RE: Moralisches Dilemma

#31 von matodemi , 21.08.2011 14:27

Ich halte freie Meinungsäußerung und somit auch friedliche Demonstrationen eher für allgemeine Menschenrechte. Das mag aber tatsächlich meine westliche Sichtweise sein.

Allerdings sind ÜBERALL auf der Welt Völker von einigen ihrer Machthabern unterdrückt worden. Auch zusammengeschossen etc.
Das sie sich jetzt auflehnen wäre dann ja ein Hoffnungsschimmer, dass auch sie zu friedlichen Lösungen finden. Wobei die Proteste ja friedlich anfingen.... - also waren die Anfänge doch wohl kaum verkehrt. Sich dann zu wehren wenn man dafür beschossen wird - ist das nicht in gewisser Weise legitim? Und um Hilfe zu bitten nicht ebenso?

Herzlichst
Tina

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RE: Moralisches Dilemma

#32 von elHakim , 21.08.2011 22:09

Hallo Greenman und Matodemi,
wenn wir über Gewalt in dieser Form diskutieren, folgen wir - aus unserer Sicht - einer durchaus richtigen Logik. Nachdem ber auch Europa rund 200 Jahre gebraucht hat, um demokratisch zu werden, übersehen wir leicht, dass diese Entwicklung in anderen Regionen anders oder gar nicht stattgefunden hat. Wir können es aber aufgrund unserer Sozialisation nicht zulassen, dass andere Mennschen irgendwo auf der Welt vielleicht noch Gewalt als erlaubtes Mittel ansehen. Schon diese Negierung des aus unserer Sicht Bösen ist wiederum Gewalt: Ich zwinge jemandem meine eigenwilligen demokratischen Ideen auf. Insofern ist es wichtig zu erkennen, das wir anderen unsere Hüte nur "überstülpen"; wir überzeugen sie nicht damit. Libyen lässt sich vermutlich erst in 10 Jahren richtig beurteilen, dann nämlich, wenn man die nachhaltigen Ergebnisse des Kampfes beurteilen kann.

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