Tod, Sterben, Sterbebegleitung für Freunde der Angehörigen

#1 von Nachtfalke , 20.12.2010 14:26

Hallo,

mal ein ernsteres Thema... Wie hilft man jemanden am besten, wenn diesen jemand ein Familienmitglied weggestorben ist? Quasi als Freund/ Kumpel... Dasein, fall derjenige reden will oder mich braucht - ist klar und selbstverständlich. Aber kann man da noch mehr machen als eben "bei Bedarf" dazusein?

Bei Tieren ist das (inzwischen) relativ easy für mich, nur bei Menschen steh ich grad ehrlich gesagt etwas an.

Ach ja, ich kannte den Verstorbenen nicht persönlich.

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RE: Tod, Sterben, Sterbebegleitung für Freunde der Angehörigen

#2 von Fingayin , 20.12.2010 15:36

Zitat von Nachtfalke
Aber kann man da noch mehr machen als eben "bei Bedarf" dazusein?



Das ist eine ganze Menge und vieleicht mehr als Du denkst.
Ich finde wenn derjenige das weiß das er jeder Zeit zu Dir kommen kann, gibst Du Ihm eine Menge Halt.

 
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RE: Tod, Sterben, Sterbebegleitung für Freunde der Angehörigen

#3 von Nachtfalke , 20.12.2010 19:06

Zitat von Fingayin
Das ist eine ganze Menge und vieleicht mehr als Du denkst.
Ich finde wenn derjenige das weiß das er jeder Zeit zu Dir kommen kann, gibst Du Ihm eine Menge Halt.


Ist nur schwer, wenn die Person die Hilfe nicht annimmt sondern sich komplett zurück zieht

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RE: Tod, Sterben, Sterbebegleitung für Freunde der Angehörigen

#4 von Belbara , 20.12.2010 19:28

Hallo Nachtfalke,

eine Zeit des Rückzugs kann dazu gehören - vielleicht kommt die Person später einmal auf Dich zu. Aber nicht alle Leute sprechen gern über ihre Probleme, das solltest Du nicht persönlich nehmen. Du kannst Deine Hilfe halt nur anbieten...

Liebe Grüße,
Belbara

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RE: Tod, Sterben, Sterbebegleitung für Freunde der Angehörigen

#5 von matodemi , 21.12.2010 14:41

Dasein ist das Wichtigste, der/die Betreffende kann und wird es entweder annehmen oder nicht, aber selbst wenn nicht wird die Person wissen, dass du da bist, und das gibt Trost.

...und rechne mit allen möglichen Reaktionen, von viel Reden, viel Weinen, Schweigen, aber auch ein auffälliger munter sein kann vorkommen........

...und es ist auch wichtig, dass jemand da ist, wenn die erste Zeit vorbei ist, häufig braucht man nach einer Weile noch viel dringlicher jemand der da ist und Verständnis hat

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RE: Tod, Sterben, Sterbebegleitung für Freunde der Angehörigen

#6 von Tree , 23.12.2010 07:43

Zitat von Nachtfalke
Ist nur schwer, wenn die Person die Hilfe nicht annimmt sondern sich komplett zurück zieht



Wie kannst Du Dich so über diesen trauernden Menschen erheben????
Bist Du um Hilfe gefragt worden? So wie es aussieht wohl nicht.
Entscheidest DU was dieser braucht? Was richtig für ihn ist? Wie kannst Du Dir eine Meinung darüber bilden, daß der Rückzug dieser Person falsch ist?

(Ungefragt) helfen kannst Du dieser Person, indem Du sie und ihre Art mit dem Verlust umzugehen respektierst und sie achtest.
Präsent sein. Punkt.

 
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RE: Tod, Sterben, Sterbebegleitung für Freunde der Angehörigen

#7 von Nachtfalke , 23.12.2010 10:32

Zitat von Tree

Zitat von Nachtfalke
Ist nur schwer, wenn die Person die Hilfe nicht annimmt sondern sich komplett zurück zieht



Wie kannst Du Dich so über diesen trauernden Menschen erheben????
Bist Du um Hilfe gefragt worden? So wie es aussieht wohl nicht.
Entscheidest DU was dieser braucht? Was richtig für ihn ist? Wie kannst Du Dir eine Meinung darüber bilden, daß der Rückzug dieser Person falsch ist?

