Abführende Wildpflanzen

#1 von Mahashakti , 24.11.2010 12:12

Hallo,

es gibt immer mal Gründe warum es angesagt ist abzuführen: zB beim Fasten, im Rahmen der Behandlung von einigen Krankheiten, und auch aus rituellen Gründen. Bisher nehme ich dafür Salzwasser.

Vom Hörensagen weis ich, das es eine Reihe von einheimischen Pflanzen gibt, die sich dafür sehr gut eigenen - nur leider kenne ich sie (noch) nicht. Das einzige was ich mal aufgeschnappt hab ist, das sich Ampferwurzeln eignen sollen. Aber welche Ampfersorte, und wie zubereiten?

Weis jemand von euch mehr zu Ampfer und zu anderen Pflanzen? Hat evtl. eigene Erfahrungen damit?

Liebe Grüsse, Mahashakti

 
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RE: Abführende Wildpflanzen

#2 von Tríona Ní Erc , 24.11.2010 13:48

Mein Opa hatte in seiner Jugend eine unfreiwillige 'Begegnung' mit Faulbaumbeeren.... also, wirken tut das

 
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RE: Abführende Wildpflanzen

#3 von wolfmagnus , 24.11.2010 14:06

...als schonende Methode würde ich warmes Pflaumenkompott empfehlen - ist nicht so durchschlagend, aber auch ganz sicher nicht schädlich!

Lieben Gruß

wolfmagnus

 
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RE: Abführende Wildpflanzen

#4 von Ravenwings , 24.11.2010 18:51

Getrocknete Pflaumen sind auch gut

(alternativ auch Diät-Fruchtsaft, aber das passt nicht so zum Thema )

Birkenblätter wirken auch abführend und reinigend. Vielleicht hilft dir diese Seite weiter.

LG

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RE: Abführende Wildpflanzen

#5 von wanderbenny , 24.11.2010 19:08

An einheimischen Pflanzen die abführend wirken, fällt mir noch die Wurzel vom Holunderbusch ein - als wässriger Auszug getrunken- und Leinsamen. Wobei man bei letzterem auch viel trinken muß.

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RE: Abführende Wildpflanzen

#6 von Mahashakti , 24.11.2010 19:19

Zitat von wanderbenny
An einheimischen Pflanzen die abführend wirken, fällt mir noch die Wurzel vom Holunderbusch ein - als wässriger Auszug getrunken- und Leinsamen. Wobei man bei letzterem auch viel trinken muß.
Wanderbenny



Holunder wächst ja praktisch überall - dein Hinweis hat mich auf diese Seite hier geführt - sehr interressant und lehrreich:
http://www.nordstern-net.de/arch...under.shtml

 
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RE: Abführende Wildpflanzen

#7 von avellana , 25.11.2010 20:44

Was meinem Opa immer gut geholfen hat: Zauberkraut...äääähm....Sauerkraut
Sonst fällt mir nur Kreuzdorn ein - ist ja glaube ich auch mit dem Faulbaum verwandt. Der wächst hier bei uns überall. Allerdings kenne ich mich mit der Anwendung nicht aus.

 
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RE: Abführende Wildpflanzen

#8 von wolfmagnus , 25.11.2010 23:53

...Kreuzdorn u Faulbaum sind zu Recht etwas aus der Mode gekommen - sie sind beide alles andere als schondend u können die Verdauungsorgane ziemlich negativ beeinflussen und ein Ungleichgewicht im Bauchraum hervorrufen.

Leinsamen ist wirklich noch eine gute Idee - zumindest, wenn wirklich viel dazu getrunken wird.

Gruß

wolfmagnus

 
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RE: Abführende Wildpflanzen

#9 von richie oak tree , 26.11.2010 15:06

Bei uns in der Altenpflege mussen die alte leute mindestens jeden dritten tag abführen, hört sich schlecht an ist aber für älteren menschen wichtig wegen versopfungs gefahr. Natürlich verschreiben ärtzte alle möglichen am Medikamenten, die benutzen wir aber wenn wir wissen das anderen mitteln nicht greifen, Pflaumen wirken sehr gut , bei manche hilft einen warm flasche auf den Bauch zu legen und anschleißend den unterbauch in uhrrichtung mit leichten druck zu streicheln.

