Nachtkerze

#1 von Miakoda , 25.08.2008 19:43

Nachtkerze

Andere Namen:
Eierblume, Garten-Rapunzel, Gelbe Rapunzel, Gelber Nachtschatten, Härekraut, Nachtschlüsselblume, Rapontik, Rübenwurzel, Schinkenkraut, Stolzer Heinrich, Weinblume

Die zweijährige, sehr stattliche Pflanze besitzt große, wohlriechende Blüten, die sich erst gegen Abend öffnen und durch Nachtfalter bestäubt werden. Bereits der erste Sonnenschein lässt ihre Blüten verwelken. Es gibt Arten mit gelben, roten und weißen Blüten. Die Nachtkerze wächst auf trockenen, steinigen und sandigen Böden, in Steinbrüchen und auf Dämmen. Sie ist weit verbreitet, anspruchslos und findet sich noch in Höhen von über 1000 Metern. Die Gemeine Nachtkerze ist ursprünglich in Nordamerika beheimatet. 1640 kam sie nach Europa, später auch nach Vorder- und Westasien, und wurde zunächst als Zierpflanze gehalten.

Von der Gemeinen Nachtkerze sind neben der Wurzel auch die Blätter, die Blüten und die Samen essbar. Die Wurzel kochte man wie Schwarzwurzeln oder Pastinaken in Fleischbrühe. Die gekochten Wurzeln wurden gelegentlich auch in Scheiben geschnitten und mit Essig und Öl angemacht. Geerntet werden die rübenförmigen Wurzeln vom Herbst des ersten Jahres (Rosettenstadium) bis zum Frühjahr.

Die Nachtkerze ist für ihre große Heilkraft bekannt, nachdem 1919 entdeckt wurde, dass ihr Samenöl einen hohen Anteil an Gamma-Linolensäure enthält (bis zu 22 Prozent).
Das kalt extrahierte Nachtkerzenöl enthält neben wichtigen Aminosäuren, Mineralien, sowie Vitamine, darunter Vitamin E, das die natürliche Rolle einer antioxidativen Substanz spielt. Nachtkerzenöl empfiehlt sich sowohl zur Einnahme, als auch für die äußerliche Anwendung, oder als Basisöl für die Herstellung von Cremes und Salben.
Im Gegensatz zu anderen Naturprodukten, die im Allgemeinen nur gegen eine Krankheit eingesetzt werden können, besitzt die Nachtkerze Eigenschaften, die es ermöglichen, sie gegen eine Vielzahl von Erkrankungen einzusetzen. Hierzu zählen: Prämenstruelles Syndrom, Herz- und Gefäßerkrankungen, Rheumatische Arthritis, Multiple Sklerose und Schizophrenie. Insulin kann besser ausgenutzt werden, weshalb dieses Öl auch für Diabetiker des Typ II hilfreich sein kann.
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Aber das Nachtkerzenöl kann noch mehr. Denn durch seine Inhaltsstoffe hat es eine ausgleichende Wirkung auf unsere Seele und so hat sich eine Nachtkerzenkur (innerlich angewendet) besonders in stressigen und hektischen Zeiten bewährt. Es schützt vor Reizüberflutung, lässt die Nerven zur Ruhe kommen und sorgt wieder für Gelassenheit.
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Schon die peruanischen und chilenischen Indianer nutzten die Nachtkerze als wundheilendes Mittel bei Verletzungen und Prellungen sowie bei Magenverstimmungen und Nierenreizungen. Die Nachtkerze wird deshalb in Südamerika auch chupa-sangre ("Bluttrinker") genannt. Die Cherokees trinken noch heute den Nachtkerzentee gegen Fettleibigkeit, und bei den Irokesen gilt die Pflanze sogar als Anregungsmittel bei chronischer Faulheit.

Der Verzehr von Nachtkerzenöl sollte von Epileptikern vermieden werden.

Anm. d. Forumsleitung: Bitte wenn ihr schon von anderen webseiten Infos kopiert, gebt die Quelle an!!!!!!!!!!!!!!!
(siehe auch Forumsrichtlinien)

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RE: Nachtkerze

#2 von petitsorciere , 25.08.2008 20:00

Zitat
Denn durch seine Inhaltsstoffe hat es eine ausgleichende Wirkung auf unsere Seele und so hat sich eine Nachtkerzenkur (innerlich angewendet) besonders in stressigen und hektischen Zeiten bewährt. Es schützt vor Reizüberflutung, lässt die Nerven zur Ruhe kommen und sorgt wieder für Gelassenheit.



Das kann ich uneingeschränkt bestätigen - ich selbst nutze hauptsächlich eine selbst hergestellte Blütenessenz - sowohl für Kinder, Freunde und Tiere.
Darüber hinaus sind die Blüten bei uns eine beliebte Zutat für Salate und werden von den Kindern sogar direkt von der Pflanze gepflückt und geknabbert.

Danke für die weiteren Tipps zum Einsatz dieser wunderbaren Pflanze - ich werde sie zukünftig auch in diesen Bereichen nutzen

Liebe Grüsse

Gabi

 
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RE: Nachtkerze

#3 von Miakoda , 25.08.2008 20:23

Oh, danke.... da kann ich dir noch mehr bieten:

Gemeine Nachtkerze: die Wurzeln kochen und als Gemüse servieren, sehr lecker.. so wie Schwarzwurzel..

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RE: Nachtkerze

#4 von avellana , 04.09.2008 21:29

Dass man die Wurzel essen kann wusste ich noch nicht - danke für den Tip! Bei uns wächst die Nachtkerze wild auf dem Berg und verschwindet leider immer mehr mit zunehmender Bebauung. Ich sollte ihr wirklich langsam ein Asyl in meinem Garten anbieten bevor sie hier ganz vertrieben wird - ein blühendes Gemüsebeet ist mir sowieso am Liebsten

 
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