(Ungefragt) helfen kannst Du dieser Person, indem Du sie und ihre Art mit dem Verlust umzugehen respektierst und sie achtest.
Präsent sein. Punkt.



Danke, das ist genau die Art von Hilfe die ich gerade brauche!
Nein, ich entscheide nicht was richtig/ falsch ist oder ob diese Person Hilfe braucht oder nicht. Aber ich kenne diesen Menschen inzwischen gut genug um zu wissen was das für Konsequenzen sind, wenn er wieder zumacht - und das er damit auch nicht glücklich ist.

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RE: Tod, Sterben, Sterbebegleitung für Freunde der Angehörigen

#8 von Anna , 28.12.2010 08:58

Hallo

jeder hat seine eigene Art zu Trauern. Das anzuerkennen ist wichtig. Und ob es ein zumachen ist ist nicht sicher, denn der Rückzug und die Stille gehört zum Trauern dazu...was willst du schon sagen, im Angesicht des Todes??

Wer gute Bücher hat zur Sterbe und Trauer begleitung ist Claudia Cardinal oder die meisten Hospize können dir auch weiterhelfen. Vielleicht schaust du einfach mal vorbei und fragst einen Mitarbeiter, wie du mit der Situation umgehen sollst? Die kennen sie meistens ganz gut aus.

sonst ist natürlich Elisabeth KÜbler ROss in jeder BIbliothek zu finden und auch eine gute Startmöglichkeit...

Lass los, ist das beste für alle beteiligten. gehe in deinen Hain und zünde eine Kerze für ihn an. Damit tust du mehr als tausend Worte sagen können...

Gute Zeit!

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RE: Tod, Sterben, Sterbebegleitung für Freunde der Angehörigen

#9 von Luvon , 07.02.2011 08:50

Hallo Miteinander nun mal was ganz anderes...

der Vater von meinem Chef/Freund ist vor ein paar Tagen verstorben ,
natürlich untethalten wir uns auch im Geschäft (ein 4 Mann Laden) darüber.
Als mein Freund mit dem Grafiker via Email die Trauerkarte besprochen hat und das endgültige Bild
dann feststand meinte er, also mein Freund, "da hat er wenigstens noch gelacht...".
Spontan antwortete ich "er wird jetzt sicher auch lachen", auf der anderen Seite.

Danach ging ich Frühstück holen und mir ging meine Aussage ständig durch den Kopf.
Lacht er wirklich? Darüber denke ich fast schon eine Woche immer wieder mal nach und
komme nicht so richtig auf den Punkt wo ich dies auch innerlich so stehen lassen kann.

Ich weiss, dass dies ein schwieriges Thema ist mit dem ich persönlich wohl auch noch nicht so ganz durch bin.
Aber wie stehen wir denn als Barden, Ovaten und Druiden zu dem Thema Tod, und was kommt danach?


Bin wahrscheinlich wieder mal total , und habe den richtigen Thread nur nicht gefunden.
Könnt Ihr mir bitte helfen?

Liebe Grüsse

Luvon

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RE: Tod, Sterben, Sterbebegleitung für Freunde der Angehörigen

#10 von Anna , 10.02.2011 17:18

Zitat von Luvon

Aber wie stehen wir denn als Barden, Ovaten und Druiden zu dem Thema Tod, und was kommt danach?


Bin wahrscheinlich wieder mal total , und habe den richtigen Thread nur nicht gefunden.
Könnt Ihr mir bitte helfen?




Huhu

es gibt im Druidentum keine per se Lösung wie das nach dem Tod weitergeht. Die früheren Druiden glaubten an die Wiedergeburt. Ob du das machst, bleibt alleine dir überlassen.

ÄHm, ich glaube im Club der Philosophen kannst du dich durchsuchen und findest ein paar Meinungen zu dem Thema...
Sonst mach doch einfach einen auf...sind ja wieder genug neue Menschen unterwegs, die spannende Meinungen zu dem Thema haben...

Und....
ich habe die Erfahrung gemacht dass mein Opa glücklich auf der anderen Seite ist...allerdings hat es mir damals den Boden unter den Füßen weggezogen, dass er nicht mehr greifbar war...

Liebe Grüße

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