuition.

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RE: Unpassendes oder gar den Feind erschaffen

#9 von Ceridwen , 29.03.2011 06:16

Ehrlich gesagt finde ich andere Sichtweisen oft hilfreich.

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RE: Unpassendes oder gar den Feind erschaffen

#10 von Siebenstern , 29.03.2011 09:42

Hey Sinaris,

wenn du mein Freund wärst, würde ich Klappe halten bevorzugen oder eine liebevolle Unterstützung, sprich mich stärken, aber
nicht mich mit dem Holzhammer in den Boden rammen...das Herz sollte den Weg vorgehen, frag dich jedes Mal bevor du andere
bekehren willst, was es dem anderen bringt, wenn du es ihm jetzt sagst wie bei der Geschichte mit dem Sieb, die steht hier auch irgendwo unter Geschichten, kann sie nur grad nicht finden....Das würde ich mir von dir wünschen, wärst du mein Freund. Mit Pessimismus bin ich mein Leben lang bombadiert worden, darauf reagier ich allergisch.

Vielleicht solltest du mal den Optimismus bzw. Positivismus einfach mit Realismus ersetzen. Meine Ma war auch so eine von denen, die meinten, man solle immer nur Positiv denken und das hat mich auch genervt, kam mir auch sehr verlogen vor, besonders wenn ich mir ihr/unser Leben angesehen hab, aber wer sagt dir, dass dein Pessimismus nicht genauso verlogen ist???? Ich bemühe mich um Realismus, der bei mir mit den Jahren zugegebenerweise auch recht optimistisch wirkt, aber es gibt beides in meinem Leben, Schwieriges sowie Leichtes...und ich versuche mich nicht mehr so sehr im Schwierigen zu verbeißen, sondern mich ein wenig mehr am Leichten zu erfreuen....bei mir zeigt es nachhaltig Wirkung....und anderen erzähle ich nicht mehr so viel, ich konzentriere mich mehr auf mich und mein aktives Handeln....Worte sind Schall und Rauch

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RE: Unpassendes oder gar den Feind erschaffen

#11 von Fingayin , 29.03.2011 22:13

@Siebenstern...Du sagst bei Freunden Klappe halten.
Ist das richtig?
Ich habe in meiner Nachbarschaft ein Familie die ich zu meinen Freunden zähle.
Allein mit dem Begriff Freunden bin ich vorsichtig.
Aber Sie sind es.
Die Frau des Hauses war und ist immer sehr offen und ehrlich.
Um es genau zu sagen "Holzhammer" Methode.
Ich brauche genau das.
Mir hilft es nicht wenn "Freunde" mir beipflichten,im Gegenteil.
Freunde dürfen,müssen und sollen mir Ihre Meinung sagen,auch wenn ich schwer schlucken muß weil ich vieleicht völlig anderer Meinung bin.
Und wenn ich das nicht ertragen kann, brauche keine Freunde sonderen irgend welche "jasager" die mich befriedigen und streicheln.
Ne,niemals.

@Sinaris.
Ich glaube ich habe Dir schon mal geschrieben wie ich dahin gekommen bin.
Wenn nicht,schreibe ich Dir gern eine pm dazu.
Der Weg war heftig bis zu Suizidgedanken.
Aber ich hab mich aus eigener Kraft da heraus geholt und jetzt,wie gesagt,habe ich für viele Sachen die mich runtergerissen haben nur noch ein müdes Lächeln üprig.
Bei mir läuft wieder alles rund und über rund.
Ich habe gerade so viel zu tun das meine Tage teilweise 18 Stunden lang sind.
Das ist kein Quatsch.
Ich bin 12 Stunden auf den Baustellen und muß mich danach noch um organisatorische Sachen kümmern.
Das nervt und kotzt mich auch an.
Andere haben Feierabend und ich hänge noch Stunden vor dem Rechner.
Aber das ist halt so,und es ist gut so.
Weißt Du was ich meine?
Mein Spruch..."es ist wie es ist und es soll so sein..." und daraus mache ich das beste.

 
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RE: Unpassendes oder gar den Feind erschaffen

#12 von Tatjana , 29.03.2011 23:28

Okay... das sieht mir inzwischen nach zwei Themen aus, die man gut unabhängig voneinander diskutieren kann.