Ein anderen möglihkeit was am besten an kommt ist Buttermilch , mit menschen ohne blutzucker mit ein passierten Bannane, wirkt oft seht schnell manchmal zu schnell.

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RE: Abführende Wildpflanzen

#10 von avellana , 30.11.2010 20:41

Bei alten Menschen ist es oft so, dass sie insgesamt zu wenig trinken. Bei leichten Verstopfungen kann das schon helfen. Wenn sie es dann noch schaffen, sich ein wenig zu bewegen ist es optimal und erpart manche Tortur.

Ich bin für einmal die Woche Sauerkraut mit etwas Kümmel drin oder mit Kümmelöl den Bauch massieren bevor man etwas zur inneren Anwendung gibt, was einen alten Körper zu sehr belasten oder Nebenwirkungen verursachen könnte.
Im Krankenhaus wird auch gern Flohsamen gegeben, allerdings ist die Wirkung bei jedem anders - von extrem bis gar nicht. Aber das ist schonender als Faulbaum/Kreuzdorn.

Oder halt so:
Zwei Kellner war´n recht lahm zu Fuß. Doch konnten sie sich helfen. Nach ein paar Löffeln Rhizinus, schon sprangen sie wie Elfen.
(Von MTS - falls die hier jemand noch kennen sollte )

 
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RE: Abführende Wildpflanzen

#11 von Nachtfalke , 01.12.2010 01:05

Also bei mir wirkt Salbeitee richtig gut... oder auch naturtrüber Apfelsaft.
Ich glaube Beifuß oder Johanniskraut hatte auch eine sehr starke Wirkung auf den Magen (in Teeform).

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RE: Abführende Wildpflanzen

#12 von avellana , 02.12.2010 19:44

Vorsicht bitte mit Johanniskraut und Menschen, die Medikamente nehmen müssen! Es kann manchmal die Wirkung verändern und evtl. gefährlich werden! Das mit dem Apfelsaft kann manchmal wirklich klappen, da viele ältere Menschen sich irgendwann eine Unverträglichkeit von Fructose oder Sorbit "zulegen". Dann wirkt Apfelsaft abführend, verursacht aber oft auch Bauchschmerzen und Blähbauch.

 
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RE: Abführende Wildpflanzen

#13 von Mahashakti , 03.12.2010 14:51

hm ... Apfelsaft, Salbeitee und Buttermilch kann ich literweise trinken, ohne das sich irgendwas tut. Da spielen wohl individuelle Empfindlichkeiten eine grössere Rolle. Salzwasser funktioniert bei allen blendend (zumindest bisher).

Den Tipp mit dem Holunder muss ich mal ausprobieren. Weis da jemand was genaueres über die Dosierung?

Liebe Grüsse, Mahashakti

 
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RE: Abführende Wildpflanzen

#14 von avellana , 03.12.2010 20:55

Holunderrinde oder getrocknete unreife Beeren gehen auch, allerdings ist die Dosierung schwierig - es kann einem auch richtig böse übel werden und es ist nicht gesagt, dass es nur abführt, kann auch zu Erbrechen führen - ist eben giftig und reizt die Schleimhäute. Wie immer macht die Dosis das Gift. Schon ein Glas frisch gepresster ungekochter Holundersaft verursacht das Gefühl, eine Pfanne Giftpilze gegessen zu haben. Mehr weiß ich aus Erfahrung nicht über die Dosis.

 
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RE: Abführende Wildpflanzen

#15 von wanderbenny , 04.12.2010 09:36

Zitat von avellana
Holunderrinde oder getrocknete unreife Beeren gehen auch,



Aber getrocknete reife Holunderbeeren bewirken genau das Gegenteil, man verwendet sie bei Durchfall. Da weiß ich nicht, ob getrocknete unreife Holunderbeeren abführend wirken?
Rohe Holunderbeeren kann man durchaus essen, wenn die "Instinktbremse" gut funktioniert. Man kostet ein-zwei kleine Beeren. Wenn sie gut schmecken, kann man sogar von ein bis zwei ganzen Dolden die Beeren essen, ohne dass einem übel wird. Schmecken sie aber nicht gut, gleich wieder ausspucken! Jeder reagiert da anders.
Doch Finger weg von rohem Holundersaft! Da fehlen nämlich die Kerne in denen ein Wirkstoff ist, der die Beeren etwas verträglicher macht - aber nicht für jeden.

LG Wanderbenny

 
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