Ziest

#1 von Miakoda , 25.08.2008 20:50

Die mehrjährige, Zwergstrauch, krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 25 bis 70 cm. Der Stängel ist einfach oder vom Grunde an ästig verzweigt. Er ist wie die Blätter anliegend rau oder etwas drüsig behaart. Die Blätter sind länglich-lanzettlich gesägt, 2 bis 5 cm lang, die unteren sind kurz gestielt, die oberen sitzend und mehr oder weniger ganzrandig. Die Blüten sitzen in Scheinquirlen in einer unterbrochenen, verlängerten Scheinähre, sind 1 bis 2 cm lang und besitzen sehr kleine Vorblätter. Die Krone ist gelblich-weiß. Der Kelch ist rauhaarig mit kahl-stachelspitzigen, vorgestreckten Zähnen. Die Nüsschen (Früchte/ Samen) sind etwa 2 mm lang, rundlich, kastanienbraun gefärbt und glatt oder sehr fein punktiert.

Nutzung
Im Altertum soll die Pflanze als „Sideritis“ zu verschiedenen Heil- und magischen Zwecken verwendet worden sein. Besonders soll sie auch der Heilung von Hieb- und Stichwunden gedient haben. Gladiatoren im Römischen Reich sollen die Pflanze als Amulett getragen haben. In Osteuropa wird die Pflanze nach Abkochen zum Baden der Kinder gebraucht, um sie gegen verschiedene Krankheiten, aber auch gegen „magische Einflüsse“ zu schützen.

Näheres: http://de.wikipedia.org/wiki/Aufrechter_Ziest#Beschreibung

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RE: Ziest

#2 von avellana , 04.09.2008 21:54

Heilziest hat einen tollen Geschmack und landet bei mir gern mal im Haustee. Diese alte Gerbstoffpflanze galt einmal als Allheilmittel und heißt in manchen Gegenden auch Betonie, ist aber leider in Vergessenheit geraten. Äußerlich hilft sie bei Wunden (auch blutstillend) und Geschwüren, innerlich als Tee bei Darmbeschwerden und Durchfall oder Mundschleimhautentzündung, früher auch bei Gicht und Rheuma.

 
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