Thema Offenheit in Freundschaften, oder geht es eher sogar um Ehrlichkeit? Mir persönlich sind auch die Freunde hilfreicher, die mir sagen was sie denken und mich darauf hinweisen, wenn ich aus ihrer Sicht in eine falsche Richtung laufe... die wirklichen Freunde lassen mich dann sogar auf dem falschen Weg weiterlaufen, wenn ich trotzdem anderer Meinung bin... womöglich sehenden Augens auf den Abgrund zu. Denn es ist ja mein Weg, nicht ihrer. Und wenn ich dann abstürze... fangen sie mich auf, helfen beim Scherben aufkehren ohne Kommentare wie "ich hab´s Dir doch gesagt" und haben mich vor allem weiterhin lieb. Und sagen mir auch beim nächsten Mal wieder, wenn in ihren Augen etwas schief läuft. Aus meiner Sicht ist nicht nur die Ehrlichkeit miteinander in Freundschaften wichtig, sondern auch so etwas wie wertfreie Loyalität. Naja, das versuche ich auch meinen Freunden entgegenzubringen, aber niemand hat je gesagt, dass es immer einfach ist...

Was den Pessimismus bzw. das Gegenteil angeht... über viele Jahre habe ich diese zwanghafte Optimisten-Fröhlichkeit, wie man sie aus Motivationsbüchern etc. kennt, stets als anstrengend, aufgesetzt und auch künstlich empfunden. Naja, nun geht das Ganze auch etwas leiser und dann stellt man fest, dass das Gesetz der Resonanz tatsächlich gilt: was ich aussende, kommt zu mir zurück. Seien es die hermetischen Gesetze, alte Sprüche wie: "so wie man in den Wald hineinruft...", Bücher á la "Law of Attraction" oder die alten Bücher aus den ca. 80ern vom Joseph Murphy... da ist schon was dran und wenn man sich einmal damit beschäftigt, wird man schon aus Vernunftgründen zum Optimisten. Und staunt über Vieles, das da so geschieht und sich verändert im eigenen Leben... Dumm nur, dass wir alle geprägt sind durch Erfahrungen und Programmierungen. Die dafür sorgen, dass wir immer wieder einmal in unsere ursprüngliche Persönlichkeitsstruktur zurückfallen. Meist auf ziemlich blöde, unerlöste Art und Weise. (Übrigens sind da dann die Freunde hilfreich, die einen freundlich und ehrlich darauf hinweisen...)

Sinaris, Du magst Dich recht genau einschätzen aber wenn ich das mal so sagen darf... die Tatsache, dass Du diesen Thread hier begonnen hast und Du nach etwas mehr Licht am Ende des Tunnels suchst... nein, Du siehst es doch schon. Wenn Du nicht irgendwie schon wüsstest, dass es etwas wie Optimismus gibt, würdest Du doch nicht hier darüber reden. Mein Vorschlag: wir nennen es nicht Pessimusmus vs. Optimismus, sondern: Lebensfreude, Vertrauen in das Leben... Jeden Morgen geht die Sonne auf und solange es nicht einen Tag anders ist, ist diese Hypothese nicht so einfach zu widerlegen. Im Zweifel nimm´ Dir ein Beispiel an Majestix, der zwar stets Angst davor hat, dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt, aber dennoch jeden Tag auf den Schild steigt, sich von seinen zwei Gallier-Jungs tragen lässt und dabei auch noch der Häuptling des Dorfes ist.

Herzensgrüsse aus Worpswede, Tatjana

 
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RE: Unpassendes oder gar den Feind erschaffen

#13 von Siebenstern , 30.03.2011 09:36

@ Fingayin: Ja, ich meine gerade bei Freunden, sie sollen mich nicht unnötig belehren, d.h. wenn ich sie um Rat frage, ist das was anderes,
aber tue ich selten, löse meine Probleme meist lieber selber mit Hilfe meiner inneren Weisheit und meinen spirituellen Helfern etc.

Ich hab wenige Freunde und das hat auch seinen Grund....und wenn mich jemand um Rat fragt, würde ich sicherlich auch antworten, aber
würde versuchen es durch dies Sieb zu geben, von dem ich schrieb (nehm ich mir jedenfalls auch grad vor ). Allerdings würde ich dann spüren, mein Gegenüber braucht gerade die Holzhammermethode, würde er die wohl auch bekommen . Ich kann sehr offen sein, aber ich bin der Meinung, dass das nicht immer angezeigt ist. Mag gerade auch ein Verständnisproblem sein, ich war der Meinung, Sinaris wollte
vielleicht auch wissen warum er wie auf andere wirkt bzw. fragte, wie denn anders machen und dazu halt meine Antwort

Ich denke aber evt. haben du und ich auch einfach zwei verscheidene Lebensansichten zu dieser Sache, haben ja mit Sicherheit auch völlig verschiedene
Lebensgeschichten und daher ist das wohl auch normal. Meine Meinung ist halt "Klappe halten", wenn nichts außer Pessimismus für mich rüberkommt . Du kennst halt nicht den Stall aus dem ich stamme

Herzliche Grüße
Siebenstern

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